Beiträge von flip

    Ich glaube, da kann man dir nach dem Motto “Best by test“ nicht allzu viel Hoffnung machen.

    In diesen Ländern liegen so viele unterschiedliche und wirklich vielschichtige Situationen vor, dass es kaum möglich ist, dass sie ihre Gesamtheit sich ordentlich entwickeln.

    Leider.

    Ach, war das bei EMs je anders?

    Mal abgesehen davon reden wir hier von marktkapitalisierungsgewichteten Unternehmen. Also der Kommentar ergibt wenig bis keinen Sinn.

    Nach meinem Verständnis präsentiert der msci World aber nicht ein mal den Aktienmarkt sondern ist nur ein Ausschnitt. Denn es fehlen die Schwellenländer, Small Caps und (zumindest in der Theorie) noch die Frontiermarkets (Entwicklungsländer).

    Kann man so auch nicht sagen. Natürlich werden die Schwellenländer und vor allem Mid und Small Caps indirekt durch die globale und nationale Verflechtung der Handelsbeziehungen repräsentiert. Und es werden auch indirekt Unternehmen die Bosch oder die Schwarz Gruppe abgebildet.

    Ja, Du glaubst den Markt schlagen zu können. :D

    Warum schreibst Du das nicht gleich?

    Wie gesagt, was ist "der Markt"? Ein MSCI-World, der sehr techlastig ist? Ein differenzierter ACWI - oder einfach alle Unternehmen in allen Ländern? Bei letzterem wird jeder MSCI-World-Investor "den Markt" schlagen, weil da nunmal die höchste Kapitalisierung liegt. Jeder MSCI-World-Investor konnte den Index-Schlagen, indem er noch den NASDAQ mit X-Anteilen hinzugenommen hat. Dann rastet unser Donald auf einmal mit Zöllen aus und die USA brechen ein, während Europa allenfalls normal reagiert.

    Muss man ein Genie sein, um zu wissen, dass es irgendwann mal mit der Überbewertung vorbei ist? Wenn man aus dieser Sicht Portfolios betrachtet, wird die Makropolitik der entscheidende Faktor, ob ein ganzheitliches Investment erfolgreich ist/bleibt, oder nicht.

    Achso, ob ich die Dividendenausschüttungen "schlage" kann ich dir erst in ein paar Jahren sagen. Da spielen noch ein paar mehr Faktoren eine Rolle.

    Du versuchst also genau das, was jeder Fondsmanager anstrebt.

    Hast Du denn Deine Ziele in den vergangenen beiden Jahren erreicht (3% über MSCI World im Wachstumsportfolio und zweistelligen Zuwachs plus 3% Dividendenrendite im Dividendenportfolio)?

    Ja. Durch übergewichten des Tech-Sektors über mehrere Jahre bis Januar dieses Jahr und schrittweiser Aufbau von Positionen in Asien über das gesamte letzte Jahr. Dazugehört auch das übergewichten EM-ETFs. Ich erinnere mich noch an @monstermania's Thread meine ich, wo er den EM-ETF abstoßen wollte, weil der nie so gut lief. Nun, ich habe genau das Gegenteil getan. Im Prinzip habe ich den US-Anteil schritt für Schritt auf Qualitätstitel reduziert und den ein oder anderen Sektor-ETF. Aktuell auch wieder schrittweiser Aufbau von BigTech, nach dem Drawdown.

    Ein Dividenenden-Portfolio braucht wesentlich länger zum entstehen, wenn man es systematisch plant. Da reden wir von mindestens vier, eher fünf Jahren. In diesem Portfolio sind aktuell Finanztitel wie bspw. Bank of America oder HSBC noch nicht enthalten, weil sie schlicht zu teuer sind. Aber ja, der Absolutbetrag der Dividenden wird dieses Jahr planmäßig erreicht. Das erste Halbjahr ist im Prinzip durch. Ich gehe auch von keinen großen Revisionen der angekündigten Dividenden aus. Allenfalls im Pharma und Rohstoffe sind momenten etwas volatiler.

    Ich muss aber auch dazu sagen, dass ich kein "Laie" bin und das sehr viel Zeit kostet, da man sich mit den Unternehmen und den Marktaussichten kontinuierlich auseinander setzen muss. Wenn man keinen Spaß daran hat, oder nur irgendwelchen Hypes hinterher rennt, dann klappt das nicht.

