Beiträge von Mingus

    Hä? Zinsen, wenn etwas aufs Konto kommt?

    Ich habe erst gestern etwas verkauft, das wird zeitnah auf dem Girokonto angezeigt und die Depotposition wird gelb (da sie auf Abrechnung wartet). Heute war alles wieder normal. Verkauf dauert nur einen Tag, habe schön öfter verkauft.

    Das ist ja genau das irreführende, der Wert wird auf dem Girokonto angezeigt und wenn man von dort wieder über den DKB Broker kauft, sollte alles ok sein.

    Man zahlt Verzugszinsen immer dann, wenn man das Geld nach dem Wertpapierverkauf vom DKB Konto auf ein Konto einer anderen Bank überweist.

    Man muss direkt in die Wertpapier Verkaufsorder gehen und schauen, wann die Wertstellung erfolgt, meist erst 2-3 Arbeitstage später., d.h. über das Wochenende kann es länger dauern. Zieht man das Geld vor der Wertstellung auf eine andere Bank ab, zahlt man Überziehungszinsen.

    Es gibt dann auch keinen Hinweis bei der Ausführung wie z.b. "Achtung Konto nicht ausreichend gedeckt", selbst der Ausschluss von Kontoüberziehung in den Kontoeinstellungen wird übergangen.

    Viele sind von der ING wegen den kostenlosen ETF Sparplänen recht angetan, diese gelten aber nur bis 1000 Euro. Ich finde die Ordergebühren für Einmalkäufe oder Verkäufe mit maximal 69,90 Euro viel zu hoch, für mich ein Unding. Zuverlässig ist die ING, ich habe in 20 Jahren noch nie Probleme gehabt.

    Ich finde bei der DKB die Sparplankosten von 1,50 Euro noch vertretbar und die maximalen Ordergebühren bei Einmalkäufen und Verkäufen betragen 30 Euro. Nach Verkäufen muss man hier allerdings aufpassen, da der Wert aus dem Verkauf direkt im Girokonto angezeigt wird, die Wertstellung aber erst 2-3 Tage später erfolgt. Berücksichtigt man das nicht, fallen Verzugszinsen an.

    "Jemand sitzt heute im Schatten, weil jemand vor langer Zeit einen Baum gepflanzt hat."

    Warren Buffett

    Ansonsten habe ich selbst schon öfter "hin und her macht Taschen leer" aus mehrfacher Hinsicht erlebt:

    - Steuerrealisierung statt Steuerstundung

    - Transaktionskosten

    - Kurz nach meinen Verkäufen sind die Invests wieder gestiegen, da war ich dann anscheinend die letzte zittrige Hand ^^

    Letztlich ist die Lösung m.E. jedoch nicht den Verkaufsvorgang zu stoppen, sondern nur noch Invests zu tätigen, die man nie mehr verkaufen muss, es sei denn, man möchte das Vermögen verbrauchen.

    Dies erreicht man, indem man halbwegs prognosefrei und breitgestreut anlegt.

    Da ist leider schon ein Fehler im Artikel

    Zitat

    Die große Besonderheit des ARERO: Die Gewichtung der Aktien erfolgt nach Marktkapitalisierung, allerdings enthält der Fonds zusätzlich noch Anleihen und Rohstoffe für eine breite Diversifikation.

    Die Gewichtung der Aktien erfolgt nicht nach Marktkapitalisierung, sondern enthält nach dem aktuellen Factsheet Stand 08.05.2025 insgesamt 37,9% Emerging Markets. Schade, sonst wäre der Fonds eine Überlegung wert.

    Ich nehme dazu für mich den MSCI ACWI IMI und einen angenommenen Entnahmestart 1999 und 2000 an.
    Bei einem Start im Jahr 1999 hätte die 4% Regel bis heute funktioniert.
    Bei einem Start im Jahr 2000 wäre man mit der 4% Regel 2018 gescheitert. D.h. nur ein Jahr früher/später kann dann Dein ganzes finanzielles Leben beeinflussen. 8|

    Dann reicht es auch noch nicht. Ich würde einen Cash Puffer zwischen 3-5 Jahren einplanen.

