Beiträge von Elke12

    Gemeint ist die 4%-Regel: Wenn Du einem Aktien-Depot jährlich 4% entnimmst, reicht das Geld mit einer Wahrscheinlichkeit von 97% für mindestens 30 Jahre.

    Vorsicht vor der 4% Regel - Finanzen? Erklärt! (finanzen-erklaert.de)

    Danke für den Hinweis. Soweit ich es verstehe müssen aber noch Währungsrisiko und Steuern berücksichtigt werden, so dass nur mit einer Entnahme von unter 3% zu rechnen sei.

    Wie ist das denn mit der Kapitalertragssteuer. Die muss doch auf die evtl. Gewinne gezahlt werden.

    Stimmt es, dass man bei einer geringen Rente (unter 1000 Euro) dann eine Günstigerprüfung beantragen kann, bei der dann mit dem persönlichen Steuersatz versteuer wird?

    Nur sollte man sich nicht zuerst mal um die eigene Altersvorsorge kümmern, bevor man sich Gedanken darum macht den Kindern etwas hinterlassen zu wollen? Die Kinder haben noch 20-30 Jahre Zeit eine eigene Altersvorsorge aufzubauen. Du nicht!

    Ja, das stimmt sicherlich. Meine Kinder haben mir diesbezüglich ähnlich ins Gewissen geredet. Vielleicht muss ich diesbezüglich doch evtl. Abstriche machen .....

    Kurze Überschlagsrechnung:

    Ein Rentenpunkt kostet aktuell ca. 8.000€ und bringt ca. 36€ Anfangs-Rente, in 27,5 Jahren also knapp 11.900€. Das ist bereits eine Rendite von 3,28%, also höher als bei Deiner Wohnung.

    Die 36€ sind aber nur die Anfangsrente. Angenommen diese steigt jährlich um 2%, dann kommst Du in Summe auf 15.600€ bzw. eine Rendite von 5,35% (alles vor Steuer!).

    Mache ich jetzt einen Denkfehler.? Bei den Rentenpunkten ist doch das Kapital mit dem Kauf dann weg?! Wenn ich also für meine Rentenlücke von monatlich 1000 Euro 220 000 Euro investiere und früher versterbe bleibt für meine Kinder dann doch nichts übrig?

    Das ist einiges weniger, als bei sicheren Anlagen, wie Festgeld oder Anleihen. Lohnt sich also nur, wenn Du davon ausgehst, dass der Wert der Immobilie stärker steigt, als die lfd. Kosten.

    Gute Festgeldangebote (3%) habe ich nur bei schwedischen Banken für 3 Jahre gesehen. Drei Jahre erscheint mir aber im Moment doch etwas zu lang. Die Zinsen werden doch vielleicht noch ein wenig steigen. Und eine deutsche Einlagensicherung wäre mir auch lieber.

    Das erscheint mir sehr günstig. Sind das echte Zahlen aus den letzten Hausgeld-Abrechnungen?

    30 Euro pro Monat/Wohneinheit Hausverwaltung ist ein Erfahrungswert aus meiner beruflichen Zeit in der Hausverwaltung.

    Und 1,5 Euro/QM Instandhaltung sind eine Empfehlung aus der Finanztest.

    Manche halten Aktien für volatiler, weil sie täglich durch einen Blick ins Depot bewertet werden (Mist, nur heute 1000€ verloren...). Die Wertschwankung einer Immobilie sieht man leider nicht täglich.

    .Meine Überlegung ist, dass ich bei einem Erwerb einer ETW sofort die Rendite bekommen, auf die ich angewiesen bin und es droht kein, wie immer wieder im Kleingedruckten zu lesen steht, Totalverlust?!

    Die Teilerwerbsminderungsrente kann doch in eine Altersrente umgewandelt werden. Sobald der Abschlag für die vorgezogene Altersrente nicht mehr höher ist als der Abschlag in der Erwerbsminderungsrente, macht es Sinn die umwandeln zu lassen. Es muss nicht zwingend die Vollrente sein, aber wahrscheinlich wäre das rechnerisch das Sinnvollste.

