Beiträge von Benjamin2021

    Benjamin 2021; du scheinst ein sehr risiko averser , konservativ anlegender Sparer zu sein.

    Der Lebensversicherungen als Anlage bevorzugt.

    Damit sind eben begrenzte Erträgen und und diese auffressende interne und Abschlußkosten verbunden.

    Ist das nicht auch ein Anlagerisiko?

    Und zwar kein kleines?

    Ich mag dieses Forum. Kein Runtermachen, ernsthafte berechtigte Fragen und respektvoller Umgang mit anderen Sichtweisen.

    Wie ich es sagte: "falsch und richtig" sind oft nur unzureichende Kategorien und Deine Frage berechtigt zum Nachdenken. Mache ich ja, weswegen ich hier schreibe und lese (!).


    Ich habe aber auch in sicheren Anlagen (vermeintlich sicheren) gestreut.

    Verschiedene LVersicherungen, eine gute bAV, Gold, Fremdwährungskonten, Beteiligungen an Firmenprojekten...


    Diese Abschlusskosten sind Mist, ich weiss ich weiss...


    Allerdings ist eine LV eine uralte und die Zinsen sind da noch gut. Eine neuere ist auch auf Aktien gepackt und noch eine eine Mischung.

    Ich glaube das Diversifizieren ist für sich schon ein Wert, der durch ein Mehr an Streung und damit ein Weniger an Totalverlust basiert...

    Ich lese hier eine Menge Dinge, die ich nicht zu 100% teile aber ich kann auch nicht behaupten, dass sie falsch sind.


    Ich bin gut damit gefahren einen erheblichen Teil meines Vermögens in verschiedene eher sichere Anlagen zu streuen und mit einem Teil kontinuierlich langsam wenig in ETF's zu sparen was ich auch für die zeit nach der Rente durchhalten kann, da ich Rente + Angespartes aus sicheren Anlagen eh lange nutzen werde können und erst dann die ETF's auflösen werden muss, wenn ich 70 + bin.

    Dass überhaupt gestreut wird, ist schon ein Wert ansich denn der birgt ja auch Sicherheit.

    Einzelaktien kaufe ich auch ab und zu aber nur um eben damit zu spekulieren wobei nach kurzer Zeit und ein paar hundert Euro Gewinn ich immer abgestoßen habe - jedes Jahr 3-4 x 500 - 1000 Euro Gewinn aus solchen Minigeschäften aber nie mit hohem Einsatz und nie gegen den Strom und nie lange halten, wenn ein wenig Gewinn erkennbar wird. Eben die Tage mit der steigenden Postaktie 500 Gewinn gemacht und weg.

    Langfristig werde ich kaum mein Geld aus den bald auszuzahlenden Lebensversicherungen in Aktien investieren - nur einen Bruchteil.

    Aber einige die das anders machen als ich, werden deutlich höhere Renditen langfristig einfahren, ganz sicher.

    Was der andere Kandidat sagt hinsichtlich der Gesundheit, kann ich nur 100% unterschreiben. Ich hatte Corona und habe es überstanden - im Krankenhaus und ich dachte es ist alles zu Ende... war das eine Freude als ich zu Weihnachten eine schöne Flasche Wein trinken konnte - zu Hause und relativ fit wieder.

    Momentan sehe ich wieder in eine Neuinvestition sehr kleinen Ausmaßes einen Gewinn von 300 Euro; hatte erst vor wenigen Tagen investiert. Ich hatte noch niemals Verluste realisiert, nie.

    In Deutschland haben großangelegte Umschichtungen der Massen im Volk auf Aktien keine Chance und das ist schlecht und gut zugleich.

    Kommt eine zu erwartende gigantische Finanzkrise, werden die Menschen hier gut überleben. Sie haben nämlich in Betongold, Gold, Bildung und anderes investiert.

    In den angelsächsischen Ländern indes werden sich etliche Menschen mit den ganz dicken ETF's dann erschiessen, wenn das der Hauptanker der Rente war...

    Oder sie sind mit 70 dann noch 5 - 15 Jahre sehr wohlhabend.

    Ich spiele ein bisschen, freue mich über den nächsten kleinen Gewinn und kaufe mir davon eine schöne Flasche Wein.


    Auch was


    Das starke Investieren in Aktien, könnte den Geschmack versauern.

    monstermania : ich denke dennoch, dass Aktien eher etwas für ziemlich Wohlhabende sind bei denen es völlig egal ist, wenn es zum Totalverlust kommt (Vermögen so ab 1 Mio aufwärts).

    Aktien bergen massive Unsicherheiten. Im größeren Stil eine Anlegeform für Angelsachsen und nicht für solide Mitteleuropäer, sorry. Las Vegas läßt grüßen.

