Beiträge von MichaG

    Das dürfte im Wesentlichen (leider) so sein.

    Nach meiner Erfahrung steht dem Ansatz "Honorarberatung" aber nicht selten die mangelnde Finanzbildung in Deutschland und/oder auch die (vermeintlich tolle) "Geiz ist geil" Haltung entgegen.

    Um nur ein Beispiel zu nennen: Eine Kollegin hatte mich vor Jahren mal um Rat gefragt bezüglich einer Baufinanzierung. Die Konditionen waren nicht besonders gut, die Konstruktion zudem auch wenig gelungen. Daher empfahl ich ihr einen kompetenten und neutralen Berater vor Ort zu konsultieren. Nach kurzer Recherche im Internet meinte sie dann wörtlich: "Der nimmt ja 200 Euro die Stunde" und "da bleibe ich doch bei meiner Hausbank, da kostet die Beratung nix". So viel hierzu. Und das habe ich damals mehrfach erlebt. Auch wenn es beispielsweise um das Thema Ruhestandsplanung ging.

    Als ob ein Zahnarzt, Steuerberater, Architekt, Rechtsanwalt etc. "ehrenamtlich" tätig würde ?! Warum erwarten sehr viele (die meisten ?) Menschen dies dann aber ausgerechnet von ihrer Bank bzw. ihrem Banker ?! Und was sind zwei Stunden Beratungskosten in Relation zu einer eher schlechten und unglücklich gestalteten Baufinanzierung ?! (trotz damals noch deutlich niedrigeren Immobilienpreisen ging es um eine Darlehenssumme von immerhin rund 350.000 Euro).

    Klar ist aber auch: Der an sich gute Ansatz einer (neutralen) Honorarberatung kann immer nur so gut sein, wie auch der Honorarberater gut und (hoffentlich) kompetent ist.

    Da ich selbst Bankkaufmann bin, gefällt mir deine Ausführung natürlich;)

    Danke hierfür

    Nunja, wie oben geschrieben es gibt überall gute und weniger gute, eine Sache ist bei allen gleich, es müssen Gewinne gemacht werden, auf Grund der Zinssituation sind alle sehr erfinderisch, wenn es darum geht dir ein paar Euronen abzunehmen. Sicherlich sind Filialbanken die mit höheren Kosten. Nun ist mir aber als Kunde egal wem mein Geld zugute kommt, sondern ich achte darauf wo ich am günstigsten wegkomme. Ein Beispiel: Ich war seit meinem Start in das Berufsleben Kunde der örtlichen Sparkasse, ständig gab es neue Finanzmodelle, immer mit Kosten zu meinen Ungunsten. Als ich dann eine Bankvollmacht ausstellen wollte, sollte ich 75€ zahlen..... für mich Grund genug mich andersweitig umzusehen. Übrigens nach 35 Jahren....

    Das kann ich mir im Leben nicht vorstellen, dass ne Bankvollmacht 75 Euro gekostet haben soll;)

    Hab noch nie gehört, dass ne Vollmacht überhaupt etwas kostet.

    Neulich im Möbelhaus war es eine "Verkaufsberaterin".

    Habe mich anschließend gefragt, ob "Beratungsverkäuferin" nicht passender wäre. :/

    Das Thema bekommt man im Endeffekt nur gelöst durch Honorarberatung.

    Ansonsten findet man im Prinzip überall Verkäufer.

    Ich persönlich versuche für meine Kunden immer gute Lösungen zu erzielen, muss aber logischerweise auch die Interessen meines Arbeitgebers mit berücksichtigen (hier erhalte ich nunmal mein Gehalt)

    Da ich aber komplett ohne Provision arbeite, habe ich zumindest hier schonmal keinen Interessenkonflikt.

    Das dürfte sich nur wenig lohnen. Erst einmal lässt du 1-1,5% Abschlussgebühr liegen, dann werden die Einzahlungen mit 0,1-0,25% oder so verzinst. Auf jeden Fall deutlich weniger jetzt für die Kredite bezahlt wird, wir haben also ein negatives Zinsdifferenzgeschäft. Und die garantierten Zinssätze sind dann meistens auch nicht so gut. Unter 3,5% wird man vermutlich nicht kommen. Und damit man überhaupt einen Kredit bekommt, muss man natürlich jetzt schon einzahlen anstatt das Geld in eine Sondertilgung zu packen. Ohnehin braucht man ja mindestens 40% der Bausparsumme aus Kapital. Zwischenfinanzierungen ab 2026 würde ich nicht machen, da kann man auch gleich ein Forward abschließen und fertig.