    Ich habe wesentlich mehr Freiheiten, als ein Fondsmanager, daher ist das nicht vergleichbar.

    Die börsennotierten Unternehmen dieser Welt. Das ist der Markt, der Aktienmarkt.

    Komische Frage!

    Und davon ignorierst Du einen Teil und setzt auf ganz bestimmte Unternehmen.

    Wenn man der Überzeugung ist, dass man so eine höhere Rendite generieren kann, könnte ich es verstehen. Das versuchen ja viele.

    Aber das strebst Du ja scheinbar nicht an. Also, was soll das?

    Ich habe ein Wachstumsportfolio und ein Dividendenportfolio. Das Wachstumsportfolio bestand anfänglich aus ETFs und Gold. Ich habe ab ca. 2022 verstärkt begonnen, den ETF-Anteil zugunsten von ausgewählten Einzeltiteln zu reduzieren und investiere verstärkt in Unternehmen und Märkte in denen ich größeres Wachstumspotential sehe. Die langfristige Performance liegt aktuell ca. 2-3 Prozentpunkte oberhalb des MSCI World, FTSE-World, usw. (IZF). Das Ziel ist hier, die Kursgewinne auf das eingesetzte Kapital zu maximieren

    Darüber hinaus habe ich ein Dividendenportfolio mit Dividenden-ETFs und Einzeltiteln, dass die Auszahlung der Dividenden optimiert. Das heißt in diesem Portfolio sind überwiegend Unternehmen enthalten, die über Jahrzehnte ihre Dividenden mit einem hinreichend hohen Prozentsatz steigern, um einen stetigen Zahlungsstrom zu generieren. Die Kursbewegungen sind in diesem Fall zweitrangig. Ich kaufe dort nur nach, wenn ein Unternehmen stark im Kurs gefallen ist. Ich peile ca. 3% Dividendenrendite bei einer gut zweistelligen Wachstumsrate an - für die kommenden Jahre.

    Das Ziel ist hier die Dividendenrendite auf das eingesetzte Kapital zu maximieren.

    Verstanden?

    Du meinst, wenn ich einen Teil des Risikos ausblende und ignoriere, dann ist mein Risiko auch geringer? Das klingt für mich wie alternative Fakten von der anderen Seite des großen Teichs.

    Wieso soll ich das ausblenden? Was ignoriere ich genau? Den Rest des Marktes? Was ist denn der Markt?

    Risiko ist auf Portfolioebene nichts anderes als Volatilität. Natürlich kann ich mir ein Portfolio (mit oder ohne ETFs) zusammenstellen, dass ausreichend diversifiziert ist. Wann genau "ausreichend" beginnt ist definitionssache. Der eine kommt mit 50 Unternehmen klar, dem anderen reichen noch nicht mal 1000.

    Ich hätte noch jemanden, der mich ehrenamtlich unterstützt, der hat keine Ahnung von PKV, aber er telefoniert gerne. Vielleicht bitte ich ihn mal, ob er anruft und versucht, herauszufinden, was das Problem ist.

    Ansonsten habe ich gelesen, dass es eine Ombudsstelle gibt, die man einschalten könnte. Oder am Ende bliebe noch das Einklagen bei Gericht.

    Also, bevor man gleich die großen Geschütze auffährt und die Systemfrage stellt:

    Die DeBeka hat doch überall kleine Beratungsstellen. Ich war die Tage auch bei einer bei mir um die Ecke wegen einer Frage aufgrund eines Jobwechsels. Der nette Herr hat es sich angehört und innerhalb von ein paare Minuten die entsprechenden Beantragungen getätigt, und mir wurde alles innerhalb von drei Tagen zugesendet.

    Gibt es so einen Laden bei der in der nähe, dass dein "Unterstützer" mit Vollmacht dort vorbeifahren kann? Oder sogar mit dir?

    Die Irrelevanz von Dividenden ist Dir bewusst?

    Wenn es einen 10%-Einbruch gibt und Du dann 3% Dividenden erhältst, dann hast Du 13% weniger in dem Kurs.

