Beiträge von Ozymandias

    Das Problem ist ganz einfach, dass die meisten Leuten Rürup gekoppelt mit BU von Strukturvertrieben kaufen und absurde Provisionen zahlen und schlechte Produkte haben.

    Nettotarife haben viellleicht 2-5% der Kunden ingesamt.

    Dann wissen über 90% der Kunden gar nicht in was genau investiert wird. Manchmal macht es einfach die Versicherung, manchmal kann man ETFs wählen.

    Damit sind wieder über 90% der Kunden überfordert.

    Nun ignoriert man die Strukturvertriebe, nimmt einen Nettotarif und sucht sich den besten ETF der Welt aus.

    Dann landet man bei:

    Vielfältige Anlagelösungen mit iShares ETFs | iShares DE - BlackRock

    Der hat die letzten 10 Jahre 23,61% jährlich gemacht. Gibt es seit November 2015. Muss man halt seine Gehirnzellen etwas anstrengen, dass man diesen schon kurz nach Auflage als Zukunftsprojekt erkannt hat.

    Damit wären aus den 10k schon 80k geworden. Müsst euch halt diesen Beitrag die nächsten 27 Jahre merken um eine endgültige Antwort zu bekommen. Wird jedenfalls mehr sein als bei der GRV mit ihrem achso tollen hohen Rentenfaktor.

    Rentenfaktor 25 auf 1,8 Millionen sind halt mehr Rente, als Rentenfaktor 41 auf 30k.

    Um genau zu sein 4500 Euro Rente gegenüber 123 Euro.

    Rendite ist daher wichtiger als Rentenfaktor. Bei der GRV kann man kein Investment auswählen.

    Die Zahlen stimmen.

    Jetzt aber die Quizfrage:

    Ein 30 Jähriger hat 10.000 Euro und möchte damit später eine hohe Rente bekommen.

    GRV: 10.000*1,03^37

    Basisrente: 10.000*1,15^37

    Wer hat am Ende mehr? 8)

    Rendite ist am Ende doch wichtiger als Rentenfaktor und ja es gibt unzählige ETFs mit 15% jährlichen Renditen seit Auflage.

    Der Rürup-Vertrag ist auf jeden Fall schon mal kein Nettotarif, sondern ein Provisionsprodukt da gekoppelt mit BU.

    Also 1. Kein Nettotarif, 2. Ist die Frage worin der Rürup-Vertrag genau investiert? Das wissen oftmals die wenigsten ganz genau.

    Eine Alternative dazu wäre eine private ETF-Rentenversicherung als Nettotarif.

    Zum Verständnis: Nettotarife bekommt man ab 150-250 Euro. Provisionstarife kosten selbst bei kleinen Verträgen teilweise 5000 Euro.

    Bei dieser privaten ETF-Rentenversicherung könnte man das Rentenalter entweder auf 62 setzen und eine Monatsrente bekommen. Oder das Rentenalter auf 85 setzen und mit Teilentnahmen arbeiten. Ich persönlich habe beides kombiniert. Rentenalter 85 klingt blöd, aber die Teilentnahme gibt einem massive Flexibilität in Kombination mit Steuerersparnis.

    Kann man mittlerweile fast als Absicht ansehen, da es allgemein bekannt ist, dass es Sonderausgaben sind.

    Aber mittlerweile läuft der Betrug folgendermaßen ab:

    Steuerzahler gibt es an. Belege sind wegen elektronischer Abgabe nicht mehr beizufügen.

    Finanzbeamter streicht es.

    Statt Nachfrage muss Steuerzahler Einspruch einlegen.


    Wir haben ein absolutes bürgerfeindliches Steuersystem, merken die meisten wegen ihrer Obrigkeitshörigkeit aber nicht mal im Ansatz.

    Ein Antrag auf schlichte Änderung verursacht wirklich weniger Arbeit als ein Einspruch, der ein formeller Rechtsbehelf ist.

    Kleine Fehler lassen sich mit einem Antrag auf schlichte Änderung schnell beseitigen, da freut sich auch der Finanzbeamte. Gibt es allerdings eine andere Rechtsansicht, dann ist ein Einspruch zwingend notwendig, denn nur dieser hemmt die Rechtskraft.

