Beiträge von McProfit

    24.8.2026

    Hallo @Forumsfreund RNowotny

    ich bin sehr stark im Thema Stiftungen drin. Habe selbst seit 25 Jarhen eine gemeinnützige Stiftung im Raum Stuttgart und eine (abgekürzt ausgedrückt) zusätzliche Familienstiftung in Wien

    Das Thema ist viel zu kompliziert um hier in einem Nebensatz neben anderen Themen kommentiert zu werden.

    Bei Deinem Modell musst Du erst mal prüfen ob mit der Gründung neuer Stiftungen vor Fälligkeit der Steuer kein Tatbestand der Steuerumgehung vorliegt. Dann hilft Dein Modell mit neuen Stiftungen vor Eintritt der Steuer gar nichts, es macht nur Notare, Anwälte und Berater reicher. Ich erinnere nur an den nicht vergleichbaren Fall von CUM-EX. Da hatten auch lange Zeit schlaue Berater Modelle empfohlen sogar so lange funktioniet haben, bis sie dann "nicht mehr funktioniert haben" Das Ende kennen wir ja, der Prozess läuft noch heute....

    Das Hauptproblem ist dass alle Entscheidungen die in die Zukunft gerichtet sind große Fragezeichen haben, bestes beispiel unsere Aktien.

    Daher weiß man immer erst hinterher ob eine mal getroffene Entscheidung richtig war oder ob es besser gewesen wäre genau das Gegenteil davon zu machen.

    Geh mal auf den deutschen Stiftertag und hörDir Vorträge und Erfahrungsberichte von Betroffnen an. Du kannst viel lernen und manche Fehler vermeiden. Am Ende ist jede Entscheidung dennoch ein Blick in die Glaskugel.

    Viel Erfolg wünscht Dir McProfit

    Sonntag 23.08.2026

    Hallo Forumsfreund/in britty,

    Du hast normalerweise schon recht. Sonntagsfrühstück ohne Zeitung ist bei mir meistens Forumszeit. Heute Morgen saß ich zur Frühstückszeit allerdings schon im Flieger zurück „ins Ländle“.

    Erst heute Abend habe ich als kleine Auszeit mal wieder hier reingeschaut.

    Beim Thema langfristiger Vermögenserhalt für Familie oder nahe Angehörige hast Du bei mir natürlich einen Punkt getroffen, mit dem ich mich schon länger beschäftige.

    Wie so oft steckt der Teufel aber im Detail.

    Zunächst einmal: Von welchem Vermögen reden wir überhaupt?

    Geht es um liquides Vermögen – also Aktien, Anleihen, Gold, Bargeld, Lebensversicherungen oder Guthaben auf verschiedenen Konten –, dann ist das vergleichsweise einfach. Dafür kann man sich heute mit etwas Sachverstand, diesem Forum und vermutlich inzwischen auch mit KI vernünftige Lösungen zusammenbauen.

    Interessanter und schwieriger wird es beim Betriebsvermögen.

    Gerade hier in Baden-Württemberg gibt es hunderte oder tausende mittelständische Familienunternehmen. Dort bedeutet Vermögenserhalt nicht einfach mögliche 20, 50 oder 100 Millionen Euro geschickt anzulegen.

    Da geht es darum, ob ein Betrieb weitergeführt wird, wer ihn führen kann und will, was für die Mitarbeiter daraus wird und manchmal auch darum, welche Bedeutung die Firma für einen ganzen Ort oder eine Stadt hat.

    Das sind für mich ganz andere Fragen als die, wie die nächste Generation möglichst lange vom Fleiß, vom Glück – oder meistens von beidem – des Gründers profitieren kann.

    Eine Familienstiftung kann dafür ein sehr interessantes Modell sein. Aber eben nicht für jeden und auch nicht ohne Nachteile.

    Bite nicht verwechseln: Eine gemeinnützige Stiftung (die auch mal vor 25 Jahren gegründet habe) ist etwas ganz anderes wie eine Familienstiftung. Bei beiden ist das Geld erstmal weg. Es gehört nicht mehr dem Spender genauer gesagt dem "Stifter" sondern der Stiftung, also der Institution.

    Zum Beispiel gibt es bei Familienstiftungen alle 30 Jahre die sogenannte Erbersatzsteuer. Wie hoch diese tatsächlich ausfällt, hängt vom jeweiligen Vermögen und den steuerlichen Verhältnissen ab. Das sind oft 30% vom jeweiligen Vermögen alle 30 Jahre auf Neue!! Auch sonst schafft man mit einer Stiftung etwas, das möglichst über Generationen funktionieren soll.

    Und genau da liegt für mich das Problem:

    Kein Mensch weiß, wie Deutschland und Europa in 30, 50 oder 80 Jahren politisch, steuerlich und wirtschaftlich aussehen. Wer eine Stiftung für die „Ewigkeit“ baut, muss deshalb sehr viele Möglichkeiten mitdenken und trotzdem akzeptieren, dass die Zukunft nicht planbar ist.

    Für viele Fälle, über die wir hier im Forum reden, halte ich deshalb eine langfristig angeordnete Testamentsvollstreckung für mindestens genauso interessant.

    Die kann grundsätzlich über viele Jahre, regelmäßig bis zu 30 Jahre nach dem Erbfall, laufen. Man hält das Vermögen zunächst zusammen und verschafft der nächsten Generation Zeit. Danach kann das Vermögen – wenn es dann sinnvoll ist – auch tatsächlich aufgeteilt werden.

    Das ist weniger spektakulär als eine Familienstiftung. Manchmal ist aber gerade die einfachere Lösung die bessere.

    Schönen Sonntag kann ich um 21 Uhr nicht mehr wünschen aber eine schöne Woche was immer das auch für jeden bedeutet. McProfit

    Sonntag 16.8.26

    Warnhinweis: McProfit findet mal wieder kein Ende....

    Hallo Forumsfreund Tomarcy,

    ich bin inzwischen nicht mehr ganz so intensiv hier im Forum unterwegs. Dass der neue St.Irving möglicherweise der alte Irving ist, war mir ehrlich gesagt nie so richtig bewusst. Mir war nur die große Ähnlichkeit aufgefallen – und natürlich fragt man sich schon, warum ein Forumsfreund irgendwann unter einem anderen Namen auftritt.

