Beiträge von FinanztipUser

    Das Finanzamt akzeptiert in den ersten Jahren zwar Verluste aus der Vermietung, aber nicht dauerhaft. Dann wird es die Vermietung als Liebhaberei einstufen.

    Ist das so? Gerade mit den zwei Jahren wäre ich nicht sicher. Meinem Verständnis nach muss man bei gut 50% der ortsüblichen Miete eine langfristige Gewinnprognose aufmachen (30 Jahre), falls die aber gegeben ist, wird das m.E. dauerhaft akzeptiert.

    Zitat

    „Wird eine Immobilie im Bereich von 50 bis 66 Prozent der ortsüblichen Miete überlassen, ist eine Totalüberschussprognose (regelmäßig über einen Zeitraum von 30 Jahren) vorzunehmen. Fällt diese Prüfung positiv aus, ist eine Einkünfteerzielungsabsicht zu unterstellen und die angefallenen Aufwendungen können in vollem Umfang in Ansatz gebracht werden.“

    Quelle: https://www.schultze-braun.de/news/vermietun…r-gewinnstreben

    Kann ich mit 60 eine Wohnung kaufen, die ich nicht bis zur Rente abbezahlt habe?

    Ja, manche Banken machen das, also Finanzierungen bis ins Rentenalter. Hängt aber sehr von der individuellen Einkommens- und Altersversorgungssituation ab. Ich würde einen von Finanztip empfohlenen Baufinanzierungsvermittler einmal darauf ansprechen: https://www.finanztip.de/baufinanzierung/

    Als primären Vorteil würde ich sehen, dass ihr die Wohnung bzw. Immobilie kennt und den Nachteil des Altmietvertrages gemeinsam kompensieren könnt. Wenn das zu einen wirklich günstigen Preis führt und keine Unsummen an Kosten für Renovierungen absehbar sind, würde ich darüber nachdenken.

    Was ein weiterer Vorteil für euch wäre: Meines Wissens nach (müsste man nochmal härten) akzeptieren die Finanzämter aktuell eine Miete bis zur Hälfte, also 50% der ortsüblichen Miete. Ihr könntet also ggf. einen Mietvertrag schließen, bei dem du nur die Hälfte der ortsüblichen Miete versteuern müsstet. Deiner Schwester steht es in gewissen Grenzen frei, dir an Weihnachten sagen wir mal ein größeres Weihnachtsgeschenk zu überweisen, das du dann zur Tilgung des Kredits nutzen könntest.

    Du kannst bei der Vermietung die Zinsen von der Steuer absetzen, die neu beginnende Abschreibung auch und wenn die Mieteinkünfte unter den steuerelevanten Ausgaben liegen, hast du für die letzten Jahre deines Arbeitslebens einen nicht ganz zu unterschätzenden Steuervorteil. Du sparst dann nämlich auch Einkommenssteuer, wenn du die steuerlichen Verluste gegen dein Einkommen rechnen kannst.

    Menschlich gesehen muss es natürlich auch passen und du mit deiner Schwester das Projekt wirklich wollen. Es ist dann nicht wenig Geld in der Wohnung gebunden und Teilverkäufe im Alter sind regelmäßig schwierig. Könntest du dir denn zur Not auch vorstellen in die Wohnung zu ziehen, falls deine Schwester auszieht oder nicht mehr leben sollte?

    Ok, danke für die Info!

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    Das heißt dann aber im Umkehrschluss doch auch, dass Versicherungen ohne Altersrückstellungen nicht zu diesem Rechtsanspruch führen. Was wäre demnach mit Tarifen für Kinder oder Ausbildungstarife (Referendariat), bei denen eben noch keine Altersrückstellungen gebildet werden?

    Mittlerweile könnte man fast orakeln, dass Europa auch in die EM geht und China in den MSCI World aufgenommen wird 😄

    Naja, ist ja im Fall von Griechenland z.B. schon so, bei weiteren Ländern in Osteuropa auch! ;)

    Kippenklinge: Ich habe aus den genannten Gründen in genau der gleichen Kombination aus ETFs genau 10% Europa (bei mir: MSCI-Europe) ergänzt, das neben 25%EM und 15% Small-Caps. Meine US-Quote liegt damit ähnlich wie beim Kommer ETF bei rund 45%. Ohne die Erhöhung von Europa wären es 55% und beim MSCI-World waren es zuletzt wieder über 70%. Meine Entscheidungsregel: Sobald der US-Anteil im ACWI-IMI unter 50% gefallen ist, würde ich die "Überhöhung" von Europa aufgeben. Gerade in Anbetracht der politischen Entwicklungen in den USA möchte ich nicht mehr als 45% auf ein Land setzen, Rendite von Big-Tech der USA in der letzten Dekade hin oder her.

