Beiträge von FinanztipUser

    Ein Grund dafür war der massive Anstieg von Leistungsfällen durch die Politik eines berühmten ehemaligen Staatsunternehmens…

    War das die Politik des gelben Unternehmens, bei dem heute weder Briefe noch Päckchen pünktlich ankommen, die Leistung immer schlechter und immer teurer wird? Und das obwohl die Zusteller heute kaufkraftbereinigt deutlich weniger verdienen als in den 1980er und 1990er Jahren?

    Oder das Unternehmen mit dem roten Logo, bei dem kaum noch ein Zug pünktlich kommt und die Infrastruktur völlig runtergewirtschaftet wurde? Und wegen dem bei der letzten EM ganz Europa über uns und den Zustand unseres Landes gelacht hat?

    Anderes Thema, aber wer hatte in den 90ern nochmal die glorreiche Idee, diese Unternehmen zu privatisieren? :/

    Du siehst, ich stehe hinter meiner Meinung und kann auch Gründe dafür angeben.

    Man wird keinen Dienstleister finden, der nicht das eigene Einkommen irgendwo im Hinterkopf hat. Wenn man jemanden sucht, der seine Leistungen zum Einkaufspreis durchschiebt, kann man lange suchen.

    Welche Gründe denn? Dein Argument scheint zu sein: Makler und Dienstleister wollen Geld verdienden, sie tun das über die Provision und ausserdem gäbe es am Markt nix geschenkt. Glaube, diesen "Gründen" (oder "Argumenten"?) wird keiner widersprechen... Bei der guten Hoffnung auf "den Experten" oder einem "Zurechtrücken" der Zusammenhänge im Verbraucherinteresse oder einer komplett neutralen Beratung im Interesse des Kunden im Falle des Provisionsvertriebs wäre ich mir da ganz pauschal schon nicht mehr so sicher. ;)

    Mein Argument: Makler haben nicht alle Versicherungsgesellschaften und Tarife im Programm. Daher macht es Sinn, auch die Anbieter in die Entscheidung einzubeziehen, die von Maklern eben nicht angeboten werden. Und gerade die Entscheidung GKV vs. PKV ist so zentral (insb. z.B. bei Familien mit Kindern!), dass ich die Beratung durch die GKV und deren Argumente dabei sicher nicht unter den Tisch fallen lassen würde!

    Ich glaube es war Nikolaus Braun, der in einem seiner Bücher zum Thema Geldanlage mal den folgenden Vorschlag gemacht hat: Wer von seinem "Bankberater" kommt, der ihm zur Geldanlage in Fonds rät, der sollte danach zumindest noch zu einem "Immobilienberater" (=Immobilienmakler) gehen und sich von dem auch zum Thema Geldanlage "beraten" lassen.

    Zu was beide jeweils grundsätzlich raten dürften, liegt auf der Hand. Und es hilft bei der Entscheidung einfach, möglichst viele Seiten und deren Argumente einmal gehört zu haben und diese ggf. dann auch bei der Entscheidung zu berücksichtigen...

    Das hilft angesichts der Komplexität der Sachlage in diesem Fall nur bedingt. Natürlich ist Aufschlauen immer gut, aber manche Fragestellungen bekommt man damit als Laie nicht in den Griff.

    Wer bekommt die Fragestellungen dann in den Griff? Ein Makler, der nur eine begrenzte Auswahl an Angeboten/Anbietern hat? Der Debeka-Vertreter, der nur eine Gesellschaft vertritt? Oder der Berater der GKV, der für ein ganz anderes System steht und dafür werben dürfte?

    Man entkommt der von Dir richtig angesprochenen Zwickmühle nicht: Jeder Dienstleister lebt letztlich von seinen Preisen, seinem Honorar, seiner Courtage.

    Wieso der "Zwickmühle" entkommen? Man sollte bei all diesen Dienstleistern schlicht und ergreifend im Hinterkopf behalten, welches Ziel sie verfolgen, wie sie incentiviert sind, wovon sie profitieren und wobei sie verlieren. Und das dann versuchen mit den eigenen Interessen in Einklang zu bringen...