    Aber es gibt sicher wichtigere Dinge, als diesem Rätsel nachzugehen.

    Was mir allerdings schon seit längerer Zeit aufgefallen ist, ist das geradezu regelmäßige Hochloben dieses K.-Fonds. Anfangs habe ich mich nur gewundert, weil teilweise der Eindruck entsteht, hier sei eine völlig neue Form der Geldanlage erfunden worden.

    Erst durch die Kommentare anderer Forumsfreunde bin ich überhaupt auf den Gedanken gekommen, ob hinter dieser ungewöhnlich starken Präsenz vielleicht auch ein Stück professionelle oder zumindest sehr geschickte indirekte Werbung stecken könnte. Wissen tue ich das natürlich nicht.

    Eines muss man allerdings neidlos anerkennen:

    Die Werbestrategie funktioniert.

    Wer innerhalb weniger Jahre Anlegergelder in Milliardenhöhe einsammelt, der versteht jedenfalls etwas von Vermarktung. Kompliment.

    Was ich beim K.-Fonds allerdings nicht so recht verstehe: Wo ist eigentlich die große Besonderheit?

    Im Grunde ist es doch eine bestimmte Mischung verschiedener Anlageklassen und Strategien, die man – wenn man das unbedingt möchte – auch mit zwei oder drei unterschiedlichen ETFs bzw. Fonds zusammenstellen könnte. Dazu kommen Kosten, die für einen ETF eher am oberen Ende liegen.

    Da fand ich den damaligen Hype um den Mr.-Dax-Fonds von Dirk Müller zumindest aus Marketingsicht noch leichter nachvollziehbar.

    Dort gab es eine ganz klare Geschichte für den Anleger:

    Wir sichern das Depot gegen größere Kursverluste ab. Wenn die Börse fällt, soll unser Fonds möglichst wenig verlieren oder durch die Absicherung sogar profitieren.

    Und dann kam kurze Zeit später tatsächlich ein größerer Börsenrückgang. Während fast alles fiel, sah der Mr.-Dax-Fonds zunächst vergleichsweise gut aus. Besser hätte die Werbung kaum laufen können. Genau solche Schlagzeilen brachten natürlich die vielen Anlegergelder.

    Das Problem kam erst danach:

    Viele Anleger stiegen aufgrund dieser Erfolgsgeschichte erst später ein – und über viele Jahre bis heute war die Entwicklung dann alles andere als das, was man sich nach der großartigen Werbung versprochen hatte.

    Oder wie ich es hier schon öfter etwas salopp beschrieben habe:

    Von links oben nach rechts unten ist jedenfalls keine überzeugende Langfriststrategie.

    Beim K.-Fonds sehe ich bislang keine vergleichbar spektakuläre „Erfindung“. Deshalb wundert mich umso mehr, wie viel Aufmerksamkeit und Begeisterung dieses Produkt teilweise bekommt.

    Aber vielleicht bin ich als Ü80-Anleger auch einfach noch aus einer Zeit, in der ein Fond vor allem eines sein sollte:

    einfach, transparent und fair

    Schönen Sonntag von McProfit

    Sonntag 16.8.2026

    Liebe Forumsfreunde ganz besonders, Kapitalfuchs  Pepekeke  Sovereign  T-3485  Casajonsen  Saarlaender,

    diese Überlegungen mit diesem K-Fonds hatte ich ehrlich gesagt auch schon länger, habe mich aber bisher nicht getraut, sie hier anzusprechen – aus Sorge vor einem dieser neudeutschen „Shitstorms“.

    Zum Ersten habe ich langsam das Gefühl, der neue @St.Irving könnte mit dem alten @Irving zumindest geistig blutsverwandt sein. 😉

    Zum Zweiten frage ich mich schon, ob es nicht auch in dieser Branche Menschen gibt, die ein besonderes Interesse daran haben, bestimmte Produkte immer wieder positiv hervorzuheben. Die Hinweise auf den Fonds dieses Herrn K. waren mir bei aller Begeisterung irgendwann doch etwas zu häufig.

    Dabei ist dieser Fonds ja nun auch keine völlig neue Erfindung des Kapitalmarktes. Letztlich werden Aktien nach einer bestimmten Strategie ausgewählt und gewichtet – das kann gut funktionieren, aber ähnliche Konzepte gibt es schließlich auch anderswo.

    Und Drittens: Dass sich hinter @St.Irving nun ausgerechnet Herr K. persönlich verbirgt, halte ich eigentlich für die unwahrscheinlichste Variante. In dieser Liga dürfte man schließlich andere Möglichkeiten haben, für sein Produkt Aufmerksamkeit zu erzeugen, als Sonntagmorgen persönlich im Finanztip-Forum zu schreiben.

    Ich würde das Thema deshalb auch nicht größer machen, als es ist – wobei ich mit diesem Beitrag natürlich gerade selbst dazu beitrage.

    Vielleicht ist die einfachste Lösung ohnehin: Nicht zu sehr auf den Hype schauen, sondern auch einmal die vielen anderen ETFs danebenlegen, die ohne großes Trommelfeuer ebenfalls gute oder sogar bessere Ergebnisse liefern dazu noch oder gerade wegen ihren günstigeren Verwaltungsgebühren.

    Schönen Sonntag wünscht Euch McProfit

    Persönliche Antwort an den Forumsfreund Newb

    vermutlich nicht nur die Ü80jährigen mussten Deinen Kommentar zur KI 2 x lesen um ihn zu vertehen:

    Wenn ich Deine vermutlich ironischen Text übersetze heißt das wohl so viel wie

    „Wenn die KI Zugriff auf alle Unternehmensdaten bekommt, könnte sie die gesamte Arbeit für den Jahresabschluss automatisch erledigen.

    Allerdings ist Dein Ton eher optimistisch-sarkastisch als ernst gemeint. Du sagt ja gerde nicht, dass das heute schon vollständig funktioniert, sondern überspitzt die Idee:

    „Lasst die KI einfach an alle Daten, dann macht sie den Rest schon allein.....

    Ich habe in meinem Kommentar jedoch erwähnt warum ich unglaublich beeindruckt bin. Du kannst Dir vermutlich nicht vorstellen wenn Du als Aufsichtsrat von 10 GmbHs die in einer Holding stecken, den Jahresabschluss, die BWA oder SummenSaldenliste auf sagen wir mal legale "Tricksereien" des Vorstands oder Geschäftsführers kontrollieren sollst wie genau Du da hinschauen musst.

