Hallo, mir geistert seit ein paar Tagen eine Idee im Kopf herum und ich bin mir sicher,dass ich irgendwo einen Denkfehler habe,aber ich komme einfach nicht darauf.
Folgendes: Mein Amundi MSCI World ETF wurde ja wie bekannt Ende Februar mit einem anderen ETF zusammengeführt und bei der Prozedur wurde meine kompletten 30 % Rendite versteuert. Ich habe mich damit abgefunden,weil ich mir überlegt habe einen Teil des Geldes anderweitig zu benutzen und einen Teil des ETF zu verkaufen. Jetzt ist der MSCI ja leider seit einem Monat im Sinkflug und ich stehe 10 Prozent minus. Ich habe deswegen keine Panik,die Zeit regelt bei ETF ja bekannt alles. Nur habe ich den Zeitpunkt verpasst nach der Versteuerung Geld direkt zu entnehmen und jetzt würde ich im Minus verkaufen.
Deswegen folgendes theoretisches Gedankenspiel: Ich verkaufe meinen kompletten ETF mit 10 Prozent Verlust, dafür bekomme ich dann aber die 25 Prozent der zuvor bezahlten Abgeltungssteuer auf den Verlust zurück.Dann könnte ich ja ein Teil des Geldes entnehmen und danach wieder reinvestiern und durch die Steuerrückerstattung hätte ich auch nichts "verloren"?
Würde das stimmen oder wo liegt mein Denkfehler? Dazu muss ich sagen dass ich zusätzlich zum ETF Gewinn auch im Februar größere Gewinne über Derivate erzielt habe. Also dieses Jahr bereits viel Abgeltungssteuer bezahlt die ja im gleichen Verrechnungstopf ist wie ETF. Bitte entschuldigt, sollte die Frage wirklich naiv sein,aber ich finde den Fehler nicht...