Zunächst einmal schliesse ich nichts kategorisch aus, wenn es für jemanden tatsächlich günstiger ist. Ich verurteile gegenüber meinen Mandanten nichts was ich nicht sauber vorrechnen kann.
Ich lasse mich sehr gerne durch ein Berechnungsbeispiel von Ihnen eines besseren belehren, in dem die paar mickrigen Zinsen, die man derzeit für das dort eingezahlte Kapital bekommt den Nachteil bei den Zinsen (u.a. durch fehlende Tilgung) und den Kosten für den Abschluss des Vertrages ausgleicht. Am besten wir dann noch die Abschlussprovision nicht in den Effektivzins eingerechnet.
Das ganze dann noch vor allem unter der Prämisse der Zinsbindungsfrist. Bei dem von Ihnen gewählten Laufzeiten von 15-16 Jahren bin ich vor Allem auf den Zins gespannt.
Die Angebote bzw. Darlehensmodelle, die ich auf dem Tisch hatte, haben das noch nie gehalten.
Aber bitte: Manege frei!! 
Und Ihre erste Frage beantworte ich auch gerne: Meine Ausführungen betreffen nicht das Wohnriestern, denn hier sind die Anbieter verpflichtet den richtigen Effektivzins auszuweisen. Außerdem werden hier die Zinsen für die Laufzeit bis zur Zuteilung festgeschrieben.
Sie dürfen das Ganze auch gerne nochmal hier nachlesen, wenns Sie es mir schon nicht glauben:
https://www.finanztip.de/bausparvertrag…rtfinanzierung/
Alles anzeigen
Es geht ja weniger um Glauben, denn im Fakten. Natürlich können Sie alles pauschalisieren. Nochmal: die Kombivariante ist die am geringsten vergütete Finanzierungsform, die Banken zu bieten haben. Sämtliche Alternativen, ausgenommen KfW Darlehen, sind ertragsreicher. Auch übrigens der Grund, weshalb Strukturvertriebe dieses gerne schlechtreden.
Ich will gar nicht bestreiten, dass ich eher die Bankenseite vertrete. Wir haben ziemlich gute Erfahrungen damit gemacht, einen Fundus an negativen Artikeln zusammenzutragen, dem Kunden vorzustellen und diese dann anhand von Fakten zu widerlegen - sofern diese Variante passt. Ebenso will ich diese Form der Finanzierung nicht hervorheben, sondern lediglich nicht zutreffende Aussagen die mit abstrusen Beispielen unterlegt sind (nicht in Ihrem Fall) widerlegen.
Ich bin übrigens Ihrer Meinung, dass bei sämtlichen Modellen der Effektivzins ausgewiesen werden sollte - wenn auch bei TA-Modellen ein relativ aussageloses Merkmal, wenn es um den Vergleich mit anderen Finanzierungsvarianten geht, da die Ausstattungsmerkmale sich doch ziemlich unterscheiden. Übrigens: was die Hinterlegung mit einer LV angeht, da stimme ich voll und ganz zu. M.E. eine heutzutage sinnlose Form der TA-Hinterlegung.
Hallo,
Ich und mein Mann wollen innerhalb des nächsten Jahres ein Haus bauen. Grundstücke haben wir schon in Aussicht gestellt bekommen.
Was für Finanzierungsmöglichkeiten haben wir für das Haus? Unser Einkommen wird in den nächsten Jahren noch anwachsen, lohnt sich daher ein steigender Kredit?
Danke!
Sie haben natürlich die ganze Bandbreite an Möglichkeiten. Bitte achten Sie darauf, dass eine elementare Förderung der KfW im kommenden Jahr wegfällt: dann werden KEINE KfW70-Häuser mehr gefördert werden (per 01.04.).
Je nach Familienplanung, Alter, etc. würde ich schon an die Riesterförderung für Finanzierungen denken. Hier bitte drauf achten, dass wirklich auf sämtliche Punkte eingegangen wird. Viele Banken drücken sich davor, weil es zum Einen verhältnismäßig wenig Ertrag bringt, zum Anderen einer wirklich guten Erklärung bedarf. Die Bank sollte sich in Ruhe Zeit nehmen. M.E. sollte die Riesterförderung aber min. auf der Agenda stehen - Ihre Entscheidung ob Sie sie wahrnehmen.
Bei allem anderen haben Sie natürlich die Qual der Wahl. Ich selbst halte es für unseriös, vor dem Hintergrund der Zins- und Finanzierungslandschaft ein Konzept direkt im Erstgespräch angeboten zu bekommen. Sowohl die Bank als auch der Kunde sollte sich nach dem Erstgespräch nochmals genau Gedanken machen.
Wovon ich abraten würde, sind Finanzierungen über Finanzdienstleister.
Viel Erfolg.