Beiträge von McProfit

    Hallo Newb  WorriedDad  Boersenfeger

    Danke dass Ihr die doppelte Dividendenbesteurrung nochmal verständlicher erklärt habt.

    Bei der Besteuerung von Kursgewinnen ist es jedoch auch nicht wirklich vergleichbar

    Beim immobilienverkauf werden mögliche Gewinne bezogen auf den Einkaufspreis wohl mit dem vollen Einkommensteuersatz besteuert

    aber:

    nach spätestens 10 Jahren sind diese bei Privatleuten komplett steuerfrei

    Gewinne beim Verkauf von Aktien werden wohl nur mit dem niedrigeren Abgeltungssteuer Satz von 25% versteuert dafür aber lebenslänglich

    Es kommt also auf den Einzelfall an welche Steuersatz gilt und wie „gerecht“ das dann sein soll

    Gruß McProfit

    Hallo Boersenfeger

    für einen Langfristanleger wie mich, der nicht in Jahren sonden eher in Jahrzehnten denkt, ist die Kursveränderung von Aktien eines einzelnen ages so langweilig wie der berühnmte Sack Reis der in China gerade umgefallen ist.

    Ich weiß dass es Ironie von Dir war und ich weiß auch, dass Du mich kennst, dennoch musste ich natürlich darauf hinweisen es gibt ab und zu auch ein paar Neulinge hier.

    Gruss McProfit

    21.10.2026

    Hallo Horst Talski und andiii_98,

    zurück zum Thema hier:

    die Überschrift hat mich neugierig gemacht, was hier zur Besteuerung von Kryptowährungen geschrieben wird.

    Meine erste Frage ist durchaus ernst gemeint:

    Wie viele Anleger erzielen damit auf Dauer Gewinne, wenn man sämtliche Verluste und Kosten mitrechnet?

    Einzelne große Treffer sagen darüber wenig aus. Das erinnert mich an manche Dollar-Spekulation, bei der am Ende hieß: Außer Spesen nichts gewesen.

    Unabhängig davon, lieber Horst: Talski

    Deinen Gedanken, Gewinne aus Aktien, Immobilien und Währungen einheitlicher zu besteuern, würde ich durchaus begrüßen. Nur steckt der Teufel auch hier im Detail.

    Bei privat gehaltenen Mietimmobilien unterliegen die Mieteinkünfte dem persönlichen Einkommensteuersatz. Ebenso ein steuerpflichtiger Verkaufsgewinn. Nach Ablauf von zehn Jahren ist der Verkaufsgewinn allerdings grundsätzlich steuerfrei. Bei selbst genutzten Immobilien kann das auch früher gelten. Die laufenden Mieteinkünfte bleiben dagegen steuerpflichtig zum Einkommensteuersatz nicht mit der Abgeltungssteuer.

    Bei seit 2009 gekauften Aktien gibt es eine solche Steuerfreiheit nach einer bestimmten Haltedauer nicht. Der Kursgewinn bleibt grundsätzlich auch dann steuerpflichtig, wenn man die Aktie 50 Jahre besitzt. Für Altbestände aus der Zeit vor 2009 gelten andere Regeln.

    Bei Dividenden kommt noch etwas hinzu:

    Das Unternehmen hat seine Gewinne regelmäßig bereits versteuert, unter anderem mit Körperschaftsteuer. Auf die Ausschüttung zahlt anschließend der Aktionär nochmals Steuern. Diese wirtschaftliche Doppelbelastung gibt es beim direkten privaten Immobilienbesitz in dieser Form nicht.

    Und wie behandelt man Verluste?

    Darf man dann beispielsweise einen Verlust aus Kryptowährungen mit einem Aktiengewinn oder einem steuerpflichtigen Immobiliengewinn verrechnen? Auch das müsste eine einheitliche Regelung vernünftig lösen.

    Du siehst: „Alles gleich besteuern und fertig“ klingt einfacher, als es in der Umsetzung ist. Eine durchdachte Steuerreform könnte hier sicher einiges verbessern.

    Vielleicht gehst Du doch noch in die Politik, lieber Horst. Als Steuervereinfacher hättest Du meine Stimme. Vereinfachung bedeutet schließlich nicht automatisch höhere oder niedrigere Steuern, sondern erst einmal verständlichere Regeln. Ob ich das noch erlebe, ist allerdings eine andere Frage.

    Viele Grüße aus dem Hochsteuerland Frankreich
    McProfit

    Lieber Forumsfreund andiii_98, und britty und @ Boersenfeger und monstermania und nicht zu vergessen Mischu

    vielen Dank für den Hinweis: Man sollte sich auf das beziehen, was jemand tatsächlich geschrieben hat.

    Meine Antwort an Boersenfeger bezog sich auf unsere Eindrücke hier vor Ort an der Côte d’Azur. Von den Ausschreitungen in anderen Städten merken wir hier auch nur etwas aus dem Fernsehen.

    Die Restaurants sind unverändert gut besucht. Am Sonntag konnten wir in einem unserer Lieblingsrestaurants sogar erst für die „zweite Schicht“ ab etwa 14 Uhr reservieren.

    Mein „hier ist alles wie immer“ beschreibt also unseren Alltag in St.Tropez. Die Schäden und das Leid der Betroffenen nehme ich selbstverständlich ernst.

    Auch nach dem heftigen Regen gestern scheint hier heute wieder die Sonne. Die Reinigungstrupps haben heute morgen bereits die Blätter und Äste beseitigt, die Straßen sind wieder blitzsauber. Wie es dagegen in Marseille aussieht, kann ich aus eigener Anschauung nicht beurteilen. Dort war ich nicht.

    Genau darum ging es mir:

    Solche Ereignisse treffen bestimmte Orte und Regionen. Bei den Fernsehbildern entsteht aber leicht der Eindruck, ganz Frankreich stehe unter Wasser. Das entspricht jedenfalls nicht dem, was wir hier erleben.

    Die Aktienkurse habe ich übrigens heute noch gar nicht angesehen. Welche Folgen solche Ereignisse für Unternehmen und Branchen haben, wäre dann wieder ein Thema für unser Finanzforum.

