Beiträge von Saarlaender

    Lotto spiele ich nicht. Aber ich war vor vielen Jahren mal im Spielcasino und hab nen 20er auf rot gesetzt und gewonnen. Da dachte ich mir, das ist meine Chance dieses perfide System bei dem immer nur die Bank gewinnt auszuhebeln: Ich hab den Gewinn eingestrichen und einfach nie wieder ein Casino betreten. Seitdem behaupte ich wahrheitsgemäß, ich habe im Spielcasino immer nur gewonnen ^^

    Aber wo ich gerade so drüber nachdenke, sollte ich vielleicht auch mal mit Lotto versuchen :/

    Noch ein Tip zum Thema Geldmarktfonds: Geldmarktfonds und -ETFs haben meist den Nachteil hoher Transaktionskosten bei An- und Verkauf. Gerade bei etwas kleineren Anlagesummen und erst Recht bei häufigen Transaktionen wirkt sich das nachteilig aus.

    Als Deutsche Bank Kunde ist daher der DWS ESG Euro Money Market Fund A0F426 (Deutsche Bank Gruppe) eine clevere Option. Diesen Geldmarktfonds kannst du statt über die Börse direkt bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft (KAG) kostenfrei kaufen und verkaufen ;)

    Das ist auf jeden Fall eine gute und insbesondere auch langfristig stabile Lösung die keine Arbeit macht. PS: vielleicht sogar die ausschüttende Variante des LS80? Dann sparst du obendrein den lästigen Aufwand mit der Vorabpauschale. Bei Vanguard brauchst du dir auch keine Sorgen einer Schließung oder Zusammenlegung o.ä. zu machen. Das ist dort extrem unwahrscheinlich.

    Was das Depot in Eigenverwaltung angeht gib gerne hier eine Rückmeldung. Würde mich interessieren wie die Bank damit umgeht.

    Lifestrategy 80 plus Cash, und nicht 100% lifestrategy 60, damit ich doch im eventuellen Notfall flexibel und flüssig bin.

    Kommt drauf an wie wahrscheinlich dieser Notfall ist. Und wenn er eintritt, kannst du auch jederzeit Anteile des LS60 verkaufen. Kommt vermutlich auf das gleiche raus.

    Das ist aber letztlich eine Detailfrage. Besser als bisher ist beides allemal.

    Und schau dir mal die vergleichbaren Produkte von Xtrackers an. Als DB Kunde kann das sinnvoller sein. Die Performance dieser und der Vanguard Lifestrategy ist praktisch identisch.

    Grundsätzlich klingt das solide.

    Geht auch kein interner Wechsel zu einem maxblue Depot der Deutschen Bank? Das ist ja weiterhin die gleiche Bank, aber dort ein Depot in Eigenverwaltung. Also ohne Gebühren und ohne lästige Verkaufsbemühungen. Ich habe das so. ich bin im Prinzip normaler Deutsche Bank Kunde, samt Girokonto und Kreditkarte etc. Nur ist das Depot eben ein solches maxblue Depot.

    Was den ETF angeht: Ich finde die Grundidee sehr gut. Aber warum dann nicht konsequent und einfach 100% in den Life Strategy 60? Das ist noch einfacher und dürfte etwa aufs Gleiche rauskommen wie 75% in LS80 plus 25% Tagesgeld/Geldmarktfonds. Zumal du in diesem Fall offensichtlich keine Cash Reserve brauchst.

    Und da du bei der Deutsche Bank bist, kämen noch die Konkurrenzprodukte der Tochter DWS Xtrackers in Frage. Da ist der Widerstand der Bankberaterin vielleicht etwas geringer ;)

    Xtrackers Portfolio-ETFs

    Besser wäre es wenn ich mich unabhängig beraten lassen würde? Gibt es solche überhaupt, die keine Produkte verkaufen und so ihre Provision bekommen? Ich werde dann natürlich die Unabhängigkeit bezahlen. Hat jemand Erfahrung mit solchen Beratern?

    Die gibt es, diese nennt man Honorarberater. Erfahrungen habe ich selbst jedoch keine damit. Schau mal in dem Artikel Gute Honorarberater von Prof. Walz. Vielleicht wirst du dort fündig.