    Als Aufsichtsrat bist Du bekanntlich in der Haftung, das vergessen viele wenn ihnen das Amt "angetragen" wird. Sie denken nur an die Sitzungen mit anschließendem Sterne-Menü.

    Wenn aber die Firmen womöglich wegen extrem hoher Fremdfinanzierung wackelig dastehen und Du ganz genau hinschauen musst, dann merkst Du erst welche unvorstellbaren Nutzen (in diesem Fall und nur für mich) diese KI Erfindung hat.

    Vermutlich ist mein Problem so speziell dass das hier kein Mensch interessiert (man kann ja weiterscrollen)

    Und weil ich immer noch gerade als 80jähriger derart begeistert bin von den Möglichkeiten dieser KI noch ein spezielles Beispiel vermutlich auch nur auf mich zutreffend.

    (seis drum, es ist zu schön um nicht erwähnt zu werden)

    Ich habe (altersbedingt) meine Firma verkauft. Es ging drum was ist diese Firma eigentlich wert? Es ist ja keine börsennotierte Aktiengesellschaft wo man den Wert jeden Tag in der Zeitung lesen kann.

    Also certifizierter Unternehmensberater beauftragt, nach 4 Wochen war das Gutachten da, 100 Seiten, toller Einband, ich war beeindruckt: Ganz hinten stand die Bewertung, auch diese hat mir gefallen wobei ich ganz leise den Verdacht hatte der Berater wollte mich in Anbetracht des 5-stelligen Honorars ein wenig zufriedener stellen, man hat ja so seine Spielräume.

    Und jetzt kommt die Ernüchterung: 100 Seiten abgespeichert und an KI geschickt. Diesmal an die Profiversion die auch Steuerberater benutzen.

    Ich sage Dir nur den ersten Satz den mir KI nach 5 Denkminuten geliefert hat:

    "...so kannst Du das Gutachten nichts ans Finanzamt schicken......"

    Alles weitere erspare ich Dir. Jetzt verstehst Du vielleicht, warum ich auf dmeine alten Tage noch ein KI-Anhänger geworden bin.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo Forumsfreunde tmo  Fuchs73  Sovereign @Micha1 st55  Newb  britty,

    als Ü80-Jähriger muss ich jetzt auch einmal meinen „Senf“ zum Thema KI dazugeben. Ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich mich in meinem Leben noch einmal so intensiv mit diesem Thema beschäftigen würde.

    Inzwischen habe ich aber festgestellt: KI kann in vielen Bereichen eine unglaubliche Hilfe sein. Wobei „in vielen Bereichen“ eben "nicht immer“ und schon gar nicht „unfehlbar“ bedeutet.

    Nur mein persönliches Beispiel:

    Ich bin Aufsichtsrat einer AG, einer Holding mit rund zehn Tochtergesellschaften. Wenn ein Unternehmen stark wächst und dieses Wachstum über Banken, Investoren und Gesellschafter finanziert wird, muss man als Aufsichtsrat schon ziemlich genau hinschauen, ob irgendwo Risiken entstehen, die über das normale unternehmerische Risiko hinausgehen.

    Dazu muss man Jahresabschlüsse, Bilanzen, GuV, BWA, Summen- und Saldenlisten, Liquiditätsplanungen und einen Berg weiterer Unterlagen lesen. Das können schnell Hunderte Seiten werden. Eine echte Mammutaufgabe.

    Und genau da kommt für mich KI ins Spiel.

    Ich lasse solche umfangreichen Unterlagen zunächst mit KI analysieren. Die kann wenigen Auffälligkeiten herausfiltern, Zahlen miteinander vergleichen, Widersprüche finden und mir sagen: „hier solltest Du vielleicht noch einmal genauer hinschauen.“

    Und dann kommt der Mensch ins Spiel.

    Ich verlasse mich niemals einfach auf das Ergebnis der KI. Ich schaue mir gerade die Punkte selbst genauer an, bei denen die KI die gelbe oder rote Karte gezogen hat. Und wenn es um wichtige rechtliche, steuerliche oder wirtschaftliche Fragen geht, gehört am Ende natürlich auch der entsprechende Fachmann dazu.

    Für mich ist deshalb KI weder Wundermittel noch Teufelszeug.

    Sie ist ein unglaublich gutes Werkzeug – wenn am anderen Ende noch jemand sitzt, der seinen eigenen Kopf benutzt.

    Und das sage ich als einer, der vor ein paar Jahren vermutlich noch gefragt hätte, ob ChatGPT vielleicht eine neue Kaffeemaschine ist. Viele Grüße McProfit

    Hallo Forumsfreund Tambourine,

    jetzt muss Dir ausgerechnet ein Ü80-Forumsfreund erklären, wie so ein moderner Börsen-„Crash“ heutzutage funktioniert.

    Das Schwierige ist doch: Am ersten oder zweiten schlechten Börsentag weiß kein Mensch, ob das nur ein ganz normaler Rücksetzer ist – oder ob daraus tatsächlich ein größerer Crash wird. Das weiß man leider immer erst hinterher.

    Und ab wann ist es überhaupt ein Crash?

    5 % Minus? Rücksetzer.
    10 %? Korrektur.
    20 %? Bärenmarkt.
    Und „Crash“?

    Dafür gibt es keine amtlich festgelegte Prozentzahl.

    Hinzu kommt heute das Algo-Trading. Computerprogramme reagieren innerhalb von Sekunden auf neue Unternehmenszahlen, Wirtschaftsdaten oder Nachrichten. Schon kleine Abweichungen von den Erwartungen können automatische Kauf- oder Verkaufsaufträge auslösen.

    Wenn dann viele Programme gleichzeitig in dieselbe Richtung laufen, geht es eben manchmal sehr schnell: Alle wollen plötzlich dieselbe Aktie haben – oder alle gleichzeitig durch dieselbe Tür hinaus.

    Und schon sieht man einen kräftigen roten Ausschlag und im Forum kommt verständlicherweise die Frage:

    „Ist das jetzt der Anfang vom großen Crash?“

    Mein Rat ist deshalb ziemlich einfach:

    Mach diesen täglichen Wahnsinn nicht mit.