    Auf ganz lange Sicht konvergieren die Aktienmärkte der Weltregionen und auch die Aktienmarktsegmente. Ich würde mich nicht zutrauen, auch nur annähernd einschätzen zu können, ob dann in 30 Jahren die Emerging-Markets, der MSCI-World, der MSCI-Europe oder die Small-Caps in meinem Depot besser gelaufen sein werden. Je länger die Zeitreihen sind, desto mehr gleichen sich diese Verläufe nämlich an.

    Die Finanztest schlägt daher z.B. auch ein reines Europa-Investment als ausreichend gestreut vor. Das wäre mir persönlich (genau wie im Fall der USA mit über 70%) auch ein zu großes Klumenrisiko, aber historisch auf ganz lange Sicht gesehen wäre es nicht so viel schlechter gelaufen als der Gesamtmarkt (ACWI-IM). Auch deshalb habe ich mit zusätzlichen 10% Europa im Depot keine Bauchschmerzen. Oder umgekehrt bezogen auf das Gesamtportfolio eben weniger Bauchschmerzen als mit über 70% US-Anteil, also im Grunde einer ganz erheblichen Länderwette auf nur ein Land.

    Letztlich ist es m.E. Geschmackssache und wie immer wird die Zukunft zeigen, was dann rückblickend besser gelaufen sein wird. Gerade deshalb würde ich auf das Gefühl dabei achten: Wenn du dich wohler fühlst mit 45% US-Anteil und mit der Gesamtaufstellung besser schlafen kannst, dann mach es. Wenn nicht, dann würde ich davon absehen... :)

    Du könntest Dich beispielsweise mal an einen der bundesweiten Kreditvermittler wenden (Immo-Kredite betreffend) - wie Dr. Klein, Interhyp, Hüttig & Rompf usw. - und da unverbindlich telefonisch anfragen, welche Vorgehensweise man Dir bei einer Umschuldung für eine solches Immobilien-Darlehen (mit einer Restschuld von 50.000 €) empfiehlt ...


    Vielleicht waren meine diesbezüglichen Erlebnisse ja sämtlich Einzelfälle ... ? :)

    Es geht nicht um eine Umschuldung im Sinne einer Prolongation bzw. Anschlussfinanzierung sondern um eine Neufinanzierung zum Kauf von bzw. zum Ausbezahlen der Ehefrau. Und ja: Gerade unter 50.000€ wird es bei einigen Banken schwieriger werden, unmöglich ist es sicher nicht. Insbesondere die bisher schon finanzierende Bank (mit bereits eingetragener Grundschuld) dürfte sich bei entsprechenden Sicherheiten und Einkommensnachweisen über die Aufstockung der Summe freuen!

    Mir scheint das größere im Raum stehende Problem die zu hohe Monatsrate zu sein. Und das sollte sich imho eigentlich lösen lassen, sofern man die Immobilie denn ansonsten sinnvoll halten kann und wirklich halten will…

    Fassen wir mal zusammen: @Achim Weiss findet, eine Finanzierung der Haushälfte sei auf Grund der zu hohen (!) Summe unmöglich, vermutlich weil er Immobilieneigentum nicht mag, so wie er Anleihen nicht mag. X/  Sovereign argumentiert, dass die Summe zu klein (!) wäre, um sie zu finanzieren…

    Ich würde sagen: Die Wahrheit liegt vermutlich genau dazwischen. ;) Und wie auch Hornie schon geschrieben hat, sollte eine relativ überschaubare monatliche Rate dabei möglich sein…

    Hallo Seagate, beides ist möglich:

    1. Kleine Anwartschaft / Optionstarif: Sichert nur den Gesundheitszustand, verwahrt ggf. je nach Gesellschaft auch die bisherigen Alterungsrückstellungen.
    2. Große Anwartschaft: Sichert zusätzlich das bisherige Eintrittsalter (= mehr oder weniger den bisherigen Beitrag), setzt aber weitere Einzahlung in Alterungsrückstellungen voraus und kostet daher ca. 40% des bisherigen Beitrags (ca. 30% tarifliche Alterungsrückstellung + 10% gesetzlicher Zuschlag)

    Alle Klarheiten beseitigt? :)

    Frage dazu: Hat man als Versicherungsnehmer ein Recht auf diese Anwartschaften? Oder kann die Versicherung z.B. auf Grund der Krankheitshistorie oder des Alters diese einfach nicht anbieten bzw. einer Umwandlung nicht zustimmen?

