Broker-Vergleich & Depot-Vergleich

Mit diesen Depots handelst Du gut und günstig

Hendrik Buhrs
Finanztip-Experte für Bank und Börse
31. August 2021
Das Wichtigste in Kürze
  • Für Deine Aktien oder Fonds (wie ETFs) brauchst Du ein Wertpapierdepot.

  • Die meisten Banken bieten ein Depot an. Besonders günstig sind Direktbanken und Online-Broker. Du kannst mit wenigen Klicks das Wertpapierdepot eröffnen.

  • Mit Deinem Guthaben kannst Du ETFs oder Aktien kaufen und verkaufen. Gute Depots bieten Sparpläne an, die beispielsweise jeden Monat 50 Euro für Dich anlegen.

So gehst Du vor
  • Achte auf die Kosten: Günstige Depotanbieter verlangen keine Grundgebühr, die Handelskosten für Käufe, Verkäufe und Sparpläne sind minimal.
  • Unsere Analyse von 26 Anbietern hat gezeigt: Empfehlenswerte Depots mit den niedrigsten Gebühren findest Du bei den Online-Brokern Scalable Capital (Free Broker), Smartbroker und Trade Republic.
  • Wir haben aber auch günstige Depots mit einem breiten Leistungsspektrum ermittelt. Ist das die richtige Kategorie für Dich, dann gehe zur ING, Comdirect, Consorsbank oder DKB.

Du willst Dein Geld in Fonds oder Aktien anlegen? Dann brauchst Du ein Depot, in dem Deine Wertpapiere aufbewahrt und verwaltet werden. Die Bedienung ist meist nicht viel komplizierter als beim Online-Banking. Wir stellen Broker vor, die für Anfänger geeignet sind.

Die Anbieter unterscheiden sich aber stark bei Kosten und Service. Mit unserem Broker-Vergleich helfen wir Dir, das richtige Depot zu finden. So machst Du den ersten wichtigen Schritt zu einer gelungenen Geldanlage.

Welches Depot passt zu Dir?

Für einige Depots musst Du mehr Zeit aufwenden, als Du hast. Oder Du brauchst mehr Vorkenntnisse oder mehr Geld. Wir zeigen Dir hier aber vor allem, wie Du Dein Geld unkompliziert und gewinnbringend anlegen kannst, zum Beispiel in ETFs. Denn Finanztip empfiehlt günstige Aktienfonds, die Anteile von mehreren 100 Unternehmen enthalten.

Dein Depot kannst Du vom heimischen PC steuern, manchmal auch über eine App fürs Smartphone. Du kannst dann mit wenigen Klicks einen Sparplan einrichten, der beispielsweise jeden Monat 100 Euro Deines Geldes investiert. Das funktioniert wie ein Dauerauftrag bei Überweisungen, Du musst Dich also nicht jedes Mal aktiv um den Kauf (Order) von Wertpapieren kümmern. Du kannst aber auch erstmal nur mit einem Grundbetrag starten und diesen auf einen Schlag anlegen.

Die Anbieter von Depots unterscheiden sich in der Vielfalt der handelbaren Wertpapiere, bei einigen kannst du sehr komplexe Finanzprodukte wie Optionsscheine kaufen. Diese Unterschiede spielen aber für die meisten Anleger keine Rolle. Denn die „Bestseller“ der Börse, also beliebte ETFs und wichtige Einzelaktien, kannst Du über jedes gängige Depot und zu fast identischen Kursen handeln.

Falls Du schon ein Wertpapierdepot hast und damit zu einem anderen Anbieter umziehen möchtest, haben wir weiter unten Tipps aufgeschrieben. Wenn Du besondere Anforderungen hast – beispielsweise ausländische Einzelaktien besitzt – solltest Du auf jeden Fall das Preisverzeichnis der Depotbank lesen. Manche Vorgänge wie die Bestellung von Eintrittskarten für eine Haupt­ver­samm­lung im Ausland können mit Extragebühren belegt sein.

Broker, Onlinebank, Filialbank?

Auch in der Sparkasse oder Volksbank in Deiner Nachbarschaft bekommst Du ein Depot. Das ist eine solide, aber oft ziemlich teure Lösung. Du zahlst bei vielen Filialbanken hohe Gebühren sowohl für einzelne Transaktionen als auch für die Verwahrung Deiner Wertpapiere. Dieses Geld schmälert den Ertrag Deiner Investition. Filialbanken bieten allerdings die Möglichkeit, das Depot komplett offline zu führen, also schriftlich oder im persönlichen Kontakt mit einem Bankmitarbeiter. Reine Online-Depots der Filialbanken sind im Vergleich günstiger.

Gebührenunterschiede für Ankauf und Verwahrung

 Sparkasse MünchenDirektbank
(z. B. DKB)
Online-Broker
(z. B. Smartbroker)
Ankauf Wertpapiere 5.000 €25 Euro plus Spesen10 Euro0 Euro
Verwahrung45 Euro pro Jahr10 Euro0 Euro
Kosten bei 10 Jahren Haltedauer475 Euro10 Euro0 Euro

1Reduziert sich auf 9 € pro Jahr, wenn Anleger pro Quartal mindestens einmal Aktien oder Fonds kauft oder verkauft.
Quelle: Stadtsparkasse München, DKB, Smartbroker (Stand: 1. März 2021)

Mit dem Siegeszug des Internets wuchsen auch die Direktbanken. Ohne Filialen, aber mit Service per E-Mail, Chat oder Telefon bieten sie nicht nur Girokonten und Kreditkarten, sondern auch Onlinedepots. Hier gibt es eine Reihe von Depots ohne laufende Verwahrgebühr. Käufe und Verkäufe kosten Dich meist weniger als bei Filialbanken.

