Beiträge von FinanztipUser

    Bei den Maklern, die kostenlos eine BU anfragen bzw heraussuchen, müssen sich auch irgendwie finanzieren. Und dies passiert für gewöhnlich über eine Provision über die abgeschlossene BU. Hier habe ich Angst, dass der Makler aufgrunddessen eine mehr suboptimale BU heraussucht, die primäre seine Provision bereitstellt.

    Ist es hier nicht besser eine pure Honorarberatung in Anspruch zu nehmen? Auch wenn es einmalig Geld kostet, lass es 150,- sein, aber damit ist das abgeschlossen.

    Ob 150€ reichen, weiß ich nicht, aber grundsätzlich hast du Recht bzgl. der Unabhängigkeit!


    Der Professor und Verbraucherschützer Walz stellt dazu regelmäßig Listen zusammen:

    https://hartmutwalz.de/honorar-finanzanlagenberater/

    Sorry, aber der Ansatz ist doch einfach Quatsch!

    Das ist nicht nur Quatsch, das ist in der beschriebenen Situation (7-10 Jahre Anlagehorizont) geradezu gefährlich dumm, da größere Teile in den Aktienmarkt zu packen!

    Nicht umsonst raten alle unabhängigen Berater und auch Finanztip nur Mittel in Aktien-ETFs zu packen, auf die man mindestens 10, besser 15 Jahre verzichten kann. Insbesondere wenn man die Mittel vollständig und auf den Punkt, z.B. für einen Immobilienkauf benötigt…

    Interessanter ETF, aber nein, hab den nicht im Depot und kenn da auch keine Details, da ich nur auf die relativ strengen und ausschüttenden SRI-ETF setze. Firmen wie Google sind da nicht drin, im besagten Invesco aber schon.

    Was ich bedenken würde: Insgesamt sind mit 184 Unternehmen nicht mehr wirklich viele aus dem Gesamtmarkt übrig, die Diversifikation ist entsprechend begrenzt. Von der Performance her ist das Teil aber zweifellos relativ gut gelaufen die letzten Jahre, gerade durch US-Big-Tech würde ich vermuten…

    Welche Versicherer haben sich denn in der Vergangenheit als beitragsstabiler als der Marktdurchschnitt gezeigt?

    Na ich würde mal argumentieren die mit a) niedrigen Kostenquoten (insb. auch niedrigen Vertriebskosten) und b) relativ großen bis sehr großen Versicherungskollektiven, auf die sich die Kosten aufteilen. Zumal es c) auch ganz günstig sein dürfte, nicht als Aktiengesellschaft Gewinne/Dividenden an Aktionäre ausschütten zu müssen, sondern als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit die Gewinne eher den Versicherten, als den Aktionären zukommen zu lassen.

    In diesen drei Punkten ist man bei der Debeka nicht gerade schlecht aufgestellt, was sich an den langfristigen Beitragsänderungen auch relativ deutlich ablesen lässt. Deswegen mein Ratschlag einfach da zu bleiben…

    Also wir sind mit den Kindern nach umfangreicher Beratung durch einen Versicherungs-Honorarberater (ja, sowas gibt es auch) bei der Signal Iduna im Tarif "Prime" gelandet.

    Das wäre an der Stelle ggf. wirklich nochmal ein Vorschlag: Honorarberater kann/sollte man nutzen und sich leisten, wenn man wirklich wechseln möchte!

    Hartmut Walz hat dazu eine gute Liste erstellt: https://hartmutwalz.de/honorar-finanzanlagenberater/

    Die können unabhängig beraten und einem ggf. durch entsprechende Software Tarife und Leistungen vergleichen. Nur haben die (genau wie alle anderen auch) leider keine Glaskugel für Fragen zur zukünftigen Leistungsentwicklung (inkl. Kulanz) und zur zukünftigen Beitragsentwicklung von Tarifen…

    Möglicherweise gibt es ja Mitglieder, die selbst bei der Signal Iduna oder bei der LVM privat krankenversichert sind und hier einen mehrwertstiftenden Beitrag leisten können.

