Mir ging es erstmal darum, dass zusätzliche Staatsverschuldung in einer Flaute automatisch 1:1 andere Verwendungen verdrängt
Aber woher kommt das Geld? Es gibt 3 Möglichkeiten:
1. verringerter Konsum, weil der Bürger jetzt in Staatsanleihen investiert statt sich ein neues Auto, ... zu kaufen
2. verringerte Investitionen in der Privatwirtschaft, weil der Anleger jetzt in den Staat statt Unternehmen investiert
3. aus dem Ausland
Varianten 1 und 2 verschieben 1:1 innerhalb der Volkswirtschaft. Variante 3 ist ein Kapitalfluss aus dem Ausland ins Inland. Innerhalb der Eurozone kann der sogar ohne einen assoziierten Warenfluss passieren. Das klappt aber nur, wenn nicht alle gleichzeitig die Verschuldung ausweiten. Kapital von außerhalb der Eurozone setzt voraus, dass man zuerst Geld exportiert, in der Regel durch den Import von Konsumgütern. Das Geld fehlt dann eben bei inländischen Konsumgütern.
Alles ist unter der Annahme einer konstanten Geldmenge. In der Praxis haben wir eine langsame Ausweitung der Geldmenge, die sich wiederum in Inflation niederschlägt.
Lange Rede, kurzer Sinn...mehr Schulden führen entweder zu Inflation oder dazu, dass anderswo Geld abgezogen wird. In der Regel zu beidem. Oder man druckt Geld und exportiert bunte Scheine, das ist das amerikanische Modell. Das funktioniert so lange, wie sich jemand findet, der gerne Scheine horten will