Beiträge von Sovereign

    Habt ihr schon mal einen Immobilienbesitzer gehört, der davon erzählt, dass er wisse, dass seine Immobilie ein Klumpenrisiko sei und eigentlich ETF besser rentieren würden und/oder sicher sei, aber er setze seinen persönlichen Wunsch über sein Wissen?

    Unabhängig von der Tatsache, daß es in den 70er Jahren hierzulande noch keine ETFs gab ...

    War damals genau meine Lage: Selbst meine bescheidenen Kenntnisse als Finanz-Laie, wenn auch einem an solchen Finanzthemen Interessierten, reichten schon damals aus, um das "Klumpenrisiko" der eigenenutzten Immobilie zu erkennen.

    Für meinen Teil wollte ich aber gerne schön und nett wohnen und insbesondere auch mein Zuhause nach meinen Wünschen gestalten. Halte ich übrigens auch für eine sehr rationale Heran- und Vorgehensweise, denn "Du hast nur ein Leben" ... Ein kleiner Nebeneffekt oder Zusatznutzen (da ich als Kind mit finanziell prekären Verhältnissen in Berührung gekommen war): Danach hatte ich mit keinem Vermieter, keinen Mieterhöhungen und keiner Kündigungsgefahr bezüglich meinem Zuhause mehr zu tun.

    Für meinen Teil war ich übrigens damals davon überzeugt, mein persönliches Finanz-Ziel (finanzielle Unabhängigkeit deutlich vor dem Rentenalter) auch mit "schöner, netter und selbst bestimmter Wohnen" verbinden und erreichen zu können ...

    Ja hoffentlich, weil sonst geben wir einen Großteil der Gesellschaft auf.

    Wie mir ein ehemaliger Club-Kollege jüngst erklärte (diese Info stammt von seiner Tochter, die beim Statistischen Bundesamt in Wiesbaden arbeitet) hat es aktuell sozusagen Rekordwerte die Zahl betreffend der

    Schüler/Schülerinnen, die ohne jeden Abschluß ihre Schule verlassen - rund 65.000 im Jahr

    Danach - sprich beispielsweise ohne Hauptschulabschluß - dürfte der weitere Weg ins Leben ein eher (sehr) schwieriger werden (bei der nötigen Redegewandtheit könnte sich der Weg in die Politik anbieten, da u. a. dort fehlende Abschlüsse einer Karriere nicht zwingend im Weg stehen. Es kann aber bezweifelt werden, daß viele dieser Schüler/Schülerinnen über die dafür nötige Eloquenz und das entsprechende Durchhalte- und Durchsetzungsvermögen für eine Partei-Karriere verfügen). Es spricht einiges dafür, daß eher eine gewisse bzw. erhöhte Wahrscheinlichkeit für Aushilfsjobs, Gelegenheitsjobs und/oder den längeren oder dauerhaften Bezug von Sozialleistungen besteht und/oder so manche auch in die Schwarzarbeit oder noch Schlimmeres (kriminelle Aktivitäten) abdriften.

    Kann und sollte sich ein Land ohne nennenswerte Rohstoffvorkommen (oder nur solche, die man nicht (mehr) nutzen will) besser nicht leisten. Da der "Rohstoff im Kopf" (Bildung) inkl. Innovationen für unseren zukünftigen Wohlstand der spielentscheidende Faktor ist. Neben den von politischer Seite zu setzenden, richtigen Rahmenbedingungen natürlich.


    Diese Entwicklung ist umso bedenklicher, da sie vor einem Setting spielt mit einerseits seit vielen Jahren ohnehin sinkender internationaler Wettbewerbsfähigkeit, sehr schwachem wirtschaftlichem Wachstum bzw. realem Nullwachstum, einem Potentialwachstum um Null herum, schwacher privater Investitionsquote (Investitionsstreik) usw. und andererseits gestiegenem Staatskonsum, stark steigender Staatsverschuldung, einer Sozialabgabenquote bereits über 42% (Tendenz steigend sprich prognostizierte Steigerung weiter auf 45 oder 50% - ohne entsprechende Reformen), überbordender Bürokratie und EU-Regulatorik usw.

    Bei meinen letzten Vermietungen hatte ich teilweise über 300 Bewerber.

    Diese Zahl Ist hier "vor Ort" nach Einstellen der Anzeige oft nach 60 oder 90 Minuten erreicht.

