Beiträge von Buntbart

    Ja, nur anhand dieser Zahlen lässt sich schlecht eine Urteil fällen.

    Tomarcy hat es ja schon gesagt: Aktuell befindet sich das "Altersvorsorgedepot" im Gesetzgebungsverfahren. Warte mal ab, was sich da tut und halt dich auf dem Laufenden. Finanztip informiert dazu auch umfangreich. Ggf. kannst du den alten Riestervertrag ins AV-Depot überführen.

    Bis dahin die Zeit nutzen, um mal Inventur beim Riester zu machen. Dann vielleicht mit aktuellen Zahlen zum 31.12.2025. Summe der Eigenbeiträge über die ganze Vertragslaufzeit ermitteln oder erfragen. Also wieviel eigenes Geld steckt da in Summe drin?

    Und parallel bei der Zulagenstelle abfragen, wie hoch die Summe der staatlichen Zulagen und die Steuerermäßigung des Vertrages ist.

    ZfA-Riester | Anfrage auf Auskunft zu vorhandenen Zulagen und Steuerermäßigungen

    Die Infos sind wichtig, um beurteilen zu können, wie groß bei der Variante "Kündigung" die Rückzahlung der Förderung wäre und wieviel Euro du damit auf die Hand bekommst.

    Und wie hoch der Rentenfaktor ist, wäre auch noch gut zu wissen, für die Beurteilung der "Qualität" des Vertrages.

    Könnt ihr mir bitte helfen?

    Hallo gago , ich hab mich mal dran versucht. Deine Berechnungslogik der Steuer war schon richtig. Die Basis, der zu versteuernde Jahresbetrag war etwas zu ungenau.

    Mein Versuch liegt beim zu versteuernden Jahresbetrag allerdings immer noch um 5,55 € daneben. Und damit bei der Summe Einkommensteuer und Soli um 2,24 €. Vielleicht reicht das ja für deine Zwecke?

    Oder ein anderer Forist findet den Fehler.

    Hallo FI-Newbie ,

    ich bin etwas überfragt von deinen Fragen und kann dir wohl nicht in der Weise helfen, die du dir vorstellst.

    Aber: ich würde dir empfehlen, es am Anfang nicht zu verkopfen und zu kompliziert zu machen.

    Konkret: ein ETF reicht, auf den MSCI ACWI oder FTSE All World. Und wie genau und ob überhaupt eine 3x10 oder 5x8 Strategie für dich sinnvoll ist, kannst du nach etwa 7,9 Jahren für dich immer noch entscheiden. Da hast du genug Zeit, Erfahrungen zu sammeln und (dich) zu beobachten, wie gut du im "Stillsitzen" bist. Ist gar nicht so einfach, wie es sich anhört. Bei den meisten kommt der Optimierungswahn/Spieltrieb immer mal wieder hervor.

    Ja, der Rentenfaktor scheint gleich zu bleiben. Investiert wird in einen Wertsicherungsfond, sowie in freie Fonds

    Habe die Wertentwicklung der letzten Jahre jetzt Mal mit einer etf Entwicklung von 6% verglichen und dabei die Steuererstattung unberücksichtigt gelassen. Da liegt meine Rürup Versicherung sogar leicht drüber 😳

    Der große Nachteil ist natürlich die Unflexibilät. Aber ich habe das Ding nun mal. Also Dynamik rausnehmen, weiter beobachten und evtl irgendwann beitragsfrei stellen. Würde halt gerne abschätzen können wie viel ich zusätzlich noch im Depot brauche um mit den 3 Säulen gesetztliche RV, Rürup, ETF Depot gut in der Rente leben zu können und evtl schon ein paar Jahre früher kürzer zu treten. Aber da rechne ich dann wohl lieber nur mit dem Garantiewert 😉

    ggf. kannst du hier auch noch ein wenig optimieren. Es gibt Verträge, da kann man selbst bestimmen, in welche Anlage der Fondsanteil deines Vertragsvermögens gesteckt wird. Mein Anbieter hat da eine Liste mit begrenztem Umfang an möglichen Fonds, zu 99% alles aktive Fonds, Dachfonds und Rentenfonds. Aber es hat dann auch (erst vor wenigen Jahren) 1 ETF auf den MSCI World auf die Liste geschafft. Also hab ich mein Anbieter beauftragt, das Fondsvermögen komplett da rein zu stecken und auch 100% der zukünftigen Beiträge.

    Letzten Endes kannst du dir mit den ganzen Informationen zu Kosten, "Rendite", Rentenfaktor, etc. ein Faktengerüst bauen, womit man gut zu anderen Alternativ-Anlagen vergleichen kann.

    Und ggf. auch, ob hier der Anbieter mehr verdient oder du.

