Beiträge von FinanztipUser

    Der einzige Nachteil der Rentenvariante ist die fehlende Flexibilität und Vererbbarkeit. Beim Entnahmeplan bleibt ein Restvermögen für deine Erben, bei der Rente ist das Kapital nach deinem Tod meist weg. Wenn dir das wichtig ist, wäre das ein Argument für die Einmalzahlung trotz der steuerlichen Nachteile.

    Eben, das wäre aus meiner Sicht der vielleicht wichtigste Punkt: Gibt es Kinder oder andere Angehörige, die von der Einmalzahlung und verbleibenden Summe (sehr) profitieren würden, oder nicht?

    Ansonsten scheinen die Steueraspekte (gerne nochmal härten, z.B. mit einem Steuerberater) eher für die Einmalzahlung zu sprechen, oder?

    Baujahr 1978, im Jahr 2024 vollständig inkl. Stränge saniert.

    Allein das würde mir von den ganzen anderen Gruselaspekten abgesehen schon die Lust verderben: Plattenbau „vollständig“ in 2024 ohne dein Beisein saniert und dann jetzt Probleme, das an den Mann zu bringen?

    Mach dir klar, wie wunderbar sich bei solchen „Sanierungen“ Probleme übertünchen lassen. Wenn dann die Farbe von der Wand Bröckelt und der Schimmel wieder durchkommt, weißt du spätestens, was ich meine.

    Ich kenne zufällig Ort und Objekt. Der Plattenbau wurde 2008 unter fragwürdigen Umständen versteigert und stand jahrzehntelang leer. Ich war selbst mal in dieser Ruine. Keine Ahnung, wo da Mieter her kommen sollen.

    Schön für das Örtchen, dass da jemand investiert. Ich würde das auf keinem Fall machen!

    Wie viel bessere Einschätzung braucht es noch?

    Mein wärmstens ans Herz gelegter Ratschlag: Finger weg von dem Objekt und Investment und froh sein, dass du auch dank des Forums hier nicht darauf reingefallen bist! 🤞

    Leider sind diese ETFs nicht bei der ING besparbar.

    Kaufbar schon aber leider nicht als Sparplan, auch nicht in der thesaurierenden Variante

    Verstehe die Produktpolitik der ING an der Stelle nicht, die meisten anderen Banken haben da bessere Angebote hinsichtlich der SRI-ETFs.

    Beim ersten ETF könnte man den in Luxemburg aufgelegten Vorgänger nehmen, da spricht in meinen Augen wenig gegen.

    Was dagegen spricht, ist der steuerliche Nachteil in LU, den man in IRL eben nicht hat. Über die Jahre/Jahrzehnte summiert sich das, siehst du heute durchaus im direkten Chartvergleich der zwei ETFs.

    Ich persönlich würde den Kompromiss mit der alten Variante in Luxemburg nicht machen, sondern auf den S-Broker, die DKB oder andere ausweichen, bei denen der ETF im Sparplan verfügbar ist.

    Ob ihr das als Gemeinschaftsdepot oder als jeweilige Einzeldepots machen wollt, ist nochmal eine andere Frage…

    Könnt ihr uns einen nachhaltigen und langfristigen ETF empfehlen? Das Depot startet bei 0 und wir hatten uns gedacht, vielleicht 70 % in einen sehr populären und "sicheren" ETF zu stecken und den Rest vielleicht in einen anderen, der etwas mehr Rendite verspricht aber auch mit mehr Risiko kommt.


    Mein Vorschlag für diese Frage:

    70%: https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=IE00BK72HH44

    30%: https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1048313891

    Die gibts beide bei Bedarf auch thesaurierend. Damit hättest du ziemlich stark nachhaltigkeitszertifizierte bzw. gefilterte ETFs, die sich trennscharf perfekt ergänzen (keine Dopplungen) und den Weltmarkt fast aller investierbaren Länder abdecken. Bei den 30% Schwellenländern (neben 70% Industrieländern) gehen manche von einer Political-Risk-Premium aus. Die sollten demnach langfristig (bei etwas höherem Risiko) auch eine etwas höhere Rendite bringen, wie gewünscht.

    Insgesamt deckst du damit sehe breit gestreut den Weltmarkt ab, was die Sicherheit im Sinne von Ausfallsicherheit erhöht.

    Und bei den zukünftigen Cashflows "Mieteinnahmen" ist das anders?

    Immobilieninvestoren machen oft folgende Rechnung auf: Mietrendite aktuell ist 5%, die geschätzte Inflation rund 2%. Diese Inflation lässt sich über Mietsteigerungen mittelfristig realistisch ausgleichen, also kann man die Bruttorendite über den dicken Daumen mit rund 7% anpeilen, wenn sich sie Inflation und die Miete so entwickelt.