    Ausnahmen bestätigen immer die Regel, so will es das Sprichwort.

    In den bestimmten oder üblichen Regionen ist das keine Ausnahme, sondern die Regel. So wie in anderen Regionen ein Wohnungsüberhang oder sogar Leerstand die Regel ist (siehe Nr. 17).

    Ist die Wohnung vom Preis/Leistungsverhältnis eher günstig (aus Mietersicht) eingepreist, gilt das oben Gesagte (hier "vor Ort") erst recht.

    Eine Aktienquote von 0% bedeutet in der heutigen Welt, dass sich diese Person entweder bewusst gegen diese Anlageklasse entschieden hat oder nicht genug von ihr weiß. In beiden Fällen gehe ich von nicht ausreichenden Finanzkenntnissen aus.

    Von was Du so alles ausgehst ... :rolleyes:

    Um nur eine Gegenbeispielgruppe - aus diversen - zu nennen: Mir sind gleich einige Fälle bekannt, bei denen sich mit einer gewissen Finanzbildung (vermutlich im obersten Viertel oder Fünftel bezogen auf die Gesamtbevölkerung angesiedelt) bewußt für Aktien entschieden wurde - dann aber in 2000 ff und/oder 2008 ff akzeptiert werden mußte, daß die (eigentlich lege artis) zusammengestellte Asset-Allocation (mit 60% oder 50% Aktien) doch nicht zur tatsächlichen subjektiven Risikobereitschaft (Risikotoleranz) paßt ... Ebenso einige Fälle, in denen dies (fehlende subjektive Risikobereitschaft) mit einer hinreichenden Finanzbildung bereits vorab identifiziert werden konnte.

    Oder anders gesagt: Es wurde sich bewußt (nach Live-Erfahrungen) oder bewußt (nach Erforschung der subjektiven Seiten und vor Gestaltung der Asset-Allocation) für eine Aktienquote von Null entschieden, weil hinreichende Finanzkenntnisse/Finanzerfahrungen vorlagen.

    Nur am Rande:

    Eine Aktienquote von 0% bedeutet in der heutigen Welt ...

    daß jemand ggf. keine Aktien benötigt oder andere risikoreiche Investments, weil sein Finanzziel (in Verbindung mit seiner Restlebenserwartung plus Sicherheitspuffer) ohnehin erreicht wiird oder bereits gewährleistet ist. Siehe schon Nr. 55.

    Ich bleibe dabei: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich jemand, der sich mit keinem einzigen Euro am Kapitalmarkt beteiligt, ausreichende Finanzkenntnisse besitzt, ist praktisch Null.

    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß es - auch nach meinem Dafürhalten (und nicht nur meinem) - um die Finanzbildung hierzulande eher mau bis bestenfalls medioker bestellt ist (und diese Bestandsaufnahme unstreitig sein dürfte) ...

    Die obige Aussage hält jedenfalls einem Realitätscheck nicht (annähernd) stand. Wie schon in Nr. 55 dargestellt.

    Ich denke für eine ausreichende Finanzbildung ist ein Verständnis über das Thema Klumpenrisiko elementar.

    Als Freund präziser sogar Fan einer adäquaten Diversifikation, kann ich dem nur zustimmen.

    Wer sich mit GRV, Humankapital, Immobilie . . zu 100% an das Wohlergehen eines einzigen Landes bindet, hat m.E. in diesem Bereich keine ausreichende Kenntnisse.

    Diesem Klumpenrisiko (Deutschland/Eurozone) kann nur entgangen werden, wenn relevante (sprich für das persönliche Mindest-Finanzziel ausreichende) Mittel in einer anderen Jurisdiktion (vor)gehalten werden.

    Was Du/Ihr ja sicherlich praktiziert ... :)


    In diesem Sinne ...

    Als Vermieter hast du doch die Mieterauswahl komplett in der Hand

    In bestimmten bzw. den üblichen Regionen.

    In vielen anderen Gegenden stehen Wohnungen dagegen leer (bis zu fast 2,0 Millionen, je nach Erhebung) - oder werden für 5 € pro qm vermietet. Wenn sich denn überhaupt ein Mieter findet.