Die dritte und jüngste Kategorie sind spezialisierte Broker, manchmal auch Neo-Broker genannt, die keine weiteren Bankgeschäfte anbieten, sondern sich auf die Depotführung konzentrieren. Hier zahlst Du in der Regel noch niedrigere Gebühren als bei den Direktbanken. Allerdings hängt das von Deinem Nutzungsverhalten ab. Im nächsten Abschnitt stellen wir Dir empfehlenswerte Depots vor.

Welche Depots empfiehlt Finanztip?

Finanztip hat im Februar 2021 die Kosten und Leistungen von 26 Wertpapierdepots genauer angeschaut, von denen wir sieben empfehlen können. Wie wir die empfohlenen Anbieter ausgewählt haben, liest Du unter So haben wir analysiert.

Bei allen unseren Empfehlungen kannst Du ETF-Anteile zu einem individuellen Termin kaufen (Einzelanlage), sowie alternativ regelmäßig mit einem automatischen Sparplan. Mit wenigen Klicks eingerichtet, läuft Dein Sparplan Monat für Monat und kauft für Dich weitere ETF-Anteile. Mit 50 Euro pro Ausführung bist Du bei allen empfohlenen Depots dabei – einige akzeptieren auch niedrigere Beträge für eine Sparrate, wie 25 Euro oder sogar 1 Euro. Außerdem berechnen Dir die Finanztip-Empfehlungen keine laufende Gebühr für die Verwahrung Deiner Wertpapiere (bei der Comdirect gilt das nur, wenn Du einen Sparplan einrichtest).

Die günstigsten Depots

Wenn Dir vor allem niedrige Ordergebühren wichtig sind, empfehlen wir Dir einen Blick auf den Free Broker von Scalable Capital, die App Trade Republic und den Smartbroker. Alle drei bieten für den Einzelkauf und für Sparpläne besonders günstige Konditionen.

So sind im Depotmodell Free Broker von Scalable Capital alle Sparpläne gebührenfrei. Zum 27. August 2021 hat der Broker die Ausführungsgebühren gestrichen, die zuvor bei manchen ETFs ab dem zweiten Sparplan anfallen konnten.

Einzelkäufe abseits eines Sparplans kosten bei Scalable Broker im Freebroker-Modell pauschal 0,99 Euro, wenn Du sie über den Handelsplatz Gettex abwickelst. Rund 600 bei Scalable vergünstigte ETFs ("Prime ETFs") sind auch für Einzelkäufe und -verkäufe kostenfrei handelbar, bei Anlagesummen unterhalb von 250 Euro kostet es 0,99 Euro.

Alternativ gibt es noch die Depotvariante Prime Broker, bei der alle Orders und Sparpläne kostenlos sind, aber Kosten für die Depotführung anfallen (4,99 Euro pro Monat, bei jährlicher Zahlung 2,99 Euro pro Monat). Einzelorders müssen mindestens 250 Euro umfassen, um gebührenfrei zu sein, oder einen der vergünstigten Prime-ETFs betreffen. Die Finanztip-Empfehlung bezieht sich nur auf Free Broker.

Trade Republic bietet zum Handeln eine Smartphone-App an. Seit Ende September 2021 kannst Du auch über den Browser Deines Rechners auf das Depot zugreifen. Hierfür schaltet Trade Republic nach und nach alle Kunden frei. Sparpläne werden grundsätzlich gebührenfrei ausgeführt. Mittlerweile hat Trade Republic eine große Auswahl an besparbaren ETFs im Programm.

Einzelorders kosten pauschal 1 Euro Gebühr. Die Transaktionen werden über den Handelsplatz Lang & Schwarz durchgeführt.

Smartbroker hat für ein günstiges Depot ein umfangreiches Angebot, mit vielen ETF-Marken und allen gängigen deutschen Handelsplätzen. Bei einem Sparplan mit Raten von bis zu 400 Euro kostet jede Ausführung 80 Cent, für höhere Sparbeträge werden 0,2 Prozent der Summe fällig. Knapp 300 Sparpläne sind gebührenfrei ausführbar.

Ein Einzelkauf kostet Dich über den Handelsplatz Gettex nichts, wenn Du mehr als 500 Euro anlegst. Unterhalb dieser Ordergröße beträgt die Gebühr 4 Euro.