    Oder was glaubst Du, woher die Dividende kommt, wenn nicht vom Kurs?

    Der Kommentar ist ein wenig irreführend.

    Dividenden werden natürlich aus dem Kurs der Aktie herausgerechnet. Sie sind aber Gewinnausschüttungen des Unternehmens die terminiert sind und somit auch planbar und im Markt eingepreist. Das ein Unternehmen drastisch seine Dividenenpolitik ändert kommt vor, ist aber die Ausnahme. In Unternehmen mit starken Auszahlungsschwankungen investiert man nicht, oder nimmt das bspw. im Rohstoffsektor bewusst in Kauf.

    Daher kann man sich mit ein wenig Sachverstand ein Portfolio aufbauen, dass langfristig Zahlungsströme generiert, mit denen man zum Beispiel einen Teil des Lebensunterhaltes finanzieren muss/kann.

    Die 13% weniger im Kurs interessieren mich bei einem Dividendenportfolio nicht, weil ich sie nicht aktiv durch Anteilsverlust verkaufen muss. Ich muss stattdessen gar nichts tun und trage dadurch ein niedrigeres Risiko, dass ich durch eine niedrigere Rendite akzeptiere.

    Ich würde niemals nur einen Teilbereich des Aktienmarktes kaufen und bin für den Gesamtmarkt und würde mir meine Dividende selbst auszahlen durch einen Teilverkauf und zwar in der Höhe und zu dem Zeitpunkt wie ich möchte.

    Liegt da nicht der Hase im Pfeffer?

    Dividenden sind relativ gut planbar.

    Dumm ist, wenn du in deinem thesaurierenden Portfolio jetzt bei 10-15% Einbruch etwas verkaufen willst/musst.

    Es fällt mir grundsätzlich schwierig Menschen ernst zu nehmen, die:

    • so schreiben, wie sie gerade denken.
    • das Geschriebene nicht korrekturlesen.
    • Autokorrektur ablehnen.
    • Satzzeichen und Leertaste eher willkürlich als systematisch verwenden.
    • jeden zweiten Satz mit einer abfolge von Punkten beenden, um ihre eigene Unsicherheit zu unterstreichen...

    Und diese Leute - die es offenkundig nicht schaffen, ihrem Gegenüber den nötigen Respekt entgegen zu bringen - wollen mir ihre Lebenserfahrung mitteilen. Ahja.

    Woran macht ihr abhängig ob man die Aktie noch kaufen kann? Ich denke es wäre jetzt immer noch gut in Verteidigung, Waffen etc zu investieren, da ich kein Ende sehe, gerade auch wegen der neuen Regierung.

    "Ich denke, es wäre jetzt immer noch gut" ist der best Vorsatz an der Börse als Einzelaktionär viel Geld zu verlieren. Der klassische Anfängerfehler. Es dauert exakt "einen Blick" auf die Rheinmetall-Aktie um zu sehen, dass das nicht gutgehen kann. Du "liest" das erstmal nach und "hast gehört". What?

    Die "alten Hasen" stoßen die überbewerteten Aktien aus dem Tech-Sektor und Rüstungssektor ab, die sie schon seit Jahren halten und investieren in unterbertete Märkte à la China, usw.

    Die jungen, FOMO-geplagten, Wilden pushen sich gegenseitig in der Fahnenstange bei Bitcoin, Tesla, Palantir, Rheinmetall, usw. in der Hoffnung dass sich die Kurse noch mal verdoppeln und rauschen dann 30, 40% bergab.

    Der ETF ist genauso sinnvoll, wie die ganzen beitäge à la "Palantir jetzt kaufen? Nvidia jetzt kaufen?" Nachdem die Aktien 500% gestiegen sind.

    Es ist ein hype, die FOMO-Fraktion ist ultranervös und rennt dann den Rattenfängern hinterher.

    Ich hab nochmal drüber nachgedacht. Eigentlich zählst Du nicht, wie oft der Index steigt, sondern "nur" wie oft dieser ein neues Allzeithoch erklimmt.

    Naja, das ergibt auch sinn. Die Info das ein Index häufiger steigt, als fällt, ohne Absolutwerte zu betrachten ergibt dann auch weniger Sinn.