    Ich halte dennoch einen kleinen Teil von Aktien für die Altersvorsorge für sinnvoll (10-20% maximal), aber denke sichere Anlageformen sind zwar langweilig und frustrierend ob des Zinsverlustes aber am Ende werden die Zocker vielleicht komplett nackt da stehen wo hingegen die, die echte Werte anschafften die man anfassen kann noch überleben - auch im absoluten Krisenfall.

    Was ich sage widerspricht dem, was dauernd geraten wird. Ich spare mit der Masse meiner Kraft lieber aber gegen die Inflation an, anstatt zu zocken. Ich glaube auch, dass irgendwann die Zinsen wieder anziehen. Wann? Nach dem Megacrash der kommen wird.

    monstermania

    Du hast eine zu mir nahezu identische Ausgangslage. Kleine Abweichung: bin im Mai 2020 deutlich eingestiegen aber leider zu wenig dennoch... liegt zuviel auf dem Tagesgeldkonto...

    Warum? Weil ich dachte: wenn alles den Bach runter geht, was dann?

    Meine Versicherungen machen mir aber auch etwas Sorge... was dann geschieht wenn die pleite gehen, weiss ich auch nicht.

    Hauptsache ich werde 90 + Jahre alt und kann noch viel guten Wein trinken...


    Sehr sehr gute Analyse. Als wenn Du mich perfekt kennen würdest und in diesem Bereich eine Art Double seist...

    Und wie oben schon geschrieben wurde kann ich nur zustimmen:

    Ich habe mehr Angst um meine Lebensversicherung als um meine Aktien!

    Weder das eine noch das andere machen wirklich Angst.

    Gesundheit ist wichtiger.

    Ich sehe und höre allerdings dauernd und wirklich eindringlich davon, dass der Supergau an der Börse kommen muss. Sehr bald. Wir liegen im Dax bei 14000 Punkten, das ist doch echt überzogen anlässlich der Coronakrise. Da wären Stände unter 10 000 Punkten deutlich realistischer.

    Hätte ich riesige Werte an der Börse, würde ich genau jetzt ALLES abstoßen und warten, um nach dem Crash wieder einzusteigen aber mit nur noch 20% des Geldes.


    Lebensversicherungen sind nicht gut. Bargeld auch nicht. Gold halte ich für nachweislich stabiler als Sicherheit. Alle drei sind allesamt sicherer als das, was nach einem Crash käme.


    Was geschieht, wenn die Börsen weltweit um 90% einbrechen binnen 1-2 Tagen? Weil die Amerikaner eine Zockermentalität haben und viel in Aktien anlegen, werden die Deutschen noch frühstücken aber die Amerikaner um Essen betteln, wenn sie alt sind.

    Um jetzt eine vielleicht versöhnliche Kurve hinzubekommen:

    Finanztip empfiehlt kein reines Aktien-ETF-Portfolio.

    Die Empfehlung geht dahin, den Aktienanteil nach der persönlichen Risikoneigung zu wählen. Dabei kann es auch zu einem Aktienanteil von 0 kommen, speziell wenn der Mindestanlagezeitraum vom 15 Jahren nicht erreicht wird.

    Das ist hier kein Wettbewerb von Argumenten auf Leben und Tod, keine Sorge.

    Ich habe nur meine sehr persönlichen Empfindungen. Aktien sind bekanntlich Unternehmensanteile. Da soll man also eine "Ehe" mit einem Unternehmen eingehen und nach % bestimmen können.

    Kleinaktionäre können quasi nix bestimmen und werden die Unternehmen in die sie investieren auch nicht begreifen. Besser sind Unternehmensbeteiligungen in Unternehmen, die man auch kennt - z.B. das, indem man angestellt ist wenn es gut läuft.

    Du hast in jedem Argument übrigens recht aus meiner Sicht. Aber darum geht es nicht. Ich will einfach die Illusion in Frage stellen dürfen, nach der Aktien auch langfristig eine sichere Anlage seien.

    Was, wenn 5 Jahre vor Ruhestand ein extremer Crash kommt und die Märkte um 90% nachgeben? Dann hat man auf einen Schlag, auf nur einen Schlag halt mal eben 90% seines Wertaufbaus von Jahrzehnten eingebüsst. So ein verlust ist noch härter als der einer Inflation meine ich. Ich spare halte gegen Inflation an - wenn es Inflation gibt und keine Zinsen, muss ich halt noch mehr verdienen und noch mehr Geld zurück legen als sonst. Statt x Euro dann halt xyz Euro.

    Ich verliere aber ich verliere nicht alles und lege mehr nach als abgezogen werden kann. Wenn dann noch ein Teil in Gold und Fremdwährungen investiert wird, etwas besser.


