ING-Bank
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Sehr lange war die Direktbank ING eine Finanztip-Empfehlung für Konto und Wertpapierdepot. Viele unserer Leser sparen kostenlos monatlich in ETFs an, insgesamt verwaltet die ING 1,4 Millionen Depots. Ab Mai werden aber die ING-Konditionen insgesamt schlechter: Unter anderem stellt die Bank ETFs der Marke iShares mit 1,75 Prozent der Sparrate in Rechnung. Von 100 Euro investieren Sie dann nur noch 98,25 Euro in Ihre ETF-Anteile.

Sie haben nun zwei gute Alternativen. Erstens: Sie lassen den Sparplan auf Ihren iShares-ETF ruhen, das geht mit wenigen Klicks. Das Ersparte bleibt kostenlos liegen und entwickelt sich im Wert weiter. Suchen Sie mithilfe des Tools der ING nach einem anderen ETF, der den gleichen Aktienindex abbildet. Laut ING sind seit Februar ETFs der Marken Amundi, Invesco/Source und Lyxor für den Sparplan kostenlos.

Oder zweitens: Sie suchen sich ein Wertpapierdepot, bei dem Sie iShares-ETFs weiter kostenlos bekommen. Dafür eignet sich zum Beispiel das Depot von Trade Republic*. Der Anbieter funktioniert als reine App-Lösung und kooperiert ausschließlich mit iShares (Blackrock). ETF-Sparpläne sollen „dauerhaft“ kostenlos bleiben. Das Depot ist schnell eröffnet.

Natürlich können Sie auch trotz Gebühr bei der ING weitersparen. Das ist der geringste Aufwand. Denken Sie aber daran, dass die Gebühren für ETF-Sparpläne bei der ING höher sind als bei anderen Direktbanken.

Sara Zinnecker
Autor

Stand:

Sara Zinnecker war bis Juni 2020 Finanztip-Redakteurin im Team Bank & Geldanlage. Nach ihrem Volontariat an der Georg von Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten schrieb sie beim Handelsblatt über Geldanlage und Altersvorsorge. Zuvor studierte Sara Zinnecker in Nürnberg, Italien und Portugal internationale Volkswirtschaftslehre mit Diplom-Abschluss, arbeitete bei Lokalzeitungen sowie der Süddeutschen Zeitung.

1 Kommentar

  1. Als Alternative zu den bei ING kostenpflichtigen (Sparplan) iShares ETFs empfehlen Sie Amundi und Lyxor ETFs. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Alternativen je nach Herkunft mit einer zusätzlichen Quellensteuer (f. Erträge) belastet werden. So fällt z.B. beim iShares DJ Global Titans 50 (628938) keine Quellensteuer an; bei den Alternativen Amundi ETF (A0RPV6) und Lyxor ETF (LYX0AG) werden 30% Quellensteuer (Frankreich) abgezogen, jedoch nur 12,8% angerechnet. Eine Erstattung der Differenz durch die franz. Steuerbehörden ist sehr aufwändig und mit hohen Kosten verbunden und ist daher keine Option für den einfachen Anleger.

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