Beiträge von Wanderslust

    Ich habe berechnet, dass ein 75 jähriger Rentner mit einer gesetzlichen Rente von 1000 Euro und Mieteinnahmen von 1000 Euro und Einnahmen aus privaten Rentenversicherung von 1000 Euro in der GKV mit Pflegeversicherung etwa einen Beitrag von etwa 200 Euro zahlen würde.

    Kannst Du die Annahmen für Deine Berechnung irgendwie erläutern?

    Bei Gold, Bitcoin, Uhren oder Oldtimern funktioniert es eben nicht. Daher ist die Haltefrist von einem Jahr nur eine willkürliche Schranke, man könnte sie genauso gut einfach weglassen. Der Gesetzgeber weiß, dass er praktisch keine Möglichkeit der Kontrolle hat.

    Das sehe ich anders.

    Der Anleger hat ja die Möglichkeit, den Kaufpreis sowie den Zeitpunkt des Erwerbs nachzuweisen.

    Wenn er auf Nachweise verzichtet, kann die Steuerschuld geschätzt werden. Im Zweifel allein Basis des Verkaufspreises.

    So machen es die Banken ja auch bei unklaren Fällen (Depotübertrag ohne Erwerbsdaten).

    So ein “zinsloses” Angebot ist doch immer ein guter Einstieg in Verhandlungen über den offenbar überhöhten Barpreis.

    Einfach einen niedrigeren Barpreis vorschlagen und vorrechnen, dass er mit den durch die Liquidität eingesparten Zinsen immer noch besser bedient ist als mit den Leasingraten…

    Transparenz und Nachverfolgbarkeit stehen halt im Widerspruch zu angeblicher „Zensurresistenz“.

    Du musst Dich schon entscheiden, welches Argument eigentlich gelten soll.

    Ich sehe weiterhin keinen „use case“.

    Für legale Transaktionen ist BTC viel zu langsam und zu teuer.

    Und die Mafia-, Terror- und Geldwäschenutzung wird früher oder später ausgetrocknet und sanktioniert werden.

    Mit riesigem Abstand werden die meisten kriminellen Geschäfte weltweit immer noch mit dem Dollar finanziert, in der Regel in bar. Dieses Zahlungsmittel ist im Vergleich zu Bitcoin deutlich anonymer und viel schwerer nachzuverfolgen.

    Genau deshalb sehe ich langfristig hier auch kein Potenzial für Bitcoin.

    Es wird Sanktionen geben gegen alle, die iranische Versicherungen abschließen sowie gegen alle, die Bitcoin außerhalb der Legalität nutzen oder genutzt haben. Dafür wird es Beweislastumkehren, Offenlegungspflichten und drakonische Strafen für fehlende Mitwirkung und Verstöße aller Art geben.

    Jede digitale Aktivität hinterlässt Spuren und ist potenziell rückverfolgbar. KI und Quantencomputer werden den Rest erledigen…

    Die Bank verdient nichts daran, und irgendwoher muß das Gehalt der Bankberater ja kommen. Außerdem ist der Kurs ja nur deswegen so niedrig, weil die Verkaufenden bereit sind, jeden Preis zu zahlen. Wenn es mehr Käufer als Verkäufer gäbe, könnte sich das Preisgefälle auch andersrum drehen.

    Die Bank könnte doch wunderbar daran verdienen, wenn sie die Anteile 8-10% billiger zurückkauft als sie sie bewertet hat. Das wäre doch das berühmte "free lunch" :)

    Offenbar traut die Bank ihrer eigenen Bewertung nicht.

    Was du als real und fair bezeichnest, ist nur die Abzocke von Spekulanten, die Anteilsbesitzer mit dringendem Bargeldbedarf übers Ohr hauen wollen. Wenn die Spekulanten bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft 8 bis 10% p.a. verdienen, klatschen hier alle Beifall, während die bösen Bankberater doch bitteschön auf jedwede Provision verzichten sollen.

    Man könnte meinen, dass hinter den second-Hand-Börsenpreisen der Immofonds ein einträgliches Geschäftsmodell steht.

    Was hindert die Bankberater daran, die Anteile selbst zu kaufen, wenn es so einträglich ist und man bei Rückgabe an die Fondsgesellschaft 8-10% p.a. verdienen kann?

