Beiträge von LoveMyDog

    Das Mitlesen als nicht angemeldeter User scheint hier im Forum nicht mehr erwünscht zu sein. Denn seit kurzem sieht man nur die erste Seite der Kommentare und dann kommt so ein Hinweis:

    Voranbringen der Finanzbildung der Bevölkerung sieht anders aus. Ich war lange stiller Mitleser und habe viele Informationen aus dem Forum für mich mitgenommen. Erst als ich selbst eine Frage hatte, habe ich einen Account angemeldet.

    Lebes Finanztip-Team, bitte lasst den Unsinn und ermöglicht wieder das Lesen der Beiträge ohne Anmeldung.

    Ich verstehe die hier bestehende Hysterie überhaupt nicht. Ein neuer ETF, so what? Es gibt schon so viele gute Produkte, die die ganze Welt abdecken.

    Wer mehr Small Caps wollte, hätte das schon die ganze Zeit machen können und dabei noch selber deren Gewichtung bestimmen können.

    Bin ein wenig enttäuscht über den Hype, ich hätte Euch für klüger gehalten.

    Ja, gibt es, den Amundi Smart Overnight Return (LU1190417599). Läuft wie der DBX0AN mit einem Zuschlag von ca. 0,4 %. Da es keine Rendite ohne Risiko gibt: Der Sicherheitskorb besteht aus Aktien und nicht aus Anleihen.

    Sehr interessant! Danke für den Hinweis.

    Ich verstehe aber nicht, wie das mit den Aktien funktioniert. Welches Risiko geht damit einher und taugt der ETF dann noch als Sicherheitsbaustein?

    Danke für Eure Antworten. Ich habe verstanden, dass wenn es planbar sein soll, ich bei TG und FG bleiben sollte.

    Wenn ich Rendite will, nehme ich ETF

    Und Anleihen in allen Varianten (außer Ultrakurzläufer) sind irgendwo dazwischen. Eine möglicherweise bessere Rendite in dem Bereich erkauft man sich durch geringere Planbarkeit und höhere Volatilität.

    Mal sehen, was ich mit dieser Erkenntnis anfange...

    Alternativ mal über den Fixed Income One schlau machen.

    Wo siehst Du seine Stärken gegenüber einem anderen Anleihen-ETF? Das Zinsänderungsrisiko muss man ja ebenfalls tragen und hat damit ein ähnliches Problem wie bei Aktien: wenn man das Geld braucht, kann ein ungünstiger Moment sein.

    Vielleicht übersehe ich da etwas beim Fixed Income One?

    DBX0AN hat in den letzten 12 Monaten exakt 2% plus gemacht. Könnte bitte einer kurz erklären, warum man sein Geld da reinstecken soll, wenn es reichlich Anbieter gibt mit über 3% bei Tagesgeld? Selbst SC bietet 2,5% dauerhaft an...

    Ich habe ihn noch, weil er thesauriert und mein Freibetrag schon aufgebraucht ist. D.h. auf die Zinszalung bei SC zahle ich Steuer, auf den DBX0AN nur Vorabpauschale.

    Vanguard Lifestrategy 60 und fertig. ✔️

    Vielleicht verstehe ich das Konzept nicht richtig, aber wenn ich heute 30T EUR parken will, weil ich in 5 Jahren ein Auto davon kaufen möchte, kann es doch passieren, dass in 5 Jahren nur noch 20T EUR o.ä. übrig sind, weil 60% Aktien in dem Produkt stecken. Ich könnte dann im Ernsfall das Auto nicht kaufen, oder?

    Es ist die Frage, ob bei einem größeren Vermögen in Anbetracht von LV ( und Rentenansprüchen?) 40% zuviel sein könnten? Stattdessen eine feste Summe?

    Ja, im Grunde ist es eine feste Summe, die ich sicher auf der Seite haben will. Neben Altersvorsorge muss das Geld noch die Ausgaben abdecken, die das normale Leben so erfordert: irgendwann muss ein neues Auto her, eine größere Reparatur am Haus uvm. Es ist momentan so, dass es eher zufällig 40% des Vermögens sind. So lange keine höheren Ausgaben kommen, laufen aktuell 100% der Sparrate in den Aktien-ETF

    Festgeld hat meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man einen bestimmten Geldbetrag über die Zeit konservieren will. Als Anlage zum Inflationsschutz taugt es nicht. Letzteres trifft auch auf alle anderen risikoarmen Anlagen zu. Von daher musst du klar Farbe bekennen, was du willst: Betrag einfrieren ohne Risiko oder Inflation schlagen gegen Risiko.

