Beiträge von csh

    Ich meine, Extra-ETF-Gründer Markus Jordan hatte mal gesagt, dass der Developed World auch sein einziger Aktien-ETF sei - oder zumindest damals war. Bist also in guter Gesellschaft.

    Ja, das stimmt so.

    Oder sind für dich die 100k die psychologische Schwelle, jetzt nicht mehr weitere Anteile von dem ETF zu kaufen?

    Ich habe da immer noch diese (unbegründete) Empfehlung von Hartmut Walz im Hinterkopf, nach 100k€ einen neuen ETF zu besparen. Auf der anderen Seite der Thread von Irving (Millionen in einen ETF).

    Wie viele Jahre Ansparphase hast Du noch vor Dir?

    Eigentlich geht es gar nicht um mich, aber tut nichts zur Sache. Ca 20 Jahre.

    Ich hat den Gedanken, dass er wohl im FTSE-Universum bleiben sollte/wollte.

    Ich denke, dass ist eher relevant wenn man Emerging Markets separat dazu nimmt, um keine Südkorea Dopplung zu haben.

    Danke euch, die Mehrheit befürwortet wohl FTSE All World.

    Hallo,

    wie erweitert man - falls überhaupt nötig -seine Geldanlage (Risikoanteil), wenn man bislang nur im Vanguard FTSE Developed World Distributing (A12CX1) investiert ist mit ca. 100k€, davon 25% Kursgewinne.

    Es geht um Einmalanlage von weiteren 10k-20k€ und ggfls. Sparplan Umstellung.

    Meine Ideen:

    1. Schwellenländer ETF von FTSE dazu kaufen, entweder den von Vanguard oder Franklin Templeton.
    2. Gar nichts umstellen, den bestehenden ETF einfach weiter nutzen.
    3. Umstellen auf die thesaurierende Variante des gleichnamigen ETFs.
    4. Warten bis Vanguard den für dieses Jahr angekündigten FTSE Global Small Cap herausbringt und dort ca. 10% der Geldanlage investieren.
    5. Umstellen auf den SPDR MSCI ACWI IMI gemäß neuer Finanztip Strategie.
    6. Umstellen auf FTSE All-World, um weiterhin bei der FTSE Familie zu bleiben, dann auf den neuen Xtrackers?
    7. Irgendwas Spezielles, wie Themen ETF, Spielereien, Dividenden, Schwellenländer Staatsanleihen, Edelmetalle, Kommer ETF....

    Keine besonderen Ziele außer Altersvorsorge (in ca. 20 Jahren) und "gut aufgestellt zu sein".

    Was meint ihr? Würdet ihr einen Punkt ausschließen? Danke im Voraus für eure Meinungen!

    Worum geht es Amundi da? Statt TER zu senken einen neuen ETF auflegen?

    Tja, wenn man das nur wüsste. Ich kann es mir auch nicht erklären. Die haben z.B. schon vier Swap ETF auf MSCI World (mit hoher TER):

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=FR0010315770

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1681043599

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=FR0014003IY1

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1681043672

    Und anstatt die TER zu senken, brachten sie erst im Dezember 2025 wieder einen neuen heraus:

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU3206582846

    So ca. im Jahr 2010 habe ich von Finanzen noch gar keine Ahnung gehabt. Durch das Elternhaus schlecht vorgebildet, sammelte ich mein Einkommen (damals noch sehr gering) auf dem Girokonto.

    Genau wie bei mir. Meine Mutter hat mich so um diese Zeit eindringlich vor Deka Fonds der Sparkasse gewarnt (nicht mal wegen der Gebühren, sondern wegen dem Verlustrisiko des Aktienmarktes), dass ich mein Geld nur auf deren Tagesgeldkonto parkte. Rund 10 Jahre lang!

    Selbst mit Gebühren aktiver Fonds ist mir da deutlich Rendite entgangen.

    Viele Menschen wissen gar nicht was Opportunitätskosten sind. Ein CEO, für dessen Firma ich arbeitete, erklärte sie mal der Belegschaft und meinte, Opportunitätskosten seien die schlimmsten Kosten für seine Firma.

    während Vanguard konsequent die Preise bei seinen ETFs senkt, macht das Xtrackers nur dann wenn sie nicht groß genug geworden sind. Sobald sie eine gewisse Größe erreicht haben wird lieber ein neuer günstigerer aufgesetzt und mit dem alten der Kunde gemolken.

