Beiträge von Nordnordlicht

    [...]

    Was meint ihr dazu.. hat das hier schon mal wer gemacht?

    [...]

    Nein, ich habe das nie gemacht, weil ich ungefähr alle 10 Jahre eine Kontenklärung gemacht habe, damit alle Zeiten korrekt verbucht sind. Die Tabelle mit der vorausberechneten Rentenhöhe fand ich auch nicht sehr kompliziert oder unverständlich. Stimmte am Ende alles auch ohne externen Berater...

    Kannst du das bitte mal näher erläutern, wie du das verstehst?
    Du solltest mal erklären, wie das detailliert aussehen soll.

    Gern: zunächst ein Zitat aus dem im Post #3.940 von KaffeeOderTee verlinkten Artikel in der WiWo:

    Zitat

    „Es ist eine grobe soziale Ungerechtigkeit, die gesundheitliche Versorgung von Bürgergeldbeziehern vor allem von den Beitragszahlern der gesetzlichen Krankenkassen finanzieren zu lassen, statt diese staatliche Sozialleistung durch den Bund und damit über alle Steuerzahlenden zu finanzieren“, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz.

    „Es ist nicht egal, woher das Geld kommt“, betonte Lanz. Wenn die Krankenkassen diese staatliche Sozialleistung bezahlten, dann zahlten nur die 58 Millionen Mitglieder und deren Arbeitgeber bis zur Höhe der Beitragsbemessungsgrenze. Damit würden Privatversicherte, Beamte und Besserverdienende bevorteilt. Sozial gerechter und rechtlich einwandfrei wäre es daher, diese staatliche Sozialleistung aus Steuermitteln zu finanzieren.

    „Die derzeitige Finanzierung der gesundheitlichen Versorgung von Bürgergeldbeziehenden ist klar rechtswidrig“, betonte der GKV-Sprecher. Deshalb hätten die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr eine Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland eingereicht – diese laufe noch.

    Und hier aus einer Presseerklärung der TK vom 1.4.25:

    Zitat

    Warum ist die aktuelle Regelung ungerecht?

    Der Bund zahlt Beiträge für die Empfängerinnen und Empfänger von Bürgergeld an die gesetzlichen Krankenkassen. Denn es ist eine staatliche Aufgabe, die medizinische Versorgung von Menschen am Existenzminimum im Krankheitsfall abzusichern. Im Jahr 2026 liegen die Beiträge pro Person bei 144 Euro monatlich. Das Problem: Diese Beiträge sind viel zu gering, sie decken nur etwa ein Drittel der tatsächlichen Kosten. Das Defizit, das sich aus den zu geringen Beiträgen vom Staat ergibt, liegt mittlerweile bei rund zwölf Milliarden Euro jährlich. Dieses Geld fehlt den gesetzlichen Krankenkassen.

    Quelle: https://www.tk.de/presse/themen/…99636?tkcm=aaus

    Um es krass zu sagen: eine gleich doppelte Sauerei der Politik, die abgestellt gehört und nicht mit einem Schulterzucken ausgesessen werden kann.

    Ich tippe mal, Herr Klingbeil ist privat versichert wie die meisten der Herrschaften im hohen Hause. Dass seine Partei sich über die Wahlergebnisse wundert und rätselt erstaunt mich wiederum, zeigt aber, wie weit weg von der Realität der Wähler viele Politiker sind: da werden den GKV-Versicherten für jeden Bürgergeldempfänger 150,00 € KV-Beitrag abgeknöpft, obwohl dieser Monat für Monat eigentlich 400,00 € kostet. Das ist eine so offensichtliche Ungerechtigkeit dieser Gerechtigkeitspartei, dass es eine Klatsche vom BVerfG geben wird.

    Das nenne ich Vogel-Strauss-Politik...

    [...]

    Ist da überhaupt eine eigene Stiftung ratsam, oder eher eine Zustiftung oder sogar "nur" eine Schenkung?

    Schon mal Danke für Eure antworten.

    Das würde ich so pauschal nicht beurteilen wollen, da ich die Motivation hinter dem Gedanken nicht kenne.

    Meine Motivation für die Zustiftung war die Unterstützung der Stiftungsziele, die ich zu 100% teile. Ich wollte das Rad nicht neu erfinden, bin auch kein Kontrollfreak und denke, das Kapital ist bei einer 25 Jahre bestehenden funktionierenden Stiftung, der ich vertraue, gut aufgehoben. Es reicht mir, einmal jährlich über die Stiftungserfolge berichtet zu bekommen und zu informellen Treffen eingeladen zu werden.