    Darüber hinaus und das ist mindestens genauso wichtig wäre aber zu bewerten, ob das Produkt überhaupt zu deiner zukünftigen Lebenssituation passt und du die Nachteile (Zwangsverrentung, geringe Flexibilität, vielfach niedrigere Rendite) für dich selbst höher bewertest als die Vorteile (Absicherung Langlebigkeitsrisiko). (Im Vergleich zu ungefördertem ETF-Sparen)

    garantierte Rente je 10.000 EUR Guthaben: 31,29 EUR

    dann müsstest du 26,6 Jahre diese Rente beziehen, um das Guthaben "raus zu bekommen", also ab dem Lebensalter von 94 Jahren übersteigt die Rente das bis zum Alter von 67 Jahren gebildete Kapital. Hierbei sind keine Dynamiken oder Inflation berücksichtigt.

    Verstehe.

    Ich würde etwas anders vorgehen. Und mir die Gesamtlaufzeit mittels internem Zinsfuß (IZF) anschauen. Geht prima in Excel oder auch in Web-Rechnern. Man nimmt alle Einzahlungen (das sind deine Eigenbeiträge) mit jeweiligem Einzahlungsdatum. Und als "Auszahlungen" die jeweiligen Steuererstattungen mit Datum und sozusagen als Schluss-Auszahlung das gesamte gebildete Kapital, beispielsweise zum 31.12.2025.

    Dann hast du die jährliche oder annualisierte Rendite über die Vertragslaufzeit.

    Wieviel ist denn drin, wieviel wurde einbezahlt und wie lange noch bis zur Rente? Welche Rentenfaktoren werden angegeben, was für Kosten werden ausgewiesen?
    Worin und wie wird dein Geld da angelegt? Vertraust du dem Laden ? Willst du immer von diesem Laden abhängig sein? Brauchst du die Rente überhaupt?

    Reite nicht soviel auf der Steuererstattung herum weil die eine schlechte Geldanlage auch nicht besser macht.

    Sehe ich genauso. Am spannendsten wäre für mich da die Frage nach dem Rentenfaktor, also der Höhe und wie "hart" der garantiert ist.

    Also irgendwann werden die Kosten wohl den steuerlichen Vorteil wettmachen...

    Wenn du dich ein bisschen eingräbst in die Unterlagen, kannst du das ziemlich genau ausrechen. Wichtig wäre dafür die Info, ob als Basis für die (meist prozentualen ) Kosten die Höhe des Gesamtkapitals oder die Höhe der jährlichen Beiträge relevant sind. Meist ist es kein "oder" sondern eine Mischung.

    Hi nimsaja,

    ich rechne in meinem Fall (Fonds-Riester, auch jeweils mit Angaben zu Garantiebetrag, und bei Wertentwicklung von 3%, 6% oder 9%) immer nur mit der Garantierente. Alles andere ist dann schöner Bonus.

    Je nachdem was aus diesen Berechnungen rauskommt, würde ich, solange ich so viel Steuern zahle, den Vertrag mit Dynamik weiterlaufen lassen, oder halt diese temporär oder dauerhaft aussetzen. Oder sogar den ganzen Vertrag beitragsfrei stellen (spätestens wenn sich meine Steuer-Situation ändert)

    Allerdings würde ich von dieser Information (Rentenhöhe) nicht allein die Entscheidung abhängig machen. Hier wäre für mich noch interessant, wie hoch die Kosten, also die Gebühren deines Vertrages sind. Dann kann man sich mehrere Kennzahlen ausrechnen.

    • Förderquote (wieviel € Förderung auf 1 € Eigenbeitrag?) --> Förderung hier als Summe aus Zulagen und Steuerermäßigung
    • Förderquote nach Anbieterkosten
    • Kosten im Verhältnis der staatl. Förderung

    Es gibt Verträge, da bleibt nach den Kosten so gut wie nix von der Förderung übrig.

    Hinzu kommen Überlegungen zur gesamten finanziellen Situation und zur Risikotragfähigkeit, wie "Brauche ich diese Rente als sicheren Baustein in meiner Altersvorsorge?"

    Für mich wäre es eine Gesamtabwägung mehrerer Alternativen mit den Hauptkriterien Rendite und "Sicherheit". Die Rentenhöhe ist da drin nur ein Teilaspekt.

    Und wenn ja - wenn das als Entgeltumwandlung läuft müssten ja dennoch 15% Pflichtzuschuss beim AG fließen, oder?

    und nein, erstens besteht für keinen AG die Pflicht, so etwas einzurichten und zweitens ist ein AG, der so etwas anbietet, auch nicht verpflichtet, Zuschüsse oder andere Arten vor Förderung/Anreizen beizutragen. Wie Referat Janders ja bereits geschrieben hat, ein Wertguthaben ist keine bAV.

