Beiträge von FinanztipUser

    Den Sinn einer Komposition aus Aktien und geldmarktähnlichen Anleihen mit sehr kurzer Duration in einem Investmentvehikel würde sich mir auch überhaupt nicht erschließen. Vielleicht (oder besser: anscheinend?) sieht Herr Kommer das genauso.

    Die jetzt vorgelegte Asset Allocation halte ich da für deutlich interessanter; mir wäre der Fonds trotzdem nichts, mit nur 60 Prozent Aktien.

    Flexibler wäre das in zwei Teilen sicherlich, zumal Privatanlegern ja immer noch zum obligatorischen Notrgroschen auf dem Tagesgeldkonto geraten wird.

    Nur: Warum soll man dann die Quote des High-Yield-Corporate-Bond oder der EM-Staatsanleihen oder eben die Aktienquote im Zeitverlauf nicht variieren wollen?

    Ich würde den Vorteil aktuell steuerlich noch in der Teilfreistellung für den Anleiheteil sehen, aber ansonsten bleibt meine Frage: Wer braucht so ein Teil?

    Also jetzt mal außer Gerd Kommer und seiner Fondsgesellschaft?

    Ich warte dringend auf eine Stellungnahme von St. Irving……der muss jetzt mal mit gewohnter „sachlicher Härte“ Stellung nehmen.

    Vermute, er ist panisch dabei, seinen Kommer-Multifaktor-Aktien-ETF zu verkaufen weil ihm spontan aufgefallen ist, dass das grundsolide, objektive und absolut überlegene Kommer-Argumentationsgerüst mit lauter ganz sachlichen Wissenschaftserkenntnissen und schwarz/weißen Absolutheiten gerade relativ stark am Wackeln ist… 😜

    Das bezieht sich auf den sicheren Teil des Depots.

    Er betont das immer auch bei den EM-Staatsanleihe-ETF, im Zitat oben ja auch wieder, wie wichtig ihm die kurze Duration ist. Sein praktisches Problem ist natürlich: Es gibt aktuell m.W.n. keine EM-Staatsanleihe-ETF mit einem Laufzeitband von 1-3 Jahren bzw. einer (modified-)Duration um 1,5 mit Handelszulassung für D/EU. Gäbe es den, würde er wahrscheinlich darauf setzen…

    Ob man das soll, muss jeder selbst wissen. Das hängt vom Sicherheitsbedarf ab.

    Naja, dreh die Überlegung doch mal rum: Wie müsste ein klassisches Kommer-Portfolio aus Aktien und Anleihen gestrickt sein, um eine vergleichbare Risiko-Rendite-Relation zu erreichen?

    Ich würde auf etwa 70% Aktien (Weltmarkt) und 30% EUR-Staatsanleihen (kurzlaufend) tippen. Und ich würde darauf tippen, dass die Rendite bei gleichem Risiko im Sinne von Schwankungen höher ausfallen dürfte. Und dass nach Kosten mit zwei einfachen und sehr kostengünstigen ETF das Ziel günstiger (ergo mit noch höherer Gesamtrendite) zu erreichen sein dürfte.

    Ihr zahlt hier Kommer gleich doppelt: Einmal für seinen Multifaktor-Aktien-ETF und nochmal für den Dachfonds, der dann noch so eine merkwürdige Mischung zusammenzimmert.

    Ich glaube nach Kosten echt, dass eine plain and simple 70% Aktien/30% (Staats-)Anleihen - Kombination besser laufen dürfte…

    Tja…gerade durfte man nicht mal eine Unternehmensanleihe eines Dax-Unternehmens mit 10 Monaten Restlaufzeit haben…und jetzt solche unglaublich riskanten ETFs…Duration 0-5 Jahre…

    Ja und das Risiko auch noch mit so unglaublich niedrigen Renditen!

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…4998#uebersicht

    Laut JustETF schüttet der High-Yield-Corporate-Bond-ETF aktuell 3,03% aus (3,84% „Renditen“ laut Factsheet), was das Risiko von Junk-Bonds doch nicht mal ansatzweise angemessen kompensiert!

    Und wie war das nochmal früher in der reinen Kommer-Lehre? Grundsätzlich mindestens 100 Unternehmen auch in Corporate-Bonds mit guten Ratings um das Ausfallrisiko zu streuen!
    Das Teil umfasst laut justETF gerade mal 90 Unternehmen und hat laut Factsheet ein Durchschnittsrating von BB-. Gilt das jetzt neuerdings gerade für High-Yield-Bonds bei ihm nicht mehr? 🤔

    Keine Ahnung was so eine Komposition soll, versteh ich mit und ohne Kommer wirklich nicht…

    Hmm, ist so nicht ganz richtig. Die Schwellenländer-Staatsanleihen nennt Kommer schon länger attraktiv. Hier ein älterer Eintrag in seinem Blog: https://gerd-kommer.de/blog/schwellenlaender-staatsanleihen/

    Ja, das schon und der Sinn von EM-Staatsanleihen für sich genommen ist ja gegeben. Er betont aber in dem Kontext regelmäßig und relativ pauschal, dass ihm alle Laufzeiten über 3 Jahren zu lang wären. Bei den EMs hat er das jetzt mit Laufzeiten bis 5 Jahre über Board geworfen, auch wenn die Duration natürlich immer darunter liegt.

    Genau wie seine Warnung vor High-Yield-Corporate-Bonds, statt derer man nach der reinen Kommer-Lehre dann besser gleich Aktien nehmen sollte. Und die man dann eben durch relativ sichere kurzlaufende (Staats-)Anleihe-ETFs in EUR für den sicheren Portfolioteil flankieren müsste, damit die Rendite-Risiko-Relation wieder passt.

    Der Ansatz jetzt ist demzufolge nicht Fisch und nicht Fleisch…

    Kann mir echt nur vorstellen, dass sich das an Leute richten soll, die das dann mit dem von ihm früher empfohlenen kurzlaufenden Staatsanleihen-ETF (https://www.justetf.com/de/etf-profile…in=LU1829219556), einem Geldmarkt-ETF oder gleich mit Tagesgeld als „Sicherheitsbaustein“ kombinieren sollen.

    Ausschüttend würde der ETF in meinen Augen dank Gold und Commodities dann gar keinen Sinn mehr machen. Aber da war Kommer ja ohnehin nie ein Fan von, was er mit vielen kinderlosen Depotsparern gemeinsam zu haben scheint…

    Warum so eine Komposition? Ist dann vermutlich alles für den nach Kommer „risikoreichen Teil“ des Portfolios gedacht, da relativ ausfallsichere kurzlaufende Anleihen in Heimatwährung bewusst rausgelassen wurden..?

    Dann überzeugt mich die Rendite des Konzepts aber nicht, von der fehlenden Flexibilität und einem nennenswerten SRI-Filter ganz zu schweigen.

    Krass, das entspricht an vielen Punkten wirklich dem exakten Gegenteil von dem, was Kommer jahrelang gepredigt hat: Keine Heimatwährungs-EUR-Staatsanleihen, dafür High-Yield (!) Unternehmensanleihen und EM-Anleihe-ETFs mit gemessen an Kommers Lehre viel zu langer Duration. Dazu Gold und Commodities in homöopathischen Dosen.

    Naja, erwartbar hat er seine Multifaktor-Welt-Aktien-ETF dabei verwurstet.

    Was sagte angeblich schon Adenauer: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?! 🤔

    Hi, meint Kupon vielleicht die Kupons, Zinsen, der im ETF liegenden Anleihen, unabhängig von deren Kurswert?

    Ja, davon wäre ich ausgegangen. Die Kursschwankungen sollten etwa den Kursschwankungen des Anleiheportfolios entsprechen ggf. reduziert um die laufenden Verwaltungskosten…

    Zusammen mit dem Kurs und deren Laufzeit berechnet sich die Rendite der jeweiligen Anleihen.

    Ich würde eher denken, es errechnet sich so die Rendite des Fonds/ETFs, also aus der Summe der Einzelrenditen der Anleihen, die eben drinstecken im ETF.

    Bleibt nur die Frage: Wie errechnet die Deka die Ausschüttungen des ETF und warum ist die Diskrepanz zwischen den Kuponzahlungen der Anleihen und den ETF-Ausschüttungen so groß?