    Viele Grüße McProfit

    Hallo zusammen,

    General Ledger  Vormerkung  Tomarcy  Micha-1  Referat Janders

    ich kann von guten Erfahrungen berichten:

    Die Eurowings-Visa, früher Barclays und heute Easybank, ist seit vielen Jahren meine Hauptkarte – auch für größere Beträge.

    Ausschlaggebend sind für mich die Miles-&-More-Prämienmeilen, die ich beim Bezahlen sammle. Als privater Vielflieger nutze ich sie vor allem für Upgrades in die Business- oder sogar First Class. Dafür sind die Meilen aus meiner Sicht besonders wertvoll.

    Wenn ich auf Reisen größere Ausgaben erwarte, überweise ich vorher entsprechend Guthaben auf das Kartenkonto. Das Tageslimit passe ich bei Bedarf per App an. Meine anderen Karten dienen hauptsächlich als Reserve.

    Die Abrechnungen kommen pünktlich, die Karte funktioniert bei mir problemlos. Aktuell habe ich über 700.000 Prämienmeilen für kommende Upgrades auf dem Konto.

    Mein persönliches Fazit fällt daher positiv aus. Dass andere andere Erfahrungen gemacht haben, stelle ich damit selbstverständlich nicht infrage.

    Schöne Grüße aus Südfrankreich
    McProfit

    21.10.2026

    Hallo @Börsenfeger,

    hier meine kurze Antwort an Dich aus Saint-Tropez:

    Obwohl ich noch bis Ende Oktober in Südfrankreich bin, bekomme ich vom Wettergeschehen und den Unruhen vermutlich sogar weniger mit als Du. Ich habe hier keine Tageszeitung und verbringe auch nicht den ganzen Tag vor dem Fernseher.

    Gestern Vormittag hatten wir hier tatsächlich seit Langem wieder heftigen Regen. I

    n manchen Straßen konnte das Wasser nicht schnell genug abfließen. Gegen Mittag war der Regen aber bereits vorbei, die Sonne kam durch, und Geschäfte und Straßencafés füllten sich wieder. Dass es Marseille offenbar erheblich stärker getroffen hat, habe ich selbst erst im Fernsehen gesehen.

    Von den politischen Unruhen merke ich hier an der Côte d’Azur nichts.

    Die Bilder aus Paris kenne ich genauso wie Du aus dem Fernsehen. Die Ausschreitungen und Schäden sind schlimm. Allerdings kenne ich Paris durch regelmäßige Besuche und weiß, wie riesig diese Stadt ist. Aus den Bildern einzelner betroffener Straßenzüge sollte man deshalb nicht auf die Lage in ganz Paris oder gar ganz Frankreich schließen. Wie es dort heute im Einzelnen aussieht, kann ich von hier aus allerdings nicht beurteilen.

    Ähnlich war es bei den Waldbränden vor zwei Monaten: Auch davon haben wir hier in Saint-Tropez vor allem aus dem Fernsehen erfahren. Die Lage kann eben innerhalb derselben Region sehr unterschiedlich sein.

    Das war der Bericht vor Ort von McProfit – eine persönliche Momentaufnahme

    Viele Grüße
    McProfit

    P. S.: Es ist gerade 9.40 Uhr, und die Sonne kommt wieder durch und von meinem Ferienhaus habe ich Blick auf den Golfplatz und dort sehe ich bereits die ersten Spieler wieder

    21.10.2026

    Guten Morgen Forumsfreund Tomarcy,aber auch an Kapitalfuchs, und Taust

    Zweiter Regentag an der Côte d’Azur, keine Tageszeitung – also wieder Zeit fürs Finanztip-Forum.

    Zum neuen Angebot der Deutschen Bank: „Digitale Vermögensverwaltung“ klingt modern. Die Anlageentscheidungen treffen allerdings weiterhin Portfoliomanager. Digital sind nur der Abschluss und der Zugang über Onlinebanking und App.

    An meiner grundsätzlichen Skepsis ändert das wenig.

    Strategie 1: Welche Aktien waren in der Vergangenheit am erfolgreichsten?

    Das kann jeder in wenigen Minuten im Interneot oder Onlinebanken nachlesen.

    Strategie 2: Welche Aktien werden aktuell von den Analysten der Banken und Vermöngensverwalter und von sonstigen Börsenexperten empfohlen?

    Auch solche Analystenempfehlungen samt exakten Kurszielen sind leicht zugänglich.

    Die entscheidende Frage bleibt:

    Wie verlässlich lässt sich daraus die künftige Entwicklung ableiten?

    Weder ein Experte noch ein Computer kennt die Börsenkurse von morgen.

    Lieber Tomarcy, für mich ist dieses Angebot deshalb vor allem gutes Marketing, um Kunden zu halten und neue zu gewinnen. Wer seine Anlageentscheidungen an die Dt. Bank abgeben will, bekommt dafür eine Dienstleistung.

    Eine bessere Rendite ergibt sich daraus aber nicht

    Entscheidend sind Anlagestrategie, Risiko und Gesamtkosten. Alle Gebühren müssen durch einen entsprechenden Mehrertrag erst einmal verdient werden. Gelingt das nicht, bleibt beim Anleger weniger übrig. Siehe langfristige Ergebnisse der meisten gemanagten Aktienfonds.

    Meine Meinung: Ein bequemes Angebot für alle, die sich nicht selbst kümmern möchten. Das Wort „digital“ allein ist jedenfalls kein Renditevorteil.

    Schönen Mittwoch wünscht Euch McProfit

    Lieber Forumsfreund @St.Irving, aber auch Sovereign und Mischu

    St. Irving! vielen Dank für Deine Hinweise. Dein Einwand ist berechtigt:

    Wer im Alter regelmäßig Anteile verkaufen muss, für den kann ein kräftiger Kursrückgang zum ernsten Problem werden. Und auch eine lange Dividendenhistorie bietet nur eine hohe Wahrscheinlichkeit aber keine absolute Sicherheit.

