Beiträge von Alex777

    Das Ding bei Copy Trading ist ja auch, dass es meistens garnicht um Aktienkäufe geht, die man ähnlich Wikifolio dann in sein eigenes Depot übernimmt. Das wär dann tatsächlich vor allem der beliebte underperformance-Mix aus Market-Timing und Stock-Picking.

    Die Copy Trading Platformen haben da aber anderes im Sinn: da werden anstatt Aktien viel mehr Differenzkontrakte (CFDs) auf Kredit (Margin) gehandelt. Und damit eben auch nicht 1:1 sondern zumindest im dem Fall aus der Doku mit absurd gigantischen Hebeln von 1:30 oder 1:1000 (!!!!). Und spätestens ab hier hat das ganze nun wirklich nichts mehr mit Geldanlage zu tun, sondern ist pure zockerei.

    Nicht umsonst steht da: „78,81% der Kleinanleger verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter.“

    Das Prinzip ist: die Platform bietet die Möglichkeit die Börsengeschäfte also die einzelnen Orders anderer Kunden direkt zu übernehmen (copy). Sprich es gibt Teilnehmer die ihr Portfolio bzw. die konkreten Handelsentscheidungen (trades) offenlegen, und andere können den Broker nun anweisen, diese 1:1 im eigenen Portfolio in Echtzeit nachzuvollziehen.

    Oftmals ist das mit Gebühren oder Leistungsvergütungen verbunden. Wenn man sich vergegenwärtigt, dass hier ein Interessenkonflikt besteht, kann man verstehen weshalb copy trading in Verruf geraten ist: die Platform ist nur an einer hohen Frequenz an Trades interessiert, denn die Follower zahlen natürlich ordergebühren. Durch die Rückvergütungen ist es für die „Muster-Trader“ oft egal, wie die Ergbenisse Ihrer trades sind, da sie diese durch Provisionen quersubventionieren können.

    Da gibt’s eine spannende Doku drüber:

    Finfluencer und das schnelle Geld
    Sie werben auf Instagram, YouTube, TikTok mit ihrem Erfolg und versprechen: Jeder kann es schaffen. Sogenannte Finfluencer geben Tipps zur Geldanlage – und…
    www.zdf.de

    Was ist denn "Restaktienfondsquote"?

    Ich schätze, ein sehr umständliches Wort für den verbleibenden Anteil an Aktienfonds. Also den Anteil des Investments, das nicht in Rentenfonds umgeschichtet wurde. Es wird unterstellt, dass Aktienfonds mehr Rendite versprechen („Chancen“) als vermeintlich sichere aber ganz besonders renditeschwache Anlagen in „Rentenfonds“.

    Es ist rechtlich etwas grundlegend anderes. Was auf den Namen des Kindes läuft, gehört dem Kind und kann nicht mehr zurück aufs Elternkonto/-Depot geschoben werden, es kann auch nicht für Dinge benutzt werden, für die man als Eltern unterhaltspflichtig ist. Was auf dem Elterndepot angelegt wird, gehört weiterhin den Eltern. Es kann fürs Kind verwendet werden (auch für Dinge, für die man als Eltern unterhaltspflichtig ist), muss aber nicht.

    Ja, natürlich, was dem Kind gehört, gehört dem Kind. Aber das war doch genau die Ausgangssituation: gesucht wird ein JuniorDepot (=im Namen des Kindes) zur Anlage in ETF. Daraufhin hatte Bowdenzug gleich eine ganze Armada von Depots genannt:

    DKB, ING-DiBa, Commerzbank, 1822direkt, domdirekt, S Broker, Deutsche Bank, Consors, flatex, HypoVereinsbank, Targobank, FNZ, finvesto, ...

    Doch nicht alle davon bieten den gewünschten ETF sparplan zu hier allgemein gesuchten Konditionen (=kostenlos).

    Sind diese somit ungeeignet? Ich sage nein, sie können geeignet sein, es spielt keine rolle: auch ohne passenden Sparplan ist jedes der Depots prinzipiell geeignet, denn du kannst anstatt einen Sparplan im Kinder Depot einzurichten, auch einfach deinen bestehenden „Eltern-Depot“-Sparplan nehmen und übertragen. Das kann sogar Vorteile bei der Steuerlast verglichen mit Sparplan bieten.

    Gehört das danach dem Kind? Ja! Natürlich. Nichts anderes war gewünscht, und ich finde: das ist auch gut so. Hättest du (=Ausgangssituation Fragestellung) direkt einen Kinder-Depot Sparplan eingerichtet, wäre das Ergebnis kein anderes. Kapitalanlage gehört damit dem Kind, und nur dem Kind.

