Hier die ersten Stücke eines "Planes":
SoRR ("Sequence of Return Risk") Quelle:
https://www.finanzen-erklaert.de/sequence-of-return-risk/
Ich beziehe mich hier auf das "Fazit" am Ende des Artikels.
Acht Jahre bis zur Rente und damit geplant der früheste Start der
"Entnahmephase". Das ist mehr als die fünf Jahre, die als kritische Phase in
Bezug auf die SoRR genannt werden.
Analog zu (siehe oben): "Wer beispielsweise für den Ausbruch einer
Weltwirtschaftskrise analog zu der von 1929 einen Tag nach Beginn der
Entnahmephase gerüstet sein will, der soll nur 2,6% p.a. entnehmen." lehne ich
mich zurück und sage: In den ersten fünf Jahren plane ich eine Entnahmerate von
0.00%. Das klingt für mich so, als könne man so der SoRR aus dem Weg gehen.
Planpuzzleteil (1) ist also in den Jahren bis zur Rente keine Entnahme
vorzunehmen. Dies sollte möglich sein, da ich vollständig von meinem Verdienst
versorgt bin. Ausnahme: Arbeitslosigkeit, schwere Krankheit.
Ein völlig anderen Blick entwirft dabei dieser Text:
https://www.finanzen-erklaert.de/entnahmestrate…etzliche-rente/
Hier liege ich mit meinem ALter genau auf dem "break even point". Die häufige
Verwendung des Wortes "dynastisch" hat bei mir einige Fragezeichen erzeugt, da
ich eine passende Erklärung dieses Begriffs nicht finden konnte. "Auf die
Dynastie bezogen" haut ja wohl nicht so ganz hin...
Was empfiehlt ihr hier?
Geldanlage von den Größenordnungen betrachtet: 100-Alter ergibt
Investitionsanteil. Also in meinem Fall 40% des Gesparten in ETFs stecken.
Entsprechen der Entnahmemodelle sind 3.14% sicher.
Wenn meine Rentenlück gedeckt sein soll, nehme ich diese als diese 3.14% und
rechne aus, wie groß der Anlagebetrag sein muss, damit ich diese 3.14% aus ihm
entnehmen kann.
Danach teste ich, ob der Anlagebetrag größer ist, als die 40% des gesamten mir
zur Verfügung stehenden Betrages, was er nicht ist. Passt also ersteinmal.
Ein weiterer Anteil ist zu beachten: Ich kenne Angaben zwischen 5 Jahren bis zu
15 Jahren für den Zeitraum, in dem man durch Sicherheitreserven keine Entnahme
durchführen muss. Dies ist hierfür gedacht, Börsencrashs aus dem Weg zu gehen.
Nehme ich einmal die fiktive Größe von 20000 EUR/Jahr an, um die Rentenlücke zu
schließen. Betonung ist hier eindeutig auf "fiktiv"!
Welche Inflationsrate kann man hier als eine vernünftige Rate annehmen? 3%?
Ein Betrag von 20000 EUR auf einen Zeitraum von 15 Jahren ergibt:
20000 * (1 * 3/100)^15 ~= 31160
31160 - 20000 = 11160 EUR
11160 *15 /2 = 83700 (Anmerkung zu dieser Rechnung. Ich habe auf das
"Rechteck" aus den 20000 ("Höhe" des Rechtecks) mal 15 Jahre ("Breite" des
Rechtecks) den Inflationsanstieg als rechtwinkliges Dreieck on top gesetzt.
Dessen Fläche ist das zusätzlich benötigte Kapital. Fläche eines rechtwinkligen
Dreiecks ist "Breite" (15 Jahre) mal "Höhe" (zusätzliche Geldmenge am Ende der
15 Jahre) geteilt durch 2).
20000 *15 = 300000
Es muss also eine Gesamtsumme von 383700 EUR als Reserve vorhanden sein, um 15
Jahre Entnahmepause abzudecken. Das sind die 60%, die sich zu den obigen 40%
gesellen.
Die 100% (als Basis nehme ich hier die 15 Jahre Notgroschen) sind also rund
640000 EUR.
Dieses Kapital steht mir nicht zur Verfügung.
Das wird so nichts. Und bei dieser Betrachtung fehlt auch noch der
Inflationsausgleich in der Entnahmestrategie.
Dies ist jetzt ersteinmal "ins Grobe gedacht" und hat sicherlich so einige
Fehler -- weswegen ich das hier ja poste.
Fragen:
(1) Berücksichtigen die auf den oben verlinkten Seiten genannten
Entnahmestrategien die Inflation und wenn ja in welcher Höhe? - ich habe das
für mich nicht abschließend beantworten können.
(2) Welche Inflationsrate nimmt man bei solchen Berechnungen als vernünftigen
Wert an?
(3) Sind 15 Jahre als Zeitraum für die Berechnung des Notgroschens der richtige
Wert? Hier habe ich zuviele sich widersprechende Angaben gefunden.
(3) Wo kann man sinnvoller Weise den Notgroschen für die 15 Jahre ablegen? Das
sollen ja nun nicht gerade ETFs sein.... 
(4) Und vor allen Dingen: Wo habe ich bei obiger Betrachtung Fehler gemacht?