    Ich schildere hier immer meine persönliche Anlagestrategie und meine eigenen Erfahrungen aus über 40 Jahren Börse.

    Wenn das als eine Empfehlung für jeden Leser verstanden wurde, dann hätte ich mich deutlicher ausdrücken müssen.

    Bei mir reichen (in meinem Fall) die laufenden Erträge für den Lebensunterhalt. Das verschafft mir bei Kursschwankungen eine Gelassenheit, die jemand mit notwendigen Depotentnahmen verständlicherweise nicht haben kann.

    Deshalb betone ich immer wieder:

    Die Strategie muss zur persönlichen Situation passen. Ein junger Mensch beim Vermögensaufbau hat andere Voraussetzungen als jemand, der bereits von seinem Vermögen lebt. Dazu gehören auch Immobilien, Festgeld, Anleihen sowie Renten- und Pensionsansprüche. Der Depotstand allein erzählt nur einen Teil der Geschichte.

    Ich hoffe trotzdem, dass auch meine Erfahrungen aus einem größeren Depot für andere interessant sein können.

    Über Geld offen zu schreiben, ist allerdings eine kleine Gratwanderung:

    Was als Erklärung gedacht ist, kann schnell nach Angeberei klingen.

    Falls meine Beiträge einmal großspurig oder belehrend wirken, sagt es mir ruhig. Ich diskutiere hier schließlich auch, um etwas dazuzulernen. Mit 80 braucht man dafür gelegentlich etwas länger – aber ganz geschlossen ist die Annahmestelle noch nicht.

    Euer McProfit

    20.10.2026

    Liebe Tomarcy  monstermania  Taust  Bernd123  britty,

    heute haben wir hier in Südfrankreich zum ersten Mal einen richtigen Regentag. Also Gelegenheit, wieder ins Forum zu schauen. Selbst das schlechte Wetter hat gelegentlich einen Nutzen.

    Als alter Hase mit über 40 Jahren Börsenerfahrung war ich schon Kunde bei verschiedenen Vermögensverwaltern, als es weder Internet noch Onlinebanking gab. Banken, Privatbanken, unabhängige Verwalter – ich habe im Laufe der Jahre einiges kennengelernt und auch einiges an Gebühren bezahlt.

    Damals waren Verwaltungsgebühren von 1 bis 2 % im Jahr keine Seltenheit. Schon seinerzeit habe ich meinen Beratern erklärt, dass diese kleinen Prozentzahlen wesentlich freundlicher aussehen, als sie sich auf meinen Ertrag auswirken.

    Meine Rechnung war einfach:

    Nehmen wir einmal 100.000 Euro Kapital und einen Jahresertrag von 4 % vor Kosten und Steuern. Das sind 4.000 Euro. Verlangt der Verwalter jährlich 1 % der Anlagesumme, bekommt er davon 1.000 Euro. Also ein Viertel des erwirtschafteten Ertrags.

    Bei 2 % Verwaltungsgebühr bekommt er 2.000 Euro. Damit teilen wir uns den Ertrag bereits brüderlich. Wobei das Kapital vollständig von mir stammt.

    Wenn ich damals sagte: „Dieses eine Prozent kostet mich ein Viertel meines Ertrags“, haben manche Berater erst einmal etwas irritiert geschaut. Dabei war das keine höhere Finanzmathematik. Das ging schon damals ohne Taschenrechner.

    Natürlich sind die 4 % hier nur ein Rechenbeispiel. Bei höherer Rendite fällt der Gebührenanteil am Ertrag geringer aus, bei niedrigerer entsprechend höher. Und in einem Verlustjahr wird die übliche laufende Verwaltungsgebühr trotzdem fällig.

    Für mich stellt sich deshalb immer die Frage: Welchen zusätzlichen Nutzen bekomme ich für dieses Geld?

    Wer mit seiner Anlageleistung wirbt, muss sich nach Kosten an einem passenden Vergleichsindex messen lassen. Dessen Entwicklung kann ich heute über einen entsprechenden ETF zu geringen Kosten weitgehend mitnehmen. Für die zusätzliche Verwaltung möchte ich deshalb einen nachvollziehbaren Mehrwert erkennen können.

    Und damit zurück zu den digitalen Vermögensverwaltern, Onlineangeboten und Robo-Advisorn – oder wie das heute alles heißt:

    Lasst Euch von „nur null Komma irgendwas Prozent“ nicht vorschnell beeindrucken.

    Auch 0,5 % der Anlagesumme entsprechen bei unserem Beispiel mit 4 % Jahresertrag immerhin 12,5 % dieses Ertrags. Zusätzliche Fondskosten können noch dazukommen.

    Abgerechnet wird die Verwaltungsgebühr auf das Vermögen. Für meine Beurteilung rechne ich zusätzlich aus, wie viel sie vom Ertrag aufzehrt. Das sind zwei verschiedene Blickwinkel auf dieselbe Rechnung.

    Gerade wer neu an der Börse ist, sollte sich deshalb jedes Angebot einmal in Euro ausrechnen:

    Was kostet mich das insgesamt, welche Leistung bekomme ich dafür – und was bleibt voraussichtlich für mich übrig?

    Ich habe für mich übrigens längst die Konsequenzen gezogen. Die Mandate bei meinen Vermögensverwaltern habe ich längst gekündigt und zunächst selbst in Dividendenaktien investiert.

    In den letzten Jahren habe ich dann nach und nach in ausschüttende ETF umgeschichtet. Dabei habe ich auch die hohen Steuerzahlungen auf meine aufgelaufenen Kursgewinne bewusst in Kauf genommen.

    Das ist meine kleine McProfit-Rechnung aus über 40 Jahren Börsenerfahrung.

    80 Lebensjahr habe ich inzwischen auf dem Buckel – und offenbar immer noch zu gebrauchen.

    Viele Grüße zur Zeit noch von der Cote d'Azur McProfit

    20.10.2026

    Lieber Forumsfreund Mischu  schmutzfink und andere Crash-Freunde....