    Ich schwanke noch zwischen fifty-fifty und 1:2.

    Alternativ 1:2:1, wobei die zweite "1" dem Gesetzgeber gebührt, der damals noch auf "3/4 der Bezugsgröße" als Mindestbemessungsgrundlage auch für Existenzgründer bestanden hat.

    Würde ich gefühlsmäßig ziemlich genau so bewerten, insb. 1:2:1!

    Das Problem dabei: Die gewaltigen Nachteile, Risiken und Kosten landen bei der ersten 1 (den Betroffenen Personen) und auf lange Sicht bei der letzten 1 (dem Staat, wenn er einspringen muss). Die 2 dazwischen (Versicherungsvertreter/Makler) hat seine Provision eingefahren und haftet nicht für so eine Fehlberatung und die daraus entstehenden Schäden.

    In Summe, wie schon geschrieben, eine ziemlich absurde Anreizstruktur und Fehlkonstruktion des gesamten Systems wenn, man mich fragt... X/

    Angesichts Deiner zahlreichen wortreichen Klagen und dem obstinaten Rufen nach dem Nanny-Staat frage ich mich mit jedem Posting mehr, ob die Selbständigkeit für Dich damals wirklich das Richtige war.

    Sagt ein Beamter... :D

    Ich finde die Entscheidung für eine Selbstständigkeit respektabel und ich finde uns steht gar nicht zu, das von außen zu beurteilen. Fraglich ist, ob Betroffenen zum Zeitpunkt eines Wechsels in die PKV die Risiken wirklich klar waren. Und da hab ich in Anbetracht der Geschäftstüchtigkeit mancher Versicherungsvertreter/Makler so meine Zweifel. Mir ist im Fall von Klotz nicht klar, in welchem Bereich er sich selbstständig gemacht hat. Falls kaufmännisch, dann würde man einiges Vorwissen unterstellen und ggf. voraussetzen. Was ist mit Leuten aus dem Handwerk, Dienstleistern in unterschiedlichsten Bereichen, etc., die gesellschaftlich wichtig sind, aber in denen die Betroffenen Versicherungsvertretern oder Maklern nur allzugerne ins Netz gehen, einfach weil das Vorwissen über Versicherungen und finanzielle Risiken nicht gegeben ist. Und das scheint mir im Fall von Klotz doch sehr offensichtlich, dass sich da ein Versicherungsverkäufer ziemlich verantwortungslos die Hänge gerieben haben dürfte, ob eines Abschlusses im Alter von 50 Jahren ohne ausreichende Altersversorgung.

    Da stellt sich mir die Frage: Liegt die Verantwortung für den Verlauf eher beim Betroffenen oder beim Versicherungsverkäufer, der die ökonomischen Risiken ziemlich sicher besser kannte und eigentlich vom Abschluss hätte abraten müssen..? :/

    ... aber Du kannst es nicht finanzieren, schon gleich garnicht unter den verschärften finanziellen Bedingungen einer Scheidung.

    Wie kommst du denn auf so wenig fundierte Pauschalaussagen?

    Klingt eher wie eine Schnäppchenscheidung, wenn die Zahlen sich so bewahrheiten sollten.

    Scheint mir auch eher so, die absoluten Beträge sind doch gerade für eine Immobilie im Wert von 200K gar nicht so wild…

    Gehen wir mal von einer Schätzung von 200.000 € aus. Dann sind das nach Abzug der Restschuld 130.000 € / 2 = 65.000 € die ich zzgl. stemmen müsste. Ich !denke! ggf. würde ich sie noch auf 40.000 bekommen da sie auch das Auto behält.

    Also ein zusätzliche Kreditbelastung von 40-65T€? Das sind für Immobilien doch eigentlich wirklich keine Unsummen. Dein Vorteil wäre, dass das Haus komplett die gehört und die mietfrei wohnen kannst.

    Wie kommt die Bank denn auf die hohe Monatsrate? Bei solchen Summen sollten auch niedrigere Raten drin sein. Ich würde das mal mit einem Kreditvermittler (siehe Finanztip-Empfehlungen) durchgehen und ggf. erstmal die Zinsen nur für 3 Jahre festschreiben, um flexibel zu bleiben…

    Ich würde das neue IPhone SE abwarten! Soll bald rauskommen, sich an den neueren Modellen (flache Kanten, randloses Display und relativ aktuelle Prozessoren) orientieren und trotzdem eher zu Einstiegspreisen zu haben sein…

    In seiner Zeit als Selbstständiger hat er ja auch unseren Staat entlastet. Er hat 2 mal Steuern gezahlt, die Ust. sowie die ESt. Allein deshalb hätte der Staat doch hier (vielleicht nicht vom Gesetz her), aber allein die moralische Pflicht gehabt, diesem Mann zu helfen. Hier ist ja alles schief gelaufen.