    Aktien sind eine Anlageform für Menschen, die es sich leisten können alles zu verlieren meine ich weil sie einen Plan B haben der auch sehr üppig ausfällt: satt Immobilienbesitz, ein gutes Erbe ect.

    Ich halte es für extrem bedenklich mit Aktiensparplänen für das Alter vorsorgen zu wollen - in höheren % Anteilen. Meine Bank riet mir 80% meines Vermögens in Aktien anzulegen - ich halte etwa 10% in Aktien.

    Einen Teufel werde ich tun. Der Dax zum steht bei 14 000 Punkten. Wenn ich sagen wir 50% meines Vernögens da drinn liegen habe und morgen der Crash kommt, sind halt mal 45% weg. Ich rechne damit, dass sehr bald eine massive Korrektur erfolgt. Ein echter Absturz...

    Zitat

    Wie viele Jahre hast Du denn noch bis zur Rente?

    10 - 12 Jahre. Ich habe ja auch einen kleinen Fond aber das meiste in Lebensversicherungen angelegt - auch eine steinalte mit guten Zinsen dabei. Auf meinem Festgeldkonto stapelt sich der Überschuss momentan... bei den hohen Aktienkursen steige ich niemals ein. Ich warte auf den Crash und werde dann vielleicht ein wenig investieren aber niemals einen großen Anteil - zu riskant

    Ich halte jede Investition in Aktien für extrem riskant. Wie Roulette.

    Es wird zwar immer wieder und wieder behauptet, dass langfristig alles interessant und wertsteigernd ist. Wenn man Glück hat, mag das ja stimmen.

    Andererseits: als Altersvorsorge halte ich diese Form des Vermögensaufbaus für extrem ungeeignet.

    Man stelle sich vor, dass man 20 Jahre Aktien beschafft und dann kommt der Megacrash. Man verliert 80% des über 20 Jahre erworbenen Vermögens kann aber nicht 90 Jahre alt werden - werden die wenigsten!

    Aus genau diesem Grund spare ich lieber auf einem Tagesgeldkonto (natürlich nicht ausschliesslich) oder eben doch zumindest in eine normale bAV oder Lebensversicherung und halte mich bei allem was Aktien betrifft deutlich zurück (ein paar habe ich, aber große Summen bin ich nicht bereit in ein Roulettspiel für's Alter zu riskieren - 6000 Euro, mehr nicht).

    Es ist bitter mit den niedrigen Zinsen. Deutschland sollte den Euro verlassen oder auf einer deutlichen Zinssteigerung bestehen - machen sie aber nicht.

    Die Alterenative ist einfach in der Menge wie ein Verrückter dagegen anzusparen - in verschiedenen Versicherungen, Gold und Fremdwährungen.

    Mir ist unbegreiflich, wie man redlichen Menschen dazu raten soll, ihr sauer verdientes geld in Aktien zu investieren. In Minuten können da Billionen verbrennen...mit Ehrlichkeit und Redlichkeit, hat das nichts zutun.

    Ist ja nicht zu fassen... genau in meine Sorgeüberlegungen hinein bekomme ich die Rentenauskunft.

    Aus irgendeinem Grund habe ich mich deutlich zu schlecht berechnet. Ich glaube ich habe eine alte Zahl bei einem alten Verdienst im Kopf und zu meinen Ungunsten unterschlagen, dass die immer 5 Jahre brauchen um die Berechnungen anzupassen auf den Iststand. Momentan bekomme ich nahezu 2 Rentenpunkte im Jahr (die Prämien werden was ich nicht wusste hinzugezählt zum Jahresverdienst und die fielen wohl höher aus als mir bewusst war).

    Ist zwar keine feste Hausnummer aber immerhin habe ich die letzten 4 Jahre satte Prämien erhalten was sich auswirkt und auf nahezu 2 Rentenpunkte im Jahr ausschlägt.

    So erhalte ich etwa wenn das so weiter geht dann bei Berechnung der ganzen Garantiebeträge also konservativ berechnet (inklusive der privaten Rentenversicherungen und der bAV) dann doch wenigstens 1700 - 1800 Euro Renten im Monat, wenn ich durchhalte.

    Immer noch recht wenig aber kein Hartz 4 Fall.

    Dass ich mich frage ob es nicht verwirrend ist aus insgesamt 4 Bezugsquellen dann Einnahmen zu erhalten, ist für einen Antibuchhalter wie mich zwar misslich aber ein Luxusproblem.

    Zahlungen sind Zahlungen. Werden die Garantiebeträge überschritten und gibt es noch Rentenerhöhungen bis dahin, wird es sogar etwas mehr - frage mich, ob man mal eine Zeit mit 12 Jahren ohne eine einzige Rentenerhöhung gesehen hat aber wer weiss.