    Es ist doch eigentlich super einfach:

    - 2-3 Monatsgehälter als Tagesgeld
    - x% in deinen A2PKXG All World ETF
    - y% in einen Geldmarkt ETF

    So ist es. Einfach und gut. Interessanterweise bist du Jadsc somit bereits näher an der Lösung als du denkst. Denn eigentlich entspricht das ja von der Struktur und den Instrumenten weitgehend dem was du heute bereits hast. Du musst nur deine Risikotoleranz und -tragfähigkeit sauber definieren, also das hier:

    Das Einzige was Du entscheiden musst, ist wie viel Risiko du willst und kannst, also die Aufteilung deines Vermögens von Welt ETF und Geldmarkt ETF.

    Als Literatur und Informationsquelle empfehle ich dir Finanztip.de sowie das Buch Finanzen ganz einfach von Saidi Sulilatu.

    Gibt's Erfahrungswerte wie lange das dauert? 0.19% für den All Cap finde ich interessant. Das wäre ja der gleiche Wert wie beim Gral. Und wachsen würde ein solcher etf sicher schnell.

    Zwei der anderen neuen Vanguard ETF sind gerade live gegangen. Kann also nicht mehr lange dauern. Ein paar Wochen vielleicht, max. noch wenige Monate.

    Bei der ganzen AVD Thematik wird m.E. In den Medien auch häufig bewusst oder unbewusst über das „Standardprodukt“ berichtet, das jeder Anbieter zwingend anbieten muss. Oft geht das mit Hinweisen auf viel zu hohe Gebühren einher. Teilweise sind die Berichte auch schlichtweg veraltet bzw. stammen irgendwann aus der Zeit vor Verabschiedung des Gesetzes. Das führt zu Verwirrung, auch bei den KI Chatbots die solche Quellen nutzen. Natürlich wird es diese überteuerten Produkte geben, vorrangig im provisionsbasierten Vertrieb der Filialbanken, Versicherungen und Strukturvertriebe.

    Für informierte Selbstentscheider wie sie hier aktiv sind, ist das aber doch überhaupt nicht relevant. Wer bei einer günstigen Direktbank oder einem Neobroker ein ETF basiertes AVD abschließt, der wird höchstwahrscheinlich eine sehr schlanke und extrem kostengünstige Lösung bekommen. Ich gehe persönlich davon aus, dass dort ein heftiger „Door-opener Wettbewerb“ um Neukunden entbrennen wird, der die Mehrkosten gegenüber einem privaten ETF Sparplan an die Schmergrenze von +0,1 bis +0,2% oder gar noch darunter treiben wird. Und mit einer solchen Kostenquote ist das AVD mit Einzahlungen bis zur Förderhöchstgrenze - bei allem was ich bisher gelesen habe - wohl ein ziemlicher no-brainer. Da kann man doch praktisch nix falsch machen.

    Und der echte Gamechanger kommt hoffentlich noch: die staatliche Lösung, über die so gut wie gar nicht berichtet wird, da sie noch völlig unklar ist. Dieses kann die oben genannten Kosten noch deutlich unterbieten, und damit die privaten Anbieter mächtig ins Schwitzen bringen.

    Hallo Jadsc, willkommen im Forum.

    Du hast also eigentlich nicht 100.000 EUR sondern 200.000 EUR verfügbar, wenn man das vorhandene Tagesgeld mit einbezieht. Hinzu kommt ein Aktien-ETF mit einem Wert in unbekannter Höhe. Die 100.000 bzw. 200.000 EUR möchtest du nun für zunächst 10 Jahre anlegen und dann daraus entnehmen. Der Anlagehorizont ist also potentiell noch deutlich länger als 10 Jahre. Womöglich noch 30+ Jahre.

    Zu den von dir genannten Instrumenten:

    Geldmarkt-ETF
    Anleihen-ETF und
    IBonds

    Geldmarkt-ETF: der von dir genannte DBX0AN ist ein sehr gutes Produkt, und ist gut als Liquiditätsreserve geeignet. Nicht jedoch ist er als womöglich alleiniges Instrument zur langfristigen Anlage größerer Summen geeignet, da die Verzinsung i.d.R. unterhalb der Inflation liegt.