    Rechnet man alle Nachteile zusammen, dann müssten die Zinsen zur Anschlussfinanzierung ziemlich hoch liegen damit sich die ganze Sache lohnt. 5% sind da vermutlich noch lange nicht übertrieben sondern eher der untere Bereich.

    Die Zuteilung bei Bausparverträgen ist auch mit diversen Unsicherheiten behaftet und keineswegs zu einem bestimmten Zeitpunkt garantiert.

    Das müsste man durchrechnen (lassen)

    Müsste deutlich unter 3,25 gehen..

    Beim Rest stimm ich dir gerne zu;)

    Bevor ich mich intensiv mit verschiedenen Banken beschäftigen würde, würde ich mich erst Mal erkundigen ob eine Eröffnung trotz Schufa Eintrag überhaupt möglich ist.

    Nicht nur Kunden suchen sich eine Bank aus ..

    Vielen Dank für deine Zeit und deine ausführliche Ausführung.

    Ich kann dich bei vielen Punkten verstehen, insbesondere seine Vermögensverwaltung gefällt mir auch nicht.

    Danke für deine tollen Beiträge hier!

    Für Bausparen ist die Zeit bis 2026 etwas knapp. Bei einer Soforteinzahlung von knapp 50% dauert es je nach Tarif ca. 3-4 Jahre bis zur Zuteilung. Du brauchst also

    a) eine Zwischenfinanzierung (Machen die Bauspasskassen gerne, aber Zinssatz in 2026 heute unbekannt; ist andererseits nur für einen kurzen Zeitraum relevant) und

    b) das Geld für die Soforteinzahlung.

    Der Vorteil bei einer Bausparsumme von 50-60T wäre aber, dass die Bausparkassen Darlehen bis 30T idR. als Blankodarlehen geben, also Aufwand und Kosten für einen Grundbucheintrag entfallen.

    Darüber hinaus brauchen die auch keine erstrangige Absicherung. Der FMH-Zinssatz ist ggf. nur für erstrangige Eintragungen, was hier nicht der Fall sein dürfte.

    Das ist natürlich richtig mit der Zwischfinanzierung, jedoch dürfte der Zeitraum und damit die Zinsbelastung relativ gering sein.

    Hallo MichaG,

    also ist der Opa bereits verstorben und der Erbfall eingetreten.

    Nach meiner vollkommen unmaßgeblichen Laienmeinung hatte das Kind es selbst in der Hand, ob der Verkauf überhaupt stattfindet und wann. M.E. dürfte damit das die Zehnjahresfrist auslösende Ereignis der jetzige Verkauf sein. Ich denke aber, dazu sollten Sie einen Fachanwalt befragen, falls der Einzug in ein Pflegeheim für den Erben/Hausverkäufer eine aktuelle Frage ist. Falls sie allerdings mehr nach der theoretischen Möglichkeit fragen, hat es Zeit, bis die Bedürftigkeit eintritt. Bis dahin kann sich das Recht auch ändern.

    Gruß Pumphut

    Vielen Dank für Ihre Meinung.

    Das mit dem Fachanwalt ist auch ein guter Tipp, Danke dafür.

    Hallo MichaG,

    ganz verstehe ich den Sachverhalt nicht. Der Opa hat das Haus an ein Kind (-der) im Rahmen der vorweggenommenen Erbfolge verschenkt. Gleichzeitig ist festgelegt, falls (!?) das Kind nach dem Tod des Opas das Haus verkauft, erhalten die Enkel eine bestimmte Summe vom Verkaufserlös; richtig? Und was ist, falls das Kind das Haus nicht verkauft? Oder ist irgendwo ein Zwangsmechanismus eingebaut, dass das Kind das Haus nach dem Tod des Opas zwingend verkaufen muss?

