Beiträge von Newb

    Ich habe mal auf unsere ind. Situation gerechnet. Die Idee war, die letzten 5 Jahre vor Rentenbeginn noch ein AVD an den Start zu bringen und mit Kleinbetragsregelung die Gesamtsumme auszahlen zu lassen bei 360 Euro Einzahlung im Jahr. Deshalb (kurze Laufzeit) alles mit lediglich 2,0 Rendite gerechnet;angesichts der Zahlen (höchst individuell...) werde ich es wegen Geringfügigkeit in Sachen Rendite sein lassen...

    Gruß Thomas

    Ich glaube du hast einen Fehler. Deine Steuerersparnis kriegst du Cash. Du musst diese nicht nochmal nachgelagert versteuern.

    Edit: ich würde der Einfachheit halber bei der Vergleichsrechnung die Steuerersparnis bei der Einzahlung abziehen.

    Dann rechne mal mit 5% Rendite zum Vergleich, dann lohnt sich die Abgeltungssteuerfreiheit mehr.

    Dann rechne mal mit 150€ monatlich zum Vergleich. Dann macht die Steuerersparnis Cash mehr aus...

    Aber du musst ehrlicherweise noch Gebühren abziehen.

    Aber bei 5 Jahren ist es wirklich eine Frage ob sich das lohnt.

    Abgeltungssteuer entfällt, das habe ich ja auch so ausgeführt. Aber bei einem normalen depot wird ja auch bis auf die vorabpauschale erst beim verkauf versteuert. Dafür gibt wird dann der Grenzsteuersatz in der Rente nachgelagert verwendet. Das der niedriger ausfällt ist ein guter Hinweis. Da muss ich mal sehen was ich dazu finden kann.

    Das ist jetzt kleinkariert von mir, aber ich glaube man muss es für das Versändnis wirklich getrennt betrachten. Der Grenzsteuersatz wird nicht "dafür" berechnet.

    Der Grenzsteuersatz wird zu Rentenzeiten berechnet, weil du zu Ansparzeiten den Grenzsteuersatz eingespart hast. Auch wenn der mit auf Gewinne anfällt, sind die Gewinne ja aufgrund der Stundung um ziemlich genau diesen Betrag höher.

    Die Abgeltungssteuerfreiheit ist ein zweiter, unabhängiger Baustein, der separat angesehen werden kann.

    Als Beispiel, (etwas vereinfacht Förderung aussen vor gelassen) Hättest Du zu Rentenzeiten den gleichen Grenzsteuersatz wie zu Ansparzeiten, würdest Du exakt das gleiche rausbekommen wie ohne nachgelagerte Besteuerung. Dein Vorteil wäre hier genau die eingesparte Abgeltungssteuer abzgl. Gebühren.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, und ich sage mit 50 Jahren will ich 100.000 € Guthaben (im AVD) entnehmen und für den Erwerb einer Immobilie (Selbstnutzung) verwenden. Dann wird das Guthaben auf ein fiktives Wohnförderkonto beim Finanzamt angelegt und jährlich mit 2% verzinst (von 100.000 € auf ca. 140.000 €). Ab Renteneintritt (bzw. Rentenauszahlung) im AVD wird das Volumen des fiktiven Wohnförderkontos anteilig als Einkommen pro Jahr gewertet (in dem Fall: 140.000 € / 18 Jahre = ca. 7.800 € zusätzliches Einkommen p.a. ; 67 -> 85 Jahre ), welches versteuert werden will. Das sind wohl ca. 170 € mtl. mehr an Abgaben ans Finanzamt (Beachtung: die 7.800 € werden nur fiktiv darauf gerechnet, es ist kein Geld, das man bekommt)

    Mein letzter Stand ist, dass die 2% Verzinsung entfallen. Jedenfalls liest meine KI den aktuellen Beschluss so. Da bräuchte man noch eine offizielle Bestätigung von jemand, der etwas seriöser ist als ich.

    Alternativ ist es wohl möglich die Steuerlast mit einer Einmalzahlung bei Renteneintritt zu begleichen: 30% Rabatt (?). D.h. in diesem Jahr ist der persönliche Steuersatz exorbitant hoch, da aus dem Beispiel die 140.000 € * 0,7 = 98.000 € als Einkommen gewertet werden.

