Beiträge von pmeinl

    Wo kämen wir denn da hin, wenn jemand mit seinem mühsam angesparten Geld im Ruhestand nicht nur tut was er will sondern auch wann er es will ;)

    Weil in unserem Sozialstaat unvermeidbar die Allgemeinheit einspringt, wenn jemandes Altersvorsorge nicht ausreicht, finde ich freie Verfügbarkeit "was und wann er es will" nur richtig, wenn bereits eine lebenslange Basisabsicherung (z.B. durch GRV) existiert. Sonst müsste die Allgemeinheit auch einspringen, wenn der von der Auszahlung gekaufte neue Porsche doch keine so gute Anlage war :)

    Ein ärgerliches KI-Video von 45 Minuten Länge.

    Der Text mag nützlich sein, aber ich hätte ihn gern in einem Stück gelesen statt ihn von einer künstlichen Stimme vorgelesen zu bekommen (mit wandernden Kamelen im Hintergrund).

    Sorry, ich hätte wohl besser explizit darauf hinweisen sollen, dass das KI-generiert ist - war mir offensichtlich. Den Inhalt fand ich gut.

    Ich lese generell auch lieber, als mir Langatmiges anzuhören oder anzusehen. Und AI-Stimmen finde ich gruselig – besonders die sonoren.

    Übrigens lassen sich z.B. mit NotebookLM aus einer Quelle wie einem YouTube Video leicht Zusammenfassungen, Mindmaps ,... erzeugen.

    Dann habe ich das tatsächlich falsch interpretiert. Vielen Dank!

    Dann bleibt wohl nur Flatex. Wobei dort ein Entnahmeplan wohl nur auf das Verrechnungskonto geht und nicht auf das Referenzkonto. Und ein Dauerauftrag vom Verrechnungskonto geht wohl nicht. Alles nicht optimal :(

    Unabhängig von der Sinnhaftigkeit: Mir sind Entnahmepläne aus Depots bekannt bei Gefa Bank, S-Broker, Fidelity und bei Flatex. Der Entnahmeplan ist bei Flatex nicht als Produkt beschrieben, aber das Feature existiert.

    sondern nur über einen Registriercode, der per einfacher SMS (!) an die Mobilfunknummer gesendet und innerhalb von 30 min bestätigt werden muss

    Zur Klarheit: Man muss den Registrierungscode nicht durch Antwort auf die SMS "bestätigen" sondern zur Registrierung der Karte in PayPal eingeben.

    Ob du so eine SMS der Bank gemeldet hast, ist hier irrelevant. Du bist ja nicht verpflichtet, überhaupt SMSe anzusehen. Ich würde wegen einer solchen SMS nicht reagieren - solange ich den Code nicht weitergebe, passiert ja nix. Erst wenn mich Phishing-Versuche nerven, melde ich sowas den Anbietern.

    Die Bank unterstellt dir, dass du dem Betrüger den per SMS empfangenen Code genannt hast.

    Falls die Bank auf SIM-Swap verweist: Es liesse sich ja über den Mobilfunkanbieter klären, ob jemand deine SIM-Karte auf ein anderes Handy hat umkonfigurieren lassen. Und wieder zurück auf dein Handy - denn sonst würde deine Mobilfunkverbindung aktuell nicht funktionieren. Eine Nachfrage beim Anbieter durch dich wäre kontraproduktiv, denn wenn nicht umkonfiguriert wurde, muss die Bank davon ausgehen, dass du auf Phishing reingefallen bist.

    belabw
    Dass du die Transaktion nicht auf deinem Handy freigegeben hast, ist nicht der Punkt, sondern der Registrierungsmissbrauch der Karte.

    Ich bezweifle eine Lücke im Sicherheitsverfahren 3D-Secure. Falls die Bank ohne 3D-Secure, also nur mit CVC freigegeben hätte, wäre sie erstattungspflichtig.

    Zur missbräuchlichen Registrierung deiner Karte sehe ich 2 Möglichkeiten:

    • Phishing: Dazu müsstest du einem Dritten die Registrierung deiner Karte auf seinem Handy ermöglicht haben, z.B. indem du ihm den Registrierungscode (TAN) genannt hast, ihn auf einer gefälschten Website eingegeben hast, oder Malware den Code auf deinem Handy abgefangen hat.
    • SIM-Swap: Der Täter kontrollierte durch Täuschung deines Mobilfunkanbieters vorübergehend deine Mobilfunknummer, um den Registrierungscode abzufangen und deine Karte zu registrieren. Der Verlust des Mobilfunknetzes hätte dir aber auffallen müssen.