    Die finanzielle Freiheit ist eine romantische Vorstellungen die nur die Wenigsten erreichen werden.

    Deshalb sind wir hier schon in einer Blase der Wenigen, im Finanztipforum dürften sich ein paar mehr (potentielle) Privatiers tummeln als im Bevölkerungsdurchschnitt.

    Mir gehts bei der finanziellen Freiheit gar nicht darum gar nicht mehr zu arbeiten. Es geht mir darum das ich es nicht mehr müsste, das ich wenn ich arbeite, arbeiten kann was auch immer ich will, auch z.B. nur ehrenamtlich oder ein Minijob. Das ich auch mal ein Jahr gar nicht arbeiten kann… einfach das ich machen kann wonach es mir gerade steht.

    Bei mir auch plus das es meine große "universale Versicherung" ist. Zudem bin ich gesundheitlich angeschlagen. Es ist wenigstens etwas beruhigend, wenn ich mir Auszeiten, Stundenreduktion, Privatärzte, Hilfen für den Haushalt usw. bei Bedarf leisten kann.

    Hätte es in meinen jungen Jahren schon die Finanz Informationskanäle wie heute gegeben, wäre ich auch schon damit durch. Ich bin aber auf einem guten Weg, im Prinzip habe ich auf den restlichen Verlauf gar nicht mehr viel Einfluss.

    Ich war auch kein Neukunde mehr bei Comdirect und habe das Tagesgeld bei der Postbank abgeschlossen.

    Ich halte das Angebot der Postbank für das zweitbeste nach Comdirect mit deutscher Einlagensicherung.

    Kleiner Haken ist für mich:

    Zitat
    • Einzahlungszeitraum 30. Juni bis 11. August 2025
    • Aktionszinszeitraum 15. August 2025 bis 14. Februar 2026

    Link Postbank

    Ich muss mich auf die Lauer legen und darf das Geld erst kurz vor dem 11. August überweisen, zwischen dem 11. und 15. August gibt es dann nur den Basiszins von 0,75%.

    Noch gravierender finde ich, dass es meines Wissens weder eine Anzeige des aktuell angewendeten Zinssatz noch der bereits aufgelaufenen Zinsen gibt. Andere Banken bekommen das hin, z.b. die ING.

    fotoman Ok, beim Verbot des aktiven Vertriebs bin ich mit dabei, danke für die Korrektur.

    Ich bezweifle aber das die viele finanzfremde Menschen alleine nach dem Ansehen eines Berichts im ÖR die Produkte beim nächsten persönlichen Vermittler als solche identifizieren, zumal es sehr viele verschiedene Varianten gibt. Wenn es nicht der Schiffscontainer ist, dann vielleicht beim nächsten Mal der Windpark. Wenn es einen politischen Willen gäbe, könnte man vielleicht die Verbraucherzentralen weiter stärken, weitere Ideen erwünscht. Ansonsten wird es einfach auch die nötige Zeit dauern, bis die jüngere Generation, die einen anderen Zugang zu Finanzinformationen hat, ihr Wissen in die Breite gibt oder selbst älter wird.

    Zum zweiten Punkt, vielleicht wäre das Geld nicht weg, aber wirklich wünschenswert sind doch die meisten Versicherungsprodukte auch nicht, zumal wenn die private Rentenversicherung von einem netten DVAG Strukturvertriebler o.ä. vermittelt wurde.

    Ich denke bei vielen Menschen mit geringen Einkommen oder Kindern hat sich die finanzielle Situation in den letzten Jahren noch einmal stark verschärft. Da kommt man auch nicht so einfach raus.

    Manche aus der gehobenen Mittelschicht und aufwärts könnten nach dem, was ich in meinem Umfeld mitbekomme, schon mehr Geld zur Seite legen. In den Länder Rankings gerät uns ofmals der hohe Anteil an Mietern zum Nachteil, da werden in anderen Ländern länger Entbehrungen hingenommen z.b. bei den Eltern wohnen.

