ETF-Duell der Giganten: Kommer-ETF vs. MSCI World – Mein Selbstversuch im Wochentakt

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    Hier werden Vor- und Nachteile von abweichenden Gewichtungen erläutert. Sehr interessant finde ich die Differenzierung von theoretischer Outperformance und ETF-Performance nach Kosten. Außerordentlich konzentrierte Darstellung mit "Dialekt-Erschwernis" :), aber reich an Denkanstößen.

  • Genau vier Monate läuft das Rennen jetzt. Kommer-ETF gegen einen ETF auf den MSCI-World.
    Gerd Kommer wollte den MSCI World um 1 bis 1,5 Prozentpunkte schlagen. Das gelang weder im „Kommerjahr I“ noch im „Kommerjahr II“, Auch im „Kommerjahr III“ (ab 01.07.2025) sieht es zumindest im Moment nicht so aus, als könne es diesmal funktionieren.

  • Genau vier Monate läuft das Rennen jetzt. Kommer-ETF gegen einen ETF auf den MSCI-World.
    Gerd Kommer wollte den MSCI World um 1 bis 1,5 Prozentpunkte schlagen. Das gelang weder im „Kommerjahr I“ noch im „Kommerjahr II“, Auch im „Kommerjahr III“ (ab 01.07.2025) sieht es zumindest im Moment nicht so aus, als könne es diesmal funktionieren.

    Im ersten Kalenderhalbjahr 2025 lag der Kommer-ETF vor dem MSCI ACWI und auch vor dem MSCI World. Man wird für das und für jenes Beispiele finden, in zig verschiedenen völlig willkürlich gewählten und absolut bedeutungslosen Zeiträumen, und man kann die auch lustig nennen: „Kommer-Jahr“ oder „Kalender-Jahr“ oder „Uschi“ oder „Schweineschnitzel-2-mal-6-Monate“. Daraus ableiten kann man daraus trotzdem ganz exakt gar nichts.

  • Daraus ableiten kann man daraus trotzdem ganz exakt gar nichts.

    Daraus ableiten kann man in der Tat wenig. Allerdings zeigt dieser Thread schon deutlich, wie sich das Referenzrahmenrisiko auswirkt. Gäbe es den Gerd-Kommer-ETF schon seit zehn Jahren, läge er noch deutlicher zurück. Zehn Jahre und mehr an Underperformance auszuhalten, ist für Privatanleger vermutlich nicht einfach – und genau das ist die Kernessenz des Faktor-Investings: Gäbe es diese langen Durststrecken nicht, gäbe es auch keine Outperformance. Und wir reden bei diesen Durststrecken nicht von Peanuts:

    Bei Multi-Factor-Strategien wird sich das nicht so deutlich zeigen, aber bei einzelnen Faktoren können das durchaus Unterschiede von 100 % und mehr sein, die man z. B. in einem Zehnjahreszeitraum „nicht verdient“.

    Ein Anleger, der im Frühjahr 2018 eine Million Euro in globale Small Caps investiert hat, besitzt heute rund 1,8 Millionen Euro. Hätte er stattdessen auf den MSCI World gesetzt, wären es fast 2,6 Millionen Euro.

    800 000 Euro „entgangene Rendite“ bei einem Einsatz von einer Million über sieben Jahre (8|) können einen schon mürbe machen. Faktor-Investing eignet sich deshalb nur für Anleger, die es entweder durch und durch verstanden haben und das Risiko aushalten können, oder für solche, die gar keinen Plan haben, überhaupt keine Vergleiche anstellen und ohne ins Depot zu gucken einfach ihren Sparplan durchziehen.

  • Daraus ableiten kann man in der Tat wenig. Allerdings zeigt dieser Thread schon deutlich, wie sich das Referenzrahmenrisiko auswirkt. Gäbe es den Gerd-Kommer-ETF schon seit zehn Jahren, läge er noch deutlicher zurück. Zehn Jahre und mehr an Underperformance auszuhalten, ist für Privatanleger vermutlich nicht einfach – und genau das ist die Kernessenz des Faktor-Investings

    Vielen Dank für die Stellungnahme. Fundiert.

  • Das hast du oft gesagt und tust es bei jeder Gelegenheit. Du bist doch nicht gezwungen, diesen Thread zu lesen.

    Offen gesagt: finde ich schon - also nicht, dass ich gezwungen bin, sondern dass es sinnvoll ist, das immer und immer wieder zu sagen.

    Wie oft melden sich hier Newbies an und sind durch den Wind, weil ihr ETF in den ersten drei Monaten eineinhalb Prozent minus gemacht hat. Das ist dann oft aufwendig, denen klar zu machen, dass es sich bei einer Aktienanlage um eine langfristige Investition handelt und derart kurzfristige Schwankungen absolut bedeutungslos sind. Wenn so jemand in diesen Thread gerät und den Eindruck gewinnt, dass Leute, die sich auskennen müssten, hier sowas ernsthaft diskutieren, ist das überhaupt nicht hilfreich.