    Von "gut gefüllten Tresoren im eigenen Haus" würde ich, ganz persönlich, eher abraten.

    Dafür gibt es Banken, auch Nichtbanken als Lagerstätten, Schließfächer mit 24 Stunden-Zugang, Zollfreilager usw. Auf jeden Fall sollte stets was dabei sein gelegen in einem möglichst auch rechtssicheren Gebiet.

    Diese Sicht teile ich.

    Hier meine Notizen zu "sicheren" Aufbewahrungsorten:

    Abgesehen von fest eingebauten Safes zu Hause und von Bankschließfächern gibt es keine gegen Diebstahl und Zerstörung sicheren Aufbewahrungsorte für Wertsachen wie Bargeld, Gold, Schmuck, Kreditkarten, PIN-Aufschriebe, Backups oder Originaldokumente.
    Nur weil man sich zu Hause sicherer fühlt als auf der Straße, heißt das nicht, dass Karten in einer Schublade sicherer sind als unterwegs im Geldbeutel oder in einem Wallet.

    Die Annahme, man könne bessere Verstecke finden, als Diebe sie kennen, halte ich für illusorisch. Auch wenn ich selbst schon einmal in einem Airbnb meinen Laptop im Backofen versteckt habe 🙂

    Handys sind technisch für Banking- und Gesundheits-Apps sicherer als PCs. Dieses technische Sicherheitsplus wird in der Praxis durch das höhere Diebstahlrisiko von Handys relativiert. Notebook-PCs teilen zwar das Diebstahlrisiko, sind aber meist weniger oft exponiert.

    Auf Reisen sind die Aufbewahrungsmöglichkeiten in der Regel noch unsicherer. Selbst Hotelsafes haben oft Nachschlüssel, viele lassen sich mit einem gezielten Faustschlag öffnen und manche sind nicht einmal fest verschraubt.

    Das Risiko auf Reisen kann minimiert werden, indem man möglichst wenig Bargeld mitführt oder in der Unterkunft deponiert und indem man Wertsachen auf mehrere Stellen verteilt. Auf Reisen kann man z. B. so verteilen:

    • In Hotel Safe oder Innentasche der Hose:
      Pass, einige Kreditkarten, etwas Bargeld
    • Im Geldbeutel:
      Passkopie, Personalausweis, einige Kreditkarten, etwas Bargeld
    • In Hosengürtel mit Innenreisverschluss:
      Not-Bargeld
    • In einem Gepäckstück:
      Passkopie, Not-Bargeld

    Auch beim Einbauenlassen oder Kaufen eines Tresors wäre ich vorsichtig: Kriminelle könnten Partner beim Händler haben, die Adressen weitergeben, oder einfach vor dem Laden warten und verfolgen, wo der Safe eingebaut wird.

    Stimmt es, dass man im Kleingedruckten unterschreibt, dass man im Falle der Antrags- und Leistungsprüfung (!) alle Gesundheitspartner von der Schweigepflicht entbindet? Die Vers darf also (bei von ihr festgestelltem Bedarf) Informationen von behandelnden Ärzten oder anderen Gesundheitspartnern einholen.
    Damit dient die vollständige Angabe von Vorerkrankungen wesentlich dem Versicherten zur Vermeidung sinnloser Beitragszahlungen, oder?

    Na ja, das Belustigen über Crash-Angst klingt für mich auch etwas wie Pfeifen im Wald.

    Mit dem extrem veränderten Verhalten der USA in Politik und Weltwirtschaft darf man sich schon fragen, ob diesmal vielleicht doch "alles anders wird". Ich finde, das ist ein anderes Kaliber, als Auslöser früherer Krisen: heftig und m.E. mit langfristiger Wirkung.

    KIs sind keine aufgepeppten Suchmaschinen, die vorhandene Ergebnisse finden und liefern. KIs generieren Antworten aus angelernten und zur Verfügung gestellten Informationen.