    Vielleicht hilft ja dieser etwas ältere aber kurze Thread bzw. die Links darin, das Wissen zu vertiefen:

    Altsachse
    7. September 2016 um 20:54

    Ich wünsche gute Entscheidungen!

    Nordnordlicht Ja ich meinte Dich und Deine Antwort beantwortet meine Frage leider nicht.

    Ich habe mich bezüglich der Anlagepolitik meiner bevorzugten Stiftung informiert und das was ich erfahren habe, hat mir absolut nicht gefallen. Das ist eine klare Geldvernichtung, wenn man lediglich auf den nominellen Erhalt des Stiftungsvermögens abzielt.

    Der Kapitalgrundstock dient zu Erwirtschaftung von Kapital für die Stiftungsziele. Die Unternehmensbewertungen für Wertpapiere/Aktien wird von auf Nachhaltigkeit spezialisierten unabhängigen Ratingagenturen vorgenommen. Das Kapital fliesst weder in die fossile Wirtschaft noch in die Rüstungsindustrie oder industrielle Tierhaltung, sondern in erneuerbare Energien, Speichertechnologien, Bildungsförderung etc.

    Das wird noch weiter ausgeführt, ich kürze das mal hier ab. Diese Ziele und Anlagestrategie kann ich zu 100% unterstützen und sie sind alle im Sinne der Satzung der Stiftung, die seit mehr als 25 Jahren arbeitet und also keine Eintagsfliege ist. Das Stiftungskapital lag 2024 bei 37,9 Mio. €.

    HTH

    Und schon wird Widerstand organisiert

    https://www.welt.de/politik/deutsc…t_on_conversion

    Wie man in den USA sagt: "Das quietschende Rad bekommt das Öl"

    Zitat

    Gerade habe man erlebt, dass die Vergütung für Psychotherapeuten um 4,5 Prozent abgesenkt werde. „Das stelle man sich mal bei einer anderen Berufsgruppe in Deutschland vor.“

    Herr Gassen hat noch nicht mitbekommen, dass seit 01.11.25 Hebammen mit bis zu 30% weniger auskommen müssen - oder es ist ihm egal...

    Quelle: https://www1.wdr.de/nachrichten/he…studie-100.html

    [...]

    In den Medien und auch hier wird überwiegend diskutiert, wie in das System noch mehr Geld hineingeschaufelt werden kann.

    [...]

    Gruß Pumphut

    Darauf weist ja auch HJT in seiner Kolumne hin (um mal wieder zum Ursprung zurückzukehren):

    Zitat

    Im Prinzip können die Vorschläge zwei Zielrichtungen haben: Entweder die Einnahmen erhöhen, ohne die Beitragssätze zu erhöhen, damit bei aller Solidarität Arbeit durch die Beiträge nicht noch teurer wird.

    Oder die Kosten im System senken, damit die Beiträge stabil gehalten oder gar gesenkt werden können. Kleiner Spoiler: Solche Vorschläge mit durchschlagender Wirkung fehlen in der öffentlichen Debatte fast völlig.

    Ein häufiges Argument für steigende Kosten ist das Fachärztehopping. Als eine Lösung gilt die sogenannte hausarztzentrierte Versorgung (HzV): vor dem Facharzttermin wird der Hausarzt konsultiert und dieser stellt dann, sofern ein Facharzttermin wirklich erforderlich ist, eine Überweisung aus.

    In Dänemark können die Versicherten wählen zwischen zwei Modellen: entweder HzV oder freie Arztwahl, bei letzterer muss der Patient den (nicht an eine GebO gebundenen) Facharzt vor dem Termin bezahlen und kann die Rechnung dann einreichen, bekommt aber nur den Betrag erstattet, der in der HzV bezahlt worden wäre.

    Nur ein einstelliger Prozentwert aller Versicherten leistet sich die freie Arztwahl beim Facharzt, mehr als 95% bevorzugen die HzV.

    Ich finde das eine clevere Lösung, höre aber auch jetzt schon in Deutschland diverse Lobbyisten aufschreien, dass das bei uns nicht geht...;)

    Nun, die beiden ersteren sind Genussgifte, die man einfach weglassen kann.
    Bei Adipositas sieht das ggf. schon anders aus. Ähnlich beim Bewegungsmangel, manche können einfach nicht.

    Meine Meldung an HJT beinhaltete die Einführung einer 5% igen Zuckersteuer für zuckerhaltige Getränke.