    Mein Problem mit der Sorge mal nicht mehr erwerbsfähig zu sein schrumpft ebenfalls von Jahr zu Jahr weil es in Deutschland etwas gibt, was ich nicht kannte (auch Schusseligkeit): eine Erwerbsminderungsrente. Greift die, wenn ich berufsunfähig werde? So habe ich das verstanden.

    Ich habe bislang befürchtet voll auf Reserven zurück greifen zu müssen, wenn ich sagen wir bewegungsunfähig werden würde - dem scheint mir nach Lektüre der Auskunft ansscheinend nicht zu sein.

    Ach ja.. ich weiss schon, warum ich damals nach meiner Ausbildung vor dem Studium totunglücklich und komplett unfähig war, als der mich ausbildende Betrieb vor Jahrzehnten auf die schwachsinnige Idee kam mich in der Buchhaltung unter zu bringen was mich aus Trotz dann veranlasst hat zu studieren.

    Auch bewahrheitet sich, dass es sich lohnt in Ausbildung zu investieren weil man anscheinend trotz ewiger Bummelei bei einem guten Verdienst eben doch noch etwas aufholen kann. Nur der eine Fehler bleibt: keine Berufsunfähigkeitsversicherung.

    Geringfügig kann ich es aber auch positiv sehen: aus Depressionen werde ich niemals berufsunfähig in diesem Job, ausgeschlossen und werde ich sonst nicht berufsunfähig, habe ich die für diese Versicherung aufzuwendenden Beträge gespart, die ich in die echte Altersvorsorge investiere. Trotzdem würde ich es jetzt rückblickend anders machen und eine Versicherung abschliessen aber ich bin schon sehr verdeutscht inzwischen... man sagt wohl integriert.

    Dass ich dann als Rentner im Alter bei einer Auswanderung blöderweise gleich zig Lebendbescheinigungen werde verschicken dürfen, ist ein Luxusproblem für überüberübermorgen.

    Mein Urlaub ist zu Ende. Ich werde brav einer schönen Arbeit nachgehen und mein Chef wird meine Sorgen wie immer belustigt zur Kenntnis nehmen.

    Meine Sorge, dass er mich mal feuern könnte ist er ja schon gewohnt und tut das immer kopfschüttelnd ab. Um mich zu beruhigen, hat er mir ja die Projektbeteiligungen angeboten.

    Paranoia... nicht zu 100, aber zu 90% meint er.

    Ich werde nun nicht weiter an das ganze Zeug denken, zahle ich doch mechanisiert gut und reichlich in zig kleine Versorgungssysteme gut gestreut ein.

    12 Jahre vergehen leider zu schnell und bis dahin sollte ich bei allem Vorsorgen auch einiges in ein schönes Leben investieren.

    Ich werde noch einige Dinge hier beobachten aber mein Sorgenthreat hat sich irgendwie inhaltlich etwas verkleinert.

    Psychologisch ist das vermutlich das Ergebnis eines kulturellen Hintergrundes, wenn man mal aus bitterer Armut in dieses tolle Deutschland gekommen ist, zunächst sich eh mit dem Schlimmsten abgefunden hat und dann den Aufstieg gar nicht begreift.

    Ah. Gehört ja nicht zum Thema aber ist auch eine Bemerkung wert:

    Insgesamt würde ich als Ex Immigrant den Immigranten die immer nur nörgeln mal sagen:

    Hier geht es uns verdammt verdammt gut und die Chancen sind riesig.

    Als nächstes Thema befasse ich mich dann mit dem Aufbau eines Sparplans um die Ausbildung meiner Tochter zu finanzieren aber das ist dann eine andere Geschichte und ich werde hier mal stöbern, was sich da so alles findet... bislang habe ich so einen ETF Aktiensparplan deshalb mal begonnen...

    ... den ich nicht richtig begreife...


    Schöne Zeit euch und auf Wiedersehen

    Das ist eine super Sache! Eine Gewinnbeteiligung am Unternehmen: das im Arbeitsvertrag sauber festlegen lassen. In der Regel bietet der Arbeitgeber dies (ausgewählten oder langjährigen) Mitarbeitern direkt an. Nachfragen lohnt bestimmt.

    Das habe ich ja bereits angeboten bekommen und die Prämien erhalte ich aus gutem Grund dafür, dass die Projekte effizient und erfolgreich von mir durch die verwaltungsrechtlichen Genehmigungsverfahren getragen werden - ich begreife ja die Wertsubstanz der Projekte gut, weil ich selbst 100% drinn stecke. Ganz anders bei Aktien, bei denen ich die Materie nicht verstehe und mich beraten lassen muss.

    Mein Chef ist der beste, den ich je hatte. Ein ganz feiner fairer fürsorglicher Typ.