    Die 30% Rabatt muss man dann mit seinem Steuersatz in der Rente vergleichen und dann rechnen ob sich eine Einmalzahlung lohnt. Solange der Grenzsteuersatz zu Rentenzeiten niedriger ist als zu Ansparzeiten oder niedriger als die Förderung (50%/25%/Kinderzulagen) sollte sich das AVD lohnen. Einmalzahlung ist ja nur eine Option mit der man es ggf. noch besser machen kann.

    Im Endeffekt erhälst du einen zinslosen Kredit über die Förderhöhe bis zum Zeitpunkt der nachgelargerten Besteuerung.

    Ich frage mich seit grob einer Woche, ob wir für das Kind (frühestens 2027 förderberechtigt) noch dieses Jahr einen alten Riester abschliessen sollten, weil die Förderung für Kleinstverdiener im alten System besser ist. Sobald das Kind normal verdient kann man den Bums ja noch immer ins neue System umziehen. Aber solange das Kind noch zur Schule geht, wird es ja auf "175 für 60" hinauslaufen und da kann die neue Förderkulisse ja nicht mithalten.

    Und klar, hier geht es nur um Mitnahmeeffekte, nicht um Altersvorsorge.

    Das ist garnicht so dumm. Angenommen mal 6 Jahre Ausbildung sind das knapp 1000€ Förderung gegenüber 180€ bei 360€ gesamter Einzahlung. Das muss man dann gegen die Gebühren rechnen. Meine Kinder sind deutlich jünger. Ich muss das mal durchrechnen, aber das könnte sich auch lohnen.

    Am Ende ist das aber Optimierung auf kleinteiliger Basis. Aber ich finde das auch ein anschauliches Beispiel für die Kinder, wie man solche Produkte optimiert.

    Meine Frau wird auch erst noch ein paar Jahre den Riester weiterlaufen lassen und dann ins AV Depot umschichten.

    Ich möchte auch nicht die Steuern gegeneinander ausspielen, sondern nur vergleichen. Je nach Steuersatz kann man ja seinen 'break even'. Ich erhalte ja durch die Förderung und Steuerstundung schonmal Vorteile, die ich im normalen Depot nicht habe. Also ist die Endsumme (kosten, sparrate und etf müssen annähernd gleich sein) im avd deutlich höher. Wenn ich das avd aber am Ende mit 42% versteuern muss und ein standarddepot nur mit den ~26% ist das doch ein Unterschied.

    Nein! Du machst eine ganz groben Denkfehler. Wie viele. Das ist wichtig zu verstehen.

    Die Abgeltungssteuer entfällt. Und es gibt keine Steuer stattdessen.

    Die Einkommensteuer fällt nachgelagert an. Da der Grenzsteuersatz in der Rente meist niedriger als am Anfang ist, ist das die Einsparung. Stundung ist hier zwar richtig, aber irreführend. Weil die Stundung bringt dir keinen Vorteil. Der Vorteil hier liegt nur in der Differenz der Steuersätze.

    Ich weiss nicht, wie ich es besser erklären soll.

    Als Altersvorsorgeprodukt ist das AVD gedacht und auch nicht schlecht. Als Altersvorsorgeprodukt sollte auch die fehlende Verfügbarkeit eigentlich nicht groß stören.

    Gerade junge Leute sparen aber nicht zwingend nur für das Alter. Und wenn dann irgendwann eine Immobilie gekauft werden soll, ist Liquidität Trumpf. Ok, beim AVD gibt es dann auch wieder Hintertürchen, aber die sind komplex und unflexibel. Daher kann die fehlende Verfügbarkeit schon ein merklicher Nachteil sein, gerade für die Generation, die frühzeitig vorsorgen soll.

    Sind die Hintertürchen komplex und unflexibel? Ist doch auch nicht komplexer als ein Bausparvertrag. Und ich wiederhole mich, aber für Immobilienfinanzierer hat der Wegfall der 2% Verzinsung auf dem Wohnförderkonto (ist das jetzt so auch final geregelt?), das AVD sogar viel vorteilhafter gemcht. Ich würde sogar sagen, dass die Regelung sehr unfair für alle ist, die keine Immobilie damit finanzieren.

    Kurz dazu noch: Sehe ich das richtig, das nach der splittingtabelle bei 2x medianlohn, also ~110k/a ein Steuersatz von ca. 22% zu zahlen ist? Bei ~140k würden wir dann im Bereich der Abgeltungssteuer liegen. Wäre bis zu diesem Einkommen nicht das (kostenlose) avd dem normalen Depot nicht in fast allen Belangen überlegen? Außer natürlich freie Verfügbarkeit und der Verrentungszwang.