    Mein AG hat das Wertguthaben die ersten Jahre nach Einführung mit einem Zuschuss gefördert, macht das aber seit zwei Jahren auch nicht mehr.

    Bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte

    Ich vermute jetzt mal, du meinst ein Wertguthabenkonto. (?) Mein Arbeitgeber bietet sowas an.

    Wisst ihr ob ein Geldwertkonto auch selbst abschließbar ist, ohne Arbeitgeber?

    Nein, dass kann ohne AG nicht funktionieren.

    So, wie ich es kenne, kannst du während der Beschäftigung auf die Auszahlung von laufenden oder einmaligen Entgeltbestandteilen deines AG "verzichten" und stattdessen brutto in dieses Wertguthaben einzahlen lassen. Viele AG bieten darüber hinaus an, dass man nicht in Anspruch genommene Urlaubstage oder Überstunden dort einbringen kann. Dieses Stunden oder Tage werden bei der Einzahlung in € umgerechnet. Das Konto wird in Euro geführt. Oft wird es dort dann noch verzinst.

    In Anspruch kann man es dann ganz allgemein für jegliche Arten von "Auszeiten" nehmen, in denen man dann kein Entgelt vom AG bekommt, sondern sich das angesammelte Guthaben vom Wertguthaben auszahlen lässt, also etwa für Sabbaticals, Pflege von Angehörigen, längere Urlaube, etc. Vielfach wird es genutzt, um früher aufhören können zu arbeiten.

    Der wesentliche Vorteil ist, dass man sich eine gewisse Flexibilität für derartige Auszeiten aufbaut und in diesen Auszeiten dann immer noch sozialversichert ist.

    Ein eher nachrangiger Aspekt ist, dass das eingezahlte Geld erst bei Auszahlung versteuert wird, nicht beim Ansparen. Dadurch können sich steuerliche Vorteile ergeben (z. B. wenn dein Einkommen während der Freistellung niedriger ist).

    Und ja, wenn man den AG wechselt und der neue AG so etwas nicht anbietet, ist es möglich, das Wertguthaben auf die DRV zu übertragen.

    Klar, warum denn nicht?

    die Kollegen von Finanzfluss haben das in einem ihrer aktuellen Videos auch mit beleuchtet:

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    Hat es einen Nachteil, wenn der ETF-Kurs beim Rückkauf höher ist als der Kurs, zu dem ich ursprünglich die Anteile gekauft habe (die ich zuvor verkauft habe, um den Freistellungsauftrag zu nutzen)?

    Nein, hat es nicht. Das Ganze (Sparerpauschbetrag ausnutzen) macht ja nur dann Sinn, wenn die Kurse seit Kauf (Kurs 100) gestiegen sind und man durch den Verkauf Gewinne realisiert. Man realisiert also in Schritt 1 den Gewinn (Kurs 110, Gewinn 10) und kauft in der nächsten logischen Sekunde im Idealfall wieder zu 110.

    Verschlechtere ich mir dadurch langfristig meine Rendite oder Einstandskurse?

    Es kommt auf die gewählte Rendite-Berechnung an.

    Wenn du die Rendite für die aktuell gehaltenen Anteile meinst, dann sinkt die natürlich im Vergleich zu dem Fall, dass du zwischendurch nicht Gewinne realisierst. Aber das ist kein sinnvoller Vergleich. Du müsstest ja zwei Alternativen vergleichen:

    a) buy and hold ohne Ausnutzung des Freibetrages

    b) zwischenzeitliche Verkäufe unter Ausnutzung des Freibetrages

    Und für beide dann eine Betrachtung für diesen ETF über die gesamte Zeit (seit Kauf des ersten Anteils bis jetzt oder bis Verkauf des letzten Anteils).

    Für die Rendite der Variante b) darfst du dann natürlich nicht nur die Kurssteigerung der gehaltenen Anteile betrachten sondern auch die realisierten Gewinne der verkauften Anteile.

    Der gemittelte Einstiegskurs (der jeweils gehaltenen Anteile) wird natürlich schon verändert, im geschilderten Idealfall erhöht. Aber das bedeutet ja nicht per se verschlechtert. Wie gesagt, die gesamte Rendite müsstest du dann inkl. der zwischenzeitlichen Verkäufe betrachten und nicht alleine aus dem gemittelten Einstiegskurs ableiten.

    Das Thema Vorabpauschale hast du schon berücksichtigt? Ab einem gewissen Fondsvolumen wird der Sparerpauschbetrag ja bereits voll oder zum Teil durch die Vorabpauschale "aufgezehrt".