    Meinen Sie mit Erbe das Kind, das jetzt Hauseigentümer ist?

    Gruß Pumphut

    Es ist kein Zwangsmechanismus eingebaut. Das Haus wurde bereits kürzlich verkauft bzw. der Notartermin hat schon stattgefunden.

    Zu Punkt 2

    Ja genau, mit Erbe meine ich den aktuellen Hauseigentümer bzw. jetzt muss ich schon sagen, den alten Hauseigentümer.

    Hallo zusammen,

    würde mich freuen, wenn sich jemand vielleicht auskennt in diesem speziellen Fall.

    Mein Opa hat per Auseinandersetzung- und Übergabevertrag beim Notar regeln lassen, dass die Enkel beim Hausverkauf (nach seinem Tod) einen gewissen Betrag erhalten.

    Mich würde jetzt interessieren ob es sich quasi um eine Schenkung vom Opa handelt oder vom Erbe der Immobilie.

    Wann beginnt die Frist der Schenkung?

    Mir geht es nicht um die Freibeträge der Schenkung, dafür ist der Betrag deutlich zu gering;)

    Mich würde interessieren, wenn der Erbe in ein Pflegeheim müsste, ob der geschenkte Betrag ggf. zurück bezahlt werden müsste.

    Würde mich freuen, wenn es zufällig jemand sagen kann oder den Fall eventuell schon selbst hatte. Wünsche ein schönes Wochenende!

    Diese Aussage von Kommer habe ich auch so gehört. Da ich ihm aber so gut wie nichts glaube habe ich mal ein wenig recherchiert.

    Da ich deine Meinung und deine Beiträge hier im Forum sehr schätze aber gleichzeitig auch "Fan" von Gerd Kommer bin, würde mich interessieren weshalb du zu dieser Aussage kommst?

    Vielleicht habe ich danach ja auch einen anderen Blickwinkel auf Gerd Kommer..

    Würde mich über eine Rückmeldung von dir sehr freuen.

    ja, ich weiss ;)

    Aber ich möchte generell schauen, ob ich dieses Geld evtl. doch besser anlegen kann.

    die ISIN: DE0005314108+DE000A1C81C0.

    Du solltest dir generell erstmal überlegen welche Schwankungen du akzeptieren möchtest.

    Auch die Union Investment hätte "bessere" Fonds, allerdings auch verbunden mit einem höheren Risiko.

    Wenn du die Entscheidung getroffen hast, kannst du aus meiner Sicht dann festlegen mit welchen Anlagen du deine Strategie umsetzen möchtest.

    Wenn man sich die via Unterstützung getroffene Auswahl nüchtern ansieht, fragt man sich doch was die Azubis bei der Bank geraucht haben ;)

    Das du die Bank nicht benötigst, ist mir doch klar;)

    Aber es gibt einfach auch noch Leute die eben nicht Mal schnell ein Depot bei der Direktbank eröffnen "können", nicht wissen ob der ETF welcher 50 Euro pro Anteil kostet "teurer" ist als der ETF mit 40 Euro pro Anteil, nicht wissen was ein Freistellungsauftrag ist und und und..

    Lieber Hornie, wenn ich einen Sparplan monatlich bediene, fällt dann bei der UnionInvestment jedes Mal aufs Neue der Ausgabeaufschlag an, oder?

    Wovon hängt es ab, ob mir eine Bank den Ausgabeaufschlag zurückgibt?

    Der Ausgabeaufschlag fällt lediglich auf jeden neu eingezahlten Euro an. Also z.B. 5 Prozent auf 200 Euro, bei 200 Euro Sparrate.

    Der wichtigere Bereich sind die laufenden Kosten, da diese Kosten langfristig auf den kompletten Betrag entstehen.

    Du musst letztlich entscheiden ob du Selbstentscheider sein möchtest oder die Unterstützung der Bank möchtest.

    Teilweise bieten VR Banken mittlerweile auch Ansparpläne auf ETF's an, allerdings nicht zu den Gebühren einer Direktbank.

    Irgendwie muss eine Filialbank am Ende auch Geld verdienen, wenn sie eine Filialbank bleiben möchte.