    Ich habe heute Nacht die echte Schwachstelle meines Plans erkannt. Fiel mir erst so richtig bei reiflichem Nachdenken auf und andere sollten das besser machen:

    Nicht mein Plan ist so mies ansich. Ich habe wegen der Finanzkrise damals meine Firma und angesparte Altersvorsorge verloren, die eigentlich sehr gut lief und sehr viel Geld, wofür ich nichts wirklich konnte aber ich war dann schuldenfrei und musste neu beginnen.

    Dann habe ich einen neuen Job bekommen - erst einen miesen und dann den, den ich nun habe.

    Ich habe meinen Kopf aus der Schlinge gezogen was echte Altersarmut betrifft denke ich.

    Die gesamten Renten die ich zusammen bekommen werde, werden so 1400 - 1500 Euro im Monat ausmachen wenn ich 67 bin, vielleicht etwas früher, vielleicht etwas mehr (nur mit Garantiebeträgen gerechnet.)

    Ich habe zudem Zusatzvermögen angespart, was wächst und zwar nicht extrem viel, aber am Ende können das auch gut 200 000 Euro sein - wenn es gut läuft, sonst halt 150 000 etwa.

    Damit kann ich dann in einem Land indem die Lebenshaltungskosten 30-50% unter denen Deutschlands liegen vielleicht mit meiner Frau die in einer Ausbildung als Krankenschwester steckt und deutlich jünger ist als ich vielleicht ganz passabel leben.

    Der Knackpunkt ist ein anderer: ich unterliess die Berufsunfähigkeitsversicherung unter 50 abzuschliessen.

    War dicht drann vor 10 Jahren aber ich fühlte mich durch die Fragen nach meiner Gesundheit bis ins Detail massiv genervt und liess es aus "beleidigt sein". War ein schwerer Fehler:

    Wenn auch nur eine Sache gesundheitlich mir einen Strich durch die Rechnung macht, ist mein gesamter Plan hin und ich lande in der Altersarmut.

    Das habe ich vor einigen Jahren durch eine Unfallversicherung die mir bei einem Unfall 250 000 Euro bei Berufsunfähigkeit durch den Unfall zusichert abgemildert, immerhin. Ich hatte diese Woche eine Darmspiegelung und große Angst vor Krebs und dann fing ich an zu denken. Habe keinen, ist was anderes Harmloses... aber das hat mich sehr beunruhigt.

    Dahinsichen in finanziellen Nöten ist vermutlich entsetzlich. Ich kenne das aus dem Land aus dem meine Familie kommt vom Beobachten recht gut.

    Ich rate Menschen wie mir eine Berufsunfähigkeitsversicherung früh abzuschliessen.

    Mir geht diese Sorge manchmal durch den Kopf... mit dann später 1400 im Monat und einer Frau die arbeitet und auch noch Krankenschwester wird + einem kleinen angesparten Vermögen kann ich ja leben, aber die Sorge den Plan nicht durchhalten zu können, beschäftigt mich.

    Diese Art zu denken, habe ich mir erst in Deutschland angewöhnt.

    Deswegen habe ich früher sowas nie in Betracht gezogen und lebte in den Tag.

    Deutschland habe ich zu verdanken, dass ich verantwortungsvoller agiere - jetzt. Ich kann aber auch nicht dauernd Sorge haben und mache halt was ich kann. Wenn die Aktienkurse einbrechen, werde ich mehr in den ETF investieren den ich habe. Jetzt habe ich da zuviel Sorge. Grad besuchte ich meine Mutter, die mir eine teure Wohnung vererben will, was sie mir nochmal sagte was mir aber nicht passt. Sie soll 100 jahre alt werden und alles geniessen und verpulvern. Ich will alles selber schaffen.

    Grüße und nette Antworten hier. Anständiges Forum scheint es mir.

    Mein Vorteil ist, dass ich an keinen (Wohn-)Ort gebunden bin und irgendwann auch - ohne ein Haus an der Backe zu haben - umziehen und/oder auswandern kann.

    Man kann auch - und so plane ich - in Europa einen guten Karawan behalten indem man in Sommer lebt und in Südostasien ein Haus erwerben (ist manchmal rechtlich etwas kompliziert), das nicht mehr als 20 000 Euro kosten muss aber zwar klein indes dennoch echt fein sein mag. Solche Kleinhäuser hat man schnell von den nicht zu zahlenden Mieten "abgewohnt" und mit einem Karawan ist man in Europa im Sommer irre flexibel und gut unterwegs. Das sind natürlich ungewohnte Wege aber sie werden in zeiten stark zunehmenden Mieten zunehmend interessant. Ich werde die Wohnung meiner Mutter wenn ich sie erbe eher vermieten denn bewohnen - wäre anders reine Geldverschwendung. Immobilienerwerb sehe ich ausgesprochen kritisch. Auch im Falle einer sich anbahnenden Scheidung kann (M) an (n) so ziemlich viel verlieren... hat man aber sein Geld flexibler und verteilter investiert, ist man in solchen Momentan schnell einfach weg und kann Dingen wie einer Zugewinngemeinschaft wenn sie gar nicht berechtigt ist ganz gut ausweichen... aus dem gleichen Grund sind auch private Rentenversicherungen am besten im Ausland eine feine Sache und auch Aktiensparpläne, die nicht so leicht zu verorten sein dürften, wenn man irre mobil herum reist.

