Beiträge von Hornie

    Bei mir gehen auch häufiger Kautionen ein und aus, meine Bank hat das nie gestört. Ich lege die Kautionen anschließend meist auf getrennten Konten an, die jedoch auf meinen Namen laufen.

    Immenried1575 , ich würde in deinem Fall wohl ein weiteres kostenloses Girokonto bei einer Fremdbank eröffnen, Kautionen direkt dorthin weiter überweisen und dann mich dort um die korrekte Anlage kümmern.

    Ich mag ja eigentlich mathematische Spielereien, aber ich glaube nicht, dass das hier viel mit der Wirklichkeit zu tun hat.

    Alle Strategien gehen davon aus, dass ich eine Rentenlücke bei Rentenbeginn habe, die aus dem Depot gedeckt werden soll, und diese steigt jährlich durch die Inflation. Diese Prämisse möchte ich (zumindest für einen Angestellten) stark in Frage stellen.

    Beispiel ist für mich mein Vater. Zu Beginn der Rente hat er noch die Welt bereist bis nach China. Heute verlässt er kaum das Haus und sein Abendbrot sieht eigentlich immer gleich aus. Nachdem anfänglich sein Depot reduziert wurde, blieb es später unverändert ohne Entnahmen. Inzwischen sammeln sich hohe Bestände auf seinem Girokonto, auf dem jeden Monat mehr reinkommt, als rausgeht. Nix Rentenlücke mehr, je älter er wird, desto mehr wird vererbt.

    Bei mir werden die regelmäßigen Altersbezüge auch die regelmäßigen Lebenshaltungskosten decken. Depotentnahmen werden sehr unregelmäßig für Hobby und Sonderwünsche da sein. Auch für die Erben wird voraussichtlich genug da sein. Vermietete Immobilien werden in keiner Strategie berücksichtigt.

    Gespart wurde bisher nach Liquidität, nicht nach Plan. Hat geklappt. Wird auch in der Entnahmephase klappen.

    Aktienverkäufe werden bei fast allen Banken erst nach zwei Werktagen final wertgestellt.

    Nee, die Banken legen keine Wertstellung fest. Deine Order wird an die Börse weitergeleitet und nach den dortigen Börsenusancen gehandelt. Bei deutschen Börsen ist für fast alle Wertpapiere zweitägige Valuta festgelegt.

    Es gibt Bestrebungen, europaweit auf eintägige Valuta zu wechseln, wie es in vielen nicht-europäischen Ländern üblich ist. Das ist aber ein hoher Aufwand und wird daher noch etwas dauern.

    Der Freibetrag kann alle 10 Jahre genutzt werden. Eine Anlage für 1 Jahr verstehe ich daher nicht.

    Deine Schwester kann sofort je 20k an Mutter und Dich und an ihren Ehemann verschenken. Dieser kann sofort 20k an Deine Mutter verschenken.

    Kettenschenkungen sind möglich, sofern die Weiterschenkung freiwillig und unabhängig ist. Das ginge auch über weitere Dritte.

    Alle Schenkungen sind dem Finanzamt zu melden.

    (Laie, keine Rechtsauskunft!)

    Ich erinnere mich, wie die Spekulationsfrist für Immobilien von 2 auf 10 Jahre verlängert wurde. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt seit 4 Jahren eine Immobilie. Obwohl die Spekulationsfrist schon abgelaufen war, war es dann wieder ein Spekulationsobjekt. Spätere Gerichtsurteile zeigen, dass das keine unerlaubte Rückwirkung von Steueränderungen war. Hatte mich schon etwas erstaunt.

    Ich kenne Quicksteuer nicht.

    Absetzen kannst Du die Beträge inkl. USt., also 160+250+690=1100. Wie Du das eingibst, ist egal. Hauptsache, es fließt so in die Berechnung ein.

    Beiträge in der Tabelle enthalten die Umsatzsteuer (USt.) JA / NEIN - Wähle ich JA werden USt. dazu gerechnet

    Das klingt idiotisch. Dann würde ich wohl immer Brutto erfassen und Nein wählen.

    Also ich könnte nach diesen Ausführungen jetzt nicht beurteilen ob es sinnvoller wäre das Papier noch 4 Jahre zu halten oder sofort zu verkaufen.

    Die Frage lässt sich naturgemäß nicht einfach beantworten.

    Tatsächlich kaufe ich hin und wieder derartige Produkte im Sekundärmarkt (als Anleiheersatz), da alle Gebühren bereits bezahlt sind und der Briefkurs dem inneren Wert entspricht. Voraussetzung ist natürlich, dass man das Produkt voll verstanden hat, einen sinnvollen Basiswert hat und dass man die Strategie für erfolgversprechend hält.