    Wir Privatanleger werden immer langsamer sein als die Maschinen. Aber einen entscheidenden Vorteil haben die Maschinen bis heute auch nicht:

    Sie kennen die Börsenkurse von morgen genauso wenig wie wir.

    Solange das so bleibt, mache ich mir wegen der immer heftigeren kurzfristigen Kursausschläge keine allzu großen Sorgen.

    Viel Gelassenheit und etwas Weitblick wünscht Dir

    McProfit

    Hallo Sovereign

    ich kann Dich beruhigen, es gibt tatsächlch Menschen die POKITIK von der Pike studieren.

    Bestes Beispiel mein Junior, ist 19 und studiert in Wien Politikwissenschaft. Er diskutiert schon jetzt wie "ein Großer".....

    Ob sich dadurch die Qualität der Berufgrupper verbesser bezweifle ich dennoch, 1 Schwalbe macht noch keinen Sommer, Gruss McProfit

    Hallo Tomarcy  Sovereign  britty  Kapitalfuchs  Prima523  Bernd123

    deine Erklärungen zur echten Rendite gefällt mir sehr gut! Ich habe mich immer gewundet warum ich trotz meiner halten-und-liegenlassen-Strategie und trotz einbziehung der Dividenden langfrist diese ominösen 8% Durchschnittsrendite im echten Börsen-Leben nie geschafft habe...

    Dennoch für die Neulinge hier im Forum nur zur Erinnerung:

    Wie kommt man sichersten zu 1 Mio? -"Wenn man mit 2 Mio. anfängt...."

    Sonnige Grüße aus Baden Baden McProfit

    Hallo Forumsfreund Saarlaender

    Dennoch 1,4 Millarden musst Du erst mal schaffen,

    ich denke gerade die youtube- oder online-oder direktbank-klientel ist extrem gut informiert auch bei den Gebühren und schickt nicht so schnell Geld wie der gute alte Sparkassenkunde wenn "seine" Bank ihm was empfiehlt....

    Wie groß ist denn hinter "Kommer" sein Verwaltungsapparat?

    Ein Fonds auch ein ETF in Deutschland ist ja extrem streng reguliert mit x Auflagen, Bafin, Controlling, Compliance, Geldwäsche, Risikoüberwachung, Depotbank, Versteuerung, Dividenenverbuchung usw. Das macht man ja nicht vom Home-Office-aus

    Sommerliche Grüße aus Baden Baden McPofit

    14.8.2026

    Ich habe gerade mal wieder ins Forum geschaut. Das Thema von Tomarcy hat mich interessiert:

    Wie hat sich denn nun nach 3 Jahren der Kommer-Fonds entsprechend siner Ankündigung im Vergleich zum MSCI Durchschnitt entwickelt?

    Eine richtige Antwort habe auf Anhieb nicht gefunden. Aber ganz lustig: Beim Anklicken wurde meine Frage oben automatisch ohne dass ich den Auftrag geben haben von "KI" beantwortet.

    Ergenis lt. KI: Offensichtlich nicht viel anders als der Durchschnitt wenn ich das richtig verstanden habe, genaue Zahlen wurden nicht genannt.

    Aber eines hat mich überrscht: Der Herr Kommer hat 1,4 Milliarden Euro Geld eingesammelt.

    Ohne Bank im Hintergrund und ohne eigene Fondsgesellschaft erstaunlichl. Ich habe keine Ahnung wie seine Werbestrategie abläuft mit der er in 3 Jahren 1,4 Milliarden Geld einsammelt?

    Das hat unter den Newcommerns bisher nur einer, nämlich der MrDAX der Dirk Müller aus Stuttgart geschaft vmit seinem DM Premium Fonds) von Null auf 1 Milliarde - leider dann aber schnell wieder runter ich glaube auf aktuell noch 200 Millonen.

    Wenn er dann auch noch seine Prognose oder Versprechen eingehalten hat und mit seiner Rendite den Weltindex übertroffen hat, dann seien ihm auch die 5 Mio. Provision gegönnt die er bei 0,4% jedes Jahr erhält. Komliment! Aber nur falls das auch so richtig sein sollte.

    Viele Grüße McProfit

    Samstag 1.8.2026 um 15 Uhr

    Liebe Forumsfreunde, ganz besonders

    Tomarcy,@St.Irving, monstermania, Sovereign, Hornie, Schwachzocker und WorriedDad, halt aber noch britty und alle anderen die von der Textmenge sich nicht erschrecken lassen....

    Erstmal Hurra! - in Stuttgart regnet es heute: Die Gärtlesbesitzer müssen nicht gießen und McProfit hat Zeit, mal wieder ins Forum zu schauen.

    Ich muss Euch heute allerdings vor einer gefährlichen Anlage warnen:

    Vor ETFs!

    Warum?

    Ich war 40 Jahre lang begeisterter Börsianer und hatte fast das ganze Alphabet im Depot: Amazon, Beiersdorf, Coca-Cola, Danaher, Essilor, Visa, Walt Disney, Yum und Zoetis usw.

    In den 1980er-Jahren habe ich zur Freude meiner Bank gekauft und verkauft wie ein Weltmeister. Ich habe dabei kaum einen Fehler ausgelassen.

    Später vertraute ich mein Geld den Profis an: Merrill Lynch, Bache Securities, Thomson, Deutsche Bank und verschiedenen Privatbanken. Das Ergebnis war fast immer dasselbe: Die Berater verdienten, mein Kapital wurde weniger.

    Wenn sie ein gutes Jahr hatten, dann meistens deshalb, weil ohnehin fast alles gestiegen war. Der ganz normale Dow Jones war am Ende trotzdem besser.

    Also habe ich ab Mitte der 1980er-Jahre meinen einfachen schwäbischen Verstand eingeschaltet. Ich löste alles auf und kaufte mit damals ungefähr 100.000 DM nach und nach Aktien von rund 20 großen, erfolgreichen Weltunternehmen mit Dividende.

    Furchtbar langweilige Namen: Procter & Gamble, Nestlé, Coca-Cola, Colgate, Microsoft, Allianz, McDonalds, Novo Nordisk, Stryker, Medtronic oder Air Liquide.

    Dann habe ich fast nichts mehr gemacht.

    Nur liegen lassen, Dividenden kassieren und bei Splits, Bezugsrechten oder Übernahmen gelegentlich reagieren. Wenn einzelne Werte zurückblieben, habe ich nicht verkauft, sondern mit neuem Geld aufgestockt.