    Ich hatte meiner besseren Hälfte damals auch nahegelgt, sich auf Grund des damals besseren Testergebnisses in der Finanztest die LVM mal genauer anzuschauen. Sie wollte stattdessen unbedingt zur Debeka, weil ich da ja auch wäre und ein Großteil ihrer Kollegen/innen auch. ;)

    Wie gesagt: Meine Gründe damals pro Debeka sind auch heute nicht kurzfristig quantifizierbar oder beitragsabhängig, sondern eher politischer und ganz langfristiger Natur…


    Die zu dem Zeitpunkt neue „Ottonova“ wäre z.B. auch so ein Experiment, auf das ich mich trotz aller Leistungsversprechen und günstigerer Beiträge nicht eingelassen hätte. Nicht bei einem Vertrag der über etliche Jahrzehnte bis zum Lebensende in eine doch ziemlich ungewisse Zukunft läuft.

    Aber was ist z.B. beim Solactive €STR +8.5 Daily Index das zugrundeliegenden Portfolio?

    Wie von Balu verlinkt liegen dem oft übliche Werpapiere und Anleihen zu Grunde, mit denen man basierend auf wechselseitigen Garantien praktisch als Sicherheit versucht, den Zielindex zu treffen. Letztlich ist das aber auch nicht groß abweichend vom oben beschriebenen Vorgehen...

    Inwieweit beeinflussen die Pläne (nicht) zu vererben, die Frage wann man die VBL (oder die Rente allgemein) beanspruchen soll/will?

    Naja, je mehr Mittel z.B. durch frühzeitige Schenkungen übertragen werden, desto mehr muss für die Betreffenden aus den monatlichen Cash-Flows fließen. Das kann kollidieren mit dem Ziel bei erwartet guter Gesundheit das lange Ende der Rentenzahlungen mitzunehmen...

    0,3% Abschlag pro Monat bedeutet, dass es sich erst nach 20+ Jahren gelohnt hat, die Rente nicht früher in Anspruch genommen zu haben.

    Auch bei knapper Rente gilt also: Rente möglichst früh nehmen und mit dem Geld etwas sinnvolles anstellen.

    Ist m.M.n. etwas pauschal ausgedrückt und trifft nicht alle Einzelfälle (familiäre/statistische/erwartbare Lebenserwartung auf Grund des Gesundheitszustandes? Sonstige Einkünfte? Gesamtvermögensallokation? Erbplanungen für die nächste Generation?, etc.), aber in der Tendenz kann man den grundsätzlichen Ratschlag zum früheren Rentenbezug mit den Zahlen schon geben...

    Wenn ich 2 BUs zu einer BU-Rente von 3000€ zusammenfasse, müsste ich >200€ im Monat (126€ für bestehende und ~80€ für neue) dafür bezahlen.

    200 € für 3000 € BU Summe in deinem Alter ist m.E. gar nicht so ungewöhnlich. Mach dir klar: Jeder Neuabschluss erfolgt mit dem aktuellen Alter und je älter du bist, desto teurer wirds. Das kann dann ggf. die günstigere Berufseinstufung auch nicht mehr ausgleichen.

    Mein Tipp: Geh zur Orientierung doch vll. wirklich mal auf einen der Makler zu, die FT empfiehlt:

    https://www.finanztip.de/berufsunfaehigkeitsversicherung/

    Herrn Schlemann hab ich selbst schon in Sachen BU beauftragt und weiterempfohlen, aber es gibt auch andere, die in Frage kommen. In Grenzfällen gibt es noch ein paar weitere Versicherer, als die in der Makler-Software. Das scheint mir bei dir aber weniger notwendig als die Fragen zu klären, ob, wo und zu welchen Bedingungen du bezüglich BU aktuell alternativ noch versicherbar bist.

    Mein Netto beträgt 3100€ und ich habe einen reinen Bürojob.

    Habe schon nach Tests von BU-Versicherungen geschaut. Dr. Schlemann : wie sollte man am besten nach einer neuen BU schauen?

    Mir ist schon klar, dass ich erst nach einer neuen BU schauen muss. Bei der jetzigen wird eben auch etwas in Fonds angespart und man bekommt am Ende Geld raus. So ganz sinnvoll scheint mir das nicht zu sein.

    Idee: Angenommen du willst dein Nettoeinkommen absichern, warum ergänzt du denn nicht einfach noch eine zweite BU mit ebenfalls rund 1.500 €, sodass du auf etwa 3.000 € kommst?