    Ja, oder der Staat muss eben Systeme etablieren, die eine Altersversorgung auch bei Selbstständigen oder Freiberuflern wirklich sicherstellen, insb. wenn sie das Risiko PKV eingehen…

    Er bekommt von seiner PKV nur den Notlagentarif mit einer total abgespeckten Versorgung.

    Und das in seinem labilen Zustand. Und der Notlagentarif ist auch nur vorübergehend.

    Ich habe hier gar nichts vom Sozialamt gelesen. War das nicht eingeschaltet worden?

    Wenn er jetzt noch in Obdachlosigkeit gerät, kann der Fall ja kaum noch schlimmer

    kommen. Das kann unser Sozialstaat nicht wollen. Ich sehe für diesen armen Teufel keine andere Lösung.

    Sozialamt/BA/Jobcenter sind bzw. waren involviert. Teile der PKV-Beiträge werden ja jetzt auch von dieser Seite übernommen! Nur was hilft das, wenn die Leistungen der PKV dann so gering sind, dass einen die Zuzahlungen bzw. Selbstbehalte finanziell praktisch ruinieren?

    Er lebt von Grundsicherung und soll zu seinen benötigten Herzmedikamenten jeden Monat satte dreistellige Beträge dazuzahlen. Wie soll das funktionieren von Grundsicherung? Durch Beitragsrückstände wurden die Kosten der Herz-OP nicht übernommen, allein daher sind rund 40T€ offen die aktuell nicht beglichen werden können. Verbraucherinsolvenz ist da jetzt gerade ein Thema, aber ich glaube es wird klar, wie gut die Lebenssituation und auch die medizinische Versorgung in so einer PKV-Situation dann letztlich noch ist: Den behandelnden Ärzten/innen ist relativ schnell klar, dass Teile der Rechnungen offen sind/bleiben werden, was der Sache auch nicht gerade dienlich ist.

    Daher kann ich Leuten im Alter mit PKV und Geldsorgen nur raten: Reagiert rechtzeitig, geht auf die Clearing-Stellen zu und versucht Lösungen zu finden, bevor Beitragsschulden auflaufen.

    Wer über 55 mit zu wenig Einkommen/Rente in der PKV gefangen ist, hat irgendwann nur noch die Wahl zwischen Pest, Cholera und anderen unschönen Optionen. Man sollte aber trotzdem versuchen, diese Entscheidungen möglichst doch noch halbwegs gut zu treffen, was für überschuldete Menschen regelmäßig schwierig ist.

    Ansonsten wie schon geschrieben: Ich bin selbst in der PKV versichert, aber auch nur weil ich mein vergleichsweise hohes Einkommen und meine Altersversorgung doppelt und dreifach abgesichert habe und neben dem Immobilienvermögen auch weiterhin das Depot massiv mit Aktien-ETF ausbaue. Allen „Wackelkandidaten“ in Punkto Einkommenssicherheit, Altersvorsorge und Vermögensaufbau würde ich insb. im fortgeschrittenen Alter dringend dazu raten, einen Wechsel in die PKV zu überdenken. Die Versicherungen und Makler verdienen auch an einem 50 Jährigen, der in die PKV wechselt ganz massiv. Der Schaden für die Betroffenen ist dann aber, wie man sieht, oft noch viel massiver…

    Oh… bitte erst mal das Zitieren lernen und dann nicht mit den inzwischen sattsam bekannten Schreibereien ältere Threads zutexten.

    Danke.

    Was spricht denn dagegen, so einen Erfahrungsbericht genau hier zu platzieren? Finde, genau an diese Stelle und in die vorherige Diskussion gehören diese Erfahrungen hin!

    Die Versicherungsgesellschaften oder Makler werden sicher nicht darüber berichten und sonderlich aktiv darauf hinweisen, wo die existenziellen Risiken eines PKV-Abschlusses liegen… ;)

    Du wärest ein schlechter Prepper! Kannst Du Dir denn sicher sein, daß Du im Krisenfall an Dein Schließfach herankommst?

    Nope, da mir fehlt definitiv der Aluhut! Schonmal dran gedacht, sich im Krisenfall um die Familie zu kümmern, statt ums Schließfach? ;)

    Halte die Vorstellung, dass einen transportables Gold im Falle eines Atomkriegs dann rettet, für einigermaßen naiv. :rolleyes: