Möchte auch meinen Senf hinzugeben:
Ist es wirklich unwahrscheinlicher mit einem neuen Auto liegen zu bleiben, statt mit einer alten Möhre? Mein 14 Jahre altes Auto hatte nur 1x vor 8 Jahren einen Liegenbleiber, hingegen dass Leasingauto von meinem Kollegen auch bereits einmal, obwohl es noch kein Jahr alt ist. Der Unterschied ist lediglich, dass es bei ihm die Garantie zahlt und er einen Leihwagen bekommen hat für die Dauer des Ausfalls. Bei einem gut gewarteten Auto lässt sich das Risiko des Liegenbleibens allerdings stark minimieren. Neben diesem Ausfall sind bei meinem Auto bislang keine außerplanmässigen Reparaturen angefallen, so dass ich Gesamtkosten inkl. Wertverlust, Versicherung, Steuer, Verschleiss-Reparaturkosten i.H.v. unter 100€ im Monat hatte auf die letzten 10 Jahre gerechnet.
Wenn man den Neuwagen nicht bar bezahlen kann und stattdessen leasen will, weil man ein neues Auto fahren will, dann lebt man über seinen Verhältnissen. ABER: Wenn das Auto hauptsächlich dazu dient, das Einkommen zu sichern und/oder die Arbeitsstelle zB. kein HomeOffice anbietet und/oder der Fahrtweg lang ist, dann kann ich die Entscheidung nachvollziehen. ABER NUMMER 2: Selbst eine 500€ Möhre kann, wenn sie noch gut in Schuss ist, einen noch für mehrere Jahre zuverlässig von A nach B bringen. Es hilft dabei, wenn man sich vorher mit der Technik des ausgesuchten Modells sich etwas auseinander gesetzt hat und zB. nur Modelle mit erfahrungsgemäss robuster Technik kauft. Es besteht außerdem vor dem Kauf die Möglichkeit für nen Hunni einen Gutachter drüber schauen zu lassen (quasi wie eine Hauptuntersuchung bei der ihr dabei seid). Damit lassen sich die groben Mängel zuverlässig aussortieren und es lässt sich viel Geld sparen.
Das Ziel muss sein, aus der Kostenspirale Leasing/Kreditfinanzierung rauszukommen und das angesparte Geld arbeiten zu lassen anstatt dauerhaft Darlehenszinsen bzw. den Wertverlust eines Neuwagens zu bezahlen.