Beiträge von Hornie

    Ich habe in all Euren Antworten noch keine schlüssige Antwort darauf gefunden, warum es rechtlich oder tatsächlich nicht möglich sein sollte, jedem Ehepartner 1/2 Kind zuzuordnen. Dass das nicht geht, ist aus meiner Sicht in Zeiten, wo überall Gleichberechtigung endlich einziehen soll, ein böser Fehler der gesetzlichen Konstruktion.

    Ganz ehrlich: Ich kenne keine Familie, in der die Last der Kindererziehung (und des Geldverdienens) wirklich gleichmäßig auf beide Partner aufgeteilt ist.

    Fast immer muss die Mutter stärker beruflich zurückstehen und läuft zuerst los, wenn ein Kind schreit. In den 2 Gegenbeispielen in meiner Blase ist es umgekehrt, aber auch nicht gleichmäßig.

    Zumindest bei einer Zugewinngemeinschaft wird beim Scheitern einer Ehe alles gerecht aufgeteilt. Egal, wessen AV es vorher war.

    Aber über LETFs auf einen breiten Index (S&P500, MSCI, ACWI - Nasdaq wäre mir schon zu konzentriert) habe ich weniger Bauchschmerzen. Es sind Swap-ETFs, d.h. du hast Aktien hinterlegt. Die beiden Partner tauschen die Indexrenditen miteinander. Bei Knock-Out-Zertifikaten, Bull-Zertifikaten, Derivate und Co. sieht das ganze deutlich anders aus.

    Umgangssprachlich sind ETFs gut und Zertifikate böse. Das weiß auch die Finanzindustrie. Daher werden immer mehr Zertifikate im Mantel eines ETFs emittiert. Alter Wein in neuen Schläuchen. Der Hedge ist der Gleiche, das Marktrisiko auch. Einziger Unterschied ist das Kontrahentenrisiko, aber bei vielen, großen Emittenten ist das eigentlich fast zu vernachlässigen.

    Wie sagte es mir ein geschulter Verkäufer: Er verkauft keine Produkte, sondern Gefühle!

    Bei Julian-2 erzeugt ein LETF offensichtlich positive Gefühle.

    Wenn man Bitcoin besteuern möchte, dann muss man auch an Gold ran, da man sonst gegen den Allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG) verstoßen würde

    Dieser Absatz lautet wörtlich: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

    BTC ist kein Mensch! (noch nicht, mal sehen, was die KI noch so macht ...)

    Darüber hinaus hat der Bundesfinanzhof ja erst 2023 geurteilt, dass Kryptowährungen aus diversen Gründen als „sonstige Wirtschaftsgüter“ zu bewerten sind. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass sich die Situation nur drei Jahre später so signifikant geändert haben soll

    Die Gerichte urteilen auf Grundlage der geltenden Gesetze. So ist das mit der Gewaltenteilung. Wenn es neue Gesetze gibt, z.B. ein Kryptogesetz, ist das eine signifikante Änderung.

    Woran erkennt man an deinen Zahlen, wie viele Deutsche „Papiergold“ haben? Ich kenne nur folgende Zahlen:

    Das Papiergold-Verhältnis bezeichnet das rechnerische Verhältnis zwischen gehandelten Gold-Finanzderivaten (wie Futures, Zertifikaten oder ungedeckten ETFs) und dem tatsächlich physisch vorhandenen Gold. Schätzungen von Börsen und Marktbeobachtern zufolge liegt dieses Verhältnis oft bei 100:1 bis über 129:1.

    Du verwechselst Umsatz mit Beständen. Natürlich wird Papiergold viel schneller gehandelt, als physisches Gold. Das ist unter Beachtung der Transaktionskosten ja auch sinnvoll.

    Etwa 74 % bis 84 % des im Umlauf befindlichen Bitcoin-Angebots werden von langfristigen Anlegern (Hodlern) gehalten, die ihre Coins seit mehr als 155 Tagen nicht bewegt haben.

    Ok. Alles ab 156 Tagen ist also Altersvorsorge für Dich. Meine (Klein-)Bestände in BTC sind älter, betrachte ich aber definitiv nicht als Teil der Altersvorsorge!

    Haben wir denn keinen Mathematiker hier?

    Die Mathematik ist nicht schwer. Es ist eher die Frage, welches Risiko du tragen willst.