    Deshalb finde ich, muss man das immer und immer wieder einordnen: Das ist zahlenspielende [Inhalt von der Moderation entfernt] ohne sinnvolles Ziel.

    Allerdings zeigt dieser Thread schon deutlich, wie sich das Referenzrahmenrisiko auswirkt. Gäbe es den Gerd-Kommer-ETF schon seit zehn Jahren, läge er noch deutlicher zurück. Zehn Jahre und mehr an Underperformance auszuhalten, ist für Privatanleger vermutlich nicht einfach – und genau das ist die Kernessenz des Faktor-Investings: Gäbe es diese langen Durststrecken nicht, gäbe es auch keine Outperformance. Und wir reden bei diesen Durststrecken nicht von Peanuts:

    In der Sache will ich gar nicht widersprechen: Nur in dem Punkt, dass dieser Thread das zeigt, bin ich skeptisch. Fraglos ist es so, aber ob der unbedarfte Betrachter auf den Gedanken mit dem Referenzrahmenrisiko kommt, wenn er die albern-peinlichen KI-generierten Bilder sieht, wage ich zu bezweifeln.

    Letztlich ist es doch einfach: Ein ETF verhält sich so wie sich seine Einzelteile verhalten. Hat ein Fonds mehr EM als ein anderer, und ist ansonsten praktisch gleich, also die anderen Teile sind proportional herunterskaliert, dann unterscheiden die beiden Fonds sich vor allem so wie die EM sich zu allem anderen verhalten: performen die über, performt der Fonds über, und umgekehrt.

    Oder ein anderer Aspekt: Die USA sind historisch hoch bewertet. Es braucht gar keinen großen Crash - es würde reichen, wenn die nun eine Weile leicht unterperformen, bis der historische Schnitt wieder erreicht ist. Dann sieht die Welt anders aus als jetzt im hier gehuldigt Vergleich.

    Über sowas lässt sich ernsthaft diskutieren, aber nicht über so läppische Bildle, die Dinge illustrieren, die nichts und wieder nichts aussagen.

  • Über sowas lässt sich ernsthaft diskutieren, aber nicht über so läppische Bildle, die Dinge illustrieren, die nichts und wieder nichts aussagen.

    Ich lese das von dir mal quer. Und was sehe ich: „läppische Bildle“ schreibst du da.

    Die Story nervt dich. Kein Problem, da Must es nicht lesen.

    Ich möchte dich einfach bitten freundlicher und sachlicher zu schreiben.

  • Offen gesagt: finde ich schon - also nicht, dass ich gezwungen bin, sondern dass es sinnvoll ist, das immer und immer wieder zu sagen.

    Wie oft melden sich hier Newbies an und sind durch den Wind, weil ihr ETF in den ersten drei Monaten eineinhalb Prozent minus gemacht hat. Das ist dann oft aufwendig, denen klar zu machen, dass es sich bei einer Aktienanlage um eine langfristige Investition handelt und derart kurzfristige Schwankungen absolut bedeutungslos sind. Wenn so jemand in diesen Thread gerät und den Eindruck gewinnt, dass Leute, die sich auskennen müssten, hier sowas ernsthaft diskutieren, ist das überhaupt nicht hilfreich.

    Deshalb finde ich, muss man das immer und immer wieder einordnen: Das ist zahlenspielende Selbstbefriedigung ohne sinnvolles Ziel.

    Dein Name ist ja wirklich Programm :) – Mach dir nicht so viele Sorgen, du musst niemanden beschützen, das können die „Newbies“ mit der Zeit ganz alleine.

    Das wertvollste Produkt, das man sich mit Geld kaufen kann, ist ein leerer Kalender.

  • na wenn ich mir die letzten 3 Jahre ansehe, dann laufen World, ACWI und Kommer doch ziemlich exakt im Gleichtakt Hand in Hand:

    Der Vergleich zeigt das Kommer weniger volatil ist (in beide Richtungen) und Volatilität gegen Rendite tauscht. Der Zeitabschnitt spricht nicht gerade für Kommer da er (wie du sagt) gleiche Tendenzen hat aber bei der Volatilität nach unten dann (absolut gesehen - z.b. Trump Zölle) nicht mal besser als die anderen dastehen.

    Durch die geringere Volatilität könnte Kommer ggf. besser sein wenn man ungünstig eingestiegen ist und ggf. keinen extrem langfristigen Anlagehorizont hat.

  • Der Vergleich zeigt das Kommer weniger volatil ist (in beide Richtungen) und Volatilität gegen Rendite tauscht. Der Zeitabschnitt spricht nicht gerade für Kommer da er (wie du sagt) gleiche Tendenzen hat aber bei der Volatilität nach unten dann (absolut gesehen - z.b. Trump Zölle) nicht mal besser als die anderen dastehen.