    Nach einigen Jahren waren aus 100.000 DM rund 200.000 geworden, nach etwa 15 Jahren die erste Million. Mit der Einführung des Euro wurde sie optisch gleich wieder halbiert – aber daran war ausnahmsweise kein Börsencrash schuld.

    Danach ging es weiter. Aus Geduld, guten Firmen und viel Liegenlassen wurden im Laufe der Jahrzehnte rund 3 Millionen Euro.

    Ich habe in dieser Zeit 8 Präsidenten überlegt und noch mehr Börsencrahs.

    Und jetzt kommt die große Wende:

    Auch dank dieses Forums (Achim Weiss, aber auch der ungeliebte Irving) habe ich mich in den letztzten Jahren entschlossen, meine Einzelaktien trotz erheblicher Steuerzahlungen (wegen späterer Aufstockungen) zu verkaufen und in ausschüttende ETFs umzuschichten.

    Dafür musste ich tatsächlich erst 80 werden.

    Seitdem ist Börse plötzlich langweilig. Leider auch das Forum. Vieles erinnert mich an eine Reise in meine eigene Vergangenheit: suchen, vergleichen, hoffen, handeln und glauben, man könne es doch ein wenig besser als der Markt.

    Ich habe Verständnis dafür. Ich habe selbst fast alles ausprobiert.

    Heute kommen die Ausschüttungen automatisch und bereits versteuert auf dem Konto an. Mein Steuerberater ist ganz enttäuscht, weil meine Steuererklärung trotz guter Erträge in kurzer Zeit fertig ist. Übrig bleiben meine kleine Rente aus Angestelltenzeit, ein paar Aufsichtsratshonorare und sonst nicht mehr viel Arbeit.

    Wundert Euch also nicht, wenn McProfit künftig hauptsächlich bei Regenwetter vorbeischaut und gelegentlich einen altersgerechten Rat gibt – für diejenigen, die überhaupt so lange Beiträge lesen wollen.

    Und denkt daran:

    Langsam und kontinuierlich steigende Erträge können für echte Börsianer auf Dauer erschreckend langweilig sein. Das sollte man sich vor dem Kauf eines ETFs gut überlegen.

    Ein schönes Wochenende wünscht McProfit

    Ab morgen aus Oberstaufen im Allgäu.

    Lieber Forumsfreund mauk,

    wenn Du mit „Shorten“ Gewinne erzielen willst, musst Du vor einem Kursrückgang short gehen. Wartest Du erst ab, bis die Kurse bereits gefallen sind – so wie @Hmpf schreibt –, kann es schon zu spät sein. Es sei denn, Du bist überzeugt, dass der Kursrückgang gerade erst begonnen hat.

    Wir alten Hasen im Forum sollten inzwischen wissen: Wer mit Short-Positionen Geld verdienen will, muss gleich zwei Dinge richtig vorhersagen:

    Erstens musst Du die Aktien oder Märkte finden, bei denen tatsächlich ein Kursrückgang bevorsteht.

    Und zweitens – das ist das wesentlich größere Problem – musst Du auch noch den richtigen Zeitpunkt erwischen, möglichst kurz vor dem Rückgang.

    Wenn Du nur vier Wochen zu früh Puts kaufst, können diese durch Zeitwertverlust bereits erheblich an Wert verloren haben. Dann reichen später fünf oder zehn Prozent Kursrückgang möglicherweise nicht mehr aus, um daraus noch einen schönen Gewinn zu machen. Dafür bräuchtest Du dann schon einen richtigen Crash.

    Weil man also gleich doppelt richtigliegen muss, gibt es meines Wissens auch kaum Fonds, die mit Puts oder C. , Straddles oder ähnlichen Strategien langfristig und zuverlässig Gewinne erzielen.

    Das sollte Dir zu denken geben. Bleib lieber bei der langweiligen Strategie: kaufen, halten und liegen lassen – und langfristig gewinnen.

    viel Glück wünscht Dir McProfit

    Samsag 18.7.26 um 8.40 Uhr

    Hallo Forumsfreund Buntbart,

    ich bin inzwischen nur noch selten im Forum. Das liegt vor allem daran, dass ich meine Kapitalanlagen in den vergangenen Jahren weitgehend auf ETF umgestellt habe – überwiegend auf ausschüttende.

    Ich mag diese regelmäßigen Ausschüttungen. Sie erinnern mich an meine jahrzehntelangen Immobilienanlagen: Entscheidend waren für mich immer die laufenden Mieteinnahmen, weniger der tägliche Blick auf den Wert der Häuser.

    Heute kommen statt Mieten regelmäßig Dividenden.

    Bei einem entsprechend großen Vermögen reichen diese Einnahmen zumindest in meinem Fall für den Lebensunterhalt. Ein bisschen Rente kommt ja auch noch dazu.

    Wenn die täglichen Kursschwankungen immer unwichtiger werden, ist der Blick auf die Börse und manchmal auch ins Forum fast wie eine Reise in die Vergangenheit – ähnlich wie das Blättern in einem alten Fotoalbum.

    Heute habe ich wieder einmal hereingeschaut und Deinen Beitrag über den Einsatz von KI in Finanzforen gelesen. Ganz verstanden habe ich allerdings nicht, worauf Du hinauswillst:

    Werden immer mehr Anlagestrategien von KI entwickelt? Werden die Beiträge von KI formuliert? Oder führt KI einfach dazu, dass am Ende fast alle bei derselben Empfehlung landen: ein paar breit gestreute ETF – und fertig?

    Ein guter Freund von mir hat sich jedenfalls von KI eine vollständige Anlagestrategie für ein Millionenvermögen erstellen lassen. Er hat seiner Stuttgarter Hausbank gekündigt, das Geld auf mehrere Onlinebanken verteilt und verschiedene ETF gekauft.

    Danach fragte er ausgerechnet mich nach meiner Meinung, weil ich für ihn angeblich „der beste Anlageberater aller Zeiten“ sei.

    Ich musste ihn enttäuschen: An der Empfehlung der KI hatte ich wenig auszusetzen. Das Vermögen auf mehrere Banken verteilen, Kosten niedrig halten, Länder und Branchen breit abdecken und im fortgeschrittenen Lebensalter auf regelmäßige Ausschüttungen achten – das ist auch meine eigene Strategie und übewiegend auch die Empfehlung hier im Forum.