    Ich will halt 40% meines Vermögens risikoarm anlegen, teilweise muss es liquide und jederzeit verfügbar sein. Der Rest muss nicht liquide sein, soll aber in sichere Anlagen ohne große Schwankungen fließen und irgendwann auch wieder verfügbar sein. Für mich war es dann eben das Festgeld, weil gegenüber täglich verfügbaren Produkten dort ein wenig mehr Zinsen gezahlt werden. Die Kehrseite ist halt, wenn die EZB die Zinsen anhebt, bleibt das bestehende Festgeld unten, wie vertraglich mit der Bank ausgemacht.

    Gibt es eine Anlage, die mit dem EZB-Zins nach oben und unten wandert und die mehr abwirft als Tagesgeld?

    Vanguard Lifestrategy 60 und fertig. ✔️

    Dann müsste ich wohl meine Aktien-ETF auflösen und alles Geld in den Vanguard umschichten. Das kommt wegen der zu erwartenden hohen Steuerlast auf die ETF-Gewinne eigentlich nicht in Frage.

    Die 40% meiner 60/40-Gewichtung besteht aus einer Mischung von Tagesgeld, Geldmarktfonds, Lebensversicherungen und Festgeldern.

    Mit der Anlage in Festgeld bin ich aber nicht so richtig glücklich, weil einige meiner Anlagen unterhalb der Inflationsrate laufen und dort für max. 3 Jahre feststecken. Höchstwahrscheinlich werde ich sie bei Fälligkeit dann erneut ins Festgeld stecken, wenn bis dahin das Zinsniveau gesunken ist möglicherweise erneut zu einem mickerlichen Zins.

    Ich habe schon über Anleihen-ETFs und iBonds nachgelesen, aber irgendwie konnte mich bisher nichts überzeugen.

    Wie legt ihr Gelder an, die nicht in den Aktienmarkt sollen, aber auch nicht kurzfristig benötigt werden? Ich suche nach einer Alternative zur Anlage in Festgeld.

    Danke für Eure Antworten

    ...Vor Kurzem gab es die Warnung, dass diese MSCI World ETF‘s zu USA lastig seien, was ja durchaus korrekt ist.

    Wie haltet Ihr es? Schichtet Ihr um, wenn die Lage in den USA zu unsicher erscheint?

    Ich habe den ETF ebenfalls gekauft und er macht derzeit etwa 1/3 meines ETF-Engangements aus. Die Warnungen, dass ein MSCI World zu USA-lastig ist, gibt es ja schon lange, das ist ein alter Hut.

    Den großen USA-Anteil hat sich ja nicht jemand ausgedacht, sondern er hat sich durch die Marktkapitalisierung so ergeben. In den USA sind nunmal die Unternehmen, die sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten am besten entwickelt haben.

    Ob das irgendwann einmal zum Problem wird, kann dir niemand prognostizieren. Wenn man die Befürchtung hat, könnte man gegensteuern und einen Ex-USA-ETF besparen oder Europa oder Schwellenländer oder oder oder. Ob man damit am Ende Rendite einbüßt oder den richtigen Riecher hatte, zeigt sich erst in der Rückschau. Ich habe darüber nachgedacht und mich dagegen entschieden. Wenn die USA an den Börsen ein Problem hat, ist es egal, welchen ETF du hältst, es wird alles mit in die Tiefe gezogen.

    Ich bespare den A1W3CQ heute nicht mehr, halte ihn aber im Depot. Weil inzwischen Rüstung und fossile Brennstoffe wieder "in" sind, hat er sich in den letzten Jahren schlechter entwickelt als ein Standard-MSCI-World oder ein All-World-Index. Als Anleger in nachhaltigen Aktien nimmt man so etwas in Kauf, weil es ja eher um das grüne Gewissen geht als um die Rendite. Ich habe inzwischen realisiert, dass es Unsinn ist, Umweltschutz über eine ETF-Investition machen zu wollen. Die Menschheit ist einfach zu dumm, die richtigen Weichen zu stellen.