    So ein Geschäft wäre doch sowohl im Interesse der Bankberater als auch ihrer Kunden.

    Ich bin auch erschüttert zu lesen, wieviele hier im Forum offenbar meinen, die AfD hätte für die Rente, Gesundheit, Steuern, Investitionen, Außenpolitik, Europapolitik, Entwicklungshilfe oder Verteidigung geeignete Ansätze und man hätte deshalb Verständnis für die Umfragewerte dieser Partei (oder es gäbe nichts anderes mehr).

    Bei allem Verständnis für die Herausforderungen, vor denen wir stehen und die leider etwas komplexer sind als „nichts mehr an das Ausland zahlen“ oder „die Rente erhöhen“, habe ich dafür überhaupt kein Verständnis.

    Die Teilung Europas 1945-1990 und Deutschlands hatte ihre Ursache in genau diesem Denken („unsere letzte Hoffnung - Hitler“) und viele Probleme die wir heute haben (gerade im Osten) lassen sich noch direkt auf 1933 und die Folgen zurückführen.

    Heute leben wir vor allem vom Export in die EU und den Rest der Welt. Wir sind auf Rohstoffe aus aller Welt, freie Handelswege und Absätzmärkte angewiesen wie kein anderes Land.

    Dass ausgerechnet ein Ingenieur in diesem Forum das nicht bedenkt, wundert mich.

    Wir zahlen keine Gelder an Spanien, um spanische Renten zu erhöhen (Falschbehauptung!), sondern wir beteiligen uns am EU-Haushalt, aus dem u.a. Energieinfrastruktur und andere Infrastrukturprojekte in den Mitgliedsstaaten finanziert werden, von denen wir potenziell und langfristig auch profitieren können (Solar-, Windenergie, transeuropäische Netze, Stärkung des Binnenmarktes, Anschluss benachteiligter Regionen etc.). Auch der deutsche Osten profitiert von EU-Geldern.

    Peru hat riesige Rohstoffvorkommen, Sudan liegt an der strategischen Handelsstraße durch das Rote Meer (neben Somalia und Jemen), die schon einmal durch Piraterie und Terror de facto geschlossen war - wie jetzt die Straße von Hormuz. Sudan hat auch riesige Ölvorkommen und leidet seit Jahrzehnten an Bürgerkriegen und Chaos.

    Wir haben ein existenzielles Interesse an der Stabilität dieser Regionen (für Handel, Vermeidung von Kriegen und Fluchtbewegungen) genauso wie wir Interesse am Ausbau der Beziehungen mit Südamerika oder dem Bestand der Ukraine gegenüber einem imperialistischen und kolonialistischen Russland haben.

    Gott bewahre uns vor den Vereinfachern und (Pseudo-)Nationalisten, die nicht mal verstehen, was das nationale Interesse ist!

    Trump und Brexit machen uns vor, wie falsch verstandener nationaler Egoismus zu Isolation und Irrelevanz führt. China freut sich und füllt die Lücke….

    Ihr merkt schon, dass Ihr Euch zwar zustimmt, aber dabei widersprecht?

    Angeblich kein Geld am Ende des Monats, aber lieber die Stunden reduzieren und drei Tage Wochenende, weil die Steuerlast zu hoch sei und Arbeit sich nicht lohne.

    Dieses verquaste Jammern auf hohem Niveau ist irgendwie ziemlich deutsch. Dabei hätten wir allen Anlass auch öfter mal etwas Positives über unser Land zu sagen.

    Stattdessen immer nur Untergangsrhetorik.

    Wenn eine Gesundheitsministerin sagt, die erst vor wenigen Jahren eingeführten Ausweitungen der Pflegeversicherung würden auf Dauer zu teuer und vorschlägt, diese maßvoll zurückzustutzen, wird gleich der „Anfang vom Ende der Pflegeversicherung“ heraufbeschworen.

    Dabei geht es nur um einen Kompromiss zwischen dem status quo vor ein paar Jahren und der Situation heute.

    Gleiches, wenn jemand vorschlägt, die abschlagsfreie Frührente wieder abzuschaffen, die es vorher auch nie gab. Oder die Steuern und Abgaben, die heute niedriger sind als unter Kohl, maßvoll zu reformieren. Oder oder oder…

    Alles angeblich Vorwände, rechtsradikal zu wählen. Ernsthaft?

