Beiträge von Casajonsen



    In Variante 1 hat er aus 160.000 € genau 12.000 € entnommen und also noch 148.000 Euro. Die Aktien von 170.000 Euro haben dann einen Anteil von 53,5 % am Gesamtdepot.
    Da er aus dem Aktien Teil nichts entnommen hat, schiebt er jetzt 20.800 Euro rüber.

    Wenn er danach ein Rebalancing macht, ist ja auch alles ok. Ich glaube Irving wollte darauf hinaus, dass man nur durch die Auszahlung bei einem größeren Depot, man allein durch die Auszahlung kein Rebalancing mehr hin bekommt. Durch größere Rebalancingbeträge fallen dann Steuern an, wodurch viele Privatanleger es dann lassen und somit eine abweichende Assetallokation haben.

    Ich meinte 60/40 (Vanguard Liefestrategy 60), da rebalanced Vanguard ja ständig und ich entnehme dadurch ja immer 60/40. Beim Crash passe ich nur die Entnahme nach unten innerhalb der Bandbreiten (Dynamic Spending) an.

    Der Anleihe-Anteil im Vanguard LS gehört zu 100% in den Risikoteil.
    Und selbst wenn ein Produkt nur mit 100% Geldmarkt-ETF für den 'sicheren' Teil im Multi-Asset-Teil wirbt, wäre dieser Anteil eben nicht 'sicher'!
    Im Falles eines Crashs wird ja regelgerecht aus dem Geldmarktteil umgeschichtet um wieder auf den Anteil von z.B. 60/40 zu kommen.
    Du kannst dass ja mal für die Zeit 2000-2003 durchspielen. Da ging es 30 Monate lang abwärts mit den Aktienkursen
    D.h. 30 Monate lang würde immer aus dem 'sicheren' Teil in den Aktienteil umgeschichtet. Lass so eine Phase mal wieder kommen und dann mal schauen wie die Anleger reagieren, wenn z.B. alle 30 Tage automatisch umgeschichtet wird.:/
    Du kannst eben nicht eine Entnahme aus dem Aktienteil einfach mal aussetzten und ein paar Jahre lang nur Geld aus dem sicheren Teil entnehmen, sondern brauchst dafür dann auch wieder einen extra Cash-Puffer.

    Gehört er meiner Meinung nach nicht zu 100%. (Siehe dazu auch langen Thread im Wertpapierforum)

    Also in seinen Büchern schreibt er über Multi-Asset-ETF sehr differenziert und benennt die Vor- und Nachteile. Und das lange vor seinem ETF. Das ist auch keine rocket Science.

    Problematisch sind oft zwei Dinge: (meist) höhere Kosten und die fehlende Möglichkeit gezielt aus einem Asset zu entnehmen bzw. einfach die Allokation zu ändern.

    Dabei muss man aber auch sagen, dass Letzeres auch ein Vorteil sein kann. Zumindest wenn man sich den Track record der Privatanleger anschaut. Und den höheren Kosten steht die Teilfreistellung und das steuerneutrale Rebalancing gegenüber. Beim LS60 kostet der Fonds zwar doppelt so viel wie die Bestandteile, er ist aber effektiv billiger.

    Es gibt natürlich die ,,in der Krise entnehme ich nur aus dem Geldmarkt“ - Fraktion, die aus diesem Grund keinen Multi-Asset-Fonds will. Ob das dann mathematisch einen Unterschied macht, bezweifle ich. Das ist auch nix anderes als Rebalancing und ob das der Fonds für einen macht oder man selbst….spielt das eine Rolle? :/

    Die letzten beiden Abschnitte sehe ich exakt genauso!

    An den Vanguard Lifestrategy Produkten stört mich, dass die darin enthaltenen Anleihen überwiegend ebenfalls dem risikoreichen Teil des Portfolios zuzurechnen sind. Es ist ja auf der Anleihenseite im Prinzip nichts anderes als ein Global Aggregate Bond Euro hedged. Wenn der künftige Kommer Multi Asset ETF diesen Teil anders löst - wovon ich ausgehe - ist das durchaus eine sinnvolle Bereicherung für den Markt.