    Vom Guten ausgehend reicht mir ein Minihaus am Meer und ein Karawan in der EU, wenn ich in den Ruhestand gehe.

    Mehrere hundertausend Euro in ein starres Objekt zu investieren, das der Staat urplötzlich aus einer Laune heraus wie irre besteuern könnte und das man ja nie mitnehmen kann (das Kapital ist im Wortsinne versenkt), halte ich für in modernen Zeiten kaum attraktiv.

    Daran werden Deine Ideen wohl wenig ändern, obwohl sie eine Überlegung sicher wert sind.

    Ich habe ja seit ein paar Jahren begonnen monatlich etwas in so einen Aktiensparplan zu investieren.

    Ein Fond, der weltweit Aktien gestreut hat. Ich traue mich halt nicht größere Beträge da zu investieren, weil die Kurse ja extrem ausgereizt sind und sehr sehr weit oben stehen. Wenn ich also sagen wir 50 000 meines Barvermögens in Aktien lege momentan und die Kurse um 80% einbrechen, sind 4 - 5 Jahre Ansparzeit futsch. Das hole ich nicht mehr auf bis zur Altersrente, no way und ich will nicht mit dem Nötigsten "zocken".

    Sind es aber laufende kleine Summen, die über die Zeit eingezahlt wurden ist der Verlust dann geringer. Aktien sind in meinen Augen Zockermasse die man hat, wenn man sonst alles bereits genügend besitzt und keine Chance, wirklich sicher Geld anzulegen wenn man weiss, dass die Rente knapp wird und man noch eine Weile der Strecke zu laufen hat um selbst das knappe Gut zu erwirtschaften.

    Die Option die mir selbst noch einfiel ist in Projekte der Firma zu investieren in der ich arbeite: 3,75% bekommen die Mitarbeiter Rendite und die ist recht sicher / auf 10 Jahre. Ich kenne ja die Projekte und weiss, was sie ausmachen und vertraue dem also ganz anders als einer Firma, die Anteile an der Börse anbietet die ich nicht genau begreife.

    Was ich mich aber noch frage für eine genauere Berechnung: was kann ich erwarten, was ich an Steuern bei einer Einmalauszahlung der Renten-LV zu bezahlen haben werde?

    Ich erwarte da einen Betrag der vielleicht auch über 60 000 liegt denn die sind der Garantiebetrag: der echte könnte höher sein.

    Und dann versuche ich nach Möglichkeiten die Steuerlast da zu drücken denn der Auszahlungszeitraum fällt blöderweise vermutlich in den Zeitrahmen, der kurz vor meinem Ausscheiden stehen wird und damit die höchste Gehaltszahlung auf das Jahr ausmachen könnte, die ich je erreichen werde... ausgerechnet. Habe jetzt 62 000 im Jahr, mit Prämien so 67 000. Hatte so 2-3% Gehaltssteigerung pro Jahr bislang also sind das konservativ betrachtet 20% = ungefähr 80 000 + vielleicht 65 000 die in nur einem Ausnahmejahr zu versteuern wären was ich völlig idiotisch finde. Wenn ich mir aber aus den 60 - 65 000 eine lebenslange Rente auszahlen lasse (ginge), sind das vielleicht so 280 Euro im Monat nur sterbe ich ja vielleicht schnell und dann zieht der Versicherer nach 5 Jahren den Rest ein - bescheuerte Konstruktion - ich habe damals gepennt beim Abschluss. Ich möchte also Altersvorsorgeinstrumente finden, die hier steuermindernd wirken.

    Dann habe ich noch zwei weitere Rentenversicherungen aber die sind zeitlich voll flexibel und ich kann sie bis 2040 bedienen, wenn ich will und damit die Summe steigern.

    Ich versuche die Dinge also aufeinander abzustimmen. Ich benötige nicht so riesige Auszahlungsbeträge. Vielleicht ein Haus im Ausland erwerben, vielleicht kann man das steuerlich absetzen - keine Ahnung.