    Also der Xtrackers MSCI World ACC ist ein paar Milliarden groß und wurde von 0,19 auf 0,12 gesenkt. Fonds Größe spielt hier wohl keine Rolle.

    UBS senkte übrigens auch die Preise, ich glaube erst letztes Jahr. Deren MSCI World kostet nur noch 0,06.

    SPDR hat auch seinen S&P500 gesenkt, von 0,09 auf 0,03.

    Amundi ist mir weiterhin suspekt, dass sie so viele (9!) ETF auf den gleichen Index auflegen (MSCI World).

    Wert­pa­pier­lei­he DBX0T8
    Xtra­ckers II Ger­ma­ny Go­vern­ment Bond 0-1 UCITS ETF 1C

    Aktuell verliehener Anteil
    83,20%

    Ja das ist krass. Ein YouTuber hat das vor ein paar Monaten schon kritisiert, da dieser ETF den Sicherheitsbaustein darstellen soll. Ich habe ihn selbst im Depot, aber solche Zahlen machen nachdenklich.

    Auf der anderen Seite ist der beliebte DBX0AN. Das ist doch alles Swap basiert, d.h. das ist wie 100% Leihe, oder?

    Gerade das hier gelesen:

    Zitat

    Für diesen „Demografiezuschuss“ wiederum sollen „hohe Einkommen, große Vermögen und Kapitaleinkünfte“ herangezogen werden.

    Wer leistet, dem wird genommen. Wer spart, dem wird auch genommen. Echt nicht zum aushalten diese Vorschläge.

    Ein Stück weit glaube ich auch, dass die Unruhe daher rührt, dass ich morgens egal ob ich früh oder Spätdienst habe, das Kind zur Kita bringe, dadurch fehlt manchmal ausreichend Schlaf und wenn ich dann 20:30 zu Hause bin, wird gegessen und dann geht’s auch ins Bett.
    Es bleibt nicht viel Zeit zum runterkommen

    Es ist die Rush Hour des Lebens. Mein Leben sieht ähnlich aus, du bist da nicht allein. Nur sechs Stunden Schlaf sind normal. Man ist erschöpft. Keine Zeit für sich oder Freunde. Sobald Kinder da sind, wird das Leben viel anstrengender und der Job ist nur noch ein Ärgernis und dient eigentlich nur noch dem Gelderwerb, denn eigentlich hat man nun Wichtigeres zu tun.

    Am Liebsten wäre mir, dass meine gesetzl. Rente so hoch wäre, dass ich mir gar keine Gedanken um eine Kapitalanlage machen müsste

    Laut Rentenbescheid wäre meine gesetzliche Rente (vermutlich) auskömmlich. Aber eben nur dann, wenn ich bis 68/69 in Vollzeit durcharbeite. Wer will und schafft das schon, dann sollte ich mir doch lieber ein paar Gedanken um Entnahme Strategien machen.

    Statt eines komplizierten "Guardrail-Modell nach Guyton-Klinger" nutze ich eine einfache Regel zur variablen Entnahme: Wenn das Aktien-Portfolio um mehr als 20 % vom letzten Allzeithoch fällt, wird die Entnahme temporär für das aktuelle Jahr und evtl. das Folgejahr um 10% gekürzt. Sobald der Abstand wieder unter 10% fällt oder spätestens wenn ein neues Hoch erreicht wird, kehre ich zur normalen Entnahme zurück.

    Hast du das vom YouTube Kanal Optionswelten? Die haben jedenfalls viele gute Videos zur Entnahme Strategie.

    Guyton Klinger habe ich dort zum ersten Mal gehört.

    Ich habe mir noch gar keine Gedanken gemacht um die Entnahme, am liebsten wäre mir eine Dividenden Strategie, dann konsumiere ich einfach das, was der Markt so abwirft und muss mich nicht viel mit diesen komplexen Strategien beschäftigen.

    Eigentlich müsste die Rentenkasse mit Blick in die Zukunft um jeden froh sein, der vorzeitig in Rente geht.

    Mit diesen Fakten müsste die Devise doch eigentlich heißen, soviele Gutverdiener wie möglich in den vorzeitigen Ruhestand schicken, damit die Rentenkasse in den nächsten Jahren spürbar entlastet wird.

