Beiträge von Tomarcy

    Natürlich spielt das alte Verhältnis eine Rolle, wenn ich auch in der Entnahmephase für 60/40 entschieden habe.

    Kannst du das mal bitte konkret an einem Zahlenbeispiel machen?

    Nehmen wir z.B. Max Mustermann, der mit 67 in Rente geht und monatlich 1.000 Euro aus seinem Depot von 400.000 Euro entnehmen will.

    Wenige Monate nach Rentenbeginn ist die Aktienseite um 22 % „geschrumpft“.

    Ein Jahr nach Beginn hat er von den ursprünglich 400.000 € gesamt noch 170.000 auf der Aktienseite.

    In Variante 1 hat er aus 160.000 € genau 12.000 € entnommen und also noch 148.000 Euro. Die Aktien von 170.000 Euro haben dann einen Anteil von 53,5 % am Gesamtdepot.
    Da er aus dem Aktien Teil nichts entnommen hat, schiebt er jetzt 20.800 Euro rüber.


    Ich fand die Tipps in vielen Artikeln und Videos, dass man erstmal wieder aus dem Sicherheitsanteil entnehmen soll, nach einem Crash, bis die Krise vorbei ist, nicht so gelungen. Wie Irving schon schrieb, man verändert so die gewünschte Risikoaufteilung, wenn man nicht durch die Entnahme das alte Verhältnis wieder herstellen kann.

    Das sind die normalen Standarts in der Entsparungstheorie.

    Überlegung mal, wo du dann nach einem Crash deine monatlichen Summen zum Leben entnahmen sollst.

    Das „alte Verhältnis“ ist nicht der zentrale Mittelpunkt.

    Ich hab leider die Befürchtung das viele Leos aber genau dort landen werden, Kosten von 1% oder sogar noch höher.

    So wird es sein. Die ETF-Industrie bereitet sich auf eine Vielzahl von „aktiv“ gemanagten ETFs vor, die dann vermarktet werden sollen.

    Der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Kombinationen von Aktien, Anleihen und Gold werden gut „verkäuflich“ sein.

    Selber investiere ich einen nicht unbeträchtlichen Anteil in den Kommer-ETF … aber halt im vollen Bewusstsein, was (im Guten wie im Schlechten, im Vgl. zu einem ACWI oder eben FTSE AllWorld) passieren kann. Dieses unreflektierte Fanboytum ist nicht meines …

    Danke für diesen letzten Satz.

    Genau das macht den Unterschied.
    Dann mal wirklich gutes Durchhalten.

    Bin mal wirklich gespannt, wie sich die heutige „Rappelkiste“ in New York und der neue „Minicrash“ bei den KI-Profiteuren diese Woche noch auf den Kommer-ETF und die anderen Welt-ETFs auswirkt.

    Und dieses Anleihen-Theater am langen Ende….mal sehen.

    Tragisch…der Mann hat keine Ahnung.
    Nicht schlimm….er scheint es NICHT gewohnt zu sein aus Verbraucher:innen-Sicht zu denken UND zu rechnen.

    Als er im Vergleich die Kosten des AV-Depots mit stur 1 % ansetzte, stellte ich das Lesen ein….

    Auch vorher schon: Ungenauigkeiten, komische Ansätze.

    So einer kommt nicht durch die Knochenmühle des Finanztip-Forums…

    Servietten? Was meint er damit?

    Steht am 20. Juni im Thread hier. Kannst du dich an die Hitze erinnern ?

    Tomarcy
    20. Juni 2026 um 00:58

    Basteln mit Faktoren !!

    Hier ein Tip unseres Schweizer Freundes von der UBS.

    80 % FTSE All World

    20 % Avantis Global Small Cap Value

    IE0003R87OG3

    TER 0,134 % bis 0,19 %


    Nur zur Erinnerung: von ihm stammt auch das

    Das Alpen-Weltportfolio

    Die Schweizer Antwort auf die USA-Dominanz

    50 % Weltaktien
    20 % Industrieländer ohne USA
    15 % Schwellenländer
    15 % Small Caps

    Er lieferte auch gleich für das Ding eine Sparplanliste seit 15. Juni mit…..jeder will sich messen:

    Heute Nachmittag noch 1 % im Plus.

    MSCI World + 1,42 %

    FTSE All World + 0,8 %

    Kommer-ETF + 0,52 %

    Den Kommer-ETF stuft er auch als „Bastelei“ ein.