Scalable Capital (Free Broker)
Online-Wertpapierdepot
  • niedrige Gebühren: Orders für 0,99 Euro (Gettex)
  • alle Sparpläne gebührenfrei
  • rund 600 ETFs dauerhaft kostenlos für Einzelkäufe
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der Baader Bank
  • auch Handel über Xetra möglich (ab 5,49 Euro)
Trade Republic
Wertpapierdepot als App
  • niedrige Gebühren: Kauf und Verkauf von ETFs für 1 Euro
  • derzeit rund 1.500 kostenlose ETF-Sparpläne
  • Depot bei Trade Republic, Verrechnungskonto bei der Solaris Bank, Verwahrung der ETF-Anteile bei der HSBC
Smartbroker
Online-Wertpapierdepot
  • niedrige Gebühren: Orders ab 0 bzw. 1 Euro (nur Gettex/ L&S, Anlagesumme mind. 500 Euro), sonst ab 4 Euro
  • 0,80 Euro Gebühr für Sparplanraten bis 400 Euro
  • knapp 300 Sparpläne befristet kostenlos
  • Konto und Wertpapierverwahrung liegen bei der DAB BNP Paribas

Günstige und vielseitige Depots

Neben diesen besonders günstigen Depots gibt es noch weitere Anbieter, die für Dich infrage kommen können. Sie berechnen an einigen Stellen etwas höhere Gebühren als die Online-Broker, bieten dafür aber eine Reihe von Extras. Beispielsweise kannst Du dort neben Deinem Depot auch ein normales Girokonto führen oder ein Kinderdepot einrichten.

Für Anleger, die dem sogenannten „Buy and Hold“-Prinzip folgen, also Wertpapiere kaufen und dann jahre- oder jahrzehntelang behalten, sind die meisten Depots kostengünstig zu führen. Wir haben hier vier Direktbanken ausgewählt, die besonders viele Vorteile bieten.

Die ING führt seit April 2021 alle ETF-Sparpläne gebührenfrei aus. Damit ist sie für Sparplan-Fans, die eine Direktbank bevorzugen, eine sehr attraktive Wahl. Einzelne Orders außerhalb von Sparplänen kosten bei der ING 0,25 Prozent des Anlagebetrags, mindestens rund 5 Euro.

Die Gebührenstrukturen von Comdirect und Consorsbank ähneln sich, beide berechnen pro Sparplanrate 1,5 Prozent. Es gibt regelmäßig Aktions-ETFs, bei denen keine Gebühr anfällt. In unserem Newsletter halten wir Dich über solche Angebote auf dem Laufenden. Für Einmalanlagen zahlst Du bei beiden Banken 0,25 Prozent des Ordervolumens, mindestens rund 10 Euro.

Bei der Comdirect entstehen allerdings ab dem 4. Jahr Nutzungsgebühren: 1,95 Euro pro Monat. Um das Depot kostenlos zu führen, musst Du hier einen Sparplan einrichten oder zwei Einzelkäufe pro Quartal tätigen. Auch mit einem Girokonto bei der Comdirect entfallen die laufenden Gebühren des Depots. (Prüfe aber in diesem Fall, ob nicht wiederum Gebühren für das Girokonto entstehen.)

Die DKB hat pauschale Gebühren. Pro Sparplanrate zahlst Du 1,50 Euro. Wenn Du höhere Sparraten wählst, profitierst Du von vergleichsweise geringen Kosten. Eine Reihe von ETFs sind im Rahmen einer Aktion für 0,49 Euro pro Ausführung besparbar, dieses Angebot gilt bis Ende 2021. Wenn Du bis zu 10.000 Euro auf einmal anlegst, zahlst Du pauschal 10 Euro Gebühren. Einmalkäufe über 10.000 Euro kosten pauschal 25 Euro.

Fazit zu den Direktbanken: Eine Einzelorder über 2.000 Euro kostet bei allen vier Depots also in etwa die gleichen Gebühren. Bei kleineren Ordergrößen ist die ING günstiger, bei größeren die DKB. Sparpläne sind bei der ING grundsätzlich gebührenfrei. Bei der DKB sind große Sparplanraten aufgrund der Pauschalgebühr vergleichsweise günstig, bei Comdirect und Consorsbank sind dagegen kleine Sparplanraten wegen der anteiligen Gebühr günstiger.

Welche Extra-Funktionen der Depots wir berücksichtigt haben, um zu unserer Auswahl zu kommen, kannst Du unter „So haben wir analysiert“ nachlesen. Dort stellen wir auch die weiteren Anbieter vor, die Finanztip untersucht hat.

ING Direkt-Depot
Online-Depot der ING
  • reguläre Gebühren von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, höchstens 69,90 Euro
  • alle ETF-Sparpläne gebührenfrei
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto (ab 700 Euro Geldeingang kostenlos)
Comdirect Depot
Online-Depot der Comdirect
  • reguläre Gebühren von 4,90 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,90 Euro, maximal 59,90 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate
  • viele kostenlose Sparpläne
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto (ab 700 Euro Geldeingang kostenlos)
  • Depot kostenlos mit Wertpapier-Sparplan oder Girokonto, sonst 1,95 Euro pro Monat nach drei Jahren
Consorsbank Depot
Online-Depot der Consorsbank
  • reguläre Gebühren von 4,95 Euro plus 0,25 Prozent des Orderbetrags, minimal 9,95 Euro, maximal 69 Euro
  • Sparplan für 1,5 Prozent der Sparrate
  • viele kostenlose Sparpläne
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto (ab 700 Euro Geldeingang kostenlos)
DKB
Online-Depot DKB-Broker
  • 10 Euro reguläre Gebühren für Orders bis 10.000 Euro, darüber 25 Euro
  • Sparplan regulär 1,50 Euro, unabhängig von der Sparrate
  • Aktionsangebote mit vergünstigten Sparplänen (0,49 Euro)
  • Kinderdepot und Gemeinschaftsdepot möglich
  • kombinierbar mit Girokonto
Nur beim Anbieter abschließbar

Auch eine Reihe anderer Anbieter hat solide Wertpapierdepots im Programm. Bis 2021 gehörte beispielsweise die Onvista Bank zu den Empfehlungen von Finanztip. Sie hat nichts an ihrer günstigen Kostenstruktur geändert, schneidet aber mittlerweile im Broker-Vergleich mit dem neuen Anbieter Scalable Capital sowie mit Smartbroker und Trade Republic nicht so gut ab. Wenn Du schon Dein Depot bei Onvista hast und zufrieden bist, kannst Du es aus unserer Sicht problemlos dort belassen.