    Dieses ständige Jammern und die Anspruchshaltung, die dahinter steht, ist ein ernstes Problem.

    Das hat nichts mit Politik zu tun, eher mit Undankbarkeit dafür, in einem der besten, sichersten, freiesten und reichsten Länder der Welt zu leben.

    Über alles kann man reden und unterschiedlicher Meinung sein, aber bitte ohne diese ständige Untergangsrhetorik und ohne Gejammer auf hohem Niveau, sondern bitte mit Zuversicht, Besonnenheit und dem Willen, die Ärmel hochzukrempeln.

    Danke.

    Das kann man so und so sehen.

    Meine Strategie gegen Klumpen besteht in möglichst breiter Streuung:

    - keine Immobilien (meist die größten Klumpen). Allenfalls REITS oder Immobilienaktien.

    - Aktien-ETFs breit über alle bedeutenden Weltregionen gestreut (d.h. keine besondere US-Konzentration)

    - daneben Anleihen in verschiedenen Währungen (kurze und mittlere Laufzeiten, EUR, USD, AUD, CAN, EM) sowie Gold (ETC und physisch)

    Arbeitseinkommen betrachte ich nicht als „Asset“, da der künftige Erwerb und die Höhe unsicher sind. Allenfalls würde ich da den Wert einer versicherten BU-Rente oder des ALG ansetzen (max 2 Jahre…).

    Auch Rentenansprüche und bAV berücksichtige ich nicht als Kapital - falls doch, würde ich aber nur den wirklich heute schon unverfallbar erworbenen Anteil berücksichtigen, abzüglich der maximalen Abschläge im Falle der freiwilligen oder unfreiwilligen Frühverrentung.

    Meine Grundannahme ist, dass keine Rendite garantiert ist und die Risiken sich nur durch Streuung beherrschen lassen.

    Ausschüttungen und Dividenden nutze ich konsequent zum Rebalancing.

    Ich vermeide steuermotivierte Anlageentscheidungen, da meistens auf Dauer nicht zielführend. Steuergesetze ändern sich ständig. Das vermeidet auch Probleme bei beruflichen Umzügen in andere Länder.

    Ich habe kein Problem, Gewinne und Verluste zu realisieren, unabhängig von den Steuern.

    Solche Auto vs. Öffis-Rechnungen sind doch albern. Bequemlichkeit und Lebensqualität kostet. Und das ist okay so.

    Ich habe selbst ein Auto (demnächst sogar zwei), bin kein Autogegner (aber durchaus Zugfan). Leider gibt es in dem Land, in dem ich lebe, fast keine Züge.

    Mir ging es nur darum, die Kosten transparent zu machen.

    Denn man hört in Deutschland immer wieder, die Bahn sei zu teuer, die 1. Klasse könnten sich nur „Reiche“ leisten. Taxis sowieso nicht.

    Dabei kann man vor allem in deutschen Städten sehr gut ohne Auto leben. Man spart sogar noch den Parkplatz (oft dreistellig pro Monat oder 5-stellig bei Kauf).

    Was wäre den ein 40k€ Auto nach 10 Jahren noch Wert wenn es wieder verkauft wird? Nur damit deine Rechnung nicht nur nach Milchmädchen aussieht.....

    Ich würde sagen, nach zehn Jahren ist das Auto abgeschrieben.

    Aber selbst wenn es noch 8.000 oder 9.000 Euro wert sein sollte, gleicht das allenfalls den Zinsverlust der letzten zehn Jahre aus.

    Von den Wartungskosten nach zehn Jahren aufwärts ganz zu schweigen…

    In der Tat. Wenn man die 40k Euro einspart, kann man zehn Jahre lang

    - zwei Deutschlandtickets (126 Euro pro Monat) finanzieren

    - zwei Bahncard 25 1. Klasse (250 Euro p.a.)

    - sowie zusätzlich monatlich rund 180 Euro für Uber und Taxifahrten ausgeben.

    Die eingesparten Versicherungen, Steuern, Wartung und Reparaturen sowie Strom- oder Benzinkosten sind dabei noch nicht berücksichtigt.