    Man hätte die Förderung und dazu die Steuerstundung auf die Vorabpauschale als Bonus im avd.

    Vielleicht verstehe ich Deinen Beitrag auch falsch. Ne, Du musst hier den Grenzsteuersatz nehmen. Das wird bei dem Einkommen irgendwo bei 30% liegen.

    Aber es ist falsch hier Abgeltungssteuer gegen Einkommenssteuer auszuspielen. Das ist wichtig zu verstehen, weil ich das hier schon oft gelesen hab. Du hast hier 2 unabhängige Punkte der Förderung.

    1. Stundung der Einkommensteuer. Bei geringen Grenzsteuersätzen alternativ die Förderung von 25 bzw. 50 Prozent zzgl. Kinderfördeung.

    2. Kompletter Entfall der Abgeltungssteuer.

    Das sollte sich bis 1.800€ im Jahr eigentlich für fast jeden lohnen, der den Sparerpauschbetrag schon ausgeschöpft hat.

    LuciferM

    Jetzt wird's kompliziert und ich hab's mal durch NotebookLM gejagt. Wenn ich das richtig verstehe, war die 2 Prozent Regel vorab in §92a Absatz 2 geregelt, der jetzt ohne die Regelung ersetzt wird. Aber ich bin da auch nicht so super sicher, daher müssten wir mal warten, bis wer sich meldet, der sich besser auskennt.

    Hallo Newb

    Mir scheint, das Thema Abschaffung der Verzinsung des Wohnförderkontos ist nicht mehr Bestandteil des Gesetzesentwurfs. Weder in den FAQ vom BMF noch im aktuellen Entwurf finde ich da was.

    In welchem Entwurf hast Du denn geschaut? Ich finde im Gesetzestext folgendes:

    Folgeänderung zu § 92a Absatz 2 EStG.

    Durch die Neuregelungen in § 92a Absatz 2 Satz 3 bis 6 EStG wird der Stand des Wohnförderkontos bis zum Beginn der Auszahlungsphase nicht mehr um jährlich zwei Prozent erhöht. ...


    Ich les jetzt auch nicht ständig Gesetzestext, mag auch sein, dass ich nicht die letzte Fassung erwischt habe.

    Das ist genau die Unzufriedenheit in der Mitte der Bevölkerung, von der ich rede, die gefährlich ist ... Mit Appellen a la „wir schaffen das", wird man 2026 nicht mehr weit kommen. Es hat sich in den letzten 10 Jahren ganz viel verschoben in unserem Land, die Gründe sind vielfältig, aber vor allem im linken Lager zu suchen. Umso wichtiger ist es nun, dass Probleme konkret angesprochen und gelöst werden. Und damit meine ich explizit nicht, die „Schwächeren“ gegen die „Stärkeren“ auszuspielen.

    Ich würde eher meinen, dass man auf konservativer Seite populistische Reden schwingt, mit Bild & Co. die Debatte vergiftet und gleichzeitig in weiten Teilen eine Ampelpolitik macht, hat einen großen Einfluss darauf. Und mit Jens Spahn oder Christian Lindner hab ich noch nichtmal angefangen.

    Genau solche Positionen sind aus meiner Sicht ein Grund dafür, warum Parteien wie die AfD so stark werden und viele Menschen das Gefühl haben, nicht gehört zu werden. Statt Probleme offen benennen und diskutieren zu können, wird schnell der Ruf nach mehr Moderation oder Einschränkung laut.

    Das wird uns langfristig um die Ohren fliegen. Die Lösung kann doch nur sein, sich faktenbasiert und argumentativ auszutauschen, nicht, Meinungen mundtot zu machen.

    Wo siehst Du denn Anknüpfungspunkte für eine faktenbasierte Diskussion. Dieses wir haben kein Einnahmen sondern ein Aufgabenproblem ist doch kein Fakt, sondern eine Behauptung über die man konkret garnicht diskutieren kann, bevor nicht mal klar benannt wird, wo man wieviel Mio.€ einsparen will.

