Beiträge von DECKG

    Gerade wenn ihm klar wird, dass Du die Geschäftsbeziehung zu Deinen Eltern nicht hintertreiben willst, wird er vermutlich kooperativ werden

    Hier ist die Krux an der Sache, dass meine Eltern auch in der MLP-Depotstruktur mit meiner Meinung nach horrenden Kosten stecken. Diese Kosten waren für mich nämlich der Ausgangspunkt, mich mit dem Themen Finanzen selbst zu beschäftigen. Da wir in der Familie recht offen über Finanzen sprechen, haben sie auch mitbekommen dass und warum ich dem Berater tschüss sagen möchte. Daher würde ich nicht ausschließen, dass das auch für sie der Ausgangspunkt sein könnte, seine Tätigkeiten zu hinterfragen und am Ende vielleich sogar auch zu kündigen. Darauf werde ich gegenüber dem Berater aber nur so lange (einigermaßen) Rücksicht drauf nehmen, wie meine Eltern noch mit ihm zu tun haben.

    Wenn Du das Risiko selbst tragen kannst, dann leg das Geld in ETFs an. Das ist ein Prinzip was fast bei jeder Versicherung gilt. Einen großen Haftpflichtschaden kann man in aller Regel nicht selbst tragen, eine Berufsunfähigkeit kann Dir die Existenzgrundlage entziehen. Das sind wirklich wichtige Versicherungen. Auch eine Brandschutzversicherung beim Eigenheim halte ich für unverzichtbar.

    Ich hatte meine vorhandene Haftpflichtversicherung in der Eingangsauflistung nicht erwähnt, da sie so günstig ist, dass ich die Analyse und ggf. Anbieterwechsel als allerletztes tun werde, nachdem alle anderen Themen abgefrühstückt sind.

    Da ich zur Miete wohne, ist die Brandschutzversicherung keine Überlegung und für die Hausratsversicherung habe ich für mich festgestellt, dass ich das Risiko für sehr tragbar halte, weshalb ich diese perspektivisch kündigen werde.

    Danke schonmal für die konstruktiven Beiträge!
    Ich versuche mal, auf diese etwas konkreter einzugehen:

    Was eine Lösung sein könnte, wäre ggf. Clark (oder ein ähnlicher Anbieter).

    Clark habe ich mir angeschaut, von den Rezensionen her klingt es für mich eher auch wie ein Verwaltungstool, was versucht provisionsgetrieben aktiv neue Verträge anzudrehen. Das käme für mich eher weniger in Frage.

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    als Versicherunngsnehmer bin ich der Entscheider und sollte es eine Vollmacht oder ähnliches für einen Berater geben, widerrufe ich diese. Wo soll das Problem sein?

    Hast du Angst vor diesen Verkaufsmenschen ? Diese akzeptieren natürlich deine Entscheidung und „Telefonterror“ ist gesetzlich verboten.

    Möglicherweise habe ich durch andere Beiträge hier im Forum und auch anderen sozialen Netzwerken einen zu drastischen Eindruck bekommen, was passieren kann, wenn man dem Berater noch während aktivem Provisionsbezug aus den Verträgen streicht. Ich habe an und für sich keine Angst vor dem Berater, befürchte aber eine indirekte Beeinflussung des Beratungsverhältnis meiner Eltern durch den Berater. Deshalb finde ich die folgende Lösung charmant:

    Zum Thema mit deinen Eltern würde ich einfach mal mit dem Verkäufer sprechen, nach dem Motto, ich habe für mich andere Lösungen gefunden, aber für die Eltern würde ich gerne weiter mit ihm zusammenarbeiten, was soll da großartig passieren. Auf weitere „Beratung“ in deinen Angelegenheiten möchte er bitte absehen.

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    Bezüglich der BU-Versicherung: Dazu möchte ich mich sowieso unabhängig beraten lassen. Dazu gehört für mich zu besprechen, wie ein entkoppeln möglich ist, sowie auch die Prüfung der Konditionen und ob es eine bessere Alternative bei einem anderen Versicherer gibt. Vorschnell kündigen (erst recht bevor ich keine neue abgeschlossen habe) werde ich die BU allerdings nicht.

    Da ich mich mit Finanzen endlich selbst beschäftigt habe, anstatt (größtenteils) den Ratschlägen des MLP-"Beraters" (sprich: Verkäufer) meiner Eltern zu folgen bin ich aktuell dabei, meine Finanzen nach dem Finanztip-Prinzip zu vereinfachen.

    Bisher habe ich schon meine Geldanlage von dem MLP Depot auf ein von Finanztip empfohlenes Depot umgeschichtet und dann die aktiven Fonds verkauft das Geld in breit gestreute ETFs gesteckt.
    Jetzt gehe ich aktuell das Thema Versicherungen und Altersvorsorge an. Diese bestehen aus recht MLP-Typischen Produkten, die teilweise noch von meinen Eltern für mich abgeschlossen wurden. Im Vergleich zu anderen Foristen scheint es mich von der Anzahl der Produkte immerhin nicht so schlimm getroffen zu haben, wie es hätte sein können:
    -BU-RV-Kombi
    -Hausratversicherung
    -Haftpflichtversicherung
    -Rentenversicherung

    Nachdem ich die Konditionen der Versicherungen geprüft habe, sehe ich hier auch Handlungsbedarf und dachte an folgenden Aktionsplan:
    1.) MLP-Berater aus allen Versicherungen streichen lassen und selbst verwalten
    2.) Hausratversicherung kündigen, da mittlerweile genug Kapital da ist und der Hausrat nicht sonderlich viel Wert hat
    3.) Prüfung der RV durch Honorarberater/Verbraucherschutzzentrale, insbesondere mit Fokus auf Widerruf statt Kündigung
    4.) Prüfung Entkoppeln von BU und RV durch Honorarberater und dann vermutlich Beitragsfreistellung der RV
    5.) Erhöhung ETF-Sparplan um die freigewordenen Versicherungsbeiträge

    Nun scheitert meine Recherche schon am ersten Schritt. Denn ich konnte bisher nicht sicher herausfinden, ob die "Selbstverwaltung" bei jedem Produkt möglich ist. Bei entsprechenden direkten Anfragen an die Versicherungsgesellschaften habe ich die Befürchtung, dass der Berater darüber informiert wird und dann der Telefonterror beginnt. Hat hier jemand schon Erfahrungen gesammelt?

    P.S.: Was die Situation verkompliziert ist hierbei der Umstand, dass meine Eltern auch noch vom gleichen Berater beraten werden. Da sie leider in absehbarer Zeit pflegebedürftig werden und ich ihnen bei ihren Finanzthemen unterstützen soll (und will) fürchte ich, dass ich um zukünftigen Kontakt mit ebendiesem Berater nicht zwangsweise herumkommen werde. Ich habe zwar von Möglichkeiten gelesen, die Vertragsverwaltung auf die MLP-Zentrale umzuschreiben, solche Entscheidungen kann ich meinen Eltern allerdings nicht abnehmen. Andererseits sehe ich zumindest großes Konfliktpotenzial darin, auf Wunsch meiner Eltern bei den Gesprächen dieser mit dem Berater beizuwohnen, wenn ich ihm meinen eigenen Vertrag gekündigt habe.