    Ich befasse mich auch mit der Frage des Umstandes der Rentenversteuerung. Am klügsten scheint es mir, 6 Monate in einem Land und 6 in D zu verbringen (steuerlich), da die Rente so die Freibeträge behält. Allerdings ist das auch nicht zwingend, denn die Rente ist ziemlich gering bei so 1400 Euro im Monat und was werde ich da schon groß Steuern zahlen...

    Ich hatte eine Woche Urlaub grad und habe dieses Thema begonnen mal etwas zu überdenken. Angespart habe ich eigentlich aber irgendwie immer ziemlich planlos.

    Diese relativ für mich (!) hohen Summen an reinem Barvermögen (so 70 - 75 000 Euro ; teilweise in CH Franken) habe ich angehäuft, weil ich einfach nicht weiss was ich ausser den Lebensversicherungen und dem Aktiensparfond noch machen kann.

    Die bAV war das letzte konstruktive, was mir einfiel weil ich für eingesetzte 100 Euro da 200 an Vermögensaufbau habe (Steuer und S-Abgabenersparnis + AG Anteil).

    Da hat man schon von Schlimmerem gehört, auch wenn es natürlich deutlich unter dem aktuellen Einkommen liegt.

    Ich will das wie gesagt auch ausgleichen, indem ich in ein Land ziehe indem die Kaufkraft anders verteilt ist.

    Es ist kein Drama, wenn der Lebenstandart sinkt zudem ich ihn ja eh momentan nicht auslebe, da ich zurücklege und in die Ausbildung meiner Frau investiere.

    Ich werde das Beratungsgespräch führen

    Eben schrieb er noch was von einer Immobilie der Mutter, jetzt der Textteil irgendwie verschwunden .... .

    Das ist richtig. Ich wollte Fehler korrigieren und dann ist das plötzlich verschwunden.

    Ich werde eine Immobilie erben. Aber ich will auch nicht auf sowas bauen - möglicherweise lebt sie 100 Jahre, wer weiss und das wäre ja auch eine tolle Sache.

    Ich bin ebenfalls Doppelstaatler. Auch ein eher armes Land. Es gibt viele Auswanderungsalternativen.

    klipp und klar ist festzuhalten, dass die Alterssicherung des sich liebenden Ehepaares mit der deutlich jüngeren Frau nur -und ich ich wiederhole nur - mit einem von ihr wesentlich höheren Gehalt zu retten ist.

    Schon deshalb investiere ich auch in ihre Ausbildung.

    Bei Hartz 4 sehe ich mich allerdings nicht, jedoch ist zwischen Hartz 4 und einem einigermaßen normalen Leben eine Menge Luft.

    Nach meinen Berechnungen werde ich wenn alles gut geht mit allen Ansparungen ect. etwa 1200 - 1400 netto zur Verfügung haben.

    (Je nach geplantem Auswanderungsziel wäre der Plan kritisch zu sehen.)

    Sind Riesterrenten im Ausland nicht auszahlfähig?


    Lasse Dich doch mal einen Sozialverband oder von der DRV Bund direkt beraten, wie Du einen ganzen Packen Geld als Sonderzahlung in die DRV Bund stecken kannst. Das macht bei vielleicht Dir am ehesten Sinn, denn Du warst offensichtlich viele Jahre nicht oder nur marginal sozialversichert unterwegs, wenn ich das richtig einschätze.

    Ich sage ja: ich habe Jahre nichts oder wenig eingezahlt und versuche das nun aufzuholen.

    Wenn ich aber sagen wir einen Betrag von 50 000 Euro einzahle, könnte sich das vielleicht lohnen. Es müsste sich aber immer massiv steuermindernd auswirken. Das Problem ist, dass die erste dicke LV genau dann fällig wird, wenn ich noch ein - zwei Jahre arbeite und die LV ist unflexibel - es wird entweder auf den Stichtag ausgezahlt oder ich werde verrentet aber die Bedingungen sind übel: sterbe ich zu früh, kassieren die fast alles ein. Nur 5 Jahre werden an Begünstigte weitere Rentenzahlungen geleistet weshalb ich dazu neigen will, alles auf einen Schlag mitzunehmen.

    Könnte ich aber alles auf einen Schlag in eine ganz neue LV zahlen und würde ich das steuerlich komplett absetzen können (absolut keine Ahnung), kann ich den Zeitpunkt der Steuerlast wenigstens etwas verschieben.

    Danke f die Antworten

    Ja genau, das war auch meine Idee. Das ist aber ein ziemlich teurer Spass: für das Projekt würden ein paar hundert Euro pro Monat eher nicht ausreichen.

    Es ginge hier um 50 - 70 k auf einen Schlag.

    Ist das Rentenversicherungskonto denn geklärt? Gab es Auslandsaufenthalte aus denen Rentenansprüche abgeleitet werden können?