    Sorgen bereitet mir insgesamt die finanzielle Bildung, erst gestern habe ich einen Bericht gesehen, in dem 3 Menschen Teile ihres für die Altersvorsorge vorgesehenen Erspartes verloren haben.

    Skrupellose Finanzberater: Abzocke mit riskanten Geldanlagen

    Dennoch wird der graue Kapitalmarkt nicht verboten.

    Selbst wenn es nicht so bitter kommt, dann landet das Geld in Versicherungen oder staatlich geförderten, nicht rentablen Riesterverträgen. Es ist wirklich blamabel das der Staat das Thema so lange ignoriert. Das Rad müsste hier nicht neu erfunden werden es gibt genügend gute Beispiele aus dem Ausland.

    Oder das Geld liegt zu 0,10% auf dem Tagesgeldkonto oder komplett unverzinst auf dem Girokonto. Man muss kein Tagesgeldhopping betreiben, das Geld könnte dann wenigstens in kurzlaufenden Staatsanleihen liegen. Es gab da mal eine Plattform vom Bund mit einer Schildkröte als Symbol, ist aber schon eine Weile her.

    Ich denke es ist nicht einfach für z.b. Finanztip oder Hartmut Walz neue Menschen zu erreichen. Es tut mir leid für die Menschen, die dann unter ihren Möglichkeiten bleiben, doch am Ende werden wir alle die Zeche für die fehlende Finanzbildung in der breiten Bevölkerung zahlen müssen.

    Hallo,

    Ich habe mal nachgeschaut, die Zahlungen der Fondsgesellschaft haben sich tatsächlich nach hinten verlagert.

    Nur Vanguard wird dir hierzu eine Antwort geben können, große Hoffnungen würde ich mir allerdings nicht machen.

    Du solltest dir aber schon die Frage stellen, wieso dich wenige Tage Veränderung so sehr stören? Kommst du wirklich in Liquiditätsprobleme oder soll es einfach nur auf dem Papier schön verteilt aussehen?

    Ich denke die Abschläge bei vorzeitigen Renteneintritt sind zu niedrig. In meiner Firma gehen alle ausnahmslos früher, sind bei bester Gesundheit und werden die Rente lange in Anspruch nehmen.

    Ich sehe aber auch das Problem bei körperlich anstrengenden Berufen. Hier könnte man in Abstufungen je nach Arbeitsjahren im Beruf andere Konditionen anwenden. Ein Bekannter z.b. ist Russlandsdeutscher, sein Vater bekommt bei seiner russischen Rente einen Zuschlag für schwere Arbeit.

    Ansonsten sorgen, nach dem was ich mitbekomme auch die, die es sich leisten könnten, privat nicht viel für die Rente vor und verlassen sich voll auf die GRV.

    Ich hatte mal einen Bericht über die Schweiz gesehen, dort würde die Rente nach oben gedeckelt und die Grundrente weiter angehoben. Das würde dann wahrscheinlich hierzulande für Furore sorgen, da dann vielleicht durch eine Deckelung die Punkte nicht mehr gleichen Wert hätten.

    Ein großes Streitthema im Bekanntenkreis ist auch die mögliche Benachteiligung von Kinderlosen, da manches Mal ungewollt. Ich denke ob gewollt oder ungewollt kinderlos, man hatte die Vorteile von geringeren Lebenskosten. Ich bin aus gesundheitlichen Gründen kinderlos, doch für mich wäre es ok.

    Auch wenn es jetzt nichts mehr retten würde, sind die staatlich subventionierten Angebote zur privaten Altersvorsorge nur noch zum heulen. Selbst die große Koalition von 2018 bis 2021 hat hier nichts auf die Reihe gekriegt. Ich bin nicht der große Fachmann, aber hätten sie bei Riester wenigstens die unsägliche Kapitalgarantie raus genommen, bis sie ein besseres Konzept gehabt hätten, dann wäre das doch schon mal ein Anfang gewesen.