    Wer schnell in die Schlagzeilen kommen will, muss nur den nächsten Börsencrash prophezeien. Mit dem Hinweis, dass Aktien langfristige Unternehmensbeteiligungen sind, schafft man es dagegen kaum in eine Fußnote. Geduld macht eben keine Schlagzeilen.

    Wer regelmäßig den Untergang ankündigt, kann damit sogar berühmt werden. Ich erinnere mich persönlich noch gut an Paul C. Martin, den „Crash-Paule“ von damals zu Beginn meiner Börsenzeit in den 1980er Jahren. Und irgendwann kam tatsächlich ein Crash. Dann heißt es: „Ich habe es doch gesagt!“ Was die Anleger in den Jahren davor an Kursgewinnen und Dividenden verpasst haben, steht meistens nicht dabei.

    Deshalb erinnere ich zum x-ten Mal daran:

    Aktien sind ebenso wie Immobilien Sachwerte. Bei dieser Art der Geldanlage stehen die laufenden Erträge im Vordergrund. Bei vermieteten Immobilien sind das die Mieten, bei meinen Aktien die Dividenden.

    Über die Jahrzehnte sind diese Einnahmen erheblich gewachsen. Gemeint ist dabei die jährliche Steigerung der Ausschüttung, nicht die Dividende. Wenn eine Dividende beispielsweise um sieben Prozent jährlich wächst, verdoppelt sie sich in rund zehn Jahren. Dazu muss ich weder weitere Aktien kaufen noch jeden Morgen nervös die Börsenkurse prüfen.

    Mein Dauerbeispiel kennen manche hier vermutlich schon:

    In den 90er-Jahren habe ich für meine Kinder McDonald’s-Aktien gekauft. Die waren damals eifrige Kunden. Da dachte ich mir: Wenn schon regelmäßig Geld zur Firma wandert, darf ruhig auch etwas zurückkommen. Schwäbischer "Ruturn-on-Invest"

    Die damalige Dividende war ca. 60 Cent je Aktie. Inzwischen entspricht die zuletzt angekündigte Ausschüttung 7 Dollar je Aktie im Jahr. Also mehr als das 10-fache. Da können nicht einmal meine Mieteinnahmen als schwäbischer Vermieter mithalten.

    Dazwischen lagen sogar einige Börsenkrisen – aber auch viele Dividendenerhöhungen.

    Mit den Jahren interessieren mich der Kaufpreis immer weniger, aber zunehmend die laufenden Einnahmen und ihre Entwicklung. Bei einem vermieteten Haus lasse ich schließlich auch nicht jeden Morgen den Makler kommen, um zu fragen, was es heute wert ist.

    An der Börse bekommt man diesen Preis leider ständig präsentiert. Da vergisst man leicht, dass hinter der flackernden Zahl ein Unternehmen steht. Entscheidend ist für mich, wie sich dessen Geschäft entwickelt und ob es seine Ausschüttungen auch in Zukunft erwirtschaften kann.

    Wer wie ich langfristig von den Erträgen leben möchte, muss deshalb nicht bei jeder Crashwarnung gleich den Verkaufsknopf suchen. Viele meiner Aktien dürfen mich bis zum Lebensende begleiten. Was danach damit geschieht, können die Erben entscheiden. Die sollen schließlich auch noch etwas zu tun haben.

    Schöne Grüße von einem heute regnerischen Urlaubstag – immerhin ohne Kurssturz beim Wetter. Viel tiefer geht es gerade kaum.

    Euer McProfit

    Fast hätte ich es vergessen: Viele Neulinge im Börsengeschäft können es kaum glauben dass es zahlreiche Weltkonzerne gibt die seit mehr als 100 Jahren regelmäßig ohne Ausnahme jedes Jahr Dividenden zahlen. Viele Davon steigern diese sogar ebenfalls seit Jahrzehnten Jahr für Jahr. Das sieht man leider nicht auf den ersten Blick im Kursteil.

    Lieber Tomarcy,

    Ich habe gerade im Finanztip Forum gelesen:

    Tomarcy mit bisher über 12.000 Beiträgen – da schwanke ich zwischen Gratulation, Bewunderung und einem kleinen schwäbischen Kopfschütteln. 😊

    Wenn das angezeigte Eintrittsjahr 2024 tatsächlich stimmt, wird mein Staunen gleich noch größer. Ich hatte bei meinen gut 2.000 Beiträgen schon gelegentlich überlegt, ob ich mir langsam einen zusätzlichen Zeitvertreib suchen sollte. Bei Dir bekommt das Wort „Börsenbegeisterung“ jedenfalls eine ganz neue Größenordnung.

    Schließlich fallen 12.000 Kommentare nicht vom Himmel.

    Da muss vorher einiges gelesen, überlegt und anschließend auch noch verständlich aufgeschrieben werden. Das verdient durchaus Anerkennung.

    Eine fürsorgliche Frage unter Stuttgartern sei aber erlaubt:

    Kommst Du zwischendurch eigentlich auch noch vor die Tür?

    Ich hoffe doch sehr, dass neben dem Forum genügend Zeit für die angenehmen Dinge des Lebens bleibt. Die Börse kommt zur Not auch mal einen Nachmittag ohne uns aus. Das habe ich inzwischen mehrfach erfolgreich ausprobiert. 😉

    Mit Deinem Wissen und Deiner Ausdauer müsstest Du vermutlich längst Influencer sein. Wenn man den Berichten über deren Einnahmen glauben darf, wäre das möglicherweise sogar einträglicher als die Geldanlage selbst. Ich kann da allerdings nicht mitreden. Ich bin weder bei Facebook noch bei Instagram – mir reicht es schon, wenn ich hier gelegentlich den Überblick behalte.

    Einen kleinen schwäbischen Seitenblick auf die Statistik konnte ich mir natürlich trotzdem nicht verkneifen:

    Beim Verhältnis von Reaktionen zu eigenen Beiträgen scheine ich immerhin noch ganz ordentlich mitzuhalten. Ob das nun an meiner Erfahrung liegt oder daran, dass der alte McProfit gelegentlich zum Widerspruch reizt, lasse ich vorsichtshalber offen. Auch mit 80 gelingt es mir schließlich nicht immer, eine Antwort einfach ungeschrieben zu lassen.