    Wir hatten neulich eine Diskussion im Kollegenkreis, dass unsere Firma doch eigentlich froh sein müsste, wenn man in Teilzeit geht, weil sie doch dann Geld einsparen würde. Aber sie ist es nicht, die Firma wünscht sich, dass wir möglichst viel und lange arbeiten.

    Wir kamen zu dem Entschluss, dass unsere Arbeitskraft mehr Wert haben muss als das eingesparte Geld. Nach dieser Logik sind wir also alle unterbezahlt.

    Auf Staatsebene ist es vermutlich genauso. Deine Steuerzahlungen sind wertvoller als die eingesparte Rente. Also wünscht sich der Staat, dass möglichst lange gearbeitet wird.

    Echt unglaublich, was man hier so liest von dir @taquila. Ich weiß jetzt aber immer noch nicht so recht, ob du gerne so viel leistest und einfach nur eine bessere Bezahlung forderst oder ob du den Stress nicht mehr willst?

    Ich habe auch schon einen Workoholic kennengelernt, der regelmäßig bis 23h+ gearbeitet haben, morgens um 4h schon die ersten Mails geschrieben hat, Aufgaben nur schwer abgeben konnte und teils auch am Wochenende gearbeitet hat. Mehr oder weniger freiwillig und scheinbar froh und unbelastet damit, so wie ich das einschätzen konnte.

    Vielleicht tendierst du ja auch in diese Richtung?

    Ich bin nur ein Jahr jünger als du und inzwischen jedenfalls ziemlich gechillt, was Druck auf der Arbeit angeht. Das Gehalt wird mir immer unwichtiger. Zielvereinbarungen interessieren mich auch nicht mehr, bringt eh nichts. Ich hatte vor Kurzem auch einen Jobwechel mit -10% hingenommen. Aber was willst du eigentlich genau?

    Ich musste ähnliches auch schon erfahren: Wer mehr leistet, bekommt noch mehr Aufgaben übertragen und soll anschließend noch mehr leisten und verantworten. Als Anerkennung bekommt man alle zwei oder drei Jahre 3% Inflationsausgleich.

    Ich glaube aber so läuft es überall: der Arbeitgeber versucht den Arbeitnehmer möglichst billig auszuquetschen und verlangt immer mehr bei gleichzeitig stagnierendem Reallohn. Irgendwann hatte ich genügend Unzufriedenheit angestaut, so dass ich dann einfach ohne Vorwarnung gekündigt habe (nachdem ich woanders unterschrieben hatte).

    Ich denke in deiner Situation würde ich mich auch umschauen und im Hintergrund Gespräche mit anderen Firmen führen.

    Siehe frugalisten.de 

    Ich bin 2019 das erste Mal auf diesen Blog und die Fire Bewegung gestoßen und finde es nach wie vor sau spannend.

    Den Begriff Frugal Fatigue habe ich allerdings noch nie gehört, aber ich denke er meint das gleiche Thema.

    Aber nicht dazu das Gehampel mit 8:1:1

    Und selbst mit zwei ETFs (Industrieländer/IMI + EM-ex China) wäre es nicht KISS.

    Ich halte 8+1+1 nicht mehr für KISS

    Diese 8-1-1 Strategie ist ein Desaster, viel zu kompliziert, gefährlich

    Ich frage mich ja wirklich, warum so viele Leute es nicht schaffen drei Komponenten zu verwalten, selbst die finanzinteressierten hier im Forum. Drei! Was ist daran bitte kompliziert?

    Wie schaffen es denn die vielen Leute, die 20+ Einzelaktien im Depot haben? Mein 80-jähriger Schwiegervater ist so ein Kandidat. Der ist damit auch alt geworden und kommt bis heute damit zurecht. Auch ganz ohne Schwellenländer und SC und ETF.

    Wie bestreitet ihr denn euren Alltag oder euer Berufsleben, wenn drei Zeilen im Depot für euch schon nicht mehr einfach sind? Esst ihr auch nur noch Suppe, weil euch ein Hauptgericht mit zwei Beilagen zu kompliziert ist? Also ich finde 8-1-1 erfüllt immer noch das KISS Prinzip und finde es gut, dass Finanztip das als Strategie vorschlägt.