    Es gibt ein neues Video von Finanzfluss zu diesem Thema:

    Neues Video Finanzfluss

    Hier gibt es eine Zusammenfassung von Google KI Gemini:

    Dieses Video ist eine detaillierte Analyse der steuerlichen Auswirkungen von ETF-Policen im Vergleich zu traditionellen ETF-Sparplänen. Der Moderator, Thomas von Finanzfluss, erläutert die komplexe Besteuerung von ETF-Policen basierend auf Community-Feedback [00:30].
    Das Video richtet sich an Personen, die den Kauf von ETFs in einem Versicherungsmantel in Erwägung ziehen, und weist darauf hin, dass dies ein Nischenprodukt ist und für die meisten ein Standard-ETF-Sparplan über einen Broker besser geeignet ist [01:06]. Eine wichtige Empfehlung für diejenigen, die sich für eine ETF-Police entscheiden, ist die Wahl einer "Nettopolice" ohne Vertriebsprovisionen, auch wenn dies eine Beratungsgebühr beinhaltet, da dies in der Regel kostengünstiger ist [01:48].
    Der Hauptfokus liegt auf dem Vergleich der steuerlichen Behandlung von ETF-Policen und traditionellen ETF-Sparplänen:
    * ETF-Policen unterliegen der progressiven Besteuerung nach dem individuellen Einkommensteuersatz [02:49]. Sie erhalten einen Rabatt von 15 % auf steuerpflichtige Gewinne, und wenn sie mindestens 12 Jahre und bis zum Alter von 62 Jahren gehalten werden, profitieren sie vom Halbeinkünfteverfahren, was bedeutet, dass nur die Hälfte der verbleibenden 85 % zum individuellen Satz besteuert wird [03:22].
    * ETF-Sparpläne unterliegen der Kapitalertragsteuer (Abgeltungsteuer) mit einem Pauschalsatz von 25 % zuzüglich Solidaritätszuschlag [02:54]. Für Aktien-ETFs gibt es eine Steuergutschrift von 30 %, was zu einer Gesamtsteuerlast von 18,46 % (ohne Kirchensteuer) führt [03:01].
    Mehrere Faktoren beeinflussen, welche Option steuerlich vorteilhafter ist:
    * Persönliches Einkommen: Das Einkommen des Einzelnen zum Zeitpunkt der Realisierung von Gewinnen aus der Police [04:11].
    * Kumulierte Gewinne: Diese erhöhen das Einkommen und können die Steuerlast erhöhen [04:24].
    * Portfolio-Umschichtungen: Bei ETF-Policen sind Umschichtungen steuerfrei, während sie bei einem ETF-Sparplan steuerpflichtige Ereignisse auslösen [04:29].
    Das Video präsentiert drei Szenarien anhand eines Modellrechners (für die Zuschauer verfügbar) [04:54]:
    * Szenario mit geringem Einkommen (Rentner ohne steuerpflichtiges Einkommen): Nach 35 Jahren monatlicher Sparrate von 300 € erzielt ein ETF-Sparplan ein höheres Endkapital nach Steuern (430.000 €) im Vergleich zu einer ETF-Police (415.000 €), wenn keine Umschichtungen erfolgen [05:09]. Bei zwei Portfolio-Umschichtungen übertrifft die ETF-Police (415.000 €) jedoch den ETF-Sparplan (405.000 €) aufgrund der steuerfreien Umschichtungen innerhalb der Police [06:01].
    * Szenario mit mittlerem Einkommen (Durchschnittliches Renteneinkommen von 1.050 €): Der ETF-Sparplan führt immer noch zu 430.000 €, aber das Nachsteuerkapital der ETF-Police reduziert sich aufgrund der zusätzlichen Einkommensteuerbelastung auf 409.000 € [09:17].
    * Szenario mit hohem Einkommen (Erreichen des Spitzensteuersatzes): Der ETF-Sparplan bleibt bei 430.000 €, während das Endkapital der ETF-Police weiter auf 402.000 € sinkt. Bei zwei Umschichtungen liegt die ETF-Police immer noch leicht hinter dem ETF-Sparplan (402.000 € gegenüber 404.000 €), was darauf hindeutet, dass die ETF-Police mit höherem Einkommen weniger attraktiv wird [10:00].
    Das Video betont, dass der Vorteil einer ETF-Police mit der Häufigkeit und Intensität der Portfolio-Umschichtungen zunimmt und dass ein höheres Einkommen den Steuervorteil der Police negativ beeinflusst [11:00].
    Weitere wichtige Überlegungen über die Besteuerung hinaus sind:
    * Kosten: ETF-Policen sind in der Regel teurer als ETF-Sparpläne [16:11].
    * Flexibilität: ETF-Policen bieten aufgrund langfristiger Verpflichtungen gegenüber einem Versicherer weniger Flexibilität, im Gegensatz zu ETF-Sparplänen, bei denen Anbieter leicht gewechselt werden können [16:25].
    * Produktauswahl: ETF-Policen bieten eine begrenztere Auswahl an ETFs im Vergleich zu Brokern [16:52].
    * Sondervermögen: ETFs in einem Versicherungsmantel gelten nicht als Sondervermögen, was andere rechtliche Auswirkungen hinsichtlich des Anlegerschutzes hat als ETFs, die auf einem Brokerkonto gehalten werden [17:10].
    Schließlich skizziert das Video spezifische Gruppen, für die eine ETF-Police geeignet sein könnte:
    * Diejenigen, die einen "Zwangspareffekt" suchen: Die festen Sparraten einer Police können Disziplin bieten [18:08].
    * Personen, die sich im Entnahmealter unwohl fühlen, ihr Portfolio selbst zu verwalten: Policen können eine lebenslange Rente bieten, wodurch das Risiko des "Ruins" eliminiert wird [18:41].
    Das Video schließt mit Verweisen auf Ressourcen wie ihr Vergleichstool für Nettopolicen und den Open-Source-Rechner für weitere Analysen [19:15].