    Ich würde eher einen Fachanwalt hinzuziehen als einen Steuerberater.


    (Eigene Erfahrung - Der Steuerberater hat was zur Spekulationssteuer bei Immobilien erzählt, was laut Internet falsch war. Der Anwalt hat dann das Gegenteil gesagt…)

    Und bei mir hat ein Fachanwalt wegen mangelnder Praxis eine Anwaltshaftung kassiert, da die Basics vergessen wurden. :thumbup:

    Die Versorungswerke waren mal ein Grund warum ich ursprünglich Steuerberater werden wollte. Die Rendite war durch die niedrigen Zinsen je nach Leitung wirklich miserabel. Aber es gibt auch relativ gut geführte Versorgungswerke - wo sich die Rendite bemerkbar macht.

    Selbst die Kindererziehungszeiten und andere Späße müssen alle ohne Steuerzuschüsse bezahlt werden. Hier könnte man durchaus argumentieren, ob das nicht doch eine Aufgabe der Allgemeinheit ist, ansonsten wird das Geld ja auch sinnlos in alle Welt verteilt. Da fehlt denen einfach die Lobby.

    Kapitaleinkünfte sind bei Auswanderung sehr selten ein Problem.

    Bei der beschränkten Steuerpflicht oder auch erweiterten beschränkten Steuerpflicht geht es mehr um Einkünfte aus Gewerbebetrieb, Mieteinkünfte oder auch aus nichtselbständiger Arbeit und Renten.

    Rente ist das größere Problem - je nach Land dringend informieren, da sind schon einige auf die Nase gefallen. Notfalls kann man auch die deutschen Unternehmensanleihen alle vorsorglich loswerden, bzw. einzelne Anleihen in irgendwelche Anleihe-ETFs umwandeln.

    Wir haben in Deutschland mittlerweile den Euro, Mark und Pfennig gibt es nicht mehr.

    Erklärst du uns allen bitte, warum beim Erbe einer Immobilie keine Erbschaftssteuer anfällt?

    Ganz einfach. Ab 301 Wohnungen ist man ein Wohnungsunternehmen und dann sind die Immobilien kein Verwaltungsvermögen mehr.

    Gleiches bei Aktienpaketen einer Bank. Hat man kein Verwaltungsvermögen kann man von 100% Steuerbefreiung bei der Erbschaftsteuer profitieren. Die meisten Reichen sind aber sowieso schon in die Schweiz und Österreich geflüchtet und zahlen auch keine Erbschaftsteuer.

    Ab und zu erwischt es halt einen wie Thiele, der zu schlecht geplant hat. Ansonsten zahlt kein Milliardär großartig Erbschaftsteuer in Deutschland.


    Um zurück zum Thema zu kommen:

    Die Vorschläge auf alle Einkünfte bis zur BBG Renten- und KV-Beiträge zu erheben dürften für diese Legislatur auf Taube Ohren stoßen. Bei der nächsten linken Regierung wird es aber kommen und die KVdR dürfte ebenfalls größtenteils Geschichte sein.

    Andere Länder kommen völlig ohne Erbschaftsteuer aus, die in Deutschland auch nur wenige Milliarden pro Jahr bringt, dafür dem Bürger und den Trauerenden viele unnötige Kopfschmerzen bereitet.

    Diese Leichenfledderei wird vor allem von kinderlosen Tanten/Onkels bezahlt, wo jedes mickrige Erbe fast gleich mit 30% besteuert wird.

    Banklizenz und/oder 301 Wohnungen und man zahlt keinen Pfennig Erbschaftsteuer.

    Und ja, Deutschland steht am Abgrund dank miserabler dämlicher linksgrünen Politik, der sich nicht mal mehr die CDU entziehen kann.

    Manchmal sitzt das Problem vor dem Bildschirm (falsches Ausfüllen oder mangelnde Kenntnis über steuerliche Gestaltungsmöglichkeiten), manchmal aber auch im FA.

    Ich hatte in einem Jahr schon 5 Steuerbescheide für ein Jahr, weil es immer Abhilfebescheide nach Einspruch gab.