Viele Jahre gehörte auch Flatex zu den Empfehlungen von Finanztip. Ab März 2020 fiel dort jedoch eine Depotführungsgebühr von jährlich 0,1 Prozent auf das Depotvolumen an (seit 12. April 2021 wird diese zumindest nicht mehr auf die ETF- und Fondsbestandteile des Depots angerechnet). Eine solche Dauergebühr ist gerade für langfristig ausgerichtete Anleger ungünstig.

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Was solltest Du zu den Brokern wissen?

Anders als die Direktbanken sind die günstigen Online-Broker erst wenige Jahre am Markt. Wir stellen sie Dir deshalb noch etwas näher vor.

Alle drei Broker haben gemeinsam, dass sie Dir nur eine symbolische oder gar keine Gebühr berechnen, wenn Du Aktien oder ETFs kaufst. Sie haben Verträge mit kleineren Börsenplätzen wie Gettex, Lang & Schwarz oder Quotrix, die an die Regionalbörsen in München, Hamburg beziehungsweise Düsseldorf angedockt sind. Statt vom Anleger bekommen die Broker für ihre Dienste Geld von diesen Börsenplätzen, über die sie Deine Geschäfte abwickeln. Du zahlst je nach Preismodell beispielsweise 0 oder 1 Euro – und weitere, sagen wir, 3 Euro zahlt der Börsenplatz an den Broker. Das ist soweit in Ordnung und wird jeweils im Kleingedruckten der Abrechnung aufgelistet.

Die Wertpapiere an sich sind die gleichen, egal, an welcher Börse Du sie kaufst. Die Preise können abweichen, aber ein kurzer Blick zur Uhr hilft Dir, günstig einzukaufen. Auch die kleineren Handelsplätze müssen sicherstellen, dass stets mindestens so gute Kauf- und Verkaufspreise für Wertpapiere gelten wie an einer anerkannten Referenzbörse – in dem Falle die elektronische Handelsplattform Xetra in Frankfurt. Wenn aber Xetra geschlossen ist, fällt dieses Korrektiv weg. Wir raten Dir deshalb, immer nur zu den Öffnungszeiten von Xetra zu handeln (wochentags zwischen 9 und 17.30 Uhr), auch wenn Du theoretisch großzügigere Öffnungszeiten bei Deinem Broker nutzen könntest. Wer während der Xetra-Öffnungszeiten einen zu teuren Preis bekommt, kann sich an das Aufsichtsboard der Börse wenden.

Scalable Capital (Free Broker)

Das Münchener Unternehmen startete 2016 zunächst einen digitalen Vermögensverwalter (Robo-Advisor). Seit 2020 können Kunden über Scalable Broker auch ihr individuelles Depot zusammenstellen. Für Deutschland ungewöhnlich ist die Möglichkeit, im Preismodell Prime Broker wie in einem Abonnement Wertpapiere für eine Flatrate handeln zu können. Finanztip empfiehlt für Deinen Vermögensaufbau allerdings das Preismodell Free Broker ohne laufende Gebühr. Free-Broker-Kunden können alle ETFs gebührenfrei per Sparplan kaufen. Eine Einzelorder kostet maximal 0,99 Euro, rund 600 ETFs sind von dieser Einzelorder-Gebühr ausgenommen. Du musst Dich für eines der beiden Preismodelle entscheiden, könntest aber später kostenlos zum anderen wechseln.

Scalable Capital ist übrigens keine Bank, sondern arbeitet als Vermittler. Das Verrechnungskonto sowie die Verwahrung Deiner Fondsanteile liegen bei der Baader Bank. Für Dich als Kunde ist aber das Preisverzeichnis von Scalable Capital relevant. Neben dem Handel per App kannst Du das Depot auch per Internetbrowser am PC führen.

Du kannst bei Scalable Capital an zwei Märkten handeln: entweder bei Gettex oder über das deutlich größere System von Xetra. Hier musst Du zwar höhere Ordergebühren zahlen, sie sind aber meist immer noch niedriger als bei den Direktbanken.

Trade Republic

Hinter Trade Republic steckt ein Berliner Fintech, am Markt seit Mitte 2019. Das Unternehmen hat extrem niedrige Preise bei Kauf und Verkauf von Wertpapieren. Trade Republic bietet alle Orders zu einem Preis von einem Euro an. Vorbild für dieses Preismodell ist der US-amerikanische Broker Robinhood.