    Ich schichte also nicht um, die USA-Lastigkeit sehe ich nicht als Problem, sondern als Spiegel ihrer Wirtschafts- und Innovationskraft. Ich habe aber meine Sparraten auf den FTSE-All-World umgestellt und seit einigen Monaten auf den ACWI IMI, um stärker zu diversifizieren.

    Na ja, zuerst solltest Du für Dich das Verhältnis festlegen.

    Wenn Du 50:50 möchtest, dann müsstest Du für 125k ETF-Anteile kaufen. Hast Du das flüssig, dann würde ich das zeitnah machen. Es ist bei so viel Geld oftmals leichter, wenn man die Käufe über eine gewisse Zeit streckt, z.B auf ein Jahr verteilt und jeden Monat einen Teilbetrag investiert. Die Wissenschaft allerdings empfiehlt, alles sofort zu investieren, weil das statistisch aussichtsreicher ist. Es kann allerdings passieren, dass der sich der Kaufzeitpunkt ungünstig herausstellt, das wäre dann Pech.

    Um damit umgehen zu können, würde ich nicht die beiden ETF aufstocken, die Du hast. Ich würde einen völlig neuen ETF vorschlagen. Und zwar aus drei Grunden:

    • In Deinen ETF-Positionen bist Du sicherlich ordentlich im Gewinn und Du würdest Dir durchs Nachkaufen die psychologisch wichtigen Durchschnittskurse versauen. Statt z.B. 60% stünden dann vielleicht nur noch 40% Gewinn. Das fühlt sich nicht so gut an und du könntest Dein Gehirn mit einem neuen ETF überlisten und dich besser mit der Entscheidung fühlen.
    • Sollte die Börse runtergehen, bist Du mit den "alten" ETF-Positionen länger im Gewinn. Damit lässt sich ein Crash psychologisch besser aushalten, als wenn alles rot wird.
    • Solltest Du etwas aus dem Depot entnehmen wollen, verkaufst Du den neu angeschaften ETF zuerst. Dadurch reduzierst Du die Steuerlast, weil die Anteile ja weniger Gewinn gemacht haben als Dein FTSE All world. Wenn es an der Börse blöd läuft, dann verkaufst Du ggf. sogar mit Verlust, aber diesen kannst Du (Deine Bank macht das automatisch) für spätere Verkäufe mit Gewinn (z.B. des FTSE) steuermindernd nutzen.


    Als neuen ETF würde ich Dir den auch von FT empfohlenen MSCI ACWI IMI (ISIN IE00B3YLTY66) vorschlagen. Der ist sehr ähnlich wie Dein FTSE all world, aber noch einen Tick stärker diversifiziert.

    Die Menschen sind unterschiedlich, manche wollen die Rendite maximieren und nehmen die möglichen Schwankungen in kauf, andere schlafen schlecht, wenn die Börse schwächelt.

    Die Entscheidung, welches Risiko du für Dich akzeptabel findest, kann Dir niemand abnehmen. Mit Deinem Depot bist Du den meisten Menschen in Deutschland sowieso schon voraus in Bezug auf die Altersvorsorge.

    Ich persönlich habe mal 50:50 angepeilt, irgendwann aber realisiert, dass der Sicherheitsteil zu groß wird und ich viel Rendite liegen lasse. Aktuell bin ich bei 60:40 und darunter lasse ich es nicht mehr fallen. Bin ich bei Renteneintritt bei 70:30 ist es auch ok, denn ich habe für mich genau die Rechnung gemacht, die ich Dir vorgeschlagen habe.

    Machen wir es doch einmal konkret: wenn Du Deinem Vermögen jeden Monat 1.500 EUR entnehmen möchtest, dann sind das pro Jahr 18.000 EUR.

    Mit 63 geht man ja relativ jung in den Ruhestand. Wenn man dann plant, sagen wir mal noch 35 Jahre zu leben, dann wären das in Summe 630.000 EUR. Das Geld hast Du ja jetzt bereits, insofern könntest Du alles, was Du hast, irgendwo sicher und konservativ anlegen und dann den Plan so durchziehen.

    Jetzt gibt es aber auch die Inflation und es gibt das Leben, das die eigenen Pläne durcheinanderwerfen kann (besser: wird). Dadurch könnte es knapp werden, die 1.500 bis zum Ende entnehmen zu können. Aber vielleicht braucht man in hohem Alter nicht mehr so viel Geld, außerdem hat es in 35 Jahren aufgrund der Inflation ja sowieso nur noch die Hälfte der heutigen Kaufkraft. Durch sichere Geldanlage kann man den Inflations-Schwund ja auch spürbar abmildern.