    Ob du das bei den Ertrags- und vor allem Kurswertsteigerungen der Unternehmen in deinem ETF in Inflationszeiten auch so einschätzen willst: Fraglich…

    Wo ist denn da groß der Unterschied zur Immobilie? Ein Unternehmen besteht aus Sachwerten, ist verschuldet und produziert Cashflow.

    Es geht nicht um die Immobilie, sondern um die Schulden… „Economics 010“ würde man an der Uni meines Freundes dazu sagen… 😉

    In dem Fall wird er sicher seine Aktien verkaufen und die Immobilie soweit möglich bar zahlen.

    Natürlich nicht: Der Tipp an Verbraucher und Kleinsparer, nicht neben einem Kredit aufs Eigenheim noch in Aktien zu sparen ist ja richtig. Gerade auch weil den Krediten regelmäßig kein renditestarkes Investment gegenübersteht und sich die Zinsen steuerlich nicht absetzen lassen.

    Hast du dich mal gefragt, wie die Protagonisten hier im Forum mit höheren Millionenvermögen in der Regel dazu gekommen sind? Genau, über einen Kredithebel. Fast jeder mit einem größeren Vermögen hat regelmäßig auch Schulden. Warum machen die das blos, gerade in Zeiten steigender Inflation? 🤔

    Er hat eine hohe Aktienquote, versteht nicht, dass dies ein Inflationsschutz ist, meint, dass er zukünftige Inflation besser vorhersehen kann als der Markt und will nun auf Pump spekulieren.

    Wo hat er denn seinen Doktor gemacht? Jahrmarkt und dort auf der Achterbahn?


    Ich sag mal so: Er hat verstanden, dass geldpolitisch mit steigender Inflation fast immer steigende Zinsen als Maßname der Notenbanken einhergehen. Steigende Zinsen sorgen für eine stärkere Diskontierung zukünftiger Cash-Flows, was die Bewertung von Unternehmen/Aktien entsprechend drückt. Tendenziell ist demnach Inflation eher schädlich für Kurse und Aktienmarktrenditen und per se erstmal wahrlich kein Inflationsschutz.

    Deine ganz simple Gleichung Aktien=hohe Renditen=guter Inflationsschutz würde er also sicher nicht unterschreiben.

    Wenn man sich dann makroökonomisch mal die Entwicklung der westlichen Industrieländer und insb. die Schuldenquoten z.B. auch in der Eurozone anschaut, wird deutlich, welches Interesse perspektivisch die Staaten an Inflation haben werden, um sich zu entschulden.

    Vorhersehen muss man dafür gar nicht viel. Die Frage ist, welche Komponenten man im Rahmen einer vernünftigen Allokation seiner Assets man dann berücksichtigt, sofern man eine etwas höhere Inflation auch nur für möglich hält. Und Schulden sind da theoretisch wie praktisch nicht die schlechteste Strategie! Erst recht nicht, wenn die Zinsen steuerlich absetzbar sind und die Mittel in einem Vermietungsobjekt mit ausreichend hoher Rendite stecken.

    Vielleicht vollziehst du den Gedanken mal nach, ganz unabhängig davon, an welcher Uni du oder er jetzt genau sein Lotterleben verbracht haben? 🤔

    Oder um es mit Tomarcy aus dem Nachbarthread zu sagen:

    Ich trinke gerade Tee in der Yoga-Schule bei 27 Grad. Da ist mir so ein Unfug zu dumm.

    😉

    Derzeit ja, aber wenn man sich die längeren Zeitreihen anschaut, schaffen es kurz- bis mittelfristige Staatsanleihen meistens ganz gut, für einen Inflationsausgleich zu sorgen.

    Die Idee eines „Inflationsschutz“ halte ich ohnehin für einigermaßen naiv. Was außer Rendite soll denn letztlich vor Inflation schützen?

    Ein Freund von mir aus dem Fondsmanagement mit größerem eigenen Depot und hoher Aktienquote überlegt gerade, eine Wohnung zur Geldanlage zu kaufen und rund 500T€ Schulden aufzunehmen als Inflationsschutz…

    Ok, danke, sehr gut, dann ist mein Verständnis an der Stelle ganz ähnlich. Dass die Zinsen bei einem Laufzeitband von 1-3 Jahren und einer Duration von rund 1,5 trotzdem noch so niedrig sind, wundert mich halt: 2022 ist jetzt vier Jahre her und ich hätte gefühlsmäßig erwartet, dass das Zinsniveau im ETF angekommen ist… Auf der anderen Seite: Das Plateau der Leitzinsen war ja erst 2024, insofern kommt das hin.