    Angenommen, es gibt 100 Flüge, eines wird abstürzen:

    a) Alle in 1 Flugzeug: Wahrscheinlichkeit von 1% auf Totalverlust.

    b) Verteilt auf alle 100 Flugzeuge: Wahrscheinlichkeit von 100% auf 1% Verlust.

    c) Verteilt auf 10 Flugzeuge: Wahrscheinlichkeit von 10% auf 10% Verlust.

    d) Verteilt auf 50 Flugzeuge: Wahrscheinlichkeit von 50% auf 2% Verlust.

    Das Produkt aus Verlusthöhe und Verlustwahrscheinlichkeit (= fairer Versicherungspreis) ist halt immer gleich.

    Die Höherschaft, die eigentlich nur einen Podcast mit seriöser unaufgeregter Finanzbildung möchte und bereit ist, auch mal intellektuell ein wenig gefordert zu werden, ist dann wohl der Kollateralschaden.

    Aber diese "Hörerschaft" liest m.E. lieber auf der Homepage. Dort ist jedes Thema kompakt, aber vollständig erklärt. Sind Videos und Podcasts nicht eher das Lockmittel für neue und junge Interessenten?

    Meinen ältesten MSCI-World-ETF (DBX1MW) habe ich seit 2008 im Depot. Ein Weltfonds, mit dem man nicht viel falsch machen kann. Er hat sich fast verzehnfacht.

    Trotzdem würde ich doch heute bestimmt diesen Fonds mit einer TER von 0,45% nicht mehr nachkaufen!

    St. Irving, was machst Du, wenn Kommer die x-Tracker-Politik übernimmt und einen neuen, identischen Fonds mit einer TER von 0,15% auflegt. Kaufst Du dann weiter den teuren?

    Sofern dem Gesetzgeber nicht selbst aufgeht, dass es dem Sinn des AV-Depots zuwiderläuft.

    Ich sehe das nicht als einen "Fehler". Bei Kündigung von Riester werden alle Steuerersparnisse wieder zurückgezahlt. Daher ist es m.E. logisch, dass dann nicht zusätzlich die Einzahlungen (die ja nachträglich aus versteuerten Beträgen bestehen) noch einmal besteuert werden können. Das wäre eine echte Doppelbesteuerung, die kein Gericht akzeptieren würde.

    Es könnte höchstens eine Verzinsung auf die Steuerstundung berechnet werden. Das wäre deutsche Gründlichkeit und Komplexität.

    Vielleicht können die Befürworter von Mehr-ETF-Portfolios, die das Risiko einer Fonds-Schließung minimieren wollen, einmal konkrete Praxisbeispiele nennen:

    Wie setzt man das konkret um? Wenn jemand bereits den SPDR ACWI IMI bespart: Sollte diese Person einen zweiten ETF hinzunehmen? Wenn ja, welchen? Oder mehrere, um die Abdeckung exakt nachzubilden? Oder die Strategie ändern?

    Und wie sieht es beim GK-ETF aus? Sollte man dort weitere ETFs mit anderer Strategie beimischen und falls ja, welche genau? Sollte man das dann auch aktiv rebalancen?

    Wie ist es bei einem FTSE All-World von Vanguard? Sollte man dann auch den von Invesco und xtrackers dazunehmen, falls Vanguard seinen schließt? Oder gar auf MSCI ausweichen?

    Macht ihr das bei euch aus o.g. Grund und falls ja, wie konkret (ETF, Summe, ....)?

    Ich habe nach Deiner Definition eher das Gegenteil von KISS, viele Weltfonds und Regionalfonds. Das hat sich halt im Laufe der Jahre angesammelt und idR werden keine ETFs bei mir verkauft. Zwei ETFs sind noch steuerfrei. Ich habe keine Sparverträge, sondern kaufe nach Liquidität.

    Ähnlich der 3x10J.-Strategie achte ich darauf, dass in einer WKN immer nur ähnliche Kaufkurse zusammentreffen. Wenn der Kurs weggelaufen ist, wird halt ein anderer ETF auf den gleichen oder einen anderen Index genommen. Durch die Kursentwicklung der letzten Jahre sind die meisten meiner ETFs für mich nicht mehr nachkaufbar.

    Der erste ETF ging auf den MSCI World, später ergänzt mit EM und SC. Später habe ich den ACWI IMI ergänzt. Selbst mit einem FTSE All-World hätte ich kein prinzipielles Problem.

