Rentnerin
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Geschiedene zahlen oft einen Teil ihrer Rente an den Ex-Partner. Grund dafür ist der Versorgungsausgleich. Mit der Scheidung werden alle während der Ehe erworbenen Rentenanwartschaften je zur Hälfte aufgeteilt.

Sollte der oder die Ex allerdings versterben, haben Sie unter bestimmten Bedingungen wieder Anspruch auf Ihre volle Rente. Von allein passiert das allerdings nicht. Schreiben Sie Ihrer Rentenversicherung einen Zweizeiler mit Ihrer Versicherungsnummer und der Ihres geschiedenen Partners, damit die Versicherung eine Überprüfung veranlasst. Die fällt zu Ihren Gunsten aus, sofern Ihr Ex nicht länger als drei Jahre Rente aus den übertragenen Anwartschaften erhalten hat. Ab dem Monat nach der Antragstellung bekommen Sie Ihre Rente dann ungekürzt – eine Rückzahlung gibt es nicht. Wer nicht handelt, verschenkt also Geld.

Schwieriger wird es, wenn Ihr Antrag abgelehnt wird, weil Ihr Ex-Partner schon zu lange Rente bekommen hat. Aber auch dann gibt es nach einem BGH-Urteil (als PDF) noch Möglichkeiten, den Versorgungsausgleich neu berechnen zu lassen. Dazu sollten Sie sich an einen Fachanwalt für Familienrecht oder einen Rentenberater wenden.

Ebenfalls wichtig: Auch Witwen aus zweiter Ehe können eventuell gerichtlich die Aufstockung ihrer Altersbezüge einfordern. Die Witwenrente wird zwar grundsätzlich um den Versorgungsausgleich des verstorbenen Mannes für dessen erste Ehe gekürzt. Das müssen Sie aber nicht in jedem Fall hinnehmen, wenn die erste Ehefrau gar nicht mehr lebt.

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Britta Beate Schön
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Stand:

Britta Beate Schön ist bei Finanztip für sämtliche Rechtsthemen zuständig. Die promovierte Juristin und Rechtsanwältin war als Leiterin der Rechtsabteilung bei Finanzdienstleistern wie der Telis Finanz AG und der Interhyp tätig. Vorher lehrte und forschte sie in Japan als DAAD-Junior-Professorin für deutsches und Europarecht. Ihr Studium absolvierte sie in Münster, Genf, Regensburg und Leipzig.

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