    Leerstandsquote bundesweit 4,3%

    Leerstandsquote Altenburger Land (Thüringen) bis zu 18,7%

    Leerstandsquote München und Frankfurt am Main um die 0,1 Prozent

    Wie neulich ein Schüler meinte:

    "Ich kann in drei Sprachen ein Gedicht analysieren, weiß aber nicht, worauf man beim Mietvertrag achten muß und wie man sein Geld sinnvoll anlegt."

    (nachträglich gefettet von mir)

    Das Original (oder der Ursprung) ist - nach meiner Erinnerung - über 10 Jahre alt (aus dem Januar 2015) und stammt von der damals 17-jährigen Kölner Schülerin Naina (die auf Twitter unter @nainablabbla unterwegs war - oder vielleicht noch immer ist):

    "Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann `ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen"

    Wobei da eher eine Art der fehlenden "Allgemeinbildung" im Sinne von praktischer "Lebenstauglichkeit" thematisiert bzw. angeprangert wurde, als das (schulische) Defizit speziell bezogen auf die "privaten Finanzen".

    Das Ganze ging damals (neudeutsch) viral und erreichte via Print- und TV-Medien die breite Öffentlichkeit. So wurde - nach meine Erinnerung - eine wochenlange Bildungsdebatte ausgelöst inkl. Diskussionen mit Rede und Gegenrede.

    Mit dem letzte Akt und dem dann üblichen "Übergang zur Tagesordnung" ...

    Ich denke, da war der Vermieter einfach sehr ehrlich. Genauso könnte er für Raucher argumentieren. Oder Alleinerziehende. Es gibt einfach Kandidaten, die weniger Risiken mitbringen, auch wenn einige nur theoretisch sein dürften. Falls ich Vermieter wäre, ist sicher auch ein Kriterium ob ich zwei oder hundert Wohnungen zu vermieten habe. Bei hundert Wohnungen werden die Risiken über die Statistik geregelt, bei zwei Wohnungen ist das ungemein schwieriger, da setze ich auf's sichere Pferd.

    (nachträglich gefettet von mir)

    Treffend beschrieben.

    Insbesondere vor dem Hintergrund, daß zum einen die meisten Wohnungen in Deutschland (je nach Studie 60 bis 65%) - nicht von Vonovia beispielsweise sondern - von der Gruppe der sog. privaten Klein- und Kleinstvermietern zur Verfügung gestellt werden (meist nur 1-2 bis zu max. 5 Wohnungen) und zum anderen aufgrund des Deutschen Mietrechts dann schon nur ein Mietnomade, Messi oder sonstiger Ausfall ausreicht, um die gesamte Bilanz zu verhageln.

    Ein Wort in eigener Sache (auch wenn bei mir in Deinen Worten eher die "Risiken über die Statistik geregelt" werden): Die beiden beauftragten Maklerfirmen treffen eine sehr sorgfältige Vorauswahl und die von ihnen (meist aus Hunderten) ausgewählten letzten drei oder fünf Interessenten treffe ich - in aller Regel - nichtsdestotrotz vor dem Vertragsabschluß noch zu einem persönlichen Gespräch und kurzen Kennenlernen.

    Besser ist das.

    Über 65 Mio. Menschen in diesem Land haben nicht eine einzige Aktie oder Fondsanteil.

    Zum Realitätsbezug: Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß ich als Kind auch noch "keine einzige Aktie oder Fondsanteil" hatte - was auch für die meisten anderen Kinder unter den von Dir genannten "über 65 Mio. Menschen in diesem Land" gelten dürfte ...

    Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und spreche jedem von diesen Menschen ausreichende Finanzildung ab.

    Zum Realitätsbezug: Ein nicht ganz kleiner Teil in meinem Umfeld "kann" Aktien und/oder Fondsanteile haben/halten - "muß" dies aber gar nicht, um beispielsweise das typische bzw. klassische Finanz-Ziel eines "finanziell auskömmlichen Ruhestands" zu erreichen oder bereits zu (er)leben.

    Schlicht und einfach, weil die sonstige (perspektivisch absehbare oder schon vorhandene) Finanz-Melange wie gesetzlicher Rente (GRV), betrieblicher Altersvorsorge (bAV), Pension, privater Rente (PRV), Sparvermögen, Auszahlung aus KLV, Wohneigentum, Mieteinkünften, Wertgegenständen, Edelmetallen) dies bereits gewährleistet.

    "Jedem von diesen Menschen eine ausreichende Finanzbildung abzusprechen" - bedeutet, meines Erachtens, eher sich so weit "aus dem Fenster heraus zu lehnen", daß man dabei herausfällt ...