    Trotzdem hoffe ich, dass uns das Forum noch lange erhalten bleibt. Sonst würde mir gelegentlich eine unterhaltsame Morgenlektüre fehlen.

    Viele Grüße aus Stuttgart McProfit

    Hallo 90 Prozent Aktien,

    ich habe gerade meine morgendliche Forumslektüre absolviert und bei deinem Beitrag zum Kursverzehnfachung kurz überlegt:

    War die Frage ernst gemeint – oder bereits schwäbisch-trockene Ironie?

    Ich bin seit 1983 an der Börse aktiv, also seit mehr als 40 Jahren. In den ersten Jahren habe ich ziemlich zuverlässig fast jeden Fehler gemacht, den man machen konnte: kaufen, verkaufen, wieder kaufen, Nebenwerte, Pennystocks, Rohstoffe, Gold und möglichst alles, was schnelle Gewinne versprach. Solide Aktien galten mir damals als langweilig.

    Zehn Prozent im Jahr? Viel zu wenig! Zehn Prozent im Monat klang schon besser – und täglich wäre natürlich ideal gewesen.

    Dann kam der 19. Oktober 1987, der „Schwarze Montag“.

    Für mich war das im Nachhinein beinahe ein Glückstag. Besonders viel konnte ich nämlich nicht mehr verlieren – ich hatte vorher schon ausreichend Lehrgeld bezahlt. Auch das ist eine Form der Risikobegrenzung, allerdings keine besonders empfehlenswerte.

    Danach habe ich meine Strategie geändert. Der Dow Jones stand Ende der 1980er-Jahre bei ungefähr 2.000 Punkten, heute bei über 40.000. Dazwischen lagen Kriege, Krisen, Inflation, Rezessionen, Börsencrashs und eine ganze Reihe amerikanischer Präsidenten. Der Dow hat sich davon langfristig erstaunlich wenig beeindrucken lassen.

    Seitdem habe ich regelmäßig solide Aktien gekauft, vor allem große amerikanische Unternehmen – und sie anschließend möglichst in Ruhe gelassen.

    Dadurch hatte ich später tatsächlich Aktien im Depot, die sich durch Kurssteigerungen, Splits, Gratisaktien und Bezugsrechte vervielfacht hatten. Mein Depot hat sich seit Ende der 1980er-Jahre im Durchschnitt etwa verzwanzigfacht und liegt heute im zweistelligen Millionenbereich.

    Natürlich wäre es mathematisch noch schöner, wenn ich 1988 bereits mein gesamtes späteres Kapital hätte investieren können. Das Problem war nur: Ich hatte es damals noch nicht. Ein kleiner, aber entscheidender Schönheitsfehler jeder rückblickenden Börsenrechnung.

    Als Selbstständiger in der Immobilienbranche konnte ich jedoch über viele Jahre regelmäßig größere Beträge nachlegen. Das Geheimnis war am Ende erstaunlich unspektakulär: kaufen, liegen lassen, Dividenden kassieren – und bei einem Börsencrash nicht in Ohnmacht fallen.

    Inzwischen habe ich viele Krisen erlebt und überlebt. Mein Depot ist geblieben, und die Dividenden kamen ebenfalls – meist sogar höher als zuvor.

    Heute, jenseits der 80, habe ich die Einzelaktien weitgehend durch ausschüttende ETFs ersetzt. Trotz Steuer!!

    Dabei ging es auch um eine möglichst einfache Nachlassregelung sowie um das Vermögen meiner gemeinnützigen Kulturstiftung. Ein ETF muss nicht ständig beobachtet werden, passt sich automatisch an und macht es denjenigen leichter, die sich später darum kümmern müssen.

    Das ist keine allgemeingültige Anleitung und schon gar keine Predigt. Jeder muss seine eigenen Erfahrungen sammeln – ich habe meine jedenfalls gründlich gesammelt und ordentlich dafür bezahlt.

    Aber eines habe ich gelernt: An der Börse entstehen die wirklich großen Gewinne meistens nicht durch besondere Hektik, sondern durch den Faktor Zeit. In meinem Fall waren es rund 40 Jahre.

    In diesem Sinne wünsche ich jedem seine eigene gute Strategie, ausreichend Geduld und natürlich viel Erfolg.

    Herzliche Grüße vom alten Börsenhasen McProfit

    Dienstag, 14. Juli 2026

    Guten Morgen und einen besonderen Gruß von McProfit an
    MadBlade  GeldNavi  mirsan  Boersenfeger und @Tomarcy.@alexis Schwachzocker  90 Prozent Aktien Prozent

    Die Tageszeitung war heute schnell gelesen, und meine Frau ist als Prüfungsvorsitzende bei der IHK unterwegs. Sie prüftheute, welche Kandidaten ihren Abschluss „verdient“ haben.

    Ich sage ihr schon lange, sie solle bei der IHK endlich das Pflichtfach „Umgang mit Geld“ beantragen – und zwar für alle Berufe, nicht nur für Bankkaufleute. Dann würden sich vermutlich auch einige der täglichen Diskussionen hier im Forum von selbst erledigen.

    Beim Thema Erben und Erbschaftsteuer bin ich allerdings vorsichtig.

    Die entschiedensten Ratschläge kommen gelegentlich von Menschen, die weder selbst geerbt noch einer Erbengemeinschaft angehört oder sich ernsthaft mit dem eigenen Nachlass beschäftigt haben. Theorie ist bekanntlich besonders einfach, solange die Praxis noch nicht angerufen hat.

    Sobald nicht nur Bargeld, sondern Unternehmen, Beteiligungen, vermietete Immobilien oder verschiedene Gesellschaftsformen vererbt werden, wird es spannend.

    Kommen dann noch Ehefrauen, Ex-Ehefrauen, Kinder aus unterschiedlichen Beziehungen sowie kluge Schwiegertöchter und Schwiegersöhne hinzu, ist für Unterhaltung gesorgt. Ich habe davon beruflich über Jahrzehnte einiges erlebt.

    In meiner eigenen Verwandtschaft ging es dagegen erstaunlich friedlich zu. Meine Mutter hatte 16 Geschwister. Beim Notartermin saßen also genügend Beteiligte am Tisch. Der Notar erklärte, eine so friedliche Erbengemeinschaft habe er noch nie erlebt. Anschließend gingen alle gemeinsam und gut gelaunt in die Wirtschaft. Es geht also – jedenfalls manchmal.