    Würde ich ganz konkret nun jedes dieser Depots empfehlen? Nö, natürlich nicht. ING aktuell Bank der Wahl. Aber wo ein Wille da ein Weg. :thumbup:

    Und na klar, es gibt auch viele gute Gründe, es stattdessen so zu handhaben wie du implizierst, einfach als Eltern ins eigene Depot zu sparen und später mal zu schenken. Aber die Fragestellung war hier anders gelagert.

    WerAuchImmer Wichtig ist, dass du hier ja von dir ans Kind überträgst. Es ist also kein normaler Depotübertrag, wie man den kennt, sondern ein unentgeltlicher Übertrag mit Wechsel des Inhabers aufgrund Schenkung (heißt so). Nur dann bleiben die steuerlichen Anschaffungsdaten erhalten.

    Im Prinzip aber so unspektakulär wie eh und je: Du gibst deine Depot-Infos und die vom Kind an, dazu die Steuernummern. Und halt was du übertragen willst, also WKN und Anzahl (oder: alle). Kann man einfach mit mit paar Anteilen austesten. Übertragen wird nach FIFO immer der älteste Bestand.

    Ok kleine Einschränkung gibt es: übertragen lassen sich (wie immer) nur ganze Anteile. Also je nach Papier und Höhe des sparplans ggf. schauen, dass nicht zu viel Verschnitt übrig bleibt.

    WerAuchImmer Nur so als allgemeiner Denkanstoß, aber eigentlich ist’s ziemlich egal ob der Sparplan bei den Kids im Depot läuft oder bei dir. Man kann auch jederzeit Anteile ins JuniorDepot übertragen (schenken). Klappt natürlich dann am allerbesten, wenn man das eigene Depot bei der selben Bank führt. Ggf, ist das dann sogar FIFO-günstiger. Jedenfalls handhabe ich das aktuell so.

    Saarlaender Bei meiner schnellen Internetrecherche konnte ich dazu leider keine einschlägigen Quellen finden, woher das Erfordernis für die Banken genau rührt. Es scheint aber durchgängig so zu sein, dass die Geburtsurkunde verlangt wird, egal wo: ing, comdirect, Consorsbank (hier in Kopie), targobank, Sparkasse.

    Zum Spaß werden sie es wohl nicht fordern. Vielleicht findet ja jemand eine Quelle, die die Diskrepanz zur BaFin erklärt.

    Ich würde das ganze pragmatisch sehen: ggf. ein neues Original besorgen, hinschicken, erledigt. Gibt schlimmeres.

    Bei uns kam sie übrigens nach anderthalb Wochen per Einschreiben zurück. Also alles gut.

    Da steht was von das man zur Eröffnung die Originale Geburtsurkunde per Post einreichen muss…ist das korrekt?

    ja, das ist so. Es muss auch eine Originalschrift sein. Macht die Bank nicht zum Spaß, sondern ist schlichtweg eine gesetzliche Anforderung. Ist also bei allen JuniorDepots erforderlich, egal bei welcher Bank.

    Du kannst dir beim örtlichen Standesamt einfach eine neues Original bestellen. Bei uns geht das sogar online und kostet zwischen 7,50 und 15€, je nachdem wie viele du nimmst. Bei euch geht das bestimmt auch.

    Was die BaFin sagt:

    Verfügt der Minderjährige noch nicht über einen Personalausweis oder ein gleichwertiges Dokument, ist zur Prüfung der Identität auch die Geburtsurkunde zugelassen. Die Vorlage einer beglaubigten Kopie der Geburtsurkunde des Minderjährigen ist seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2017 nicht mehr ausreichend. Sie können bei Bedarf beim Standesamt des Geburtsorts des Kindes weitere Ausfertigungen der Geburtsurkunde anfordern.

    Werden diese Verluste mit den Steuerzahlungen auf die Gewinne aus 2024 in diesem Jahr (2025) verrechnet, erstattet mir die Bank also Steuern aus 2024?

    Nein. Das findet nur unterjährig statt. Also bspw. falls du später noch Gewinne aus Aktienverkäufen oder Dividendenerträge erzielen solltest. 2024 ist leider gegessen. Aber Umgekehrt würde es gehen: Verluste werden in Folgejahre fortgeschrieben. Solltest du in Zukunft also Gewinne erzielen, werden die bestehenden Verluste gegengerechnet. Du sparst Steuer auf zukünftige Erträge.

    Der UniGlobal Net ist tatsächlich eine brauchbare Alternative zum msci World, wenn kein weg an Union Investment vorbei führt. Der Fond bietet eine marktgerechte Rendite. Allerdings zu extrem hohen Gebühren.

