Moin,
man muss m.E. aktuell jedem dringend von einer Pflegezusatzversicherung abraten, da derzeit teilweise die Beiträge dazu durch die Decke gehen!
Beitragssteigerungen von jährlich bis zu 300% für 55-70 jährige sind möglich. wem das zu viel ist, verliert alle bis zum Austirtt angesparten Beiträge und Leistungsansprüche.
Ohne halbwegs verlässliche Beitragsprognose oder -garantien und ohne, dass man seine bis dato erworbenen Ansprüche mitnehmen kann, ist das momentan ein völliges Geldgrab mit Totalverlust.
Finger weg! Vor allem, wenn man noch jung ist!
Da muss der Gesetzgeber erstmal radikal nachsteuern, weil die bishiergen Produkte - selbst Produkte, die von der Stiftung Warentest als "gut" bewertet wurden, in Hinblick auf Beitragsstabilität vorne und hinter nichts taugen !
Zur steuerlichen Absetzbarkeit:
Derzeit ist ein Verfahren beim BFH anhängig, der genau die unbeschränkte Absetzbarkeit von Beiträgen zur Pflegezusatzverischerung überprüft!
Jeder, der derzeit eine solche Versicherung hat, sollte daher die Beiträge in der Steuererklärung angeben und gegen den anschliessenden Bescheid, der die Anrechnung ablehnt, mit Verweis auf das anhängige Verfahren Einspruch erheben, so dass der Bescheid offen/vorläufig bleibt (BFH-Verfahren X R 10/20).
Beides zusammen, absurde Beitragsentwicklung und ungeklärte steuerliche Ansetzbarkeit, zzgl. der aktuellen sonsitgen Entwicklungen im Pflegebereich werden m.E. zu einer radikalen Umgestaltung dieser Versicherungen in absehbarere Zeit führen.
Daher im Augenblick lieber nicht binden.