    Aber gerade im Alter bzw. wenn man krank ist, kann viel Geld sehr hilfreich sein.

    Ich bin schon seit meiner Jugend chronisch krank, kann aber noch am Schreibtisch arbeiten und spare ca. 60% oder mehr weg.

    Eine BU habe ich nicht und rechne im Alter mit verstärkten Gesundheitsausgaben und Ausgaben für Haushaltshilfe. Reisen sind jetzt schon kaum drin, wodurch ein großer Kostenfaktor entfällt.

    Teilweise habe ich in der Vergangenheit schon viel für Privatärzte ausgegeben, aber derzeit kann mir nicht wirklich geholfen werden. Es wird aber weiter geforscht und man darf für die Zukunft hoffen.

    Mir gibt die Sparrate und das daraus entstandene Vermögen ein bisschen Sicherheit.

    Ich warne vor, mein Beitrag wird etwas anekdotisch.

    Bei mir sind die Eltern auf mich zugekommen und dennoch hatte ich tlw. große Sorge, da alles zum Bumerang werden kann.

    Am wichtigsten ist mir das meine Eltern immer selbstständig auf ihre Mittel zugreifen könnten und nicht von mir abhängig sind. Deshalb zucke ich zusammen, wenn ich von Tagesgeld und Festgeld Hopping lese. Was ist, wenn dir etwas zustößt? Deshalb haben wir eine Filialbank mit Online Banking gewählt. Sie bekommen Ihre Auszüge und die Kontobewegungen zugeschickt und könnten jederzeit zur Bank gehen und hätten Zugriff auf Ihre Mittel. Natürlich ist die Bank nicht die günstigste, erfüllt jedoch Ihren Zweck.

    Meine Eltern gehen nun auf die 80 zu, so liegen die meisten Mittel in deutschen Staatsanleihen ETFs mit durchschnittlich 6 monatiger Laufzeit. Sicherheit geht hier vor dem letzten Quäntchen Rendite und ich habe meine Ruhe.

    Während des Tiefpunkts der Corona Krise kamen meine Eltern selbst auf mich zu, um nun auch in Aktien anzulegen und das ohne das vorher je damit geworben hätte. Vermutlich kam der Wunsch durch den Austausch mit einem Unternehmer Freund, der allerdings in aktive Fonds anlegt.