    Inzwischen schaue ich meist nur noch gelegentlich herein. Gerne an einem verregneten Sonntagmorgen, wenn keine Tageszeitung kommt. Oder wie jetzt im Ferienhaus in Südfrankreich, wo ich mich an so viel Ruhe ohne Zeitung und Nachrichten erst einmal gewöhnen muss. Offenbar hat jeder von uns seine kleinen Schwierigkeiten mit dem Nichtstun.

    Was ich an Deinen Beiträgen besonders schätze, ist Dein oft feinsinniger Humor, Deine Ironie und vor allem Deine Gelassenheit. Davon könnte selbst ich mir nach 80 Lebensjahren gelegentlich noch eine Scheibe abschneiden.

    Deshalb heute einfach einmal:

    Danke für Deine vielen Beiträge und den angenehmen Ton.

    Und gönn Dir zwischendurch ruhig eine Pause. Wir lesen Dich auch danach noch gerne.

    Mit großem Respekt und einem Gruß aus Südfrankreich Dein McProfit

    Liebe dude, monstermania, Tomarcy, @Börsenfeger und Karol,

    richtig ist: Nach rund 40 Jahren mit dividendenzahlenden Einzelaktien habe ich in den letzten Jahren diese in ausschüttende Aktien-ETF umgeschichtet. Die beim Verkauf angefallene Steuer habe ich dabei bewusst in Kauf genommen. Besonders begeistert war darüber vermutlich das Finanzamt.

    Was mich an unserer Diskussion etwas wundert, ist der große Graben, der gelegentlich zwischen Einzelaktien und ETF gezogen wird.

    Wir reden hier schließlich über zwei Formen derselben Geldanlage: Unternehmensbeteiligungen.

    Die Frage „Aktien oder Immobilien?“ wäre dagegen eine andere Baustelle.

    Ich bin mit ETF weiterhin in Aktien investiert. Ich kaufe sie inzwischen nur im Paket.

    Ein breit gestreuter Aktien-ETF enthält viele hundert, teilweise mehrere tausend Unternehmen. Darunter finden sich etliche Namen, die auch in einem klassischen Einzelaktiendepot liegen. Dazu kommen viele weitere, die ich mir selbst vermutlich nie einzeln gekauft hätte.

    Natürlich macht das einen Unterschied.

    Bei Einzelaktien bestimme ich selbst, welche Unternehmen ich wie stark gewichte. Beim ETF überlasse ich das den Regeln des jeweiligen Index. Die breite Streuung verringert meine Abhängigkeit vom Schicksal einzelner Firmen. Die üblichen Börsenschwankungen bekomme ich selbstverständlich weiterhin mitgeliefert.

    Auch meine Vorliebe für laufende Erträge ist bei den ETF geblieben. Früher kamen die Dividenden von meinen einzelnen Unternehmen, heute kommen die Ausschüttungen überwiegend über die ETF. Und die Abgeltungsteuer begleitet mich ebenfalls weiter, wenn auch mit anderen Regeln im Detail. So leicht wird man alte Bekannte offenbar nicht los.

    Ich möchte weiterhin an langfristig steigenden Unternehmenswerten und möglichst auch wachsenden Ausschüttungen beteiligt sein. Dass beides nicht jedes Jahr steigt, weiß ich nach vier Jahrzehnten Börse allerdings auch ohne Blick in die sogenannten Risikohinweise beim einer Depoteröffnung.

    inzwischen weiß ich auch dass selbst ich als "alter Profi" mit Einzeaktien am Ende keine bessere Rendite hatte als ein ganz langweiliger ausschüttender Dividenden-ETF

    Der entscheidende Unterschied liegt für mich inzwischen im Zeitaufwand.

    Ich muss weniger Geschäftsberichte verfolgen und seltener überlegen, ob ich eine stark gestiegene Aktie reduzieren oder bei einem gefallenen Titel nachkaufen soll. Die Auswahl meiner ETF und deren Schwerpunkte bleibt natürlich meine Entscheidung. Die Beschäftigung mit jedem einzelnen Unternehmen spare ich mir weitgehend.

    Das hat mir früher durchaus Freude gemacht. Heute machen mir andere Dinge mindestens genauso viel Freude. Mit 80 darf man seine Zeit schließlich gelegentlich auch außerhalb des Depots verbringen.

    Wer gern Einzelaktien auswählt und damit zufrieden ist, hat dafür gute Gründe.

    Meine Entscheidung passt inzwischen besser zu meinem Alter und meinem Alltag. Daraus müssen wir hier im Forum keine Glaubensfrage machen.

    Viel Erfolg und möglichst wenig unnötige Aufregung mit Euren Depots wünscht McProfit

    Dienstag, 13.10.2026
    Von McProfit persönliche Antwort an Forumsfreund dude

    Lieber Forumsfreund,

    jetzt muss ich auf Deine Analyse doch noch einmal antworten. Erst einmal danke, dass Du meine Beiträge so aufmerksam liest. Da ist über die Jahre ja einiges zusammengekommen – kurz fassen war noch nie meine größte Stärke.

    Und Du hast recht: Den Grundstock meines Vermögens habe ich im Immobiliengeschäft verdient. Der größere Vermögenszuwachs kam später mit den Aktien. Allerdings hatten die beiden sehr unterschiedliche Startbedingungen.

    Ich war zunächst Verkäufer bei einer Stuttgarter Immobilienfirma und habe mich in den 1970er-Jahren selbstständig gemacht. Das Geschäft war damals in mancher Hinsicht einfacher: kein Internet und noch nicht die heutige Konkurrenz durch die Immobilienvermittlung der Banken. Wer nicht selbst verkaufen wollte oder konnte, beauftragte häufig einen Makler.

