Machen wir es doch einmal konkret: wenn Du Deinem Vermögen jeden Monat 1.500 EUR entnehmen möchtest, dann sind das pro Jahr 18.000 EUR.
Mit 63 geht man ja relativ jung in den Ruhestand. Wenn man dann plant, sagen wir mal noch 35 Jahre zu leben, dann wären das in Summe 630.000 EUR. Das Geld hast Du ja jetzt bereits, insofern könntest Du alles, was Du hast, irgendwo sicher und konservativ anlegen und dann den Plan so durchziehen.
Jetzt gibt es aber auch die Inflation und es gibt das Leben, das die eigenen Pläne durcheinanderwerfen kann (besser: wird). Dadurch könnte es knapp werden, die 1.500 bis zum Ende entnehmen zu können. Aber vielleicht braucht man in hohem Alter nicht mehr so viel Geld, außerdem hat es in 35 Jahren aufgrund der Inflation ja sowieso nur noch die Hälfte der heutigen Kaufkraft. Durch sichere Geldanlage kann man den Inflations-Schwund ja auch spürbar abmildern.
Wenn Du Dich im hohen Alter sicher nicht einschränken willst oder etwas vererben möchtest, würde ich einen gewissen Prozentsatz in weltweite ETF anlegen.
Aus heutiger Sicht könntest Du also den gewünschten sicheren Betrag für einige Jahre ermitteln und konservativ anlegen, z.B. 18.000 x 10 Jahre = 180.000 oder wenn man sehr besorgt ist 270k für 15 Jahre. Den Rest würde ich in den ETF stecken.
Deine 450.000 in sicheren Anlagen finde ich persönlich zu hoch, sie würden nach dieser Rechnung 25 Jahre lang reichen, ohne dass Du ein einziges Mal etwas aus dem Depot entnehmen musst. In 25 Jahren sollte sich Dein Depot in etwa vervierfachen, dann auf 800k, eine Garantie gibt es dafür nicht.
Wenn Du Dir vor Augen hälst, welchen Puffer Du in Jahren für sichere Entnahmen aus dem TG/FG hast, ist es vielleicht möglich, eine 50:50-Aufteilung zu machen. Eine geringere ETF-Quote wird eigentlich nirgends empfohlen.