    Hallo zusammen,

    mein Verständnis von Anheihe-ETFs mit festen Laufzeitbändern ist, dass die Ausschüttung des ETFs im Wesentlichen aus den von den Anleihen in der entsprechenden Periode ausgezahlten Kupons bzw. Zinszahlungen bestehen sollte.

    Frage: Warum weicht die Ausschüttung dann bei einigen ETFs so stark ab?

    Konkret z.B. bei dem hier:

    ISIN DE000ETFL128

    https://www.justetf.com/de/etf-profile…L128#uebersicht

    https://api.fundinfo.com/document/dab3b…_2026-07-31.pdf

    Laut Factsheet der Deka liegt der durchschnittliche Kupon aktuell bei 2,39%, laut justETF die aktuelle Ausschüttungsrendite aber nur bei 1,83% nach 1,37% im Vorjahr.

    Wie erklären sich diese nicht ganz unerheblichen Abweichungen? Stimmen die Zahlen von extraETF nicht oder hab ich was übersehen?

    Danke und Gruß

    FT_User

    Nicht die Vermögenshöhe entscheidet, sondern die Funktion des Geldes.

    Ohne den Thread komplett gelesen zu haben sehe ich die Antwort auf die Frage des Threads bei mir aktuell relativ eindeutig:

    Anleihen (zumindest länger laufende) werden bei mir neben Aktien im Depot erst dann richtig relevant, wenn die letzten Immobiliendarlehen abbezahlt sind.

    Bei Netto aktuell rund 2% Darlehenszinsen gehe ich (ja, kreditgehebelt) ins Aktienmarktrisiko mit erwarteten 5+ Prozent.

    Das negative Zinsdifferenzgeschäft mit Anleihen, die nach Steuern weniger bringen als Sondertilgungen, bringe ich nicht übers Herz! 😉

    Wenn die Darlehen weg sind, würde ich dann aber auch über weitere Anlageklassen wie Gold nachdenken.

    Mein Plan ist aktuell, mit Renteneintritt einen Peak bei den Anleihen aufzubauen: 40% zum Beispiel. Ab dann würde ich aus dem Gesamtdepot nur noch die Ausschüttungen entnehmen und der Anleiheanteil wird für den Rest meiner Tage erwartungsgemäß abschmelzen aber eben auch die Ausschüttungen stabilisieren.

    Je nach Lauf der Dinge, dürfe die nächste Generation dann ein 70-90% Aktienportfolio übernehmen und meine Entnahmequote insgesamt bei rund 2% p.a. gelegen haben.

    Wenn du beim Vertragsabschluß nicht angekreuzt hast, dass du Neukunde bist, fällt auch dieser Rabatt weg.

    Hatte ich angekreuzt und war ja auch richtig in der Auftragsbestätigung drin...

    Wenn man den Router kauft, oder den eigenen mitbringt, gibts halt keine Gutschrift. Lesen und verstehen ist für mache schwer.

    Hatte ich wie gesagt extra beim Tarifabschluss angegeben, also dass ich keinen (!) Router benötige und trotzdem hatten Sie mir diese merkwürde Routergutschrift reingebucht in die Auftragsbestätigung, ohne dass ich damit gerechnet hätte. Aussage vom Support dazu: Das wäre halt statt der anderen Gutschriften reingebucht worden.

    Mit Lesen hat das Chaos der Telekom an der Stelle also weniger zu tun...

    Die Anschlüsse mit und ohne Festnetz sind technisch doch identisch. Softwareseitig wird dem Anschluss eine Rufnummer zugeordnet und das war’s dann.

    Wenn man es wohlwollend sieht, wird es ohne die Rufnummer also nicht billiger.

    Ein gewisser Kostenfaktor ist es sicherlich... Aber an der Stelle könnte man, wenn man die Telekom in Schutz nehmen wollte, mit den Regulatoren argumentieren.

    Kann sein, dass Eazy das damals nur als Kabelanbieter ohne Telefontarif anbieten konnte und die klassischen "Telefonanbieter" da noch ein paar anachronistische Vorgaben haben.

    Schnurlos 😉

    Wo ist da der Mehrwert?