    Ist das Trade Republic ? Da gibt es bessere Darstellungen der Problematik.

    27 % der Dividende bleiben steuerlich in Dänemark.

    15 % sind in Deutschland auf die Abgeltungsteuer anrechenbar, die restlichen 12 % werden in Dänemark auf Antrag erstattet.

    Da du den Freistellungsauftrag genutzt hast, kann die Bank da jetzt gar nichts anrechnen.

    Die 12 % Differenz kannst du dir in Dänemark erstatten lassen.

    Der Gesprächspartner schaut ihn dabei völlig ungläubig an. Lustig :S

    Welcher Indexfonds ist das denn? Konnte ich gerade auf die Schnelle nicht raushören.

    Ein kanadischer. Das hat bei Ben Felix steuerliche Gründe.

    In einem auf Europäer zugeschnittenen Interview sagte er mal sinngemäß:

    Wenn es keine überzeugenden, kosteneffizienten Faktor-Produkte im eigenen Rechtsraum gibt, ist ein breit gestreuter, marktkapitalisierungsgewichteter globaler Index-ETF (analog FTSE All-World oder MSCI ACWI IMI) die solide Basislösung, dann eben ohne Tilt.

    Faktor-Tilts lohnen sich für ihn nur, wenn das Produkt die Prämie sauber einfängt UND die Zusatzkosten das rechtfertigen. Ist das nicht gegeben, verpufft der theoretische Vorteil in Gebühren und Tracking-Differenz zum Faktor.


    Ich erinnere mich, dass er früher sehr auf Dimensional ausgerichtet schien.

    So lange die KI nicht noch Yoga-Kumpels zitiert, ist doch alles in Ordnung 8o

    So was ?

    Die entscheidende Finanztip-Philosophie ist dabei: breit diversifizieren, Kosten niedrig halten und die Geldanlage möglichst einfach halten.

    Deshalb würde ich die Erkenntnis aus der Yoga-Gruppe so formulieren:

    Der Kommer-ETF ist ein interessantes Spezialkonzept – aber wenn das Ziel einfach „ein ETF für die ganze Welt“ lautet, tendieren die praktischen Erfahrungen aus der Yoga-Gruppe eher zur klassischen Welt-ETF-Lösung.

    Und gerade Sebastians Wechsel vom Kommer-ETF zum FTSE All-World im Juli 2026 ist dafür das aktuellste Beispiel.

    Mal generell was zur Problematik „Kommer“ an St.Irving,


    Lieber St.Irving,

    erstmal danke für dein Engagement hier im Forum. man merkt, dass dir das Thema wirklich am Herzen liegt, und das ist doch grundsätzlich eine gute Sache. 🙂

    Trotzdem möchte ich kurz ein paar Punkte sachlich einordnen, falls das für andere Mitlesende hilfreich ist:

    Ein einfacher, breit gestreuter Welt-ETF liegt meist bei 0,07 bis 0,17 % TER, der Kommer-ETF bei 0,45 %. Der Unterschied wirkt klein, summiert sich aber über 20–30 Jahre durch den Zinseszinseffekt zu einem spürbaren Betrag. Unabhängig davon, wie überzeugend das zugrunde liegende Konzept (Faktorprämien, Value-/Small-Cap-Übergewichtung usw.) klingt.

    Auch ein sehr großes Vermögen macht eine höhere Kostenquote nicht günstiger, sondern nur in absoluten Zahlen teurer. Das eigene Anlageergebnis ist zudem immer ein Einzelfall. So schön es ist, wenn es gut gelaufen ist, ersetzt eine persönliche Erfahrung keine allgemeine Kostenbetrachtung.

    Wer von Kommers Ansatz überzeugt ist, darf ihn selbstverständlich gerne umsetzen. Denn am Ende muss jedes Anlegy seine Strategie selbst verantworten. Für die meisten hier bleibt aber ein kostengünstiger, weltweit streuender Standard-ETF die pragmatischste Lösung, so wie es auch die Finanztip-Redaktion empfiehlt.

    Ich würde mich freuen, wenn wir hier weiterhin fair und konstruktiv miteinander diskutieren können, auch wenn man unterschiedlicher Meinung ist. Das kommt der Diskussionskultur im Forum sicher zugute. 👍

    Viele Grüße

    Zum Hintergrund Kommer-ETF kam ja auch von Sovereign etwas richtig Substanzielles.