    Diese Betrachtung findee ich etwas vereinfacht, wenn man sich mal folgende Tabellen anschaut:

    Einkommensteuerpflichtige der Einkommensteuerstatistik einschließlich nichtveranlagte Steuerpflichtige - Statistisches Bundesamt

    Vor allem der "Sprung" im Steueraufkommen zwischen dem Einkommensbereichen 60 000 bis 70 000 und 70 000 bis 125 000 Euro ist schon heftig. Im Umkehrschluss bedeutet das: Irgendwo zwischen 70.000 und 125.000 Gesamtbetrag der Einkünfte ist die Schwelle, wo man schon den "den oberen 10 Prozent" gezählt und bei manchen damit Millionären gleichgestellt wird. Was natürlich absolut nicht der Realität entspricht.

    Ich will Dir gar nicht widersprechen. Ich wollte eigentlich nur darauf hinaus, dass das wieder mal so ein 0 Argument war. Dieses die 10% zahlen so und so viel % der Steuern sagt einfach nichts aus. Das kann sowohl von einer erhöhten Besteuerung als auch von einer sehr verschobenen Einkommensverteilung herrühren.

    Nein aber die CDU hat im Wahlprogramm versprochen, dass es keine Steuererhöhungen gibt und das die Verschuldung nicht ausufert. Letzteres wurde bereits gebrochen.

    Daraus zu schließen, dass >50% der Bundesbürger Deinen "Murks" wollen, ist aber leicht abenteuerlich.

    Das die CDU 2 Wochen nach der Wahl bereits eingeknickt ist, könnte vielleicht auch einfach daran liegen, dass es recht einfach ist, sowas zu versprechen, aber die Umsetzung dann doch nicht soooo leicht ist. Aber es steht Dir ja frei, einfach mal fundiert zu beschreiben, wo Du wie viel einsparen würdest... Bis dahin ist und bleibt es einfach substanzlos.

    Ist heute wieder Niveau-Limbo angesagt?

    Wie wäre es denn, wenn du es mal mit Argumenten statt mit Beschimpfungen versuchst?

    Ich habe niemanden beschimpft, sondern einen Beitrag inhaltlich eingeordnet. Und das Argument muss von demjenigen kommen, der die Thesen hier durch Aneinanderreihung von Punkten aufwirft.

    Es kann doch nicht sein, dass man eine "These" vollkommen substanzlos in den Raum stellt und dann von den anderen erwartet diese zu widerlegen. Das ist zwar ein typisches Stilmittel des Populistisch aber keine Diskussionsgrundlage. Und das klar zu benennen, ist ebenfalls keine Beschimpfung.

    War so klar, dass das von Dir kommt. Schreibe ich hier konkrete Zahlen hin - die ich natürlich nicht genau bestimmen kann - werden sie mir auch um die Ohren gehauen.

    Dieser Bullshit den Du schreibst, kommt auch regelmäßig aus der AFD Ecke. Hinterfragt man die Zahlen mal genauer, merkt man relativ schnell, dass das nur heisse Luft ist. Daher nenn vernünftige Zahlen, wo Du wieviel Einsparen würdest, oder hör auf alle anderen als dumm hinzustellen, die nur ideologisch sind, um die Welt klar zu sehen.

    Und es ist ja nicht nur die AFD Ecke. Leider auch die CDU, die den gleichen Murks verbreitet.... Also zumindest bis ziemlich genau 2 Wochen nach der Wahl.

    Nochmal, es geht nicht darum, irgendwem die Steuern zu erhöhen, es geht darum die Kosten in den Griff zu bekommen: Ein immer größerer Beamtenstaat, der speziell im Bereich Pension üppig versorgt ist, eine ideologische Energiewende, die Hunderte von Mrd an Subventionen kostet. Eine Einwanderung von 100000den Menschen, die überproportional im Bürgergeld landen und die GKV zum platzen bringen, ein unüberschaubares Netzwerk von NGOs, die mit riesigen Summen zur „Demokratieförderung“ subventioniert werden, Mrd an EUR für fragwürdige Projekte im Ausland von öffentlichen Toiletten in Kenia (?) bis zu den berühmten Radwegen in Peru. Für jeden (ideologischen) Sch… ist Geld da…

    Einfach mal konsequent sparen, wie es jeder Mench / jede Familie im normalen Leben tun muss, wenn das Budget beschränkt ist.
    Der aktuelle Weg killt jedenfalls unsere Wirtschaftskraft und die ausufernde Verschuldung treibt gnadenlos die Inflation an. Nicht schön für manche, ist aber einfach so.

    Wieviel Mrd. siehst Du denn hier, die man konkret einsparen kann? Könntest Du da mal eine kurze Aufstellung machen?