    Dabei war mir sehr mulmig zumute und ich habe eher dazu abgeraten, man kann noch so viel von 15 Jahren Mindestanlagezeit erkären und doch ist man am Ende der Dumme, wenn nicht das gewünschte Ergebnis Eintritt. Meine Eltern sind nicht auf das Geld angewiesen und waren sehr hartnäckig.

    Ich habe schließlich den FTSE All World gewählt, es hat sich zum Glück alles sehr erfreulich entwickelt und ich werde gelobt. Ich weiß aber selbst, es hätte auch anders ausgehen können und versuche weiter zu erklären das ich keinerlei Einfluss auf den Aktienmarkt habe und nur ein kostengünstiges breitgestreutes Produkt gewählt habe.

    Ihre Hauptbank ist ebenfalls die Volksbank und liegt direkt um die Ecke. Natürlich wurden sie auch zum Beratungsgespräch eingeladen. Meine Bitte war nur nichts direkt vor Ort abzuschließen und die Vorschläge mit nach Hause zu bringen. Wir sind dann die Unterlagen zusammen durchgegangen, 5% Ausgabeaufschlag und die laufenden Gebühren der Produkte zwischen 1-2% brachten dann schon die eigene Erkenntnis der suboptimalen Anlageform.

    Etwas kritisch aus psychologischer Sicht empfinde ich die dennoch die aufgelaufenen Gewinne der Volksbank Produkte deiner Eltern. Wenn hier die Neuanlage eines ETF bei 0% startet und in 3 Monaten ein 50% Crash erfolgt, verstehen deine Eltern dann das es nicht an dem von dir empfohlen ETF liegt?

    Das ist die Frage, die hier niemand aus der Ferne einschätzen kann. Je nachdem entscheidet sich, ob ein reiner Aktien ETF ((All) World), Multi Asset ETF mit Mix aus Aktien und Anleihen (z.b. der erwähnte Vanguard Life Strategy 60), oder ob gar keine Aktien möglich sind.

    Vielleicht wäre es in eurem Fall und dem doch beachtlichen Vermögen der Eltern am ratsamsten einen Honorarberater einzuschalten, dann bist du aus dem Spiel. Man könnte dafür die von dir erwähnte 4 stellige Kostenaufstellung der Volksbank verwenden und erläutern das heute schon teure "Beratungskosten" entstehen, allerdings erhalten sie dafür keine Beratung zu ihren Gunsten.

    Der Honorarberater könnte sich einen viel besseren Überblick über die kompletten Finanzen beschaffen, kompetent Beraten und das Ganze auch ansprechend und verständlich visualisieren und regelmäßig Updates schicken, die man in einem Aktenordner abhängen kann.

    Gerade die ältere Generation tut sich oftmals leichter mit einem persönlichen Ansprechpartner, deshalb seid ihr auch in der jetzigen Situation, weil sich die Filialbanken diesen Umstand zunutze machen. In Krisensituationen ist der Honorarberater geschult und erfahren genug, um hektische Handlungen abzuwenden.

    Ich denke ihr könntet euch einen Honorarberater gönnen.

    Liste Honorarberater

    Alles Gute!

    Vergleich Kommer ETF zu MSCI ACWI IMI

    Ich denke der SPDR MSCI ACWI IMI ETF ist am geeignetsten für einen Vergleich.

    Stellt man im Chartvergleich "seit Vergleich" ein und scrollt im Chartverlauf ganz nach rechts auf 09.06.25, dann liegt der Kommer ETF mit 0,1% vorne (26,1% zu 26,0%) bei gleichzeitig niedrigerer Vola (11,91% zu 13,70%).

    Auch wenn ein Chartvergleich von 2 Jahren noch viel zu kurz ist, muss man Irving die bisherige Performance neidlos anerkennen. :)

    Vielleicht können durch weitere Mittelzuflüsse beim Kommer ETF die Kosten von derzeit 0,5% noch gesenkt werden.