Alle Orders pauschal für nur einen Euro – ein solches Geschäftsmodell kann sich tragen, indem der Service auf das Wesentliche eingeschränkt wird. Das Fintech-Unternehmen arbeitet daher mit einer reinen App-Lösung. Es bietet als einzigen Handelsplatz die Lang & Schwarz Exchange Börse an. Es gibt keinen Mindestbetrag für Einzelkäufe.

Anfang 2021 sorgte Trade Republic bei einigen Kunden für Verdruss, weil der Broker vorübergehend den Handel mit der stark nachgefragten Aktie von Gamestop und ähnlichen Wertpapieren eingeschränkt hatte. Langfristige Anleger wie etwa Sparplan-Nutzer waren nach unserer Kenntnis davon jedoch nicht beeinträchtigt.

Smartbroker

Ende 2019 ist Smartbroker als neuer Anbieter angetreten. Dahinter steht das Finanzdatenportal Wallstreet Online. Der Broker bietet ein umfassendes Angebot: Kunden können zahlreiche ETF-Marken und andere Wertpapiere an allen wichtigen deutschen Handelsplätzen kaufen und verkaufen. Mit Gettex und Lang & Schwarz gibt es besonders günstige Verträge: Einzelkäufe ab 500 Euro Volumen kosten dort 0 Euro beziehungsweise 1 Euro Pauschalgebühr.

Smartbroker ist ebenfalls keine Bank, sondern tritt als Vermittler auf. Verrechnungskonto und Fondsanteile liegen bei der Großbank DAB, die mittlerweile eine Marke der französischen BNP Paribas ist. Du findest in vielen Vertragsunterlagen Bezüge auf die DAB. Für Dich als Kunde ist aber das Preisverzeichnis von Smartbroker relevant.

Smartbroker berechnet eine Gebühr von 0,5 Prozent pro Jahr auf Geld, das Du auf dem Verrechnungskonto liegen hast. Der Strafzins wird aber erst dann erhoben, wenn Dein geparktes Cash mehr als 15 Prozent des Gesamtdepotwerts ausmacht. Von Dir neu eingezahltes Geld ist drei Monate lang von der Berechnung ausgenommen. Wir raten davon ab, größere Summen auf dem Verrechnungskonto liegen zu lassen.

Wie eröffnest Du ein Depot?

Wenn Du Dir einen Anbieter ausgesucht hast, kannst Du jetzt das Wertpapierdepot eröffnen. Führst Du schon ein Girokonto bei einer Direktbank und möchtest zusätzlich das Depot freischalten lassen, musst Du normalerweise nicht noch einmal Deine Identität nachweisen. Als Neukunde kommst Du allerdings um ein paar Angaben nicht herum.

Die Depotbank fragt nach Daten wie Anschrift, Kontoverbindung oder Gehalt. Die seit 2018 geltende EU-Richtlinie Mifid-II verlangt außerdem, dass jeder Neukunde seine bisherigen Erfahrungen mit Wertpapieren auf einer Skala einträgt. Solltest Du später einmal Wertpapiere kaufen, die Deinen hinterlegten Kenntnisstand übersteigen, würde die Bank beziehungsweise der Broker eine Warnung aussprechen.

Schließlich ist noch ein Identitätsnachweis nötig. Das geht mittlerweile oft per Videoident-Verfahren, also ein kurzes Videotelefonat per Smartphone, Tablet oder Laptop. Ein spezielles Callcenter prüft vor allem Deinen Ausweis, den Du in die Kamera halten musst. Die meisten Banken bieten alternativ das Postident-Verfahren an. Du bekommst einen Antrag zur Depoteröffnung, mit dem Du zu einem Postschalter gehst, dort weist Du Dich aus. Der Depotanbieter prüft die Unterlagen und schaltet erst dann das Depot frei. Bis Du Dein Depot nutzen kannst, kann es ein bis zwei Wochen dauern. In Ausnahmefällen wie im ersten Corona-Lockdown im Frühjahr 2020 waren die Wartezeiten teilweise noch länger.

Erste Schritte im neuen Depot

Deine Bank oder Dein Broker sagt Dir Bescheid, sobald das neue Depot eingerichtet ist. Du kannst dann mit einer normalen Überweisung Geld von Deinem Girokonto auf das Verrechnungskonto übertragen (bei Direktbanken entfällt dieser Schritt eventuell, wenn es sich um ein und dasselbe Konto handelt). Und schon kann es losgehen – Du kannst einen Sparplan anlegen oder ETF-Anteile kaufen.

Wie wechselst Du Dein Depot?

Wenn Du Deinen Depotanbieter wechseln willst, geht dies relativ leicht. Eröffne dazu zunächst ein neues Depot bei einer anderen Bank oder einem anderen Broker. Die meisten Banken bieten einen Umzugsservice (Depotwechselservice) an. Dazu füllst Du ein Formular aus, das die neue Bank ermächtigt, die Wertpapiere Deines alten Depots zu übertragen. Vorher musst Du offene Orders löschen und, falls vorhanden, Bruchstücke verkaufen (also die Nachkomma-Anteile aus einem Sparplan).