    Mit allgemeinen Ratschlägen halte ich mich deshalb zurück.

    MadBlade würde ich lediglich empfehlen, den voraussichtlich für die Erbschaftsteuer benötigten Betrag nicht in Aktien anzulegen, sondern sicher und kurzfristig verfügbar auf einem Tagesgeldkonto zu halten.

    Selbst eine Allianz-Aktie wäre mir dafür zu riskant. Wenn kurzfristig einige Hunderttausend Euro ans Finanzamt überwiesen werden müssen, zeigt sich dieses erfahrungsgemäß nur begrenzt beeindruckt von langfristigen Börsenstrategien.

    Ich selbst beschäftige mich gerade damit, neben meiner bereits bestehenden gemeinnützigen Stiftung zusätzlich eine Familienstiftung zu gründen. Nicht aus steuerlichen Gründen: Familienstiftungen sind keineswegs automatisch Steuersparmodelle. Vereinfacht gerechnet fällt alle 30 Jahre die Erbersatzsteuer an. Die notwendige Rendite muss also auch dort erst einmal verdient werden.

    Viele Grüße
    McProfit – derzeit aus dem schönen Baden-Baden

    Hallo Duregar,

    aber gleich auch an britty und Boersenfeger

    Du schreibst wörtlich:

    Zitat

    Ein Vermögen nach dem Einkommen zu bewerten, hältst Du für Quatsch.

    Diese Aussage halte ich in dieser Pauschalität für so falsch, dass ich einfach noch einmal darauf antworten muss.

    Nehmen wir an, Du erbst ein Mietshaus mit 10 Wohnungen, das monatliche Mieteinnahmen von insgesamt 10.000 Euro erzielt. Das entspricht einer Jahresmiete von 120.000 Euro.

    Und nun kommt die entscheidende Frage:

    Was ist dieses Haus wert?

    Bei der Erbschaftsteuer geht es schließlich nicht um den laufenden Ertrag, sondern vor allem um den Wert der Immobilie.

    Wenn Du einen Gutachter damit beauftragst, den Wert des Hauses zu ermitteln, wird eine seiner ersten Fragen lauten:

    Wie hoch sind die jährlichen Mieteinnahmen?

    Denn bei einer vermieteten Immobilie ist der nachhaltig erzielbare Ertrag ein ganz wesentlicher Faktor für die Bewertung.

    Wenn das Haus in einem ordentlichen Zustand ist, keinen größeren Reparaturstau aufweist und die Mieten ungefähr dem ortsüblichen Niveau entsprechen, könnte man in einer stark vereinfachten Überschlagsrechnung beispielsweise mit dem 20-Fachen der Jahresmiete rechnen.

    Das wären dann:

    120.000 Euro Jahresmiete × 20 = 2,4 Millionen Euro Immobilienwert.

    Bei einem hochwertigen Neubau oder in einer besonders gefragten Lage kann der Faktor auch deutlich höher liegen. Natürlich spielen zusätzlich die Lage, der Zustand, das Grundstück, die Bewirtschaftungskosten und weitere Faktoren eine Rolle.

    Aber die Miete ist keineswegs nebensächlich. Im Gegenteil:

    Bei einem vermieteten Mehrfamilienhaus gehört sie zu den wichtigsten Grundlagen für die Wertermittlung.

    So viel zu Deiner These, der Ertrag habe mit dem Vermögenswert nichts zu tun.

    Ich hoffe, ich konnte verständlich machen, worauf ich hinauswill.

    Dir noch einen schönen Sonntag – und nichts für ungut.

    Ich hoffe, Du gehst jetzt nicht sofort zum Gegenangriff über, sondern denkst vielleicht noch einmal in Ruhe darüber nach. Wir bleiben Forums-Freunde und verbringen den restlichen Sonntag lieber mit anderen Dingen.

    McProfit

    Sonntag 12.7.2026

    Lieber Forumsfreund Duregar,

    ich habe mir schon gedacht, dass ich beim Thema Steuern besser gar nichts schreibe. Da ist man schnell bei der Weltanschauung und nicht mehr bei der eigentlichen Sache. Aber ich versuche es trotzdem noch einmal – ganz friedlich und ohne Rechthaberei.

    Wie soll man Vermögen bewerten oder versteuern?

    Mein Vorschlag als vermögender Mensch ist, diese oft schwierige und umstrittene Bewertung sich zu sparen und stattdessen das tatsächliche Einkommen höher besteuern.

    Ein Mietshaus bringt vielleicht 5.000 Euro Miete im Monat, 10 Mietshäuser entsprechend mehr. Dann besteuert man eben diese Miete stärker. Dazu braucht man keine Gutachter, die Baujahr, Lage, Reparaturstau und den angeblichen Verkehrswert jedes einzelnen Hauses ausrechnen.

    Bei einer Firma wird es noch deutlicher.

    Ich besitze selbst noch eine Firma, arbeite mit Ü80 aber natürlich nicht mehr selbst darin. Die Mitarbeiter arbeiten und die Firma macht derzeit einen guten Gewinn.

    Aber was ist diese Firma wert?

    Das Finanzamt nimmt dafür im Zweifel das 13-fache des Jahresgewinns. Nur kann unser Produkt heute sehr gut laufen und morgen durch neue Gesetze, die Weltwirtschaft oder sonst etwas plötzlich kaum noch gefragt sein. Dann ist der schöne Gewinn weg und die Hallen und Spezialmaschinen sind vielleicht nur noch auf dem Papier Millionen wert. Kaufen will sie aber kein Mensch.

    Auch wenn der Erbe den Wert selbst angibt, bleibt dieses Problem bestehen.

    Der eine Gutachter sagt zehn Millionen, der nächste fünfzehn und der dritte vielleicht nur fünf. Dann beginnt der übliche jahrelange Streit.

    Mein Vorschlag ist deshalb ganz einfach:

    Solange viel Gewinn, Miete oder Kapitalertrag hereinkommt, darf der Staat gerne mehr davon nehmen. Über Einkommensteuer, Kapitalertragsteuer oder Gewerbesteuer.

    Kommt kein Gewinn mehr, gibt es eben auch nichts zu besteuern.