    Dieses Produkt würde ich jedoch verkaufen. Einen Kursindex auf Dividendenaktien halte ich für idiotisch. Das Produkt ist trotz hoher Provisionen recht gut für die Anlegerin gelaufen, also könnte sie sich darüber freuen und besser etwas Sinnvolles kaufen.

    Wenn es weiter gehalten wird, kann es im besten Fall eine Rendite von 4,5% erreichen, im schlechten Fall nur 0,5%. Für eine sichere Bankanleihe mit dieser Laufzeit bekommt man aber auch ca. 3,5%. Da ist selbst der beste Fall also nicht merklich besser.

    Zu 3: Ein Zertifikat ist eine Inhaberschuldverschreibung, als eine Anleihe. Jedoch keine festverzinsliche Anleihe, bei der Du jedes Jahr einen festen Kupon ausbezahlt bekommst, sondern der Kupon und/oder die Rückzahlung hängt von den Bedingungen ab, die im Prospekt beschrieben sind.

    Dein Kapitalschutzzertifikat (auch strukturierte Anleihe genannt) ist zunächst ein Zero, d.h. Du bekommst keine Zinsen ausbezahlt, sondern nur eine (erhöhte) Rückzahlung. Dein Produkt ist in sofern konservativ, da Du eine Mindestrückzahlung von 116% hast.

    Diese Produkte werden üblicherweise über Filialbanken vertrieben und alle Kosten zahlst Du am Anfang. Es gibt keine laufenden Produktkosten. Bei einer Filialbank können aber ggf. laufende Depotkosten anfallen.

    Beispiel: Das Produkt soll für den Emittenten und die Vertriebsbank eine Provision von 4% haben und zu 101% verkauft werden. Dann muss der Herstellpreis (innerer Wert) 97% sein. Der Strukturierer hedget die Emission durch einen Zero plus Derivate (hier CaII long 116% und CalI short 136%) so, dass er auf den gewünschten Herstellpreis kommt. Die Variable, an der er schrauben kann, sind die Basispreise der Optionen. Die Provisionen sind auch im BIB ausgewiesen, dass Du beim Kauf erhalten hast. Die verbreitete Vorstellung, dass Du "gegen die Bank spekulierst" ist falsch, die Bank hat das Produkt voll abgesichert und die eingerechnete Provision am Emissionstag verdient.

    Ok, das war jetzt schon recht detailliert. Fakt ist, dass Du etwas für 101% kaufst, was 97% wert ist. Damit sind aber alle Produktkosten bezahlt.

    Zu 1 und 2: Ja, wenn der Index am Feststellungstag mindestens 36% über dem Stand vom Starttag ist, wird Dein Zertifikat zu 136% zurückgezahlt (abzgl. Steuer, aber keine weiteren Kosten).

    Beachte aber, dass der Basiswert ein Kursindex ist, d.h. alle Dividenden werden nicht berücksichtigt. Darüber hinaus enthält der Index gerade dividendenstarke Aktien, d.h. der Index entwickelt sich deutlich schlechter, als beispielsweise ein ETF auf Dividendenaktien!

    Für die Renditeberechnung musst Du natürlich den Ausgabeaufschlag berücksichtigen. Bei einem AA von 1% wäre die Rendite 5,08% (6. Wurzel aus 1,36/1,01).

    Der Emittent stellt ständig Geld- und (meistens auch) Briefkurse. In der Regel entspricht der Briefkurs dem inneren Wert und der Geldkurs liegt 1% niedriger. Bei einem heutigen Verkauf sollte Dir die Kostenkalkulation also dieses Prozent zzgl. der Brokerkosten (und ggf. Börsenkosten) anzeigen.

    Hier wird vieles durcheinandergeschmissen. Normale Vollmachten kann man sich an vielen Stellen beglaubigen lassen, z.B. Stadt, Gemeinde, Kirche etc. Das sind "amtliche Beglaubigungen".

    Ausnahme sind Immobiliengeschäfte, für die reicht eine amtliche Beglaubigung generell nicht aus, man braucht eine "öffentliche Beglaubigung". Das kann jeder Notar machen. Als reine Unterschriftsbeglaubigung auf einem mitgebrachtem Schriftstück ist das natürlich billiger, als wenn der Entwurf vom Notar kommt und/oder weiterer Schriftverkehr damit verbunden ist.

    In einigen Bundesländern gibt es weitere Stellen, die öffentlich beglaubigen können. In Hessen sind das die Ortsgerichte, die es in jedem Kaff gibt. Dort kostet eine öffentliche Beglaubigung nur ca. 6,50 €! Eine ähnliche Lösung gibt es in BW mit den Ratschreibern.