Du kannst auch nur einzelne Aktien oder Fonds für einen Übertrag auswählen. Prüfe vorher, ob man die Wertpapiere auch beim neuen Depotanbieter handeln kann – andernfalls wäre ein Übertrag weder möglich noch sinnvoll. Überträge zu Direktbanken sowie von bekannten Einzelaktien und großen ETFs sind normalerweise unproblematisch. Trade Republic und Scalable Capital weisen allerdings ausdrücklich darauf hin, dass Du online beziehungsweise in der App nachsehen sollst, ob ein Wertpapier dorthin übertragbar ist. Im Zweifel kann Dir der Kundenservice helfen.

Wenn gewünscht, kannst Du das alte Depot schließen lassen. Der Depotwechsel muss kostenlos erfolgen. Das hat der Bundesgerichtshof bestätigt (Urteil vom 30. November 2004, Az. XI ZR 200/03). Dies gilt aber nicht für ausländische Anbieter wie beispielsweise Degiro aus den Niederlanden.

Ein Wechsel sollte nach etwa zwei Wochen vollzogen sein. Bei starkem Kundenandrang kann es aber deutlich länger dauern. Du solltest daher keinen Depotübertrag starten, wenn Du schon weißt, dass Du bald Wertpapiere verkaufen möchtest – das wäre aus dem alten Depot sicherer zu erledigen.

Wie sicher ist ein Depot?

Wertpapiere bleiben in Deinem Eigentum, sie werden von der Depotbank lediglich verwahrt. Sollte diese Insolvenz anmelden, hast Du einen Anspruch darauf, die Wertpapiere herausgegeben zu bekommen – sie fallen nicht in die Insolvenzmasse. Du könntest dann die Wertpapiere auf ein anderes Depot übertragen.

Die Wertentwicklung Deiner ETFs oder Aktien ist dagegen nicht abgesichert. Es gibt keine Garantie, dass Du in der Zukunft zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Summe X herausbekommen wirst. Deshalb ist es wichtig, dass Du das Risiko ausbalancierst und einen Gesamtplan für Deine Geldanlage machst.

Für das Geld auf Deinem Verrechnungskonto gilt die gesetzliche Einlagensicherung, normalerweise 100.000 Euro pro Person und Bankverbindung.

So haben wir analysiert

Vergleich Online-Depots 2021

Wir empfehlen nur Anbieter aus Deutschland, bei denen die Depotführung kostenlos ist. Auch Depots, die nach Einrichtung eines Sparplans kostenlos sind, erfüllen aus unserer Sicht diese Bedingung. Es muss also die Möglichkeit geben, automatische Sparpläne auf ETFs einzurichten. Für die Vormerkung, Änderung oder Streichung eines Limits für eine Order sollten keine Gebühren anfallen. Schließlich sollten neben ETFs auch Aktien gehandelt werden können.

Manche Anbieter berechnen Negativzinsen für Guthaben auf dem Verrechnungskonto, das spricht aber nicht gegen eine Empfehlung – die Freibeträge sind großzügig bemessen und sollten für Deine Geldanlage ausreichen.

Wir haben uns auch den Service verschiedener Anbieter angeschaut, diesen allerdings nicht zu einem verbindlichen Kriterium gemacht. Jeder Sparer hat andere Präferenzen. Im Kapitel „Was solltest Du noch über die Broker wissen?“ gehen wir aber auf einige Punkte ein, wie sich das Depot (nicht) nutzen lässt. Eindrücke anderer Finanztip-Leser, die aber immer ein individuelles Nutzungsverhalten darstellen, findest Du auch bei unseren Erfahrungsberichten und im Finanztip-Forum.

Der Marktüberblick

Um auf eine erste Grundgesamtheit zu kommen, haben wir eine Google-Recherche durchgeführt und nach den Keywords „Onlinebroker“ und „Wertpapierdepot“ gesucht. Jeweils die ersten 5 Google-Ergebnisseiten haben wir berücksichtigt.

Wir haben 24 Anbieter identifiziert, die für den Privatanleger geeignet sind. Depots mit einer Benutzeroberfläche für professionelle Vieltrader ließen wir außen vor.

Um das Risiko zu verringern, einen wichtigen Anbieter zu übersehen und die Vollständigkeit der Daten sicherzustellen, glichen wir unsere erste Auswahl mit dem letzten Vergleich der Stiftung Warentest (11/2020) und Veröffentlichungen in der Fachpresse ab und fügten zwei weitere Anbieter hinzu.

Von den 26 blieben 12 Anbieter übrig, nachdem wir die erwähnten Kriterien kostenlose Depotführung (mit Sparplan), kostenlose Limiterteilung und Aktienhandel angelegt haben.

Diese 12 verbleibenden Depots filterten wir nach zwei Kriterien: besonders günstige Depots sowie günstige und vielseitige Depots.

Günstig: Die Anbieter mit den niedrigsten Ordergebühren haben wir ermittelt, indem wir die regulären Gebühren für Sparpläne und Einzelkäufe betrachtet haben, allerdings am jeweils günstigsten verfügbaren Handelsplatz. Damit ist sichergestellt, dass Nutzer auch unabhängig von Aktionsangeboten zu niedrigen oder gar keinen Gebühren ETF-Anteile kaufen können.

Vielseitig: Wir haben 14 Merkmale definiert, die ein Depot entweder erfüllt (1 Punkt) oder nicht erfüllt (0 Punkte). Bei 4 der 14 Merkmale, die aus unserer Sicht besonders relevant sind, haben wir 2 Punkte vergeben, und bei einem Merkmal (Bankdienstleistung) eine Zwischenstufe definiert. Hier kann ein Depot das Merkmal also voll erfüllen (2 Punkte), teilweise erfüllen (1 Punkt) oder nicht erfüllen (0 Punkte).