    Last but not least: Kenne auch einige ETF-"Sparbüchsen", den ich kaum oder nicht annähernd eine "ausreichende Finanzbildung" attestieren würde. Manche von diesen kennen beispielsweise nicht mal ihre eigene subjektive Risikobereitschaft sprich persönliche Risikotoleranz.

    Ich sehe so viele Menschen, die Nordic Walking falsch machen.

    Die Stöcke werden falsch verwenden, Körperspannung nicht optimal.

    Ist das schlecht?

    Nein - Hauptsache draußen in der frischen Luft und viele Bewegung.

    Wäre mir zu pauschal - zumal ich das differenzierter sehe.

    Bei einem Tick mehr "technische Sportarten" (Golf, Tennis aber auch Schwimmen beispielsweise) kann falsche oder auch schon ungenügende Technik zu (erheblichen) gesundheitlichen Problemen führen. Das gilt erst recht im fortgeschrittenem Alter (Stichwort: Gelenkprobleme - um nur ein Beispiel zu nennen).

    Das gilt selbst für technisch vermeintlich eher einfache Sportarten wie das besagte Nordic Walking, Joggen oder Radfahren. Vom adäquaten sprich passenden Material und Gerät ganz abgesehen.

    Ist das schlecht?

    Nein - Hauptsache draußen in der frischen Luft und viele Bewegung.

    Das gelingt gesundheitserhaltend oder -fördernd auch mit Spaziergängen oder Wanderungen (Letzteres für den etwas ambitionierteren oder fitteren Protagonisten). Und das ganz ohne Sport-Gerätschaften, von gutem Schuhwerk mal abgesehen.

    Ist eine solche Ablehnung durch Vermieter eher ein seltener Einzelfall oder leider traurige Realität auf dem Wohnungsmarkt?

    Kann valide nur für mich selbst (in dem Fall als Vermieter) sprechen, der knapp 90 Wohnungen in der Vermietung hat. Derartige altersspezifische Kriterien spielen weder bei mir noch bei den beiden von mir stets eingeschalteten Maklerfirmen eine besondere Rolle. Knapp 40% meiner Mieter (aktuelle Altersstruktur) sind 60 Jahre und älter. Manche sind da sozusagen über die Jahre und ein langjähriges Mietverhältnis in das besagte Alter hineingewachsen - einige Mietverträge mit Älteren stammen aber auch aus den letzten Jahren.

    Mir sind aber immerhin einige Vermieter bekannt, die eher jüngere Mieter bevorzugen, da es so tendenziell und strukturell häufiger zu einem Mieterwechsel kommt (Partnerschaft, Nachwuchs. berufsbedingter Umzug usw.) mit den sich daraus ergebenden Möglichkeiten (Renovierung, Sanierung, Mieterhöhung). Ist sicherlich vor dem Hintergrund des - im internationalen Vergleich - eher sehr mieterfreundlichen (bzw. eher sehr vermieterunfreundlichen) deutschen Mietrechts zu sehen und zu verstehen.

    Rechtfertigt dieses Risiko aus eurer Sicht im Alter eher den Kauf einer Immobilie, um genau solchen Situationen zu entgehen?

    Aus meiner Sicht wäre allein dies jedenfalls kein hinreichender Grund.

    Kenne auch einige Vermieter, die eher gesetztere Jahrgänge bevorzugen (als langjährige und ruhige Mieter mit soliden sprich geordneten finanziellen Verhältnissen). Ganz generell: Es gibt nette Vermieter und nette Mieter aber auch (sehr) unangenehme Vermieter wie ebensolche Mieter ("Schwarze Schafe" hat es auf beiden Seiten).

    ich beschäftige mich aktuell mit der Frage, ob es im Alter sinnvoller ist, eine Wohnung zu mieten oder zu kaufen.

    Eine - wie stets - sehr individuelle (u. a. auch typbedingte) Entscheidung.