    Der Durchschnittskupon berücksichtigt aber nicht den Durchschnittskurs der Anleihen im Fonds. Dieser muss nicht 100% sein.

    Auch nicht in Prozent? Auf welche Basis, wenn nicht den aktuellen Kurs bzw. NAV beziehen die das denn dann?

    Insgesamt würde ich für das Teil dann aber zumindest eine Ausschüttungsrendite von rund 2,3% erwarten, was mittelfristig die Inflation halbwegs ausgleichen sollte…

    Der heutige Durchschnittskupon ist deshalb schon deutlich höher als der Kuponbestand, der die Ausschüttungen der vergangenen zwölf Monate erzeugt hat.

    Das ist der Punkt an dem ich hänge: Was ist denn der heutige Durchschnittskupon?

    Der Kupondurchschnitt der aktuell im Portfolio enthaltenen Anleihen zum Jahresende oder einem Stichtag oder der Durchschnittswert der Kupons des letzten Jahres bezogen auf das Gesamtjahr?

    Weil wenn es ersteres wäre, dann wäre klar, dass die Ausschüttungen immer ein Jahr nachhängen und dann in einem Jahr bei rund 2,3% liegen dürften…

    Nur ein Guess: Schüttet sie aus, was als Kupon reinkommt? Und das sind bezogen auf den Kurswert halt x Prozent, aber eben nicht der Kupon.

    Das genau wäre auch mein Guess! Mathematisch wäre das dann die Frage nach der Basis, auf die sich der Prozentwert bezieht. Und weicht hier die Summe der Kurswerte aller gehaltenen Anleihen wirklich so stark vom Fondsvermögen ab, dass es die Diskrepanz oben erklären würde? Kommt mir unrealistisch vor, die Prozentwerte liegen dafür zu weit auseinander…

    Weitere Unschärfe könnte sich dadurch ergeben, dass auch Anleger die Ausschüttung erhalten, die den Fonds bei Kuponzahlung noch nicht gehalten haben.

    Wird das nicht ignoriert bzw. ausgeklammert, wenn man so wie ich oben den aktuell durchschnittlichen Kupon (2,39%) vergleicht mit der aktuellen Ausschüttungsrendite (1,83%)?

    Der ETF soll die Rendite des zugrunde liegenden Index abbilden. Die Höhe der Ausschüttung ist schlicht egal.

    Den ersten Satz würde ich unterschreiben, der zweite ist aber doch gerade die Frage: Wie ermittelt die Deka den Anteil der Ausschüttungen des ETFs?

    Mein Verständnis aktuell ist, dass der Prozentsatz p.a ausgeschüttet wird, der eben im diesem Jahr als Kuponzahlungen reinkam.

    Und da sind die Werte des Fact-Sheets und die der Ausschüttungen bei extraETF zu weit für auseinander…

    Zu Abweichungen können führen:

    - das ständige Rollen in neue Anleihen

    - die festen Termine für die Ausschüttungen, die nicht mit den Zinsterminen der enthaltenen Anleihen übereinstimmen

    - Stückzinsen

    Die Anleihen rollen, trotzdem sollte die durchschnittlich Kupon-Zahlung des Vorjahres doch weitgehend der ETF-Ausschüttung entsprechen. Das rollen führt bei dem ETF bei der aktuellen Zinsentwicklung ja nur dazu, dass die Kupons sukzessive steigen, was sich dann in den anschließenden Ausschüttungen auswirken sollte…

    Die Termine der Anleihe-Ausschüttungen sollten doch durch die quartalsweisen Ausschüttungen des ETF relativ bald ausgeglichen bzw. geglättet werden. Man bekommt dann gewissermaßen den gleitenden Durchschnitt der entsprechenden Zeiträume. Die Duration von dem Teil ist mit rund 1,5 relativ kurz und das Zinsniveau der Staatsanleihen war m.E. in den betreffenden Zeiträumen zu stabil, als dass man damit die Abweichungen in der Größenordnung oben erklären könnte…

    Was meinst du mit dem Punkt Stückzinsen? Die gibt es sicherlich wg. der Käufe/Verkäufe durch das vorgegebene Laufzeitband (1-3 J.). Aber der Effekt bzw. die Auswirkung auf die Abweichung zwischen den Kuponzahlungen der Anleihen und den Ausschüttungen des ETFs dürften doch noch geringer sein als die der unterschiedlichen Auszahlungszeitpunkte oben.

    Konkreter gefragt: Wo landen denn die aktuell vereinnahmten Kuponzahlungen i.H.v. 2,39%, wenn aktuell nur 1,83% an die Investoren des ETFs ausgeschüttet werden? Im Kurs des ETF? Wie legt die Deka dann die Höhe der Ausschüttungen fest? 🤔