Die folgenden Tabellen zeigen alle 12 untersuchten Depots und die Empfehlungen für die Kategorien „besonders günstig“ sowie „günstig und vielseitig“.

Die besonders günstigen Depots

Zunächst haben wir aus den verbleibenden Depots diejenigen angeschaut, die gemessen an den Orderkosten absolut am günstigsten sind, sowohl für verschiedene Sparplangrößen wie auch für die jeweils günstigste Möglichkeit, 2.000 Euro und 5.000 Euro in ETFs zu investieren. In der Regel waren dies Käufe im sogenannten Direkthandel, nicht über die Börse. Anleger zahlen dort häufig nur Ordergebühren; zusätzliche Börsengebühren fallen weg.

Orderkosten der Depots in €

 

Spar-

plan

50 € 

Spar-

plan

100 €

Spar-
plan
200 €
Einmal-
anlage
2.000 €

Einmal-
anlage
5.000

 

Scalable Capital
(Freebroker)

 

01000,9920,992
Trade Republic0001,001,00
Smartbroker0,800,800,8000
ING0009,9017,40
Onvista Bank1,001,001,007,007,00
Santander0,850,850,857,9010,00
DKB1,501,501,5010,0010,00
Comdirect0,751,503,009,9017,40
Consorsbank0,751,503,009,9517,45
Targobank1,502,503,008,9012,50
18221,901,903,009,9517,45
S-Broker1,252,505,0010,4817,98

Orderkosten gegebenenfalls zuzüglich börsenplatzabhängiger Entgelte.
1 Zum Zeitpunkt des Tests fielen ab dem zweiten Sparplan für manche ETFs Ausführungsgebühren an, die Scalable zum 27.08.2021 gestrichen hat.
2 Für rund 600 ETFs relevanter Marken 0 Euro.
Quelle: Finanztip-Auswertung, Anbieter (Stand Konditionen: 2. März 2021)

Die günstigen und vielseitigen Depots

Hier haben wir diejenigen Anbieter herausgefiltert, die Bankdienstleistungen wie beispielsweise ein Girokonto und weitere Extras bieten. Je nach Deinem Nutzungsprofil können auch die Anbieter im unteren Bereich der Tabelle für Dich geeignet sein.

Unsere Empfehlungen. Vielseitige Depots

 INGComdirectConsorsbankDKB
Punkte18171716

vergünstigte Sparpläne

auf ETFs1

♦♦♦♦♦♦♦♦

 

Freistellungsauftrag kann

online erteilt werden

 

♦♦♦♦♦♦♦♦

mindestens zwei

Handelsplätze

♦♦♦♦♦♦♦♦

Bankdienstleistungen

möglich2

♦♦♦♦♦♦♦♦

 

Sparrate von 200 € kostet

maximal 1,50 € Gebühren

 

  

 

Sparrate kann auch

höher als 500 € sein

 

 

Sparplanrate kann von

einem anderen Konto als

dem Verrechnungskonto

eingezogen werden

 

 

 

Sparplan lässt sich

beliebig online ändern

 

 

gebrochene ETF-Anteile

(aus einem Sparplan)

online verkaufbar

 

Sparplan auf

Einzelaktien möglich

 
Kinderdepot möglich

Gemeinschaftsdepot

möglich

 

Handel über mindestens

zwei der Optionen Website,

App, Telefon möglich

 

 

Service über mehrere

Kanäle nutzbar3

 

1 bezieht sich auf ETFs, die Finanztip empfiehlt (gebührenfrei oder als günstige Pauschale für maximal 50 Cent pro Ausführung)
2 insbesondere ein Girokonto. Zwei Punkte: Girokonto ab 700 Euro Geldeingang/Monat gebührenfrei, ein Punkt: gegen Gebühr oder mit anderen Einschränkungen, insbesondere kein flächendeckendes Angebot in allen Städten/Kreisen
3 Service ist über einen direkten Kanal (Telefon, Chat) und zusätzlich über einen zeitsouverän nutzbaren Kanal (E-Mail, Formular) erreichbar
Quelle: Finanztip-Auswertung, Anbieter (Stand Konditionen: 2. März 2021)

Unsere Empfehlungen. Besonders günstige Depots

 Scalable
Capital1
Smart-
broker
Trade
Republic
Punkte14129

 

vergünstigte Sparpläne

auf ETFs2

 

♦♦♦♦♦♦

Freistellungsauftrag kann

online erteilt werden

♦♦ ♦♦

 

mindestens zwei

Handelsplätze

 

♦♦♦♦ 

Bankdienstleistungen

möglich3

   

 

Sparrate von 200 € kostet

maximal 1,50 € Gebühren

 

 

Sparrate kann auch höher

als 500 € sein

 

 

Sparplanrate kann von

einem anderen Konto als

dem Verrechnungskonto
eingezogen werden

 

 

Sparplan lässt sich beliebig

online ändern

 

gebrochene ETF-Anteile

(aus einem Sparplan)
online verkaufbar

 