    Kurz: Für das von Dir richtig identifizierte Problem gibt es keine Lösung.

    Natürlich gibt es die: Keine Scheuklappen aufsetzen bei der Anbieterauswahl! D.h. nicht nur auf die Software und das Angebotsportfolio einzelner Makler setzen, sondern wie geschrieben auch die Anbieter in die Auswahl mit einbeziehen, die Makler regelmäßig nicht anbieten können (Debeka, Provinzial, HUK, Sparkassenversicherungen, etc., aber auch die GKVs). Das um eben einen vollständigen Überblick über den Markt zu haben und nicht nur über Teile des verfügbaren Angebots...

    Ist das etwas mehr arbeit, statt die Verantwortung abzugeben, sich als "Laien" zu klassifizieren und dann Scheuklappen aufzusetzen und wesentliche Teile des Marktes auszublenden bzw. zu ignorieren? Klar! Aber bei einer Entscheidung für ein Vertragsverhältnis über etliche Jahrzehnte, oft bis zum Rest des Lebens sollte es einem das meines Erachtens wert sein! ;)

    Die Verantwortung für die Entscheidung trägt man selbst, daher führt am "Aufschlauen" kein Weg vorbei. Die Verantwortung für so eine Entscheidung kann man im Grunde gar nicht abgeben, auch wenn sich das bei deinem Vorschlag so anfühlen mag. Die Konsequenzen von lebenslangen Vertragsabschlüssen trägt man zwangsläufig selbst.

    Der Käufer kann solche Unterlagen nicht besorgen. Er hat sie logischerweise nicht, und kann sie üblicherweise auch nicht einfach bei einer Behörde anfordern.

    Bei mir hat das geklappt: Mit dem Argument „berechtigtes Interesse“ wg. Kauf hab ich als angehender Käufer vom Bauamt für ein komplettes Mehrfamilienhaus die Bauakte bekommen.

    War sogar schon digitalisiert und für 70€ gabs eine CD mit genau den PDFs, die die Bank wollte. Trennungserklärung hab ich dann über Nachbarn bekommen, weil auch die der Verkäufer nicht mehr hatte.

    Fazit: Geht aufs zuständige Bauamt zu und bittet um eine Kopie der Bauakte!

    Aspekt am Rande: 50k als Privatkredit und als nicht-Baufinanzierung ist extrem teuer und sollte man grundsätzlich meiden wie der Teufel das Weihwasser. Mal drüber Nachgedacht, mit Winkelzügen die Wohnungen zu beleihen? Und die konkreten Zinsen in Prozent für beides einmal verglichen?

    Meine Meinung: Was ich mir in so einer Situation in dieser Höhe nicht leisten kann, dafür sollte ich sparen und keinen Kredit dafür aufnehmen…

    Du solltest in Deinem eigenen Interesse nicht um den Makler herumkommen wollen. :)

    Der Vollständigkeit halber und weil hier Leute wie @Achim Weiss ja geradezu so tun, als ob Makler a) nicht interessengeleitet wären und b) den gesamten Markt abdecken würden:

    Am selbst aufschlauen führt kein Weg vorbei, und sei es durch einen Blick in den letzten Finanztest der Stiftung Warenrest. Nicht ohne Grund empfehlen Leute wie Nikolaus Braun oder Hartmut Walz die Beratung an dieser Stelle durch unabhängige Versicherungsberater. Wenn man sich durch einen Makler „beraten“ lässt, sollte man zumindest der Vollständigkeit halber noch die Versicherungsgesellschaften berücksichtigen und sich ggf. dort auch noch „beraten“ lassen, die durch Makler eben nicht vertrieben werden, konkret: Debeka, HUK, Provinzial, Sparkassenversicherungen, etc. Ausserdem auch gerne die GKV der Wahl, falls man bei der Entscheidung GKV oder PKV noch nicht sicher ist.