    Aber man kann den Liefestratgy 60 nicht mit 100 Aktien gleichsetzen. Ich setze den 60er mit 70% Risko gleich und habe somit 30 % im Riskolosen Teil. Ich bespare nur den Lifestrategy 60 und werde ihn dann im Alter dynamisch Entsparen (nach der Vanguardmethode), ohne weite Töpfe. Somit in der Spar und Entsparphase KISS. Ich habe mich so entschieden, weil es sich um ein Gemeinschaftsdepot handelt und ich meiner Frau nicht mehr zumuten wollte, wenn mir was passiert.

    Die 40% meiner 60/40-Gewichtung besteht aus einer Mischung von Tagesgeld, Geldmarktfonds, Lebensversicherungen und Festgeldern.

    Mit der Anlage in Festgeld bin ich aber nicht so richtig glücklich, weil einige meiner Anlagen unterhalb der Inflationsrate laufen und dort für max. 3 Jahre feststecken. Höchstwahrscheinlich werde ich sie bei Fälligkeit dann erneut ins Festgeld stecken, wenn bis dahin das Zinsniveau gesunken ist möglicherweise erneut zu einem mickerlichen Zins.

    Ich habe schon über Anleihen-ETFs und iBonds nachgelesen, aber irgendwie konnte mich bisher nichts überzeugen.

    Wie legt ihr Gelder an, die nicht in den Aktienmarkt sollen, aber auch nicht kurzfristig benötigt werden? Ich suche nach einer Alternative zur Anlage in Festgeld.

    Danke für Eure Antworten

    Vanguard Lifestrategy 60 und fertig. ✔️

    Genau das ist ja in der Studie (um die es in der Tat hier erstmal nicht geht, insofern Entschuldigung für meinen OT Beitrag) ja aber thematisiert. Mit dem Anleihen Anteil sinkt das Risiko nicht, sondern es steigt (immer mit der Einschränkung, dass ich sie richtig verstanden habe). Ich habe auch mit dem Vanguard geliebäugelt, es nun aber sein gelassen.

    Ich persönlich halte die Schwankungen von 100 % nicht aus. Ich denke auch viele andere auch nicht, nur wissen sie es noch nicht. Bei nächsten großen Crash werden wir es wissen (oder auch nicht, weil diejenigen, die dann aus Panik verkaufen, sich hier nicht melden werden).

    Ich habe jetzt oft gelesen, dass bei steigender oder hoher Inflation die Korrelation zwischen Aktien und Anleihen positiv werden kann. Ich müsste ja Annahmen für die nächsten Jahrzehnte treffen, dass es oft so ist, damit ich mich eher für kürzere Anleihen entscheiden müsste. Da liegt dann ja wieder Gefahr, dass man falsch liegen kann. Ist somit der Vanguard 60 vielleicht doch gar nicht so verkehrt, weil man ja nicht wissen kann, was die Zukunft so bringt. Jetzt zu sagen, Kurzläufer sind gut, weil die Inflation höher ist, ist einfach.

    Wobei ich auch nicht finde, dass man mit 18 jeden übrigen Cent für die Altersvorsorge zurücklegen sollte. Mit 18 MUSS auch noch nicht über Altersvorsorge nachdenken und unvernünftige Entscheidungen gehören auch dazu in dem Alter. Selbst bei Kindern / jungen Erwachsenen, die den Umgang mit Geld gelernt haben.

    Sehe ich auch so.

    Finanzbildung sollte eben nicht erst mit 18 Jahren passieren, schon weit früher. Angefangen damit, dass die Kinder ihr Taschengeld für bestimmte Dinge sparen und nicht alles für Süßigkeiten (oder was auch immer) ausgeben.

    In der Realität sieht es aber anders aus. Welcher 18 Jährige junge Mann denkt rational über die Altersvorsorge nach?! In der Bubble hier im Forum sollte (müsste) es so sein, in der Realität sicherlich nicht.

    Moin. Da wir nicht einschätzen können, wie unsere Tochter mit 18 Jahren so drauf ist (Umgang mit Geld), haben wir es auf unseren Namen gemacht und übertragen die Anteile dann, wie es uns gefällt. Man sollte die Kinder auch nicht gleich mit 18 Jahren mit zu viel Geld überschütten, dann lernen sie nicht mit Geld umzugehen. Ist meine Meinung.