    Ich bin vermögend und zahle gerne mehr Steuern, wenn es notwendig ist. Aber der Staat sollte das Geld dort holen, wo es tatsächlich hereinkommt, und nicht bei einem geschätzten Wert, den der nächste Gutachter wieder ganz anders berechnet.

    Sonst wird die ganze Sache hauptsächlich ein Konjunkturprogramm für Steuerberater und Gutachter.

    Schwäbisch gesagt:

    Den Ertrag kann man zählen.

    Über den Wert kann man sich jahrelang streiten.

    Viele Grüße vom alten Praktiker McProfit

    Sonntag, 12. Juli 2026

    Guten Morgen MadBlade,

    zunächst einmal finde ich es sehr vernünftig, dass Du hier im Forum nachfragst. Du bekommst hier keine Hochglanzprospekte und in der Regel auch keine Ratschläge aus Eigeninteresse, sondern die Erfahrungen von Menschen, die selbst seit vielen Jahren ihr Geld an der Börse anlegen – mit allen Erfolgen, Fehlern und schlaflosen Nächten, die dazugehören.

    Deshalb auch von mir ein paar Gedanken

    Ich bin seit rund 40 Jahren an der Börse aktiv, inzwischen über 80, war früher Unternehmer und bin heute Privatier. In den vergangenen 20 Jahren habe ich einen großen Teil meines Vermögens verkauft: meine Firma, vermietete Immobilien und manches andere. Für einen Schwaben ist allein das Verkaufen von Immobilien schon beinahe eine seelische Prüfung. Das frei gewordene Geld habe ich überwiegend in dividendenstarke Aktien investiert.

    Mein Gedanke war damals recht einfach:

    Eine Dividende ist ein wenig wie eine Miete. Sie kommt regelmäßig, bei guten Unternehmen häufig mit steigender Tendenz, und die Steuer erledigt die Bank gleich mit. Was will man mehr?

    Mit der Zeit wurde für mich die tägliche Wertentwicklung der Anlage immer unwichtiger. Ob eine Immobilie oder eine Aktie heute zehn Prozent mehr oder weniger wert ist, interessiert einen deutlich weniger, wenn man von den laufenden Erträgen gut leben kann. Die Kursentwicklung ist inzwischen eher für meine Erben wichtig als für mich.

    Allerdings habe ich im Laufe der Jahre auch festgestellt, dass Einzelaktien mehr Arbeit machen, als man zunächst denkt.

    Die Unternehmen und ihre Kurse entwickeln sich extrem unterschiedlich. Einige meiner Aktien haben sich vervielfacht, manche sogar verzehnfacht. Andere dümpelten jahrelang vor sich hin – und da ist selbst eine ordentliche Dividende irgendwann nur noch ein schwacher Trost.

    Deshalb habe ich mich in den letzten Jahren entschlossen, meine Einzelaktien nach und nach zu verkaufen. Das war nicht ganz billig: Die dabei angefallenen Steuern lagen bei mir im oberen sechsstelligen Bereich.

    Trotzdem habe ich mich von fast allem getrennt – sogar von meiner geliebten Procter & Gamble, die ich rund 40 Jahre gehalten hatte, und von meinen noch geliebteren McDonald’s-Aktien, die sich etwa verzehnfacht hatten.

    Auch Allianz mit ihrer schönen Dividende, SAP als deutsches Technologie-Schwergewicht und schwierigere Kandidaten wie Novo Nordisk, Nike oder Nestlé mussten gehen.

    Stattdessen habe ich verschiedene ausschüttende ETFs gekauft.

    Je nach Fonds lag die anfängliche Ausschüttungsrendite ungefähr zwischen zwei und dre Prozent. Durch steigende Ausschüttungen liege ich bei manchen Positionen auf meinen ursprünglichen Kaufpreis gerechnet inzwischen bei 4 bis 5 Prozent. Auch die Kurse sind nebenbei gestiegen. Das nehme ich natürlich gerne mit, aber es beschäftigt mich nicht mehr besonders.

    Der große Vorteil für mich:

    Ich muss nichts mehr umschichten, keine Quartalsberichte lesen und nicht überlegen, ob ein einzelnes Unternehmen gerade den Anschluss verliert. Das erledigt der Fonds. Plötzlich habe ich deutlich mehr Zeit für andere Dinge im Leben – und manchmal vergesse ich sogar, die Börsenkurse anzuschauen.

    Selbst hier im Forum bin ich inzwischen seltener unterwegs.

    Meine Geldanlage ist sehr komfortabel geworden, aber eben auch ein wenig langweilig. Für jemanden, der 40 Jahre lang beinahe täglich an der Börse aktiv war, ist das eine Umstellung. Heute sage ich: Langweilig kann bei der Geldanlage ein großes Kompliment sein.

    Ohne Dich näher zu kennen – Dein Alter, Deine Familie, Deinen Beruf, Deine finanzielle Situation und Deine Ziele – kann und möchte ich Dir keinen konkreten Rat geben.

    Ein junger Mensch mit jahrzehntelangem Anlagehorizont braucht möglicherweise eine andere Lösung als jemand, der bald von seinem Vermögen leben möchte.

    Mein väterlicher Rat als alter Börsenhase wäre deshalb:

    Lass Dich zu nichts drängen. Ein Erbe muss nicht innerhalb weniger Tage „optimiert“ werden. Schau Dir in Ruhe an, was Du geerbt hast, welche Steuern möglicherweise eine Rolle spielen und welche Anlage wirklich zu Deinem Leben passt.

    Du musst nicht jede geerbte Aktie behalten, nur weil der Erblasser sie einmal gut fand. Du musst aber auch nicht alles sofort verkaufen, nur um möglichst schnell Ordnung zu schaffen.

    Die beste Geldanlage ist nicht unbedingt die spannendste oder die mit der höchsten theoretischen Rendite. Es ist diejenige, mit der Du auch in unruhigen Zeiten ruhig schlafen kannst.

    Ich bin mit meiner Entscheidung für ausschüttende ETFs auch nach mehreren Jahren noch jeden Tag zufrieden.

    Spannung und Erlebnisse suche ich heute lieber auf anderen Gebieten – nicht mehr an der Börse.

    Eine ruhige Hand und eine gute Entscheidung wünscht Dir

    McProfit – ein alter Schwabe aus Stuttgart