    Ich hätte jetz eher an Unternehmen gedacht. Aber dann ist mir eingefallen, dass selbst vor über 10 Jahren in meinem letzten Unternehmen schon alles über Voice-over-IP lief und kein Mensch mehr Telefonanschlüsse gebraucht oder genutzt hat.

    Schon mal an Menschen mit Einschränkungen/Behinderung gedacht?

    Gerade hierbei sind die digitalen Lösungen doch oft im Vorteil und viel flexibler allein schon wg. der Schnittstellen: Meine Eltern sind nicht mehr die jüngsten und mein Vater war begeistert, als er sein IPhone über Bluetooth mit dem Hörgerät verbinden konnte. Hast du das (oder vergleichbare Lösungen/Ergebnisse) mal über Festnetztelefonie probiert?

    Allein schon die Sprachqualität ist so viel besser als bei Festnetztelefonie... Aber klar: Irgenwelche Nischenverwendungszwecke wird es noch geben, nur wie viel Prozent der privaten Glasfasernutzer haben wirklich noch ein Festnetztelefon?

    Du brauchst sicherlich keinen Festnetzanschluss mehr, so klingt es zumindest.

    Ernsthaft, was machst du denn damit? Mit einem kabelgebundenen Telefon dann beim Telefonieren mit dem Finger am Spiralkabel rumspielen, weil das so viel Spaß macht? Hat das Telefon an diesem Anschluss dann auch noch eine Wählscheibe? :/

    Versteh mich nicht falsch, aber ich reite morgens auch nicht mehr mit dem Pferd oder der Kutsche zur Arbeit und Briefe über Brieftauben versende ich auch nicht...

    Ich könnte in der App jetzt auch noch die Routergutschrift beantragen, aber da erfülle ich die Bedingungen nicht. Die Konditionen aus der App als Screenshot angehängt.

    Ok, danke! Wenn ich mir diese Bedingungen zur ominösen Routergutschrift anschaue, dürfte ich die noch weniger bekommen haben als alles andere: Eine eigene Fritz-Box zu nutzen bedeutet ja gerade nicht, einen "Internet-Tarif in Verbindung mit einem Router" gebucht zu haben. Verstehe den Laden mit diesem Quatsch mit etlichen Gutschriften wer will...

    Wie gesagt: Bei Eazy war es schon vor 7 Jahren möglich, eine 50Mbit-Flatrate ohne (!) Festnetztelefontarif zu buchen. Und das ohne irgendwelche Zuschläge, Abschläge, Boni, Cash-Backs oder sonstigen Blödsinn einfach nur für 17,99 € pro Monat. Mehr bräuchte oder will ich heute auch nicht!

    Du merkst es nicht, oder? Im von dir gezeigten Screenshot in deinem ersten Post steht ausdrücklich, dass das Cashback erst beantragt werden kann, nachdem du erste Rechnung erhalten hast. Und ich nehme ganz stark an, dass dies noch nicht der Fall ist.

    Was du schreibst ist doch Konsens, es widerspricht aber dem was johu geschrieben hat:

    Die Option gab es sobald der Vertrag aktiv war, Beantragung erst nach Erhalt der ersten Rechnung

    Demnach müsste die es die Option jetzt mit Aktivierung des Vertrages gegeben haben, was nicht der Fall war. Dass die Beantragung dann erst nach der ersten Rechnung geht, ist klar...

    Die Konkurrenz ist keinen Deut besser. Die Vodafoner haben mir damit gedroht, dass sie mein Telekom-Kupferkabel gleich mit raus reißen, wenn sie in der Straße ihre Glasfaser verlegen.

    Ja, alles ist steigerbar... Könnte auch noch Erfahrungen insb. von 1&1 beisteuern, aber bei den völligen Billigheimern erwartet man ja nix anderes. Vodafone war in den letzten Jahren bei mir relativ OK.

    Aber genau das ist es ja, was bei der Telekom überhaupt nicht passt: Überteuerte "Premium"-Preise aber grottenschlechte Leistung und der beschriebene unterirdische Umgang mit Kunden bei völlig aus der Zeit gefallenen Tarifen mit verpflichtenden Festnetztelefonleistungen bei Glasfasertarifen, die heute wirklich fast keiner mehr braucht...