Sparplan auf Einzelaktien

möglich

Kinderdepot möglich   
Gemeinschaftsdepot möglich   

 

Handel über mindestens zwei

der Optionen Website, App,

Telefon möglich

 

 4

Service über mehrere Kanäle

nutzbar5

 

1 Preismodell Free Broker
2 bezieht sich auf ETFs, die Finanztip empfiehlt (gebührenfrei oder als günstige Pauschale für maximal 50 Cent pro Ausführung)
3 insbesondere ein Girokonto. Zwei Punkte: Girokonto ab 700 Euro Geldeingang/Monat gebührenfrei, ein Punkt: gegen Gebühr oder mit anderen Einschränkungen, insbesondere kein flächendeckendes Angebot in allen Städten/Kreisen
4 Seit Ende September 2021 bietet Trade Republic auch den Zugriff per Website an.
5 Service ist über einen direkten Kanal (Telefon, Chat) und zusätzlich über einen zeitsouverän nutzbaren Kanal (E-Mail, Formular) erreichbar
Quelle: Finanztip-Auswertung, Anbieter (Stand Konditionen: 2. März 2021)

Weitere Anbieter

 1822
direct
Targo-
bank1
S-BrokerSantanderOnvista
Bank
Punkte131211118

 

vergünstigte Sparpläne
auf ETFs2

 

     

 

Freistellungsauftrag kann online erteilt werden

 

♦♦♦♦  ♦♦

 

mindestens zwei
Handelsplätze

 

♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦

 

Bankdienstleistungen möglich3

 

♦♦♦♦♦♦ 

 

Sparrate von 200 € kostet maximal
1,50 € Gebühren

 

   

 

Sparrate kann auch
höher als 500 € sein

 

  

 

Sparplanrate kann von einem anderen

Konto als dem Verrechnungskonto
eingezogen werden

 

     

 

Sparplan lässt sich beliebig online ändern

 

 

 

gebrochene ETF-Anteile (aus einem Sparplan) online verkaufbar

 

   

 

Sparplan auf Einzelaktien möglich

 

   
Kinderdepot möglich 

 

Gemeinschaftsdepot möglich

 

 

Handel über mindestens zwei der Optionen Website, App, Telefon möglich

 

 

Service über mehrere
Kanäle nutzbar4

 

1 Das Depot der Targobank ist kostenlos, wenn Du das Online-Postfach nutzt
2 bezieht sich auf ETFs, die Finanztip empfiehlt (gebührenfrei oder als günstige Pauschale für maximal 50 Cent pro Ausführung)
3 insbesondere ein Girokonto. Zwei Punkte: Girokonto ab 700 Euro Geldeingang/Monat gebührenfrei, ein Punkt: gegen Gebühr oder mit anderen Einschränkungen, insbesondere kein flächendeckendes Angebot in allen Städten/Kreisen
4 Service ist über einen direkten Kanal (Telefon, Chat) und zusätzlich über einen zeitsouverän nutzbaren Kanal (E-Mail, Formular) erreichbar
Quelle: Finanztip-Auswertung, Anbieter (Stand Konditionen: 2. März 2021)

Übersicht weitere Anbieter

 Spar-
plan
50 € 
Spar-
plan
100 €
Spar-
plan
200 €
Einmal-
anlage
2.000 €
Einmal-
anlage
5.000 €
keine
Empfehlung,
weil
Flatex1,5011,5011,5015,905,90laufende Gebühr:
0,1 % Depotwert1
Netbank 0,950,950,956,0019,95Limit-Änderung kostenpflichtig
Maxblue0,631,252,508,9012,50Depot + Sparplan
sind unterschiedliche Depots
Postbank0,900,900,9017,9529,95Limit-Änderung kostenpflichtig
Gratisbroker2---00kein Sparplan
Justtrade---00kein Sparplan
Merkur---25,0025,00kein Sparplan

1 Nach Abschluss des Tests hat Flatex die Sparplangebühren gestrichen und verlangt die Depotgebühr nicht mehr für ETF- und Fondspositionen
2 Nach Abschluss des Tests wurde Gratisbroker in Finanzen.net Zero umbenannt. Der Broker bietet nun auch Sparpläne an.
Quelle: Finanztip-Auswertung, Anbieter (Stand Konditionen: 2. März 2021)

Gratisbroker, Justtrade und die Merkur Bank boten zum Zeitpunkt unserer Untersuchung (März 2021) keine Sparpläne an. Im Juni 2021 hat sich Gratisbroker in Finanzen.net Zero umbenannt und seitdem gebührenfreie Sparpläne im Programm. Flatex berechnete eine laufende Gebühr, was insbesondere für langfristig ausgerichtete Anleger ungünstig ist. Seit 12. April 2021 wird diese zumindest nicht mehr auf die ETF- und Fondsbestandteile des Depots angerechnet. Maxblue von der Deutschen Bank ist ein solides Depot, allerdings nicht mit den weiter oben vorgestellten Finanztip-Empfehlungen vergleichbar. Wertpapiere aus Sparplänen und Einzelkäufen oder eventuellen Überträgen von einem anderen Depot werden bei Maxblue getrennt verwahrt, was die Handhabung komplizierter machen kann. Bei Postbank und Netbank entstehen Zusatzkosten, wenn Du mit Limits ordern möchtest.

Wer ist der beste Online-Broker?

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