    Übersicht bringt mir ein Excelsheet, in dem alle 15 ETF-Positionen (sowie Anleihen etc.) inkl. Aufteilung enthalten sind. Ein Blick sagt mir beispielsweise sofort: Meine Europaquote ist aktuell 24,4%, Sollquote 25%, also wird der nächste Kauf eher in einen Europa-ETF fließen. SC aktuell 12,5%, das entspricht exakt meiner Sollquote. Etc.

    Auch über Emittenten bin ich breit gestreut. Aktuell am stärksten mit 38% bei SPDR. Neue ETFs würde ich eher von anderen Emittenten nehmen, aber hier habe ich keine Sollquoten festgelegt.

    Gehebelte ETFs sind Aktienanlage auf Kredit. Die Kreditkosten fallen immer an und sind in der TER natürlich nicht ausgewiesen. Interessante Produkte, aber m.E. nicht für die langfristige Altersvorsorge geeignet.

    Da die formalen Bedingungen eingehalten sind, sind sie im AVD zugelassen. Jedoch nur, solange der SRI stimmt.

    Irgendwann kommt der nächste Crash bestimmt, vielleicht sogar ein heftiger. Die Vola steigt und damit der SRI der Fonds. Und dann? Dann muss der lev.ETF im Tal verkauft werden?

    Wer spielen oder zocken will, mag das tun. Ob ein AVD die geeignete Spielwiese ist, muss jeder selbst beurteilen.

    Einen All world o.ä. durch jeden Crash zu halten kann ich - allein aus steuerlichen Gründen -

    Das ist m.E. ein wichtiger Punkt. Ich habe alte ETFs, die ich heute nicht mehr kaufen würde und die werden aus steuerlichen Gründen trotzdem nicht angefasst. Die steuerliche Unflexibilität ist also ein starker Helfer im Crash.

    Aber im AVD eben nicht mehr. Da kann ich ohne steuerlichen Nachteil ständig rein und raus, Umschichten wie es gefällt. Das ist ein sehr gefährlicher Anreiz!

    Doch, das ist es, weil das im BGB eindeutig geregelt ist, siehe #20

    Im §551 BGB steht nur, dass die Anlage vom Vermögen des Vermieters getrennt erfolgen muss. Ein Girokonto ist ein Zahlungsverkehrskonto. Warum soll ich die Kaution nicht über das Girokonto auf ein Anlagekonto leiten dürfen?

    Auf meinem Konto seien Mietkautionen verbucht - und dies ist nicht erlaubt!

    Ich solle dies nachvollziehbar bereinigen

    Die ING bittet den TE um "Bereinigung" des Girokontos. Darunter verstehe ich genau diese Weiterleitung auf ein Anlagekonto.

    Wenn der Bank das auffällt, [...] kann sie auch kündigen.

    Das kann sie immer, auch ohne AGB-Verstoß.

    Ziel ist es, einen mNAV > 1 zu nutzen, um den Bitcoin-Bestand pro Aktie (BTC per Share) langfristig zu steigern

    Ok, aber wenn neue Aktien emittiert werden, aber keine neuen Bitcoin gekauft werden, dann sinkt offensichtlich der Bitcoin-Bestand pro Aktie.

    Vorausgesetzt, es werden keine neuen BTC gekauft. Was aktuell der Fall ist, allerdings am schwachen BTC-Kurs liegt, da wir uns in einem Bärenmarkt befinden.

    Du meinst, es ist sinnvoll, keine Bitcoin zu kaufen, solange der BTC-Kurs niedrig ist? Gut, dass die fest davon ausgehen, dass der Kurs bald wieder hoch ist. Dann kann bei hohen Kursen die hohe Liquidität wieder verringert werden.

    Ausgabe neuer MSTR-Aktien 544,5 Mio. US-Dollar eingenommen.
    ...
    Die Cash-Reserve ist von 3,225 auf 3,75 Mrd. US-Dollar gestiegen.
    ...
    Diese Reserve würde mittlerweile wieder über 2 Jahre an Dividendenzahlungen decken.

    Sorry, vermutlich hast Du das irgendwo schon einmal erläutert:

    Was ist hier der Unterschied zu einem anderen Schneeballsystem, das Neuanleger-Gelder an Altanleger weiterreicht?