    Auf einer notariellen Urkunde in unserer Familie hat der Notar sogar formuliert: "Der Wert der Immobilie wird von den Beteiligten im Kosteninteresse aus xx Euro geschätzt".

    Es ist wirklich traurig, wie wir mehr als 20 Jahre verschenkt haben, statt sinnvolle Altersvorsorge für die Menschen zu betreiben. Riester war konzeptionell schlecht und mit hohen Kosten belastet, das gleiche gilt für die im gleichen Zeitraum forcierte betriebliche Altersvorsorge. Dafür hat man im Gegenzug die Beiträge zur Rentenversicherung abgesenkt, wo sie bessere Früchte getragen hätten.

    Das halte ich für überzeichnet, weil es damalige Entscheidungen mit unserem heutigen Wissen beurteilt.

    Ich habe noch gelernt, dass es 3 Säulen der AV gibt: GRV, bAV und Lebensversicherungen.

    Dass die letzte Säule eigentlich private Vorsorge heißt, habe ich erst später gelernt. Damals war Bestandteil des Allgemeinwissen: Eine AV muss lebenslang zahlen und sie muss sicher sein, also keine Aktien oder andere Zockerprodukte enthalten. Und wenn keine lebenslangen Garantien, dann wenigstens nur Anleihen (auch Renten genannt!).

    Zumal seinerzeit ja auch hohe Kupons gezahlt wurden (Meine erste Anleihe war eine 2-jährige Anleihe der Commerzbank, Kupon 11%), da sind Aktienrisiken noch uninteressanter.

    Dafür hat man im Gegenzug die Beiträge zur Rentenversicherung abgesenkt, wo sie bessere Früchte getragen hätten.

    Nein, höhere Beiträge hätten nur zu besseren Renten der damaligen Rentner geführt, nicht zu höheren Renten zukünftiger Rentner. Eine Ansparung ist also schon besser gewesen. Aber wer wollte schon in kapitalmarktorientierte Zockerprodukte investieren, die meisten haben natürlich eine Lebensversicherung als Riesterprodukt gewählt.

    Also ich finde mittlerweile wirklich, dass das ganze wieder ein absolutes Bürokratiemonster ist. Ich steige beim besten Willen nicht mehr durch. War ja nett gemeint aber nein danke. Es ist viel zu komplex.

    Ich verstehe nichts und kann für mich nicht bewerten ob es sich für mich ab nächstem Jahr lohnt ins AVD einzuzahlen.

    Das ist etwa gleichwertig zu der Aussage: "Ich habe nicht verstanden, wann ausschüttende oder thesaurierende ETFs steuerlich besser sind, also kaufe ich keine ETFs."

    Das Grundprinzip ist doch sehr einfach: Nachgelagerte Besteuerung (analog GRV), was für die meisten Normalos attraktiv ist. Eventuell zusätzlich erhöhte Zulagen, die das ganze für Geringverdiener und Kinderreiche zusätzlich verbessern.

    Natürlich wird hier das letzte i-Tüpfelchen intensiv diskutiert, wie es in einem Spezialisten-Forum auch sein sollte, und ob noch eine Briefmarkenzacke optimiert werden kann. Aber bitte nicht deswegen das AVD-Kind mit dem Badewasser ausschütten!

    360 € pro Jahr rein, Aktien-ETF

    Das sollte ein No-Brainer sein, insbesondere, wenn es sich um eine Fortsetzung eines Riestervertrages handelt. Auch 1.800 € p.a. ist für sehr viele attraktiv.

    Bei mir kommt noch 22 Jahren und der vollen Einzahlung knapp 7.000 Euro mehr raus (laut Rechner noch Finanztip). Wo ist da das riesen Geschenk?

    Ok, für wen dieser Betrag irrelevant ist, sollte nach dem KISS-Prinzip nichts Neues anfangen.

    Bei mir ist Einstiegskosten 0€

    Garantiert nicht. Du schaust halt nur auf die ausgewiesenen Brokerkosten und ignorierst alle anderen Kosten. Vermutlich hast Du noch nie in die Kosteninformationen gesehen, die Du zu jeder Order bekommst. Schaue Dir die Geld-Brief-Spanne an und die Kursunterschiede zwischen den Börsen und Handelsplätzen.

    Mache mal einen Test: Kaufe einen Anteil und verkaufe ihn sofort wieder. Dann merkst Du die tatsächlichen Kosten. Die sind deutlich anders, als 0,99€ pro Roundtrip.