    Damit der uniglobal diese Performance nach Kosten dennoch erreicht, nutzt Union Investment Derivate, die das Marktrisiko des Fonds erhöhen. Im Prospekt des Fonds gibts einen Abschnitt zum Einsatz von Derivaten und Leverage. Das letzte Mal wo ich geschaut hatte, haben sie ein Risikopotential von 129% ausgewiesen. Sprich du gehst verglichen mit dem msci World etf etwa das 1,3 fache Risiko ein, um eine Rendite etwa auf dem Level des etf zu erreichen. Der Rest geht für Kosten drauf; die Bank gewinnt.

    Ich meine, uniglobal ist dennoch so ziemlich das einzige union Investment Produkt was nicht direkt purer kernschrott ist. Besser als nix.

    : Analyse von Trump-Coin ermittelt 2 Milliarden USD Verluste - Golem.de
    Wer nicht schnell genug Donald Trumps Meme-Coin gekauft und verkauft hat, hat Geld verloren – frühe Investoren haben aber abgesahnt.
    www.golem.de
    Zitat

    Der NYT zufolge machten in den ersten 19 Tagen des Handels insgesamt 813.294 Wallets einen kumulierten Verlust von 2 Milliarden US-Dollar. Teilweise sind diese noch nicht ausbezahlt – viele Investoren halten ihre Trump-Coins noch und hoffen auf einen Kursanstieg. Die Profite aller frühen Käufer belaufen sich auf 6,6 Milliarden US-Dollar, die bereits ausgezahlt wurden. Allein 669 Millionen US-Dollar Gewinn sollen sich auf 31 sehr frühe Investoren verteilen.

    An alle early adopter hier: ihr dürft eure 669 Millionne jetzt schnell wieder in ETF investieren.

    Hast Du Dir mal Pflegeheime die rein nach Sozialsatz abrechnen angesehen!?

    Ich bin heilfroh darüber, dass ich meine Mutter nicht in eine solche Einrichtung 'abschieben' muss.

    Ich bin mir der Problematik durchaus bewusst. Vor inzwischen einigen Jahren haben wir lange mit der Suche zugebracht, für die Großeltern eine Einrichtung zu finden, die auch eine Lebensqualität bewahrt, wie man sie sich für liebe Menschen wünscht.

    Abschieben will hier niemand irgendwen, dennoch muss es auch eine fachlich-objektive Antwort geben: welche Maßnahmen zur Vermögensgestaltung sind wirtschaftlich ratsam? Wie bewahrt man sich den größten Handlungsspielraum ohne ins Korsett der Sozialgesetzgebung zu rutschen?

    Sei unbesorgt, ich mache mir aus Eigennutz keine Sorgen um irgendein eventuelles Erbe. Ich hab auch kein sonderliches Interesse an einer Immobilie, die es weiter zu unterhalten gilt. Aber wenn das aus gestalterischer Sicht sinnvoll ist, würde ich mir diese Verpflichtungen aufbürden, wenn’s bspw. meinen Eltern hilft ihre Eigenständigkeit zu bewahren. Und mit 10 Jahre Vorlauf braucht man schon einiges an Weitsicht oder Glaskugel-Skills um da einen probaten Fahrplan zu haben.

    Hier führt es immer wieder zu späteren juristischen Auseinandersetzungen, wenn in der Vergangenheit größere Geldbeträge an Kinder und Enkel verschenkt wurden beziehungsweise die ganze Immobilie.

    Ich finde an diesem Punkt und der Diskussion in diesem Thema ist schon was dran. Das birgt ein gewaltiges Problem. Gilt hier generell der frühe Vogel fängt den Wurm? Muss man also evtl. bestehendes Wohneigentum tunlichst 10 Jahre vor Beginn der Pflegebedürftigkeit unter einräumen eines Wohnrechts an Kinder oder Enkel übertragen? Reicht stattdessen ggf. 10 Jahre vor Aufbrauchen der liquiden Finanzen, sprich ein oder zwei Jahre später? Oder müssen Oma und Opa auf ihre alten Tage spontan in Bitcoin investieren um mögliche Regressforderungen des Sozialstaates im Keim zu ersticken?

    Ich finde das Thema heikel und zu teilen in der Diskussion auch tabuisiert.

    Wir haben zuletzt in den Nachrichten mitbekommen, wie die Eigenanteile zu denPflegekosten pro Person die 3.000€ marke im Monat zusehends knacken. Das muss man sich erstmal leisten können, wenn man das Familiendomizil nicht versilbern möchte.

    Der Gesetzgeber sieht im Schenkungs- und Erbschaftsrecht reichlich gestalterische Möglichkeiten vor. Ich halte es für absolut legitim, von diesen auch zu seinem eigenen Vorteil Gebrauch zu machen. Dafür stehen die ja im Gesetz. Muss man nur halt auch zielführend hinbekommen. Und da trennt sich Spreu von Weizen.