    Bei einigen mir bekannten Fällen war der (prioritäre) Grund für den Kauf einer Wohnung im Alter das Thema "Eigenbedarfskündigung" auszuschalten (Umzug, Wohnungssuche, Kosten, gewohntes Umfeld muß ggf. verlassen werden usw.). Einige andere hatten eine bestimmte Wohnung gekauft, weil das von ihnen gewünschte "Paket" (von der Innenausstattung über Lage und Balkon oder Terrasse bis zu Aufzug und Garage) auf dem Mietmarkt eher selten angeboten und/oder nur schwer zu ergattern war. Als Zusatznutzen wurde auch mehrfach genannt, daß (noch jedenfalls) das mietfreie Wohnen (Eigennutzung) nicht zusätzlich besteuert wird. In Regionen und/oder Städten mit sehr angespanntem Wohnungsmarkt kann (für manche) auch das ein Argument sein, sich lieber Wohneigentum zuzulegen.


    In attraktiven Regionen kann (nicht muß) es als Senior ein gewisses Problem darstellen, daß - in aller Regel - man es mit Erwerbstätigen als Mitkonkurrenten/Mitbewerbern zu tun hat, die über oftmals höhere Einkommen verfügen im Vergleich zu Rentnern/Ruheständlern.

    Für meinen Teil sieht mein "Modell" als Vermieter so aus. daß ich ein faires und partnerschaftliches Verhältnis zu meinen Mietern pflege und zudem relativ günstig (für den Mieter) vermiete. Im Gegenzug erwarte ich ein ruhiges und friedliches Mietverhältnis mit störungsfreier Mietzahlung und kommuniziere dies auch so vorab. Dieses "Modell" hat sich über die Jahrzehnte hinweg (bestens) bewährt. Für beide Seiten übrigens. Der Nachmieter kommt nicht selten über die Empfehlung des bisherigen Mieters. Kann mich zudem nicht erinnern, jemals einem Mietinteressent eine Wohnung vermietet zu haben, nur weil dieser ein hohes (oder das höchste) Einkommen aller Interessenten hatte. Worauf ich allerdings achte: Meine (ohnehin relativ günstige für das Gebotene) Miete (plus NK-VZ = Warmmiete) sollte möglichst nicht mehr als max. 30% des Nettoeinkommens des Mieters ausmachen.


    Dir gute Gedanken und danach ebensolche Entscheidungen ... !

    Nur am Rande aber in dem Kontext

    Wer gibt denn einen Verstoß gegen §2 Abs. Nr. 8 AGG so offen zu?

    Immerhin so einige - einer bestimmten Fraktion - scheinen damit jedenfalls kein Problem zu haben, so wie bei diesen die Zuschreibung "alte, weiße Männer" (als dreifache Diskriminierung in Sachen Alter, Hautfarbe und Geschlecht) zu den Usancen gehören ... :rolleyes:

    Wie willst du das differenzieren?
    Was ist "gute oder ausreichende Finanzbildung"?

    Erinnere mich an eine jüngere Erhebung, nach der ...

    ... fast die Hälfte der Befragten die derzeitige offizielle Inflationsrate nicht kannten

    ... rund jeder 4. den Unterschied zwischen Brutto und Netto nicht kannte

    ... jeder 5. Risikostreuung so erklärte, daß dabei Geld auf verschiedene Bankkonten verteilt wird

    Ist "gut" mit seinem eigenen Einkommen auszukommen?

    Auskommen mit dem Einkommen - wäre schon mal einer der ersten Schritte ...

    Oder zu wissen wie Börsengeschäfte funktionieren?

    Du legst die Messlatte aber ziemlich hoch ...

    Menschen zu befähigen selbst und eigenverantwortlich zu denken und anzuleiten die notwendigen und richtigen Schlüsse daraus zu ziehen ist die Grundlage.

    So sollte es sein.

    Das heißt der Mensch muss Informationen sammeln und für sich bewerten können. Wer das nicht gelernt hat, gehört zur "grauen Masse" ....

    Darauf dürfte es in praxi hinauslaufen.

    Bei China-Aktien nützt aussitzen nix….

    Was "nützt" ist nicht selten eine Frage des Einzelfalls.

    Chinesische "Bürger" beispielsweise, die es schon zu ein bißchen Vermögen gebracht haben, finden es offensichtlich "nützlich" hier "vor Ort" - mit aus ihrem Land heraus gebrachten Kapital - Wohnungen zu erwerben. Wobei da oft in Familien zusammengelegt wird, da es seitens der chinesischen Regierung entsprechende Restriktionen gibt (wohl mit oder sogar die strengsten Kapitalverkehrskontrollen weltweit sprich max. 50.000 $ im Gegenwert pro Kopf und pro Jahr).