    Die 35 Jahre müsste ja erfüllt sein.

    Ja, das müsste ich prüfen.

    Aber trotzdem ändert sich die Lücke nur marginal. Die bleibt in Höhe von ca. 1000,- Euro. die ich dann aus dem Erbe bestreiten muss.

    Ist die Rentenhöhe denn richtig prognostiziert? Sprich ist das Versicherungskonto geklärt und die Grundrente berücksichtigt?

    Zusätzliche Einzahlungen wären grundsätzlich denkbar, dafür würde ich aber eine Terminvereinbarung bei der Rentenversicherung empfehlen. Da kommt es auch nicht zwingend auf ein paar Tage an, daher ruhig auf einen persönlichen Termin warten.

    Zur Überprüfung einer anderen Möglichkeit wäre aber die zeitnahe Vereinbarung eines Termins sinnvoll:

    Wenn man die Zahlungen über längere Zeiträume betrachtet, dann ergibt sich im Vergleich von Regelaltersrente (ab 66 für Jahrgang 1958) und Altersrente für langjährig Versicherte (ab 63 mit 10,8% Abschlag), dass man mit der vorgezogenen Rente die ersten ca. 25 Jahre mehr Geld bekommt als bei der Regelaltersrente. Wenn man dieses "mehr Geld" geschickt verwaltet und für sich arbeiten lässt, kann man langfristig etwas aus diesem Vorteil machen.

    Bei Terminvereinbarung im Januar kann der Rentenbeginn noch rückwirkend zum 01.11.2022 sein. Weiterarbeit neben der Rente ist problemlos möglich.

    Ja, die Rente ist laut Rentenauskunft bestätigt.

    Für die Grundrente komme ich nicht in Frage, da ich den Zeiten von Angestelltentätigkeit zuviel verdient habe. Das wird sehr kompliziert berechnet.

    Über freiwillige Einzahlungen habe ich mich überschlägig informiert. Man muss für wenig Aufstockung viel bezahlen. Schaue es nochmal genau nach.

    Das mit der vorgezogenen Rente klappt bei mir nicht, da ich zur Zeit eine Teilerwerbsminderungsrente beziehe und diese mir sowieso (das wissen und glauben viele nicht) von meiner Altersrente prozentual und lebenslang wieder abgezogen wird. Außerdem schaffe ich 45 Jahre nicht (Ich habe viele Ausbildungszeiten)

    ... und sind die laufenden Kosten der Wohnung denn berücksichtigt? Die sind bei Eigentumswohnungen relativ hoch und solche Positionen wie Hausverwaltung und Instandhaltungsrücklagen (für das Haus, nicht für die Wohnung, die Instandhaltung der Wohnung zahlt man zusätzlich selbst) können auch nicht auf Mieter durchgereicht werden. Außerdem hat man auf die Höhe solcher Kosten nicht keinen maßgeblichen Einfluss, sondern das bestimmt die Mehrheit in der Eigentümerversammlung.

    Ich habe die Instandhaltung für eine 55 QM Wohnung mit ca. 100 Euro und die Hausverwaltung mit ca. 30 Euro monatlich berechnet

    Könnte es sein, dass die Tochter vielleicht eher Interesse an der Wohnung hat als Du?

    Nein überhaupt nicht, ich überlege einfach, was am meisten Sinn macht. Denn ich bin ja schon ziemlich alt um mit Aktien ETFs anzufangen und eine Eigentumswohnung wird in den kommenden Jahren doch nicht mit dem gleichen evtl. Risiko bahaftet sein wie Aktien?!

    Mir fällt da zum Beispiel ein...lebst Du bereits in einem abbezahlten und selbstgenutztem Objekt? Was ist mit Deinem zweiten Kind?

    Nein, ich lebe in einer sehr günstigen Mietwohnung, so dass sich ein Umzug in eine selbst genutzte Eigentumswohnung nicht rentieren würde, da ich sie teurer vermieten könnte als ich selber Miete zahle.