    Ich habe ähnliches angeregt, allerdings nicht nur auf Softdrinks bezogen sondern auch auf alle Fertigprodukte ("Convinience Food"), die ebenfalls extrem viel Zucker enthalten. Und: nicht nur Tabak- sondern auch Alkoholsteuer anheben ;)

    Zudem sprach sich der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) für die Abschaffung der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern als Teil eines Gesamtkonzepts aus.

    Solch ein Schritt brächte rund drei Milliarden Euro Entlastung.

    Zitat

    Die Rede ist von 11,4 Milliarden Euro Kosten, die nur durch die mitversicherten Ehepartner anfallen.

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…63-a53e6657a925

    Moin,

    HJT fragt in seiner wöchentlichen Kolumne heute, welche einzelne Massnahme aus einer Auflistung von 8 Vorschlägen man selbst wählen würde und bittet um mindestens einen weiteren Vorschlag, wo eigener Meinung nach noch Effizienzreserven im System lauern.

    Ich persönlich finde das ganz spannend und habe schon reagiert. Alle, die das Thema interessiert, die aber die Kolumne nicht kennen, möchte ich einladen, sich ebenfalls zu beteiligen.

    Machen Sie ein Kreuzchen an alle Vorschläge aus der Liste oben, die Sie vernünftig finden. Und machen Sie mindestens einen Vorschlag, wo aus Ihrer Sicht noch große Effizienzreserven im Gesundheitssystem gehoben werden können. Schicken Sie mir die Zusammenstellung.

    Ich freue mich über Ihre Vorschläge:

    1. Alle Ehegatten zahlen Beiträge

    2. Finanzminister zahlt für Bürgergeldempfänger

    3. Pharmakonzerne bekommen weniger Geld

    4. Versicherte zahlen mehr zu

    5. Mehrwertsteuer für Medikamente wird gesenkt

    6. Die Tabaksteuer wird erhöht

    7. Auch auf Aktiengewinne werden Beiträge für Krankenkassen gezahlt

    8. Beitragsbemessungsgrenze – wer mehr verdient, zahlt noch mehr

    Ihr Vorschlag für eine Effizienzreform (bitte alles an die Chefredaktion@finanztip.de)

    Viel Spass! ;)

    Quelle: https://www.spiegel.de/wirtschaft/ser…63-a53e6657a925

    Ich gebe mal meinen Senf dazu: sowas ähnliches habe ich vor Jahren mal in einem mittelständischem Betrieb erlebt.

    Ich wurde von meinem Abteilungsleiter und seiner Vorgesetzten zu einem 6-Augen-Gespräch geladen ohne Vorankündigung, worum sich das Gespräch dreht. Im Besprechungsraum wurde dann behauptet, es gäbe haufenweise Beschwerden von Kolleginnen und Kollegen über mich, weil sie alle Angst vor mir hätten.

    Daraufhin habe ich meinen Abteilungsleiter, der mehr mit hochrotem Kopf dabeisass als zu reden gefragt, seit wann er diese telefonischen Beschwerden über mich bekomme. Er entgegnete, das gehe seit mindestens 3 bis 4 Monaten schon so. Daraufhin habe ich ihn gefragt, warum er als Vorgesetzter sich so lange untätig täglich diese angeblichen Beschwerden, u. a. ich würde meine Arbeit nicht machen, am Telefon anhöre, ohne sofort zu reagieren. Und - da ich skeptisch wurde - ich fragte die Herrschaften, wer sich denn über mich beschwere und wer behaupte, ich würde meine Arbeit nicht machen.

    Darauf wurde mir geantwortet, dass man diese Mitarbeiter nicht in die Pfanne haue und mir nicht sagen werde, wer sich beschwert habe, weil ich dann diese Personen möglicherweise zur Rede stellen werde. Worauf ich entgegnete, das sei ja wohl mein gutes Recht, Behauptungen nachzugehen, ich würde quasi Arbeitsverweigerung begehen.

    Abschliessend erklärte ich den beiden, dass Sie mit den vorgebrachten Argumenten vor dem Arbeitsgericht krachend scheitern würden, denn im Gegensatz zu ihnen hatte ich bis dahin schon einmal vor dem Arbeitsgericht mir ein qualifiziertes Zeugnis erstritten und wusste daher, das dort lediglich Fakten zählen und keine Behauptungen.

    Abschliessend wurde mir noch erklärt, ich sei der unbeliebteste Arbeitnehmer im ganzen Unternehmen.

    Das Gespräch fand im November 2006 statt, ich habe nie wieder etwas zum Thema gehört und schliesslich im Mai 2022 den Betrieb verlassen.