    Wir waren ein kleiner Zwei-Mann-Betrieb, hatten aber tatsächlich praktisch jeden Tag einen Kaufvertrag beim Notar. Mein Partner besorgte die Verkaufsaufträge, ich machte die Besichtigungen – sieben Tage in der Woche. Der freie Sonntag war in unserem Geschäftsmodell noch nicht vorgesehen.

    Von dem, was nach Steuern übrig blieb, habe ich dann auch selbst Immobilien gekauft oder gebaut und anschließend vermietet. Der Grundstock entstand also durch meine Arbeit als Unternehmer und durch eigene Immobilienanlagen.

    In den 1980er-Jahren kam die Börse dazu.

    Ich gründete einen Börsenstammtisch, aus dem später der Stuttgarter Aktienclub wurde, und gab den Stuttgarter Aktienbrief heraus, den es heute noch gibt.

    Auch da lief keineswegs von Anfang an alles glänzend. Wir kauften, verkauften, nahmen Gewinne mit und wollten Verluste begrenzen. Heraus kamen zunächst einmal Verluste. Viel Bewegung im Depot ist eben noch kein Fortschritt.

    Daraufhin stellten wir unsere Strategie um: Aktien großer internationaler Unternehmen kaufen, langfristig halten und Dividenden kassieren. Das passte auf Dauer deutlich besser zu uns Schwaben – und zu meinem Nervenkostüm.

    Der entscheidende Punkt bei Deinem Vergleich ist aber dieser:

    Meine ersten Immobilien habe ich ohne Eigenkapital und mithilfe von Bankkrediten finanziert. Bei den Aktien konnte ich bereits mit einem ordentlichen Kapitalstock anfangen.

    Die Aktien mussten sich ihr Startkapital gewissermaßen nicht erst selbst verdienen. Das hatten vorher schon das Immobiliengeschäft und viele Besichtigungen am Wochenende erledigt.

    Deshalb kann ich zwar sagen, dass der größere Vermögenszuwachs später aus den Aktien kam. Daraus lässt sich aber nicht einfach ableiten, dass Immobilien die schlechtere Anlage waren. Ohne sie hätte ich an der Börse schließlich viel kleiner anfangen müssen.

    Und wenn ein Depot über viele Jahre gewachsen ist, können schon wenige Prozent in Euro erstaunliche Beträge ergeben. Darüber staune ich manchmal selbst. Dafür muss ich mich aber nicht zum Börsengenie erklären – die Größe des Depots spielt dabei eine ziemlich wichtige Rolle. Bei fallenden Kursen leider ebenfalls.

    Deine Nachfrage ist also durchaus berechtigt. Meine persönliche Geschichte eignet sich nur bedingt für einen fairen Wettkampf zwischen Immobilien und Aktien.

    Ich muss mich jedenfalls mit keiner der beiden Anlageformen zerstreiten. Sie haben sich bei mir über die Jahre ganz ordentlich ergänzt.

    Viele Grüße
    McProfit

    Sonntag, 11.10.2026

    Liebe Forumsfreundinnen und Forumsfreunde,

    beim Thema „Geldanlage für Frauen“ musste ich schmunzeln. Da fiel mir eine alte Geschichte ein. Mit 80 hat man ja den Vorteil, dass einem zu fast jedem Thema etwas einfällt, das schon ein paar Jahrzehnte her ist.

    Einige langjährige Forumsfreunde wissen es:

    Anfang der 1980er-Jahre habe ich in Esslingen bei Stuttgart einen Börsenstammtisch gegründet. Daraus wurde später der Stuttgarter Aktienclub.

    Die Sache entwickelte sich prächtig. Nur hatten wir einen gewaltigen Männerüberschuss. Eine bessere Mischung hätte also auch unserer Runde gutgetan.

    So kam ich auf die Idee, zusammen mit dem Ullstein-Verlag in Berlin einen Börsenratgeber für Frauen herauszubringen. Der Titel lautete: „Wie Frauen mehr aus ihrem Geld machen …“

    Heute kann ich es ja verraten. Es dürfte inzwischen verjährt sein: Der überwiegende Teil des Textes stammte aus meinem bereits ein Jahr zuvor erschienenen Taschenbuch „Aktien oder Immobilien – Anlagestrategie der Profis“.

    Schwäbische Sparsamkeit galt bei mir offenbar auch für Manuskripte und ehrlich gesagt, Anlageberatung für Frauen oder Männer unterscheidet sich ohnehin nur in Detailfragen.

    Eine Sparkassenberaterin aus unserem Aktienclub übernahm die Überarbeitung und passte das Buch an die Leserinnen an. Die Grundlagen der Geldanlage waren schließlich dieselben, aber die Zielgruppe sollte sich auch angesprochen fühlen.

    Die erste Auflage betrug 100.000 Exemplare. Damit die Bücher möglichst beim Buchhandel nicht im Lager landeten, halfen wir bei der Werbung etwas nach: Wir schickten Rezensionsexemplare an sämtliche Frauenzeitschriften in Deutschland.

    Die berichteten derart begeistert darüber, dass die gesamte Auflage nach kurzer Zeit ausverkauft war. So viel zum damaligen Interesse von Frauen an der Börse. Man musste sie offenbar nur einmal ansprechen.

    Ob dieser kleine Ausflug in meine Vergangenheit heute noch einen praktischen Nutzen hat, weiß ich nicht. Es fiel mir beim Lesen einfach wieder ein, dass mich das Thema Frauen und Geldanlage schon in den 1990er-Jahren beschäftigt hat. Und dass wir damals viele Frauen erstmals an die Börse gebracht haben, freut mich noch heute.

    Das Taschenbuch gibt es übrigens immer noch antiquarisch zu kaufen. Der Autor und die Autorin die heuteein München lebt, sind bis heute erfreulicherweise immer noch miteinander befreundet.

    Einen schönen Rest-Sonntag wünscht McProfit aus Stuttgart

    Sonntag, 11.10.2026

    Lieber PerAnnum,

    heute ist Sonntag und McProfit hat mal wieder ins Forum geschaut und gleich einen Kommentar zu Deinem Beitrag:

    Hinterher sind wir an der Börse bekanntlich alle schlauer. Vorher wäre es natürlich noch praktischer.