    Wer dazu eine Moraldebatte führen mag, kann das ja machen. Aber ich setzte den Fokus meiner Betrachtung auf das fachliche Problem: wie geht Mans an? Was ist Pflicht, was ist Kür? Bis wann muss man handeln? Wann ist man unwiderruflich gekniffen? Macht es ggf, sogar Sinn die Insolvenz der Eltern mit einem privaten Darlehen zu verhindern, um die 10 Jahres Frist zu wahren? Und wie lässt sich das rechtlich einordnen, ist das statthaft?

    Wichtig ist auch, keinen all zu fantasievollen Klamauk in den Verwendungszweck zu schreiben. Scheinbar sind Banken wirklich verpflichtet sich auch noch so abwegigen Buchungstexten anzunehmen, wenn die verdächtig erscheinen könnten.

    Aber wie das in Zeiten von SEPA Echtzeitüberweisung von statten geht? Keine Ahnung.

    Allgemein ist das aber ziemlich abhängig von der Bank: bei den klassischen Direktbanken ist mir auch bei höheren Überweisungen nie ein Problem begegnet. Im Gegensatz dazu die Sparkasse: die wollten bei 8.600€ dass ich persönlich die Filiale aufsuche um die Buchung zu bestätigen….

    Insgesamt bisschen erratisch. Von All World zu all-in NASDAQ und wieder zurück in einer Woche?

    Wenn es hilft: jeder investierte Euro steht für sich, du kannst auch jede Woche einen neuen ETF nehmen, wenn du mal probieren willst. Am Ende hast du dann in deiner Allokation ein gewichtetes Mittel der Holdings. Ist das sinnvoll? Nein. Die super langweiligen Klassiker ETFs wie FTSE Allworld mit den ganzen EM underperformern ( ;) ) haben schon so ziemlich alles drin. Danach gewichtest du manche Titel eben übermäßig. Außerdem macht 50 ETFs verkaufen am Ende viel weniger Spaß, außer du transferiert fleißig zum Neo Broker deiner Wahl und gönnst die 0€-Verkaufsorders.

    Ingesamt erschreckend: Du kannst noch so absurden unnötigen Aufwand betreiben, und machst am Ende doch fast nix verkehrt.

    Wenn du sagst, ich kann das mit dem aktiv gestalten wollen einfach nicht lassen, Geldanlage kann doch nicht ernsthaft so leicht und langweilig sein: Du kannst dir ein Portfolio mit Marketbeta >1 bauen. Dann geht Renditepotential und Vernunft noch irgendwie zusammen. Muss man aber auch wissen was man macht. Vielleicht doch lieber langweilig starten?

    Wenn du noch mit Krawatte in ein Bankhaus gehst und einen Vertrag bei einem Mitarbeiter unterschreibst für einen ETF Sparplan, dann kann das direkte wieder Kündigen vor dem Geldeinzug der Sparrate zum ausgewählten Termin vermutlich etwas aufwendiger sein.

    Telefax! Das macht man per Telefax! 📠 Order anweisen per fernkopie catcht den boomer drip maximal. Sonst ist’s nicht echt. Wir wollen doch realistisch bleiben, so machen das alle hier im Teletext.

    @John Bogle Auf jedenfall. Es steht und fällt mit dem Anlagehorizont, dem Sparziel und damit der Risikotragfähigkeit. Jemand, der aktiv der Entnahme entgegentritt oder vielleicht schon mittendrin ist, wird - muss - da grundsätzlich anderer Auffassung sein als bspw. Ich im Vermögensaufbau.

    Nicht umsonst ist die Entnahme, also das finden der Balance zwischen Rendite, Vermögenserhalt und Verfügbarkeit des Geldes, eine Wissenschaft für sich. Meiner Meinung nach viel schwieriger als das dröge Sparen zum Vermögensaufbau.

    Wer hat denn Lust, JETZT große Summen in die paar US-Werte zu investieren..,

    Würdest du jetzt sofort die Aktien von Microsoft, Apple und NVIDIA kaufen ? Einfach so?

    Ich weis, unpopulär und so. Aber hier 🙋🏼‍♂️ ich, ich würd das machen. Was heißt würde? Mache ich auch. Nicht als Stock-pick sondern als ETF. Aber die Gewichtung nach MCAP der drei ist selbst im Welt ETF ja bekanntlich sehr hoch. Und wenn mal ein neuer innovator aus dem nichts erscheint, sowas wie openAI, wird der schon irgendwann im ETF dabei sein.

    Rückgang zum Mittelwert, ja verstanden, es kann nicht immer nur Berg auf gehen. Aber soll mich das am Einstieg hindern? Time in the market und so… der Anlagehorzont ist lang genug. Wenn man ehrlich wäre müsste man wohl sagen, ein Crash jetzt wär das beste was mir passieren könnte. Obwohl Mans natürlich nicht hoffen mag.