    Der Vorteil wäre, dass der alte BU-Vertrag mit den Gesundheitsfragen vor über 10 Jahren abgeschlossen wurde und deshalb auch bei vergessenen/falschen Angaben zu den Gesundheitsfragen nicht mehr angefochten werden kann. Das Risiko, diesen Versicherungsbaustein zu verlieren, ist damit entsprechend geringer. Je nach Alter und Nachversicherungsoptionen kannst du dann später immer noch überlegen, ob/welche der beiden Versicherungen du ggf. erhöhst um die andere zu reduzieren oder ggf. ganz zu kündigen, falls sich das lohnt.

    Ich bin grundsätzlich ein Fan davon, existenzielle Risikoabsicherung auf mehr als nur ein Bein zu stellen und nicht nur einer Versicherung im Fall der Fälle vertrauen zu müssen.

    Die VBL rechnet mit 0,3% Abschlägen pro Monat und passt laufende Renten zum 01.07. mit 1% an.

    Ok, dann sollte man diese 0,3% Abschlag mal in Relation zum Abschlag der GKV setzen und sich klarmachen, dass 1% Rentenerhöhung mit ziemlicher Sicherheit nicht ausreichen wird, um die Inflation (Zielgröße der EZB rund 2%) über die Jahre auszugleichen. Diese Rente wird demnach für den verbleibenden Rest des Lebens an Kaufkraft verlieren und für die Betroffenen praktisch monatlich immer weniger wert. Insbesondere wenn die Alterseinkünfte insgesamt "auf Kante genäht", sprich knapp bemessen sind, wird man Abschläge umso schmerzafter spüren über die Jahre...

    Warum sollte das sinnvoll sein?

    Über eine Teilrente kann man das steuern, aber wo liegt der Vorteil?

    Ich würde es rechnerisch von der Höhe der jeweiligen Abschläge abhängig machen. Angenommen die Abschläge in der VBL wären drastischer als in der GRV, dann würde das doch dafür sprechen.

    Zumal ich davon ausgehen würde, dass die VBL ähnlich wie andere Betriebsrenten auch auf lange Sicht real deutlich weniger leistet als die GRV, da Rentensteigerungen (wenn überhaupt vorhanden) die Inflation kaum ausgleichen dürften. Umso stärker würden doch dann empfindliche Leistungskürzungen am Anfang der Bezugszeit ins Gewicht fallen.

    Müsste man beides einmal überschlagsweise rechnen mit entsprechenden Annahmen, ob/was sich dann konkret eher lohnt...

    Sicherlich nicht! Zinsen und Dividenden werden natürlich sofort innerhalb des Fonds reinvestiert. Vor der Ausschüttung wird dann entsprechend verkauft. Wie soll man sonst den Index genau tracken?

    Klar, deswegen habe ich das mit dem "Sammeln von Ausschütungen" ja geschrieben. Aber wo nach bemisst sich denn, wie viel ein klassischer Geldmarkt-ETF z.B. aus kurzlaufenden Staatsanleihen ausschüttet?

    Das dürfte nach Adam Riese ziemlich genau die Summe der vereinahmten Zinszahlungen (prozentual) der Anleihen im ETF im ensprechenden Zeitraum sein...

    Ja, aber warum dann überhaupt mehrere Aktien-ETF, wenn die Buchgewinne eh keine Rolle spielen? Dann kann ich auch gleich komplett einen Aktien-ETF nehmen und den Börsenmärkten die Gewichtung der Regionen/Branchen überlassen? :/
    Und gilt das auch, wenn ich mehrere Assets im Portfolio habe (Tagesgeld, Anleihen, Gold)?

    Gold ohne die Buchgewinne zu berücksichtigen? ;) Also praktisch nur die Ausschüttungen von Gold entnehmen, sozusagen den Goldstaub, der durch Goldwachstum zu Stande kommt und regelmäßig abfällt? :/

    Wie wäre es mit den Zinsen/Kupons, die durch die enthaltenen Wertpapiere ausgeschüttet werden? Ist doch durchaus vergleichbar mit Dividenden und wie bei Aktien ETFs auch. Auch da werden die Ausschüttungen (Dividenden/Zinszahlungen) erstmal im Fonds gesammelt und dann zum Ausschüttungszeitpunkt (ggf. auch durch Anteilsverkäufe) praktisch in entsprechender Höhe liquidiert ausgeschüttet.