    Wenn man das nicht macht, ignoriert man einfach relevante Teile des Marktes und des Angebotes. Und das würde ich bei einer Entscheidung mit so einer Tragweite definitiv nicht machen wollen! ;)

    GbR wäre denn eine eGbR. Ist mehr Aufwand, muss man sich gut überlegen.

    Welchen Mehraufwand meinst du genau? Beim Kauf? Bei der Finanzierung (klappt die genauso problemlos?!)? Bei der späteren Bewirtschaftung der Immobilie?

    Ich kann glaube ich gerade die späteren Folgen, z.B. die Frage, wie sich das dann später auf die Steuererklärungen auswirkt, wie auf die Eigentümerversammlungen, wie bei einem späteren Verkauf, etc. noch nicht so ganz abschätzen…

    Hallo zusammen,

    angenommen, man würde in der Familie (z.B. unter Geschwistern) eine Immobilie kaufen und finanzieren und vermieten wollen. Vermieten zum Beispiel, weil alterstauglich, barrierefrei und gut gelegen an die Eltern. Welche Art der Grundbucheintragung würdet ihr vorziehen? Eintrag jedes Geschwisterteils anteilig im Grundbuch (Bruchteilsgemeinschaft) oder eine BGB-Gesellschaft/GbR, bei denen jeder dann die entsprechenden Anteile am Gesellschaftsvermögen der GbR hält?

    Meine Tendenz geht aktuell in Richtung der GbR, da man dann nach einmaliger Eintragung der GbR im Grundbuch die Immobilienanteile zwischen den Geschwistern einfacher bzw. günstiger verschieben kann. Angenommen, der eine würde den anderen ausbezahlen wollen, dann würden eben nur die Gesellschaftsanteile verkauft ohne Änderungen am Grundbuch vornehmen zu müssen, was je nach Immobilienwert schnell 5-stellige Beträge spart.

    Fragen:

    • Hat das schonmal jemand überlegt und gemacht bzw. Erfahrungen damit?
    • Ist es tatsächlich so, dass man dann "am Küchentisch" mit einem Vertrag die Anteile (ver-)kaufen kann?
    • Klappen die Finanzierungen bei der Bank ohne Probleme auch bei der GbR?
    • Wie läuft dann die Eintragung ins Gesellschaftsregister (seit 2025 ja wohl verbindlich)?
    • Hat so ein Vorgehen Nachteile, die ich jetzt noch nicht sehe?
    • ... ?

    Danke und schönen Sonntag zusammen!

    FT_User

    PS: Hier ein paar Infos zum Unterschied im Vorgehen und zum Gesellschaftsregister:

    - https://www.notar.de/aktuelles/deta…r-und-nachteile

    - https://www.fachanwalt.de/ratgeber/das-n…-und-antworten-

    Deinen Frust bzgl EM kann ich nachvollziehen, bei mir sind es nur 15%, aber zusammen mit den 10% Europa + 5% DAX ziehen sie den Rest meines Portfolios auch nach unten. Und dir hat doch der Momentum geholfen, die schlechteren Zahlen aus EM auszugleichen.


    Ich bin daher auch immer auf der Suche nach guten (?) Gründen, um mir meine Entscheidung zu rechtfertigen. Aktuell habe ich die Entscheidung verschoben, da ich erstmal abwarte, ob/wie sich die Weltwirtschaftslage die nächsten Monate unter Trump.2 entwickelt. Wird es da irgendwo Gewinner geben?

    Ist euch bewusst, was ihr an der Stelle macht? Das ist praktisch Turbo-Market-Timing mit Adjustierungen alle paar Monate… :/

    Was ein in meinen Augen langfristig gutes Argument wäre, ist die Tendenz zum Mittelwert: Wenns auf lange Sicht am Weltaktienmarkt 7-8% zu holen gab, dann hat der „World“ aktuell Vorschusslorbeeren und die „EM“ einiges an langfristigem (Aufhol-)Potenzial.

    Beides wie gesagt unter der Annahme, dass langfristig die EM-Unternehmen eine ähnliche Rendite haben, wie die westlichen Unternehmen. Und da fällt zumindest mir kein gutes Argument ein, warum das im Mittel und auf lange Sicht nicht so sein sollte, bei hier wie da riesigen Unternehmen, die im globalen Wettbewerb stehen…

    Eher im Gegenteil: Alle Diskussionen und Studien um die „Political-Risk-Premium“ gehen ja in die genau gegensätzliche Richtung und unterstellen sogar eine Mehrrendite. Auch wenn die natürlich in den letzen 5 Jahren ziemlich ausgeblieben ist!

    Nur: Sich gerade jetzt von den EM abwenden…?

    Ab Februar sieht es dann so aus, dass ich eine 76/24 Depotaufteilung habe und der EM-Anteil durch den steigenden Anteil des SPDR ACWI IMI stetig abbauen werde.

    Wie immer bei „Market-Timing“ und/oder „(pro)zyklischem Investieren“ würde ich mir die Frage stellen: Warum jetzt? :/

    Psychologisch gesehen kann ich die Umstellung gut verstehen. Ökonomisch gesehen tendiere ich gerade ehrlich gesagt zum Gegenteil, nämlich den EM-Anteil eher auszubauen, statt ihn zu reduzieren…

    Wie wärs, wenn wir den Horizont mal über das Immobilienvermögen hinaus auf das Gesamtvermögen erweitern? Und nicht wie der Fokus in diesem Artikel die Verteilung genau dieses Vermögens krampfhaft ausblenden? Dann würde es interessant und aussagekräftig und nein: Nur an den Immobilien liegt es sicher nicht! 😉

    Bundesbank-Bericht: Wie ungleich Vermögen in Deutschland verteilt ist
    Erst entspannte die Corona-Pandemie die Lage, jetzt wird die Kluft zwischen Arm und Reich wieder größer. Wie groß die Ungleichheit beim Vermögen hierzulande…
    www.wiwo.de

    Frage: Sind die Beamtenversorgungsansprüche nicht „wertvoller“ als die Rentenpunkte? Was ist mit späteren Kürzungen der gesetzlichen Rente?

    Sollten Beamte so einen Ausgleich nicht besser durch einen Ehevertrag ausschließen wenn ähnlich hohe Ansprüche erworben wurden?

    Mir ist klar das keiner die Zukunft vorhersagen kann und deshalb würde ich gerne 70/30 machen weil es mir einfach gefällt. Ich möchte es gerne mit 2 ETFs lösen die auch smallcaps abdecken daher die Wahl.

    Ist doch machbar und easy an der Stelle: 80/20 dieser beiden ETFs (ACW-IMI/EM-IMI) sollte doch dann ziemlich genau dem 70/30 Portfolio aus World/EM entsprechen und das mit dem Bonus, dass du auch die Small-Caps mit drin hast…

    Ich finde gerade vor dem Hintergrund der anderen Investments eine etwas höhere Gewichtung der EM ziemlich sinnvoll!

    Was ich an der Diskussion interessant finde: monstermania und Micho scheinen überhaupt keinen Sinn darin zu sehen, das Depot auch für die nächste Generation mitzudenken und auszurichten. Historisch und kulturell ist es ziemlicher Standard, dass Eltern versuchen, Immobilien (konkret sofern vorhanden: Das Elternhaus) eben auch als Vermögen für die Kinder versuchen zu halten und zu vererben. Egal wie erfolgreich das dann letztlich im Immobilienfall sein mag: Warum sehen wir Depot-/Aktienvermögen an der Stelle so anders?

    Gerade wenn hier viele wie von Saidi, Kommer und co. propagiert eher zur Miete wohnen (notgedrungen oder als bewusste Entscheidung?) und sich parallel Vermögen dann primär im Depot aufbauen: Warum dann nicht auch einen Teil des Depots an die Kinder vererben, sofern man welche hat?

    Verstehe ich nicht, diese Ungleichbehanldung von Immobilienvermögen (oft vererbt über etliche Generationen) und Depotvermögen (auf jeden Fall immer zu entsparen/verbrauchen)! :/