    Als vermutlich einer der ältesten Forumsfreunde hier, mit inzwischen 80 Lebensjahren und über 40 Jahren eigener Börsenerfahrung, erlaube ich mir einen kleinen Kommentar zum Thema NVIDIA.

    Wir können hier endlos die Argumente für und gegen einen Kauf austauschen. Auf beiden Seiten des Tresens stehen schließlich Anleger: Der eine verkauft, der andere kauft. Beide haben ihre Gründe und halten ihre Entscheidung meist für vernünftig. Wer mit seiner kurzfristigen Einschätzung richtig liegt, weiß allerdings keiner sicher. Sonst wäre die Sache ja auch zu einfach.

    Was ich aus eigener Erfahrung sagen kann:

    Je länger man dabei ist und je häufiger man solche Einzelentscheidungen trifft, desto länger wird die Liste der Überlegungen hinterher. Mal hätte man länger behalten sollen, mal früher verkaufen. Manchmal hätte man besser gar nicht gekauft – und ein anderes Mal natürlich viel mehr.

    Mir persönlich ist für dieses ständige Hätte, Wäre und Wenn inzwischen die Zeit zu schade.

    Auch wenn es langweilig klingt: Meine größten Vermögenszuwächse habe ich mit Kaufen und Liegenlassen erzielt. Durch Kursgewinne und durch Dividenden. Für mich gehört dazu eine vernünftige Mischung aus verschiedenen Titeln – etwa 10 bis 20, bei einem sehr großen, siebenstelligen Depot vielleicht auch 25 oder 30. Die genaue Zahl allein macht den Erfolg aber noch nicht aus.

    Dann heißt es: laufen lassen, Dividenden kassieren und sich den schöneren Dingen des Lebens widmen. Vor allem aber muss man Zeit mitbringen. Geduld hat mir an der Börse jedenfalls mehr eingebracht als der Versuch, ständig den richtigen Moment zu erwischen.

    Heute lebe ich längst von den Dividenden. Das hat allerdings ein paar Jahrzehnte gedauert. Ganz ohne Geduld ging es also auch bei mir nicht.

    Bei aller Begeisterung für diese Strategie bin ich aber selbstkritisch genug, um zu sagen: Man sollte vor lauter Vermögensaufbau das Leben nicht vergessen. Das Ziel kann schließlich kaum sein, irgendwann der reichste Mann auf dem Friedhof zu sein.

    Deshalb darf man zwischendurch ruhig auch Geld ausgeben. Solange man noch selbst Freude daran hat. Kaufen und Liegenlassen ist bei Aktien eine schöne Sache – beim eigenen Leben eher weniger.

    Einen schönen Sonntag wünscht
    McProfit

    11.10.2026

    Guten Morgen zusammen,

    nach längerer Zeit habe ich heute mal wieder ins Forum geschaut. Es ist Sonntag, die Tageszeitung fehlt – da muss eben das Forum herhalten.

    Als alter Immobilienmann erlaube ich mir allerdings eine kleine Anmerkung: Wer sich bei Aktien bestens auskennt, vermietete Immobilien aber hauptsächlich aus der Theorie kennt, darf bei seinen Urteilen ruhig etwas vorsichtiger sein. Die Praxis hat da gelegentlich noch ein Wörtchen mitzureden.

    Ich habe in den 1970er-Jahren angefangen, vermietete Immobilien zu kaufen. Eigenkapital: null. Dafür hatte ich eine gute Verbindung zur örtlichen Volksbank, die meine Käufe voll finanzierte. Los ging es mit Einzimmerwohnungen für 25.000 DM. DM wohlgemerkt, nicht Euro. Ich bin ja schon ein Weilchen dabei.

    Das hat sich über viele Jahre langsam und kontinuierlich entwickelt. Gelegentlich wurde auch etwas verkauft, wenn ein Mieter oder Nachbar ein gutes Angebot machte. Nach wenigen Jahren waren die Kaufsummen sechsstellig, nach zehn oder zwanzig Jahren auch siebenstellig.

    Die Kredite habe ich aus Mieteinnahmen und meinem beruflichen Einkommen zurückgezahlt. Abschreibungen und die damit verbundenen Steuerersparnisse halfen zusätzlich. Ich war ja weiterhin in der Branche tätig, habe Neubauwohnungen gebaut und verkauft. Als eigene Kapitalanlage waren diese Neubauten für mich weniger interessant: Die erzielbare Miete war mir im Verhältnis zum höheren Kaufpreis zu niedrig.

    Die langjährigen Forumsfreunde kennen meine Geschichte. Nach rund 30 Jahren lag der Wert meines Immobilienbestands im zweistelligen Millionenbereich. Der Volksbank bin ich übrigens bis heute treu geblieben.

    Mit 60 habe ich keine Immobilien mehr dazugekauft. Mit 70 begann ich, nach und nach zu verkaufen und das Geld in Aktien anzulegen. Ab 75 habe ich schließlich auch den restlichen Bestand verkauft, teilweise an Immobilienfonds, teilweise an nahe Angehörige.

    Heute, mit 80, habe ich keine Einzelaktien mehr, sondern nur noch ausschüttende ETF. Von den Ausschüttungen lebe ich, den Steuerabzug erledigt die Bank. Um Mieter, Mietverträge und Nebenkostenabrechnungen muss ich mich nicht mehr kümmern. Und wegen einer kaputten Heizung hat mich bisher noch kein ETF angerufen.

    Ohne meinen Einstieg in Immobilien hätte ich dieses Vermögen nie und nimmer aufbauen können. Das ist meine persönliche Erfahrung.

    Natürlich war das jetzt ein Schnelldurchlauf. Die vielen Hürden, die Arbeit und die weniger gemütlichen Momente passen nicht alle in einen Sonntagsbeitrag. Ein Patentrezept für heute ist meine Geschichte auch nicht. Jede Zeit hat ihre eigenen Spielregeln.

