Beiträge von Schofseggel

    Die Frage ist doch wahrscheinlich die:

    Wenn jetzt die USA an den Märkten abschmieren sollten und China weiter massiv wachsen ... wenn die beiden also im Prinzip Plätze tauschen ...,

    1. wird dann der MSCI World China aufnehmen?

    ...

    Zu 1.: China wird irgendwann den Entwicklungsländer-Status verlieren. Dann werden bestimmt mehr Firmen am internationalen Aktienmarkt teilnehmen und damit international handelbar sein. Das kann aber niemand sicher vorhersagen. Das Land ist aber so dermaßen kapitalistisch, dass ich zumindest davon ausgehe.

    Kein Entwicklungsland mehr zu sein reicht nicht aus, um in den MSCI World aufgenommen zu werden. Meiner Einschätzung nach ist China davon meilenweit entfernt. Südkorea wäre eher ein Kandidat, aber auch das gestaltet sich schwierig, was z.B. an unterschiedlichen Vorstellungen zu Berichtspflichten liegt.

    Ich habe den Eindruck, dass Trump & Co. die gigantischen Staatsschulden der USA weginflationieren wollen. Die Zölle werden die Preise steigen lassen und die FED wird irgendwann stärker reagieren müssen als nur durch Zinsen "nicht senken" (was Trump ja auch schon stinkt). Auf amerikanische Aktien (oder Sachwerte generell) hat das aber keinen unmittelbaren Einfluss. Man sollte sich eher Sorgen machen, was das alles mit dem Rest der Welt macht und ob der sich umorientiert. Vielleicht kriegen wir irgendwann den € als Weltreservewährung - oder wenn Trump so weiter macht, den Rubel ... :/

    Seit 20 Jahren heißt Linux Linux. Und deshalb kann das nix sein? Befass dich erst mal damit, bevor du ungefragt motzt.

    Linux gibt’s seit 34 Jahren und stand damals schon auf den Schultern eines großartigen Betriebssystems: UNIX (seit ca. 1970). Es kann eigentlich nicht verwundern, dass jedesmal, wenn Wintel an der Preisschraube dreht, jemand die kostenlose und bewährte Alternative erwähnt. Sollte man aushalten können.

    Verstehe ehrlich gesagt die Frage nicht.

    Na, wenn Preise nicht alle in USD angegeben werden, dann würde mich schon interessieren, mit welchem Warenkorb hier gerechnet wurde. 1802 war zu Napoleons Zeiten. Da war gerade mal der Dosenöffner erfunden. Kein Auto, kein Fahrrad, kein Radio, kein Telefon, kein Internet, keine Medikamente, keine Landmaschinen, keine (nennenswerte) Produktivität, …
    Mag sein, dass damals Zeitungen schön billig waren. Aber bevor ich Honig aus diesem 200 Jahres-Vergleich ziehe, müsste ich schon die Datengrundlage besser verstehen.

    Jedenfalls würde ich nicht „deswegen“ in Aktien oder Gold gehen.

    Ich wohne ja zur Miete, was nicht gerade super günstig ist und kann mir auch keine gleichwertige Wohnung zum Kauf leisten.

    ...

    Die Vernunft sagt bei mir schon sparen aber es gibt halt auch den Teil von mir, der sich gerne schöne Sachen kauft 😅

    Und da ich keine bessere Hälfte hab die mir da ins Gewissen redet, muss ich halt selbst Mal den Popo hoch bekommen und Mal wieder gute Spar-Gewohnheiten entwickeln.

    Sparen heißt eben Konsumverzicht. In jedem steckt ein innerer Schweinehund, der es finanziell gerne krachen lässt (ob Reise/Miete/Auto/Kunst/... spielt dabei eigentlich keine Rolle). Aber sich was Eigenes zum Wohnen leisten war schon immer sauteuer. Wenn man sich "keine gleichwertige Wohnung zum Kauf" leisten kann, kann man auch da Abstriche machen und kleiner kaufen. Das geht gerade bei Singles ausgesprochen gut. Das Abzahlen der einfacheren Wohnung diszipliniert und die Therapie erübrigt sich automatisch.

    Was die bessere Hälfte angeht: Da gab es in meinem weiteren Umfeld schon einen Fall, wo jemand sich wegen Konsumrausch von seiner Holden verabschiedet hat. Oh-Ton "mit der kann man sich nichts aufbauen". Da mussten es aber auch Handtaschen mit teuren Logos sein, für die man den Preis eines guten Gebrauchtwagens hinlegen musste.

    Interessant wird es für Deutsche Autobauer in den USA. Die können die KFZ zollfrei nach Europa exportieren😉

    Das war ein Anteilseigner-Smiley, oder? Den Anteilseignern kann die Einigung wurscht sein, denn "deutsche" Autobauer, sind zunächst mal Autobauer mit Sitz in Deutschland, aber Eigentümern mehrheitlich außerhalb Deutschlands.