    Damit kann man dann noch die allfälligen ICE-Fahrkarten, Flüge oder weitere Taxi-Fahrten bezahlen.

    Mir lässt dieser Beitrag einfach keine Ruhe. Was wäre denn ein Schreckensszenarium, das meinem DBX0AN in Gefahr bringen könnte????

    zB ein Börsen-Crash begleitet von Bankenpleiten.

    Der ETF ist Swap-basiert, d.h. er kann beliebige Wertpapiere enthalten (zB Nvidia-Aktien).

    Um am Ende auf den Tagesgeld-Zinssatz zu kommen, werden Tauschgeschäfte mit Banken („swaps“) abgeschlossen, die eine Wertentwicklung in Höhe des Tagesgeldzinses garantieren sollen.

    Anleger tragen also das Emittentenrisiko der Swap-Bank(en) sowie ggf. die Risiken der übrigen Papiere, die der ETF hält.

    So mein Verständnis dieser Diskussion.

    Wenn Du die sauberste und fairste Regelung schaffen dürftest, wie würde sie denn ganz konkret aussehen?

    Vielleicht sinkt Dein Puls dann wieder etwas. Ich finde die Regelung nämlich tatsächlich sehr vernünftig.

    PFOF ist für mich dagegen ein eher korruptes System, genauso wie Drückerkolonnen und verdeckte Provisionszahlungen anderswo.

    Ich achte schon darauf, schon aus Eigeninteresse.

    Denn wie eine Bank oder Versicherung ihre Mitarbeiter behandelt, wird im Zweifel von den gleichen Prinzipien geleitet wie der Umgang mit den Kunden.

    Klar, jede Bank möchte Profit machen. Aber es gibt ehrenwerte Kaufleute und solche, die wie der Orangefarbene auftreten.

    Bei einer Bank, von der ich noch nie gehört habe, würde ich zB nicht anlegen. Auch eine, von der ich schlechtes höre, würde ich meiden.

    Auf die Gebühren achte ich auch, aber ich bin keine "kostenlos"-Fanatiker ("there is no free lunch"). Service und Anständigkeit sind mir sehr wichtig.

    Danke, danke.

    D.h. Steuern+Soli + K-Steuern über 10k

    Einstieg 2010: € 45.000 - Stand 31.12.2017: € 62.000 = 17.000 * 27,99% =4.758

    bis heute € 92.000 = 5.880 (70% von 30.000 *27,99%)

    Schon bitter das nach 15 Jahren mit einer 100%igen Kurssteigerung nach Kosten und Steuern nur ca. 4% übrig bleiben. Die Bank hat in der Zeit rund 25k verdient.

    Wie kommst Du auf 4%?

    Einstieg: 45.000
    Ausstieg nach Abzug der Steuern: ca. 81.362

    Das sind 80,8% Gewinn nach Steuern oder 36.362 EUR.

    Im Grunde verstehe ich deine Position, finde aber, dass man dies nicht so isoliert betrachten darf.

    Du hast u.a. versteckte, intransparente Kosten, die Vermeidung von Interessenskonflikten und Transparenz in Verträgen angesprochen. Kannst du mir dann die Frage beantworten, warum PFOF verboten worden ist, die Strukkis (Strukturvertriebe) dieser Welt aber weiterhin ungeniert ihre Produkte auf Provisionsbasis vertreiben dürfen, die ebenfalls haargenau diese Punkte erfüllen, nur in einem noch viel extremeren Ausmaß?

    Das passt für mich nicht zusammen.

    Ich hatte mich nur daran gestört, dass Du eine an sich vernünftige Regelung als "Sauerei" beschimpfst. Ich habe nicht behauptet, dass überall sonst auch so gute und saubere Regeln bestehen.

    Monstermania hat es ganz gut erklärt. Idealerweise sollte das mE für alle Verträge gelten.

    Man kann unterschiedlicher Meinung sein, aber eine grundsätzlich am Gemeinwohl und Fairness in den Geschäftsbeziehungen orientierte Regelung als "Sauerei" zu beschimpfen, sollte nicht unwidersprochen bleiben. Der Ton macht die Musik, gerade auch heutzutage und in der Politik.