    Aber Immobilien können nach meiner Erfahrung weiterhin große Chancen bieten. Entscheidend sind das konkrete Objekt, der Kaufpreis, die Finanzierung und die Frage, ob man sich die Arbeit damit antun möchte. Pauschale Urteile helfen da wenig – weder bei Immobilien noch bei Aktien.

    Bei mir hatten beide ihren Platz. Und heute passen ETF zu meinem Leben. Man darf seine Kapitalanlage schließlich auch dem eigenen Alter anpassen.

    Schönen Sonntag wünscht Euch
    McProfit

    Bis Ende Oktober in Südfrankreich – meine früheren Immobilien dürfen inzwischen andere verwalten.

    Hallo britty

    Du hast völlig recht,

    Rendite ist in der Tat nicht alles

    was hilft die höchste Rendite , wenn man nie den Mut hatte, entsprechende Beträge auch zu investieren

    unzählige Anleger kaufen oft nicht, weil Ihnen die Kurse gerade zu hoch sind

    und warten erst mal auf einen Rückschlag um dann kaufen

    Kommt dann der Rückschlag kaufen Sie auch nicht, weil dann natürlich die Nachrichten derArt negativ sind, dass sie Angst haben. Die Aktien könnten noch weiter sinken.

    Das ist der Grund, warum sich viel mehr Anleger über entgangene Gewinne ärgern - als über tatsächliche Verluste - die es für einen Langfrist Anleger ohnehin nicht gibt

    Schönen Sonntag wünscht McProfit

    Tomarcy,

    guten Sonntagmorgen und schöne Grüße von der Côte d’Azur!

    Nicht nur Wetterbedingte habe ich mich in den letzten Wochen hier im Forum etwas rar gemacht.

    Seit ich mich nach 40 Jahren als begeisterter Anhänger von Einzelaktien auf meine alten Tage noch für ausschüttende ETFs entschieden habe, ist es in meinem Depot tatsächlich ziemlich langweilig geworden.

    Damit meine ich: Die Kurse steigen meist gleichmäßiger große Sprünge wie bei den Aktien sind selten, dazu kommen regelmäßig die Ausschüttungen.

    Da verspürt man nicht mehr das Bedürfnis, jeden Tag ins Depot zu schauen wie in der guten alten Einzelaktienzeit.

    Jetzt muss ich aber noch etwas zu deiner Yoga-Gruppe beziehungsweise Kleinkunstbühne sagen.

    Wenn ich das richtig verstanden habe, befindet sie sich ausgerechnet im kleinen Dörfchen Oberboihingen, etwa 30 Kilometer südöstlich von Stuttgart, am Fuß der Schwäbischen Alb

    In diesem Dörfchen habe ich meine Kindheit verbracht und dort auch die Schule besucht

    Im Ort gibt es ein ganz besonderes Haus das für mich eine besondere Bedeutung hat

    Es ist das alte Rathaus wo früher in meiner Kindheit der Bürgermeister saß und das Standesamt war.
    Im Archiv im untergeschoss befindet sich noch heute meine Geburtsurkunde aus dem Jahr 1946. Ich war die siebte Geburt in diesem Jahr aber nicht wie ihr denkt am 7. Januar, sondern am 7. Mai. Das waren noch Zeiten.

    Als die Gemeinde dann ein neues Rathaus gebaut hat, hat meine Familie das alte Rathaus gekauft und dort für Gastronomie umgebaut

    Seit vielen Jahren betreibt wohl einer der spektakulärsten Italiener im ganzen Großraum Stuttgart dort ein Restaurant, was Gäste aus halb Baden-Württemberg anzieht

    Kurz gesagt, es ist kein Sternelokal sondern eher ein Spektakel,

    man bestellt üblicherweise das Menü „Emonzipni“ und lässt sich überraschen

    Wer neugierig idt, , schaut mal auf die Webseite, das Ding heißt
    „La veccis taverna“ im alten Rathaus Oberboihingen

    Dort trifft man mich übrigens nicht nur zum jährlichen Jahrgangstreffen mit meinen noch lebenden Mitschülern von damals, sondern auch als Stammgast.

    das war mein heutiges Wort zum Sonntag und ich bedanke mich bei allen, die bis hier gelesen haben was ja in einem Forum eher die Ausnahme ist

    Und Dabei habe ich die Aktienkurse schon wieder ganz vergessen. So ist das bei ETF Anlegern.
    Viele Grüße,McProfit

    24.8.2026

    Hallo @Forumsfreund RNowotny

    ich bin sehr stark im Thema Stiftungen drin. Habe selbst seit 25 Jarhen eine gemeinnützige Stiftung im Raum Stuttgart und eine (abgekürzt ausgedrückt) zusätzliche Familienstiftung in Wien

    Das Thema ist viel zu kompliziert um hier in einem Nebensatz neben anderen Themen kommentiert zu werden.

    Bei Deinem Modell musst Du erst mal prüfen ob mit der Gründung neuer Stiftungen vor Fälligkeit der Steuer kein Tatbestand der Steuerumgehung vorliegt. Dann hilft Dein Modell mit neuen Stiftungen vor Eintritt der Steuer gar nichts, es macht nur Notare, Anwälte und Berater reicher. Ich erinnere nur an den nicht vergleichbaren Fall von CUM-EX. Da hatten auch lange Zeit schlaue Berater Modelle empfohlen sogar so lange funktioniet haben, bis sie dann "nicht mehr funktioniert haben" Das Ende kennen wir ja, der Prozess läuft noch heute....

    Das Hauptproblem ist dass alle Entscheidungen die in die Zukunft gerichtet sind große Fragezeichen haben, bestes beispiel unsere Aktien.

    Daher weiß man immer erst hinterher ob eine mal getroffene Entscheidung richtig war oder ob es besser gewesen wäre genau das Gegenteil davon zu machen.

    Geh mal auf den deutschen Stiftertag und hörDir Vorträge und Erfahrungsberichte von Betroffnen an. Du kannst viel lernen und manche Fehler vermeiden. Am Ende ist jede Entscheidung dennoch ein Blick in die Glaskugel.

    Viel Erfolg wünscht Dir McProfit