    Wenn Du Dich im hohen Alter sicher nicht einschränken willst oder etwas vererben möchtest, würde ich einen gewissen Prozentsatz in weltweite ETF anlegen.

    Aus heutiger Sicht könntest Du also den gewünschten sicheren Betrag für einige Jahre ermitteln und konservativ anlegen, z.B. 18.000 x 10 Jahre = 180.000 oder wenn man sehr besorgt ist 270k für 15 Jahre. Den Rest würde ich in den ETF stecken.

    Deine 450.000 in sicheren Anlagen finde ich persönlich zu hoch, sie würden nach dieser Rechnung 25 Jahre lang reichen, ohne dass Du ein einziges Mal etwas aus dem Depot entnehmen musst. In 25 Jahren sollte sich Dein Depot in etwa vervierfachen, dann auf 800k, eine Garantie gibt es dafür nicht.

    Wenn Du Dir vor Augen hälst, welchen Puffer Du in Jahren für sichere Entnahmen aus dem TG/FG hast, ist es vielleicht möglich, eine 50:50-Aufteilung zu machen. Eine geringere ETF-Quote wird eigentlich nirgends empfohlen.

    Ich komm nicht auf die Idee in meiner Beziehung alles 1:1 zu trennen damit wir in 20 Jahren wenn wir und (vielleicht) trennen alles sauber haben.

    Das würde ich auch nicht raten, das wäre sehr kleinlich. Jedes Paar muss da seinen Modus finden. Und wenn Kinder da sind, bin ich ein Fan vom großen gemeinsamen Familientopf, in den und aus dem alles fließt. Funktioniert aber nur, wenn beide das gleiche mind set haben.

    Da ich nicht von einer Trennung ausgehe kann ich mir viele Gedanken sparen. Die Zugewinngemeinschafts teilt sich jetzt alles, genau wie in der Rente. Kommt es zur Trennung wird es eh fair aufgeteilt.

    Das ist leider die Einstellung, die manchmal ins Verderben führt.

    Meine Lebenserfahrung zeigt, dass manche Menschen in zwei Situationen eine wahnsinnige Rücksichtlosigkeit an den Tag legen können, die man ihnen vorher nie zugetraut hätte: an Scheidungen und beim Streit ums Erbe zerbrechen ganze Familien, Geschwister werden zu Feinden und Ex-Partner zu den gemeinsten Menschen, die man sich vorstellen kann.

    Oft kommt es anders und man einigt sich gütlich, aber Gier ist eine unheimliche Kraft und ich halte es für besser, sich im Vorfeld so aufzustellen, dass alles bereits möglichst fair geregelt ist.

    Ich verstehe Deinen Gedanken Die Begründung ist vermutlich, dass es einfach mehr bürokratischer Aufwand wäre und bei dem geringen Betrag ist es das einfach nicht wert. Wir reden hier vermutlich von 5€ Netto Differenz im Monat. Je nach Konstellation.

    Daher würde ich es vermutlich einfach in das Depot stecken, wo es steuerlich am meisten Sinn ergibt. Das ist vermutlich der oder die, mit dem geringeren Einkommen.

    Ja, da hast Du vermutlich recht. Steuerlich ist es bei Zusammenveranlagung ja irrelevant.

    LoveMyDog

    Nur zum spiegeln, bitte nicht darauf antworten:

    Versuch nicht so kleinteilig in Themen Deiner Tochter zu gehen. Das vermittelt ein bisschen das Gefühl, dass Du Deinem Schwiegersohn nicht so ganz vertraust.

    Ob zu Recht oder nicht, das wird nicht gut sein für Dein Verhältnis zur Tochter.

    Bitte nicht falsch verstehen, vielleicht irre ich mich und Du willst nur das alles "richtig" ist, aber es könnte durchaus als übergriffig empfunden werden.

    Ja danke für Deine Sorge, aber Du irrst Dich. Ich will nur wissen, welche Optionen die beiden haben. Ich mische mich in ihrer Angelegenheiten nicht ein, möchte ihnen aber etwas für ihre Altersvorsorge vorschlagen, wenn ich selbst es verstanden habe.