    Anekdotische Beispiele unsinniger oder falscher KI-Antworten sind zwar interessant und amüsant, aber m.E. nicht der entscheidende Aspekt.
    Halluzinationen sind bei generativen Sprachmodellen unvermeidlich, weil sie aus deren mathematischer Funktionsweise resultieren.
    Sprachmodelle erzeugen ihre Antworten nicht durch den Abruf von Fakten, sondern durch Wahrscheinlichkeitsvorhersagen für die nächste Zeichen- oder Wortfolge. Selbst bei fehlerfreiem Trainingsmaterial entstehen dadurch zwangsläufig plausible, aber falsche Aussagen – ein systemimmanentes Phänomen, das sich nicht vollständig beseitigen lässt, sondern nur durch Quellenprüfung, Cross-Checking und Unsicherheitsangaben handhabbar gemacht werden kann.
    Entscheidend ist daher nicht, Halluzinationen völlig zu verhindern, sondern mit ihnen umzugehen – durch kritisches Nachfragen, Quellenprüfung und den parallelen Einsatz mehrerer Systeme.
    Für gute Ergebnisse muss man präzise, mehrstufige Anweisungen geben (Prompts).


    Ich nutze täglich ChatGPT, Gemini, Copilot und Perplexity – zum Recherchieren technischer, politischer und medizinischer Fragestellungen. Zum Beispiel: Extraktion der Entwicklung von Blutwerten aus Laborbefund-PDFs, die ich einfach ins KI-Fenster paste, Analyse von Nebenkostenabrechnungen, Verifizieren und besseres Formulieren von Texten, die ich schreibe.

    Gerade suchte ich neue MTB-Reifen für die schlammigere Zeit. Einer KI hatte ich seit fast einem Jahr erlaubt, frühere Diskussionen zu erinnern. Auf meine Frage „Was hältst du für moderates Fahren auf Waldwegen von Reifen X und Y?“ kam: ~ „Für dein Systemgewicht von XXX mit deinem Cube Stereo Hybrid … wären dies die Vor- und Nachteile … Soll ich dir auch Empfehlungen zum Luftdruck geben?“
    Mit den gekauften, sehr grobstolligen Reifen habe ich deutlich mehr Grip, habe aber das Gefühl, dass sie Spurrillen stärker nachlaufen. Auf meine Frage dazu meinte die KI: ~ „Das bildest du dir nicht ein“ ~ und beschrieb verblüffend genau das spezifische Stollenprofil des Reifenmodells und dessen Auswirkungen auf weichem und hartem Boden.

    Bei KIs also nicht einfach nur nach weiterer Detaillierung fragen, sondern: Warum ist das so? Was spricht dagegen? Ist das vollständig? Woher hast du diese Info? Gib mir einen Web-Link dazu! Rechne mir das mal vor! Ich frage häufig mehrere KIs, manchmal lege ich einer KI die Antworten einer anderen vor und frage nach Bewertung – mehrmals hin und her. Immer nach Gegenpositionen fragen, nach Nachteilen, nach Alternativen, nach vergessenen Aspekten.

    Das kann echt zäh sein. Häufig weichen die Dinger aus, weiten oder verengen ungewollt die Diskussion, sind zu freundlich, werden unkonkret, schwallen einen mit langen Aufzählungen und Wiederholungen an oder beharren auf falschen Aussagen – genau wie „richtige“ Menschen. Nachfragen, Wiederholungen untersagen, nach mehr Kürze oder Sachlichkeit oder stärkerer Kritik fragen.

    Es ist hilfreich, wenn man sich im besprochenen Fachgebiet (bei mir IT) auskennt. Dann kommt man schneller zu guten Antworten. KIs waren mir von unglaublicher Hilfe beim Gestalten eines neuen WordPress-Blogs: vom groben Layout-Vorschlag auf Basis von ein paar Textteilen und Bildern bis zu spitzfindigen WordPress-Einstellungen und der Generierung von Site-Icons aus dem Inhalt meiner Website.

    Mir ist noch kein Fall untergekommen, in dem jemand behauptete: „Das muss so stimmen, weil die KI das gesagt hat.“ Aber täglich begegne ich Leuten, die irgendeinen Blödsinn aus sozialen Medien glauben. Viele scheinen regelrecht nach Unsinn zum Glauben zu suchen. Und das wird von politisch und monetär interessierter Seite auch mit KI-generiertem Inhalt ausgenutzt.