    Ich habe das vergessen zu sagen: im Ausland war ich auch tätig und nehme geringfügige Rentenansprüche von dort mit - werden nicht mehr als 200 Euro im Monat sein.

    Eine passable Antwort auf Deine Bedürfnisse zu finden, erscheint schwierig, da Du an Versicherungen das Interesse verloren hast und vor dem Aktienmarkt zu große Angst hast.

    Das ist korrekt. Wenn ich mir die Aktienmärkte ansehe in die ich ja sehr langsam noch investiere, kann es nach meinem Empfinden nur zu einem Crash bester Güte kommen. Den ersten Crash habe ich letztes Jahr verpasst aber ich rechne mit einem Totalabsturz und wollte warten. Leider warte ich schon eine ganze Weile und der Totalabsturz kam nicht.

    Guten Tag liebe Gruppe,

    ich bin hier neu, weil mich einiges an Sorgen umtreibt was meine Altersvorsorge betrifft wobei es nicht nur negartiv steht.

    Es würde mich sehr freuen, wenn hier sinnvolle Kritiken und Hilfen angeboten würden - als Ideen. Bin da kritikfähig aber es geht mir um Sachlichkeit wovon ich in so einem Forum ausgehe.

    Ausgangslage in Daten:

    Ich habe lange im Leben rumgeschludert und nicht viel getan. ||

    Das ist nun seit einigen Jahren grundlegend anders. Ich gebe mal einige Grunddaten, damit der Leser sich eine Vorstellung machen kann:

    Alter: 55

    Beruf: soll anonym bleiben aber abgeschlossenes Hochschulstudium mit absolut eigentlich immer recht guten Perspektiven; momentan bin ich seit einigen Jahren fest und unbefristet in einer tollen Firma angestellt, bei der ich beabsichtige bis zur Verrentung zu bleiben.

    Jahreseinkommen: etwa 62 000,00 Euro brutto, eher etwas mehr wegen der Prämien die ich weggelassen habe, weil das schwankt

    Gesundheit: überwiegend gut. Ich bin glücklich und fit. Mache regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen.

    Familienstatus: verheiratet. Ich habe eine Tochter die bei mir lebt (15) und meine Frau einen Sohn, der auch bei uns lebt (9).

    Frau verdient 17 000 Euro brutto. Wir machen Ehegattensplitting. Sie ist recht jung und soll sich bald zusätzlich weiterbilden.

    Angesammeltes Vermögen:

    Geld auf Fremdwährungskonto (Schweiz): 20 000,00 Franken

    Geld auf deutschem Konto (Euro): 55 000,00 EURO

    Aktien: 5000,00 Euro, ein Aktientitel

    Lebensversicherungen

    1. Lebensversicherung: momentaner Rückkaufwert Lebensversicherung als Rente: 26 000,00, läuft noch bis 2031 und dann soll es eine Rente i.H.v 280,00 Euro als Garantierente geben oder ich glaube so 60 000,00 Euro als Einmalzahlung

    2. Betriebliche Altersversicherung: 2031 bekomme ich 120 Euro Zusatzrente

    3. Rente auf Aktienfond: mache ich erst seit 1 Jahr im Monat 150,00 Ansparsumme. Keine Ahnung was da der Rückkaufwert ist, soll noch 10 - 12 Jahre laufen.

    4. Aktien Fondsparplan: noch etwa 6 Jahre, mache ich 5 Jahre und spare monatlich 100 Euro.

    5. Gold: 8000,00 Euro

    Und nun kommt das Schlimme: Rentenpunkte bislang i.H.v nur 400 Euro. Momentan glaub ich bekomme ich etwas unter 2 Rentenpunkte pro Jahr.

    Schulden habe ich null,

    Ich habe trotzdem ich da fast überall einzahle dauernd noch 2-400 Euro im Monat über, manchmal mehr.

    Was sollte ich tun, um meine Situation noch etwas zu verbessern? Ich habe ja bei diesen Versicherungen schon gestreut aber keine Lust immer das Gleiche zu machen und Aktien im großen Stil einzukaufen, halte ich für zu riskant.

    Ich habe Sorge vor: Zusammenbruch der Aktienmärkte, großer Inflation, gesundheitlichen Verschlechterungen.

    Hört sich etwas krass an. Ist hier auch so dargestellt, wobei ich im Kern ein Optimist bin und viel und gerne lache.

    So. Was könnte man als Planung zur Absicherung verbessern?

    Zusatzfrage: Kann man beim kompletten Auszahlen von Lebensversicherungen die Steuern sparen, indem man die komplette Summe nochmals auf 10 Jahre in eine Altersvorsorge packt?


    Lieben Gruß und euch alles Gute.


    Benjamin:)