    Die Volatilität beim Kommer-ETF war in der Tat geringer als bei marktkapitalisierungsgewichteten ETFs. Allein die Rendite zu betrachten, ist nicht besonders aussagekräftig – entscheidend ist immer das Verhältnis von Rendite zu Risiko.

    Hier ein Vergleich des GK-ETF mit dem FTSE All-World:

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    Anmerkung: In dem Video werden auch andere Fonds verglichen (GPO, ARERO,...). Sehr sehenswert.

  • Die Volatilität beim Kommer-ETF war in der Tat geringer als bei marktkapitalisierungsgewichteten ETFs. Allein die Rendite zu betrachten, ist nicht besonders aussagekräftig – entscheidend ist immer das Verhältnis von Rendite zu Risiko.

    Hier ein Vergleich des GK-ETF mit dem FTSE All-World:

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    Anmerkung: In dem Video werden auch andere Fonds verglichen (GPO, ARERO,...). Sehr sehenswert.

    Ich betrachte ja nicht nur Rendite sondern Rendite und Volatilität.

    Es gibt nicht nur Risiko vs Rendite sondern genauso Volatilität vs Rendite.

    Hohe Volatilität bedeutet nicht automatisch hohes Risiko (hängt eben vom Anlagehorizonz ab)

    Oder anders ausgedrückt: Bei hoher Volatilität muss man ggf. weiter rauszoomen dann gehts (mit höherem Anstieg) von links unten nach rechts oben :D

  • Ich betrachte ja nicht nur Rendite sondern Rendite und Volatilität.

    Es gibt nicht nur Risiko vs Rendite sondern genauso Volatilität vs Rendite.

    Hohe Volatilität bedeutet nicht automatisch hohes Risiko (hängt eben vom Anlagehorizonz ab)

    Oder anders ausgedrückt: Bei hoher Volatilität muss man ggf. weiter rauszoomen dann gehts (mit höherem Anstieg) von links unten nach rechts oben :D

    Nein, Volatilität ist ein Risiko.

    Volatilität als Risikomaß
    Die Volatilität beschreibt die Kursschwankungen eines Wertpapiers in der Vergangenheit. Je höher die Volatilität, desto stärker schwankt der Wert oder Kurs…
    www.justetf.com
  • Wer z.B. im Oktober mit einem wöchentlichen Sparplan in ETFs eingestiegen ist, liegt nach einem Monat so:

    Kommer-ETF + 1 %
    MSCI World. + 2,7 %
    FTSE All-World von Vanguard und Amundi Prime All Country World + 2,7 %.

    Ich schaue mir das mit echtem Geld an.

  • Volatilität ist ein Risikomaß, aber nicht das Risikomaß. Je nach dem, was einen interessiert, worauf es dem einzelnen Anleger ankommt, ist es mehr oder weniger relevant. Der Maximum Drawdown ist ein anderes Risikomaß. Nur auf eines zu schauen, erfasst die Wirklichkeit nur unterkomplex.

    Zudem gibt es auch verschiedene Maße für die Rendite wie den IZF und die TTWROR. Wie ich schon viel weiter oben mehrfach geschrieben habe: In einem Depot bespare ich seit dem Frühjahr auch den Kommer- und einen ACWI-ETF parallel, zuletzt lag in der einen Wertung der eine, in der anderen Wertung der andere ETF vorne. Nur auf eines zu schauen, oder auch nur auf die Absolute Performance, erfasst die Wirklichkeit auch nur unterkomplex.

    Und wenn man zwei Anlagen miteinander vergleichen will, macht das nur Sinn, wenn man die Renditen risikoadjustiert vergleicht: Die Frage ist, welches Maß an Risiko man für eine Rendite eingeht.

    Wer z.B. im Oktober mit einem wöchentlichen Sparplan in ETFs eingestiegen ist, liegt nach einem Monat so:

    Kommer-ETF + 1 %
    MSCI World. + 2,7 %
    FTSE All-World von Vanguard und Amundi Prime All Country World + 2,7 %.

    Das ist ja höchst interessant, immerhin haben wir schon November. Das heißt, 1/180tel des üblicherweise für Aktienanlagen empfohlenen Zeitraums ist bereits vergangen.

  • Das ist ja höchst interessant, immerhin haben wir schon November. Das heißt, 1/180tel des üblicherweise für Aktienanlagen empfohlenen Zeitraums ist bereits vergangen.

    Das heißt eindeutig, dass der Kommer am Ende 306% zurückliegt. 😅 Die Messen sind gelesen. Bis dahin werden aber noch viele Beiträge generiert und Bilder gemalt. Ich erkenne Konturen einer Grafic Novel und bin schon jetzt auf die Buchmesse in 15 Jahren gespannt. 😎