Hilfe der Crash kommt... (bald?) reloaded

KI-Zusammenfassung

: Kommt wegen der Spannungen im Nahen Osten, möglicher Energie- und Lieferkettenprobleme sowie hoher Bewertungen bald ein größerer Börsencrash, oder sind die Rückgänge eher Korrekturen?

Kommt wegen der Spannungen im Nahen Osten, möglicher Energie- und Lieferkettenprobleme sowie hoher Bewertungen bald ein größerer Börsencrash, oder sind die Rückgänge eher Korrekturen?

  • Mehrere Beiträge nennen mögliche Auslöser wie Rohstoffknappheit, Inflation, Zinsen und hohe Tech-Bewertungen, andere verweisen auf eingepreiste Risiken und frühere Erholungen der Märkte.
  • Aus der Community kommen praktische Hinweise zu unsicheren Lieferwegen, möglichen Verzögerungen an der Straße von Hormus und MSCI-World-Phasen von mehr als zehn Jahren im Minus.
  • In der Tendenz entsteht kein Konsens, doch viele Beiträge sehen langfristige Sparpläne und breit gestreute Anlagen durch spätere Erholungen und Allzeithochs nicht widerlegt.

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  • Ja, es wirft aber auch die Frage auf, wenn das ein verlässlicher Indikator ist: Wieso läuft dieser verdammte Sparplan dann nur monatlich, und nicht wöchentlich (oder noch öfter)? ;)

    Ganz einfach: 12345 hat sich für den ersten von vier Terminen für die Sparplanausführung bei der ING entschieden.

    Komischerweise kenne ich aus der Yoga-Stunde nur Kund:innen und Kundys der ING, die wöchentlich was reinpumpen.

    Das ist seit diesem Trump sehr populär geworden…erratische Kursverläufe innert des Monats sind normal geworden.

  • Ganz einfach: 12345 hat sich für den ersten von vier Terminen für die Sparplanausführung bei der ING entschieden.

    Weil ich zum Monatsende mein Gehalt bekomme und getreu der Maxime investiere, dass man investieren soll, sobald das Geld verfügbar ist. Das ist es dann eben zum Anfang des Monats. Würde ich verteilt auf 4 Ausführungstermine investieren, läge das Geld jeweils ein bis drei Wochen (unverzinst) auf dem Girokonto.

    Wahrscheinlich kommt es darauf nicht an, aber time in the market beats... und so...

  • Ich hätte nicht für möglich gehalten, dass man bei solcher Marktmacht noch auf ein Gehalt angewiesen ist.

    Da ich ja keinen Sparplan habe, nächste Woche wäre aber mal wieder was frei zum Investieren, ist grad ziemlich teuer ....aber muss ja trotzdem irgendwie.

  • Samstag 1.8.2026 um 15 Uhr

    Liebe Forumsfreunde, ganz besonders

    Tomarcy,@St.Irving, monstermania, Sovereign, Hornie, @Schwachzocker und WorriedDad, halt aber noch britty und alle anderen die von der Textmenge sich nicht erschrecken lassen....

    Erstmal Hurra! - in Stuttgart regnet es heute: Die Gärtlesbesitzer müssen nicht gießen und McProfit hat Zeit, mal wieder ins Forum zu schauen.

    Ich muss Euch heute allerdings vor einer gefährlichen Anlage warnen:

    Vor ETFs!

    Warum?

    Ich war 40 Jahre lang begeisterter Börsianer und hatte fast das ganze Alphabet im Depot: Amazon, Beiersdorf, Coca-Cola, Danaher, Essilor, Visa, Walt Disney, Yum und Zoetis usw.

    In den 1980er-Jahren habe ich zur Freude meiner Bank gekauft und verkauft wie ein Weltmeister. Ich habe dabei kaum einen Fehler ausgelassen.

    Später vertraute ich mein Geld den Profis an: Merrill Lynch, Bache Securities, Thomson, Deutsche Bank und verschiedenen Privatbanken. Das Ergebnis war fast immer dasselbe: Die Berater verdienten, mein Kapital wurde weniger.

    Wenn sie ein gutes Jahr hatten, dann meistens deshalb, weil ohnehin fast alles gestiegen war. Der ganz normale Dow Jones war am Ende trotzdem besser.

    Also habe ich ab Mitte der 1980er-Jahre meinen einfachen schwäbischen Verstand eingeschaltet. Ich löste alles auf und kaufte mit damals ungefähr 100.000 DM nach und nach Aktien von rund 20 großen, erfolgreichen Weltunternehmen mit Dividende.