    Oft ist es mit dem wesentlichen Kern einer Information nicht so einfach.Gerade hörte man in den Medien zur Sommerzeit: Die EU könne sich nicht auf deren Abschaffung einigen, obwohl sie die intendierten Vorteile nicht bringe. Das eigentliche Problem ist jedoch nicht die Abschaffung selbst, sondern dass man sich auf keine einheitliche Zeit nach einer Abschaffung einigen kann – weil für Länder im Osten und Westen Europas jeweils andere Zeiten besser zum Tageslicht passen würden.

    Und bei manch sicher Geglaubtem kann man sich irren: Kaum jemand in meiner Umgebung versteht, wie Danfoss-Heizkörperthermostate funktionieren. Viele glauben fälschlicherweise, dass man durch Drehen den Durchfluss direkt regelt. Tatsächlich stellt man damit die Zieltemperatur ein – das Thermostat übernimmt die Regelung des Durchflusses automatisch.

    [Diesen Post habe ich nicht von einer KI schreiben lassen. Er ist vorsätzlich wenig strukturiert und mischt Ebenen. Denn: Zu viel eindimensionale Struktur bricht Erkenntnis, führt zu leerer Plastik-Info. Die Welt ist kein Theater, das uns objektive Wirklichkeit zeigt! Wir konstruieren sie in unserem Kopf aus Sinneseindrücken. Jedenfalls sehe ich das so, seit philosophischen Diskussionen mit 16. Aber mit KI auf Korrektheit geprüft, soweit man das mit Meinungen kann. Und Rechtschreibung und Verständlichkeit etwas verbessert.]

    Reformen sind nötig, sowohl beim Sozialstaat als auch bei der Steuergerechtigkeit.

    Ich halte es für müßig, wenn wir Bürger uns über einzelne Reformvorschläge den Kopf zerbrechen. Unserer Politik liegen diese seit Jahren detailliert ausgearbeitet vor – inklusive aller Auswirkungen und Schwierigkeiten. Wir sollten vielmehr diskutieren, wie wir unsere Politik motivieren, zu agieren – insbesondere nicht bloss mit Scheinlösungen wie der Motivation einiger Bürgergeldempfänger.

    Als Gegenposition zur Ablenkungsdebatte ums Bürgergeld kann ich die Plakatierungen des DGB "geh doch mal arbeiten" und den TAZ Artikel nachvollziehen.

    Die %-Milliardäre Argumentation von Lochner finde ich seicht, den TAZ-Beitrag lustig.

    Damit kannst du abbuchen bzw. einkaufen und an einen Strohmann schicken. Nicht jede Kreditkartenbuchung fordert eine Bestätigung per App.

    Ich hake hier nur nach, damit niemand glaubt, man könne heute noch generell rein mit Kartendaten + CVC online zahlen. Heute ist die explizite Freigabe der Transaktion via 3D Secure Standard.

    Für Zahlungen nur mit Kartendaten + CVC sind mir nur folgende Ausnahmen bekannt:
    – Wiederkehrende Zahlungen (Abos), wenn die erste Zahlung mit 3D Secure autorisiert wurde
    – Kleinbeträge ≤ 30 € (max. 5 Zahlungen oder 150 € kumuliert)
    – Abwicklung der Zahlung über einen außereuropäischen Zahlungsdienstleister
    – Händler, die der Karteninhaber manuell freigegeben hat
    – Händler mit sehr niedrigen Betrugsraten
    – Telefonische oder schriftliche Bestellungen (z.B. bei manchen Reisebüros)

    Zahlungen über außereuropäische Zahlungsdienstleister sowie telefonische oder schriftliche Transaktionen werden von deutschen Banken meist als risikobehaftet eingestuft und blockiert. Reklamiert der Karteninhaber eine solche Transaktion, trägt die Bank üblicherweise das Risiko, weil sie diese unsichere Abwicklung zugelassen hat.

    Ich vermute: Da die Sicherheitsverfahren für Online‑Zahlungen heute deutlich stärker sind als die bloße Eingabe von Kartendaten und CVC, prüfen Banken Reklamationen inzwischen strenger und verweigern häufiger Erstattungen – mit dem Argument, dass ein Missbrauch ohne Fahrlässgkeit des Kunden kaum noch vorstellbar ist.