    Seit langer Zeit schon gibt es daher hier "vor Ort" auf solche chinesische Kunden spezialisierte Maklerunternehmen und Beratungsfirmen.

    Daneben gehört China übrigens auch zu den Ländern, in denen der private Goldbesitz besonders beliebt und ausgeprägt ist (fast so stark, wie in Indien).


    Kapital verhält sich zur Obrigkeit wie Wasser zur Schwerkraft - es findet immer (s)einen Weg.

    Au weia! Ist das alles nicht irre teuer? Euer Kaufpreis auch. Wo ist das denn?

    Siehe Nr. 1 Abs. 1

    (Großstadt, Innenstadtlage)

    Oder Nr. 22

    Die Preise hier "vor Ort" sind ganz ähnlich - größere Wohnungen in guten, innerstädtische Lagen betreffend. Soll es ein Neubau, sanierter (Stil)Altbau oder in einem der Wohnhochhäuser (höheres Stockwerk mit Blick) sein - ggf. auch noch mehr ...

    M.E. ist das in den Schulen eine Fragen des (nicht) Wollens.

    Damals jedenfalls war es auch eine Frage des nicht Müssens (seitens der meinerseits angesprochenen Lehrkörper).

    Unabhängig von der schlichten Tatsache, daß es ("Geld und Finanzen") kein Bestandteil des Lehrplans war ...

    Die von mir angefragten Lehrer waren Beamte, hatten in der Regel ein Häuschen oder eine Wohnung (mit einem zinsgünstigen "Beamtendarlehen"; Wohnfürsorge des Bundes, Zinszuschüsse, Bürgschaften) erworben und im Zweifel noch ein Sparbuch und/oder eine Kapitallebensversicherung.

    Auf den damaligen Vorgang (August 1971 Fernsehansprache Nixon) hingewiesen, verbunden mit der Bitte dies mal im Unterricht zu thematisieren: Die angesprochenen Lehrer kannten weder den Vorgang (USA beenden einseitig die Einlösbarkeit sprich Konvertierbarkeit des Dollar in Gold) noch überhaupt den Begriff "Bretton Woods System".

    Dazu kam noch: In zwei Fällen - mir noch gut erinnerlich - klang einmal explizit und einmal konkludent durch, daß an einem "altsprachlichen (humanistischem) Gymnasium die klassischen Alten Sprachen - wie Latein und Altgriechisch - im Zentrum der Bildung" stehen - und nicht so "profane Dinge wie Geld" ...

    Meine nächsten Schritte führten damals in die Schul- und Stadtbücherei sowie die Landesbibliothek, in deren Lesesaal (neben der kostenfreien Ausleihe von Büchern) zudem kostenfrei auch diverse aktuelle Tageszeitungen auslagen.

    Einen Lehrkörper in der Schule habe ich danach auf dieses Themenfeld nie mehr angesprochen.

    Danke für deinen Input.

    Gerne geschehen.

    Familienplanung soweit abgeschlossen. Risikobereitschaft verteilt sich so: Ich war 20+ Jahre selbstständig und entsprechend risikofreudig, jetzt Führungskraft im Konzern, meine Frau ist eher sicherheitsorientiert. Als Paar treffen wir uns nun irgendwo in der Mitte. Altersvorsorge Plan steht – unser jetziges Depot würde bei durchschnittlicher Entwicklung ausreichen, um unseren gesamten Finanzbedarf im Alter zu decken ohne weiter etwas einzuzahlen.

    Das klingt solide bis gut.

    Ein intensiver Blick in die letzten drei bis fünf Protokolle der Eigentümergemeinschaft sowie auf die erreichte Instandhaltungsrücklage sollte dennoch obligatorisch sein.

    Der Wohnungskauf würde uns vorrangig ermöglichen als Familie in einer großen Wohnung in unserer direkten Nachbarschaft wohnen zu bleiben.

    Das war bereits meine Vermutung.

    Sanierte Wohnungen in der Ordnung kosten hier zur Miete mittlerweile 3 - 3,5k / Monat.

    Das war bereits mein Verdacht (um die Formulierung "Befürchtung" zu vermeiden).

    Die Preise hier "vor Ort" sind ganz ähnlich - größere Wohnungen in guten, innerstädtische Lagen betreffend. Soll es ein Neubau, sanierter (Stil)Altbau oder in einem der Wohnhochhäuser (höheres Stockwerk mit Blick) sein - ggf. auch noch mehr ...