    Mein zweites Kind würde im besten Fall ( ich muss die Wohnung nicht wieder verkaufen, weil ich das Kapital benötige) diese Wohnung dann zur Hälfte einmal erben.

    Wie ist die Mietrendite beim Kauf und ist es dann voll bezahlt oder gibt es noch einen Kredit? Hast Du Erfahrungen als Vermieterin?

    Ja, sie wäre voll bezahlt. Es gibt keinen Kredit. Erfahrungen als Vermieterin habe ich persönlich nicht, habe aber 10 Jahre berufliche Erfahrung in der Mietverwaltung und hatte auch schon mal Wohneigentum.

    Bei der Berechnung der Rendite würde ich so rechnen:

    Wohnungskauf z.b. inkl. Erwerbsnebenkosten 230.000 Euro

    Monatlich Kaltmiete 600 Euro, abzüglich 100 Euro Instandhaltung abzüglich 30 Euro Verwaltung

    470 Euro wären die Rendite = 2,45%

    Das müsste dann ja aber noch versteuert werden.

    Wie hoch soll der monatliche Anteil der Entnahme aus Deinem Depot für Dich sein, damit Du Dich wohl fühlst und gut über die Runden kommst. Bitte denke auch daran, dass Du die vermietete Immobilie im Zweifel für den eigenen Lebensunterhalt veräußern müsstest bevor Du Leistungen vom Staat bekommen könntest.

    Am Anfang der Rente, spätestens in 1.5 Jahren müsste ich die Rente mit mind. 1000 Euro aus dem gesamten Vermögen aufstocken.

    Leistungen vom Staat möchte ich auf alle Fälle vermeiden.


    Zur Verteilung des restlichen Vermögens kann man jetzt noch wenig sagen. Es ist alles sehr defensiv.

    Wie meinst du das?

    Da Du 25-30 Jahre von Deinem Erbe leben könntest entspricht das einer maximalen Entnahme von 4%. Hier könnte eine Mischung aus TG/FG und Depot sogar deutlich länger halten.

    Wie kann man die 4% errechnen ohne konkrete Zahlen?

    Vielen Dank für Eure Antworten. Zur Zeit habe ich ein technisches Problem. Ich habe jetzt mehrere Antworten von Euch erhalten und möchte sie einzeln beantworten, ohne dabei meinen Text aus den Augen zu verlieren. Wenn ich bei den einzelnen Teilnehmern eine Konversation starte ist mein eigener Text nicht zu lesen?

    Guten Tag!

    Ich bin ganz neu hier und bitte um Unterstützung bei meinen Überlegungen.

    Ich bin 64 Jahre und werde voraussichtlich in zwei Jahren in Rente gehen. Die ist allerdings so niedrig (immer Teilzeitarbeit mit 2 Kindern), dass sie unterhalb des Existenzminimums liegt.

    Ich wäre durch mein Erbe in der Lage die niedrige Rente durch einen monatlichen Betrag aufzustocken, so dass ich zu Recht käme. (Geldentwertung lasse ich beiseite). Bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 25-30 Jahren wäre das Erbe dann aufgebraucht.

    Dieser Gedanke beschäftigt mich nun sehr intensiv, da ich meinen beiden Kindern auch gerne wieder etwas vererben möchte.

    Zur Zeit böte sich die Gelegenheit eine Eigentumswohnung zu erwerben, die von meiner Tochter dann bewohnt würde. Sie würde mir Miete zahlen ohne einen Anspruch am Eigentum zu erheben. Damit wären knapp 60 % meines Erbes verbraucht.

    Die verbleibenden gut 40% würde ich nach und nach verbrauchen müssen und in Tagesgeld (15%), Festgeld (55%)(Stufenplan) und ETFs (30%) ( (MSCI All Country World oder MSCI World) anlegen.

    Aber größere Investitionen in die Wohnung sind nicht berücksichtigt.

    Das Geld, das ich mir monatlich zuteile, ist nicht üppig aber so, dass ich über die Runden käme.

    Ich wälze viele Gedanken. Habt Ihr vielleicht noch eine Idee? Habe ich etwas übersehen?

    :?::?::?:

    Gruß

    Elke12