andiii_98 mit Deinem Beitrag Nr. 60 ziehst Du das Ganze auf die Makro-Ebene bzw. die politische Ebene. Mir ging es aber in meinem Beitrag Nr. 58 gerade um die Mikro-Ebene sprich die Sicht des Bürgers, für den diese Einheitswährung (Euro) seit 2002 das Zahlungsmittel ist (als Bargeld, in Form von Euro-Geldscheinen, ein gesetzliches Zahlungsmittel und als Buchgeld bzw. Giralgeld zwar kein gesetzliches Zahlungsmittel, aber ein im Wirtschaftsverkehr der Eurozone allgemein anerkanntes Zahlungsmittel; als eine sozusagen stillschweigende oder vertragliche Übereinkunft (Usancen das Buchgeld/Giralgeld und Überweisungen (bargeldlos) betreffend). Nicht wenige Bürger sind der Ansicht, daß gegenüber dieser Einheitswährung im Speziellen und dem Fiat-Money-System im Allgemeinen gewisse Kautelen (Sicherheitsvorkehrungen) - Stichwort: Bitcoin, um ein Beispiel zu nennen - empfehlenswert bis indiziert sind.
Siehe hier:
... als Bürger ...
... persönliche "Kautelen"
... Sicherheitsvorkehrungen des Bürgers ...
Nur am Rande: Wäre ich ab 2010 in der Situation von Madame "Alternativlos" (Merkel) gewesen, hätte ich aller Wahrscheinlichkeit auch versucht, den Euro - sprich dieses (politisch motivierte - "Ever closer Union") Währungsexperiment - zu retten. Allerdings zwingend auf eine Art und Weise, bei der zum einen die vertraglichen Säulen - sprich die Architektur auf der diese Währungskonstruktion beruht - nicht endgültig abgerissen werden (EU-Verträge, EU-Vertrag von Maastricht, AEUV) und zum anderen nicht noch dauerhaft Fehlanreize für die Zukunft der Eurozone gesetzt werden (Moral Hazard, Tragik der Allmende, Politisierung der EZB).
Dafür bist Du aber übrigens komplett der Thematik (Nr. 25) ausgewichen, ob immer neue Steuern (Zuckersteuer, Plastiksteuer, Kryptosteuer, KI-Steuer) in unserer Lage die zielführende oder gar beste Lösung darstellen. Siehe hier:
Würde unsere Politik doch nur die gleiche Kreativität und das gleiche Engagement entwickeln, um (endlich) wieder für Rahmenbedingungen zu sorgen, die (endlich) unsere Internationale Wettbewerbsfähigkeit (den Standort Deutschland betreffend) wieder in frühere Regionen zurückführen ... Mit adäquatem Wirtschaftswachstum haut es dann auch wieder mit den Steuereinnahmen und Sozialkassen viel besser hin ...
Auch die lange überfälligen Reformen lassen sich bei einem adäquaten wirtschaftlichen Wachstum deutlich leichter einführen und umsetzen.
Direkt nochmals zum Strangthema: Wenn der Gesetzgeber zukünftig so mit Krypto-Gewinnen verfährt, wie geplant, braucht er gute Gründe (Hintergrund: § 23 EStG), warum dies dann beispielsweise bei Gold anders bleiben soll.
Ähnliche Überlegungen kann man beispielsweise für Immobilien (insbesondere vermietete) anstellen. Kenne (recht gut) zwei relativ hochrangige Politiker der SPD und von der Partei "Die Linke" (Landesebene). Deren Tenor im persönlichen (!) Gespräch: "Die 10-jährige Spekulationsfrist bei vermieteten Immobilien ist uns ein Dorn im Auge. Wäre das aber anders, würde die Attraktivität von Immobilien, insbesondere im Bereich Geschosswohnungen und Geschosswohnungsbau, noch weiter sinken, mit fatalen Folgen für den Wohnungsmarkt und die Mieter im gesamten Rhein-Main-Gebiet". Nur am Rande: Die Tatsache, daß diese "Spekulationsfrist" zum 1. Januar 1999 bereits von zwei auf 10 Jahre verlängert und damit verfünffacht wurde (im Rahmen des Steuerentlastungsgesetz ...) bleibt in dem Kontext von politischer Seite meist unerwähnt.
War sonst noch was ... ? Ach ja ...
Aber solange Wähler die Europawahlen zur Bewertung der Bundesregierung nutzen, wir da nicht viel zu erwarten sein
Was soll der geneigte Bürger und "Wähler" von "Europawahlen" schon "erwarten", wenn am Ende nicht der Wahlsieger, sondern jemand ganz anderes an höchster Stelle implementiert wird - der/die nicht mal auf dem Wahlzettel stand (wie im Fall von Frau von der Leyen) ... ?