    Wenn dann wäre eher die Frage, ob wir eine so grosse Konzentration in einem Asset haben wollen.

    Für mich als Freund (eher Fan) der Diversifikation gut (eher bestens) nachvollziehbar.

    Da ich zum einen schon Senior bin und zum anderen auch berufsbedingt in sehr vielen Ländern unterwegs war ...:

    Die Haltung zu dem Thema ("selbst genutztes Wohneigentum" und "Entschuldung desselben bzw. Restschuld") hat hierzulande aber erst recht international eine sehr große Bandbreite. Das reicht von der Haltung "Wer (noch) Schulden hat, kann niemals frei sein" (selbst wenn es nur ein sehr kleiner Betrag in Relation zum Marktwert der Immobilie ist) bis hin zu Menschen, die mit einer Restschuld von < 50% abwärts des Verkehrswerts der Immobilie gut leben und schlafen können (und nicht selten daneben noch ein Depot haben und pflegen ...) oder die sogar bei gestiegenem Marktwert des Hauses die Hypothek entsprechen erhöhen (siehe USA).

    In so manchen Ländern gehörte das (Letzteres - sprich mit einer gewissen Restschuld leben) sogar (fast) zu den Usancen (beispielsweise in der Schweiz, Niederlande, Schweden, Dänemark, USA). Teilweise liegt das auch an anderen steuerlichen Regelungen als hierzulande und/oder auch an einer anderen Grundeinstellung. Ob das aktuell immer noch so ist, weiß ich nicht. Auch könnten die (sehr) restriktiven Regelungen der im März 2016 hierzulande implementierten EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie (EU-WIKR) die Situation (sprich diese früheren Möglichkeiten) eventuell eingeschränkt bzw. beschnitten haben (bei vermieteten Objekten und entsprechendem finanziellem Hintergrund akzeptieren die Banken - nach wie vor - andere "Spielregeln"). Bei einer in den Ruhestand hineinlaufenden Finanzierung müssen jedenfalls im Rahmen der sogenannten "Kreditwürdigkeitsprüfung" die Ruhestandseinkünfte für die sogenannte "Kapitaldienstfähigkeit" dann auch als Rentner ausreichend gegeben sein

    Aus meiner Sicht - siehe schon hier -

    Nur am Rande aber in dem Kontext: Je nach persönlicher Risikobereitschaft (Risikotoleranz) dürfte neben der Zinskondition die Finanzierungskonstruktion zumindest ebenso bedeutsam sein.

    und neben dem § 489 BGB (einseitiges Sonderkündigungsrecht des Darlehensnehmers nach 10 Jahren mit 6-monatiger Kündigunsfrist ohne Vorfälligkeitsentschädigung (VFE)) - bieten die heute üblichen vertraglichen Sondertilgungsmöglichkeiten (wie 5 oder 10% per annum der anfänglichen Darlehenssumme) eine gute Stellschraube, um da Spielräume und Flexibilität reinzubringen (abhängig von der Entwicklung des Einkommens, des Depots und der Inflation).

    Es könnte (Konjunktiv) beispielsweise eine Vorgehensweise sein, das Depot (nur) so einzubringen (aufzulösen), daß eine der typischen Hürden für eine akzeptable sprich relativ attraktive Zinskondition geknackt wird (wie 80, 70 oder 60 Prozent-Finanzierung) und das restliche Depot (inkl. Inflation) weiter für sich "arbeiten" zu lassen und parallel bei Bedarf auch noch die Sondertilgungsmöglichkeit in der Hinterhand zu haben (je nach Dauer der vereinbarten Zinsfestschreibung zusätzlich auch noch die Möglichkeit des § 489 BGB).

    Je nach persönlicher Risikobereitschaft (Risikotoleranz) kann vor dem Hintergrund an verschiedenen Stellschrauben gedreht und Varianten durchgerechnet werden.

    Last but not least gilt aber:

    "Paragraph Eins - jeder macht Seins"

    sprich Ihr müßt und sollt Euch mit dem gewählten Modell (Finanzierungskonstruktion) wohlfühlen und leben - nicht fremde Dritte in einem Internet-Forum.


    Euch weiter gute Gedanken und dann ebensolche Entscheidungen ... !