    Die Mitarbeiter dagegen werden in Deutschland in Zukunft einen schweren Stand haben, wenn "amerikanische, deutsche Autos" zollfrei in der EU verkauft werden können, während "deutsche, deutsche Autos" in den USA 15% teuerer sind.

    Ich bin nicht der geborene Firmenlenker, aber wüsste schon, wo ich neue Modelle in Zukunft nicht bauen würde. Hauptsache man hat "Planungssicherheit".

    ... die Einigung zwischen EU und USA ist aus europäischer Sicht ein pragmatischer Kompromiss, um eine drohende Eskalation abzuwenden.

    Das sehe ich überhaupt nicht so. Die Eskalation hätte beiden Seiten gedroht und beide zur Vernunft gezwungen. Stattdessen hat man sich unterworfen. Ich finde es reichlich seltsam, dass sich Trump jetzt feiern lässt, während die EU versucht, ein Ergebnis als vertretbar zu verkaufen, das schlechter ist, als der Deal, den die USA mit UK alleine geschossen haben.

    Und obendrein versprechen wir, Fracking-LNG aus den Staaten zu kaufen, um Putins Kriegskasse zu reduzieren, während gleichzeitig der größte Deal-Maker aller Zeiten Rußland neue Rohstoffdeals anbietet.

    ...

    Der Grenznutzen sinkt mit der Geschwindigkeit. Ein doppelt so schneller Internetanschluß ist nicht doppelt so nützlich. Ich glaube nicht an die Geschichte, daß man immer höhere Datenraten braucht. Der Sprung von kein Internet auf "Google-Maps-Karte kommt in 30 Sekunden" ist bedeutend größer als der Sprung von dort zu "Google-Maps-Karte ist schlagartig da".

    ...

    Volle Zustimmung. Es geht nicht primär um die Leitung nach draußen, sondern um den Gesamtsystemdurchsatz. Oft wird argumentiert "Bild ruckelt => stärkerer Tarif muss her", aber stattdessen würde mehr Speicher, eine schnellere Grafikkarte usw. viel mehr bringen.
    Wer 100MBit/s für einen 4-Personen-Haushalt hat, sollte sich m.E. nicht zuviel von Glasfaser versprechen. Was anderes wäre es natürlich, wenn man in der Prärie sitzt und endlich überhaupt was vernünftiges bekommen kann.

    Es geht ja auch nicht um Hinterhertrauern, sondern um eine Empfehlung für die Zukunft. Und da hat WerAuchImmer schon recht. Ich habe jahrzehntelang immer 16 bis 23% für Neuwagen nach meinem Geschmack bekommen. Ob 30% für einen Jahreswagen da ein guter Preis ist, darf man schon bezweifeln. Man weiß halt nicht, wie die da getreten worden sind, so nach dem Motto: Gleich mal vom Hof auf die Autobahn und schauen, was das Ding so läuft.

    Hier geht es um Finanztipps. Insofern:

    • Preise sind immer normal. Die Frage müsste also eher lauten, ob die Zeiten normal sind. Und das sind sie nicht / waren sie nie. Also alles normal.
    • Ja, Jahreswagen sind zum Sparen empfehlenswerter als Neuwagen. Dafür kannst Du Dir halt nicht genau die Extras herauspicken, die Du haben willst, sondern musst nehmen, was halt angeboten wird.

      Was den Hersteller angeht: Der Corolla ist neben dem VW Käfer und dem Honda Civic einer der meistgekauften Wagen. Ich habe vor Ewigkeiten mal zwei mit >100000km günstig erstanden. Den ersten habe ich problemlos noch lange gefahren, bis er dann wirklich durch war ("bis dass der TÜV Euch scheidet", hach) der zweite war auch gut, bis ich im Urlaub auf dem Autoput unterwegs und danach war er put. Das war aber nicht der Fehler des Autos. Mit Toyota machst Du - wie mit vielen anderen Marken - nicht automatisch was falsch. Es sind image-mäßig zwar "Reiskocher", aber ich habe sie gemocht und zum Schluss ein Tipp fürs Finanzleben: Image ist in Finanzdingen ein ganz schlechter Ratgeber.

    Vorschläge machen ist erlaubt, aber bevor ich einen davon ernst nehme, möchte ich erst mal sehen, dass die Anzahl der großgezogenen Kinder bei der Rentenhöhe berücksichtigt wird.
    Mütterrente ist nur ein Teil davon. Wer keine Kinder hat, der hat EIN VERMÖGEN gespart. Der soll eher zahlen als jemand, der nur einfach zu einer starken Generation gehört (die übrigens auch Nachteile im Leben hatte).