    Furchtbar langweilige Namen: Procter & Gamble, Nestlé, Coca-Cola, Colgate, Microsoft, Allianz, McDonalds, Novo Nordisk, Stryker, Medtronic oder Air Liquide.

    Dann habe ich fast nichts mehr gemacht.

    Nur liegen lassen, Dividenden kassieren und bei Splits, Bezugsrechten oder Übernahmen gelegentlich reagieren. Wenn einzelne Werte zurückblieben, habe ich nicht verkauft, sondern mit neuem Geld aufgestockt.

    Nach einigen Jahren waren aus 100.000 DM rund 200.000 geworden, nach etwa 15 Jahren die erste Million. Mit der Einführung des Euro wurde sie optisch gleich wieder halbiert – aber daran war ausnahmsweise kein Börsencrash schuld.

    Danach ging es weiter. Aus Geduld, guten Firmen und viel Liegenlassen wurden im Laufe der Jahrzehnte rund 3 Millionen Euro.

    Ich habe in dieser Zeit 8 Präsidenten überlegt und noch mehr Börsencrahs.

    Und jetzt kommt die große Wende:

    Auch dank dieses Forums (Achim Weiss, aber auch der ungeliebte Irving) habe ich mich in den letztzten Jahren entschlossen, meine Einzelaktien trotz erheblicher Steuerzahlungen (wegen späterer Aufstockungen) zu verkaufen und in ausschüttende ETFs umzuschichten.

    Dafür musste ich tatsächlich erst 80 werden.

    Seitdem ist Börse plötzlich langweilig. Leider auch das Forum. Vieles erinnert mich an eine Reise in meine eigene Vergangenheit: suchen, vergleichen, hoffen, handeln und glauben, man könne es doch ein wenig besser als der Markt.

    Ich habe Verständnis dafür. Ich habe selbst fast alles ausprobiert.

    Heute kommen die Ausschüttungen automatisch und bereits versteuert auf dem Konto an. Mein Steuerberater ist ganz enttäuscht, weil meine Steuererklärung trotz guter Erträge in kurzer Zeit fertig ist. Übrig bleiben meine kleine Rente aus Angestelltenzeit, ein paar Aufsichtsratshonorare und sonst nicht mehr viel Arbeit.

    Wundert Euch also nicht, wenn McProfit künftig hauptsächlich bei Regenwetter vorbeischaut und gelegentlich einen altersgerechten Rat gibt – für diejenigen, die überhaupt so lange Beiträge lesen wollen.

    Und denkt daran:

    Langsam und kontinuierlich steigende Erträge können für echte Börsianer auf Dauer erschreckend langweilig sein. Das sollte man sich vor dem Kauf eines ETFs gut überlegen.

    Ein schönes Wochenende wünscht McProfit

    Ab morgen aus Oberstaufen im Allgäu.

  • Ja McProfit , du sprichst mir aus dem Herzen, bin zwar erst reichlich 30 Jahre an der Börse, habe aber auch einen Großteil deiner Erfahrungen machen (müssen). Für mich die wichtigste Erkenntnis, mache alles selbst, ansonsten verdienen andere mehr als ich. Einzelaktien mussten häufig überprüft werden, allerdings war ich dadurch mal auf einer Aktionärsversammlung, interessante Erfahrung. Als es möglich wurde habe ich gemanagte Fonds und Aktien in 3 ETFs gesteckt, vor 7 Jahren in Einen! Auch wenn es jetzt sehr profitable Börsenjahre waren, so erfolgreich war ich bisher noch nie! Die Kosten sind auf ein Minimum gesunken und man kommt nicht in Versuchung etwas hin und her zu schieben. Somit machen wir nach vielen Fehlern es jetzt sehr ähnlich und sind zufrieden damit, die nächste Hitze ist bereits angekündigt, also Garten wässern und finanziell die Füße still halten.

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank. Besser kann man es nicht sagen.

    Langweilig durchschnittlich verdoppelt sich das Investierte alle 12 Jahre. (Schwankungen können auch mal ca. 50 Prozent betragen - Welt ETF Risikostufe 4)

    Wirklich langweilig - ich gehe Blumen gießen.

    LG

  • Wirklich langweilig - ich gehe Blumen gießen.

    Genau, aber was machen wir bloß im Winter, wenn kaum was zu gießen oder ernten oder einzukochen ist? Hoffentlich komm ich dann nicht wieder auf kreative Ideen wie Einzelaktien oder Themen-ETFs ... McProfit et al., bitte wascht mir den Kopf, wenn ich dann einen Thread "Evaluise mopst sich" eröffne.

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