Das ist neben prozyklischem Verhalten wohl der Anlegerfehler überhaupt: die Fokussierung auf zu kurze und/oder irrelevante Zeiträume.
Das habe ich dir oben bereits erklärt: Lang laufende Anleihen korrelieren mit Aktien allenfalls kurzfristig negativ und selbst das keineswegs zuverlässig. Über längere Zeiträume ist diese Korrelation hingegen deutlich positiver. Genau das würdest du erkennen, wenn du weniger Zeit darauf verwenden würdest, mich persönlich anzugreifen und stattdessen beispielsweise die Cederburg Studie lesen würdest.
Du bekommst damit möglicherweise einen kurzfristigen Diversifikationseffekt. Für einen langfristig orientierten Anleger ist dieser aber nicht nur wenig hilfreich, sondern kann sogar erhebliche Risiken bergen: Nach einem Inflationsschock können lang laufende Anleihen über Jahrzehnte real im Minus bleiben. Der vermeintliche kurzfristige Schutz kann sich damit langfristig als erheblicher Nachteil erweisen.