    Anleihen-ETF sind grundsätzlich sehr gut geeignet. Von dem genannten A0RL83 rate ich jedoch ab. Es sind zwar Staatsanleihen in Euro, auf den ersten Blick also eine eher konservative Anlage ohne Währungsrisiken. Dieser konkrete ETF beinhaltet jedoch alle Laufzeiten an Anleihen, und schwankt daher mitunter stark im Wert. Schau dir einfach den Kursverlauf im Jahr 2022 an, dann weisst du was ich meine. Die Laufzeitprämie für die langen Anleihe-Laufzeiten ist nicht sonderlich hoch, sprich das Zinsänderungsrisiko wird nicht ausreichend prämiert und es lohnt sich daher nicht dieses einzugehen. Ich rate eher zu kurlaufenden Anleihen wie bspw. DBX0T8 (kurzlaufende deutsche Bundesanleihen oder maximal noch DBX0AD (Staatsanleihen der Eurozone mit Restlaufzeit 1-3 Jahre).

    iBonds sind letztlich nichts anderes als Unternehmensanleihen. Du leihst also Unternehmen dein Geld, bist somit ein Fremdkapitalgeber. Kann man machen. Ich halte persönlich aber nicht viel davon. Du kannst dich stattdessen auch mit einem Teil des Geldes am Eigenkapital der Unternehmen beteiligen, sprich Aktien-ETFs kaufen. Und den Rest in die oben genannten Anleihen-ETFs investieren. Siehe hier auch einen Beitrag von Prof. Walz zu iBonds bzw. Laufzeit-ETFs

    Meine Empfehlungen schliessen sich daher weitgehend den bereits weiter oben genannten an:

    1. Die 100.000 EUR solltest du in deine Anlageentscheidung mit einbeziehen. Im Tagesgeld verlierst du kontinuierlich an Kaufkraft, da dieses vermutlich unterhalb der Inflation verzinst ist.
    2. Mach es nicht unnötig kompliziert, je einfacher du das Portfolio strukturierst, desto besser. Gerade im Alter zahlt sich das aus. Das bedeutet insbesondere, so wenige und so einfache Instrumente wie möglich.
    3. Investiere trotz deiner niedrigen Risikotoleranz auch in Aktien. Diese sind der Renditemotor im Portfolio, auch im Ruhestand. Du hast dazu einen ausreichend langen Anlagehorizont.

    Konkret könnte das Portfolio also aus dem bereits vorhandenen Aktien ETF A2PKXG sowie einem Sicherheitsbaustein, bspw. DBX0T8 (oder wegen mir noch DBX0T8 plus DBX0AD im Verhältnis ca. 50/50) bestehen.

    Ein zusätzlicher Geldmarkt-ETF wie DBX0AN als Liquiditätsreserve ist denkbar, aber nicht unbedingt nötig. Dieser verhält sich im Kursverlauf nahezu identisch zu dem oben genannten DBX0T8.

    Die Gewichtung zwischen den Bestandteilen Aktien-ETF und Anleihen-/Geldmarkt-ETFs sollte m.E. wenigsten 50/50 sein. Besser sogar eine noch etwas höhere Aktienquote, zumindest in den nächsten ca. 5 Jahren.

    Du hast heute in Summe ca. 24.000 EUR in den drei ETFs. Diese hast du gekauft "vor etwas über einem Jahr". Ich nehme jetzt einfach mal einen Gewinn von 20% auf deine damaligen Anschaffungskosten von ca. 20.000 EUR an. Das wäre dann ein Gewinn von 4.000 EUR vor Teilfreistellung. Nach Teilfreistellung 2.800 EUR. Darauf Abgeltungssteuer und Soli ergibt rund 740 EUR an Steuern, die irgendwann ohnehin fällig sind. Wenn du diese 740 EUR weiterarbeiten lässt, hast du über die Jahre ein paar hundert Euro an zusätzlichem Gewinn aufgrund der Steuerstundung. Nachteil ist eine ungünstige Portfoliostruktur aus doppelten und teuren ETFs, massives Übergewicht von Industrieländern, Mehraufwand für Rebalancing, evtl. dabei anfallende Steuern, etc.

    Da kann man durchaus über einen harten Cut und Neustart auf der grünen Wiese nachdenken.

    Just my 2 cents ;)

    Als eine Festgeldanlage vor etwas über einem Jahr auslief, habe ich das Geld in ETF angelegt. Ohne viel Ahnung und ohne viel Zeit, mich da richtig kundig zu machen, aber ungenutzt rumliegen lassen wollte ich das Geld auch nicht. Die knapp 25.000 habe ich wie folgt verteilt:

    knapp 5.000 in iShares Core MSCI World

    knapp 10.000 in Xtrackers MSCI World 1C

    knapp 10.000 in Amundi MSCI World S. UE

    Nicht ideal, wie ich mittlerweile weiß. Es hätte gereicht, wenn ich nur einen von den dreien genommen hätte. Soll ich alle drei weiterlaufen lassen oder wäre es besser alles in einen zu packen, den mit der niedrigsten TER? Mein Freistellungsauftrag wird momentan allerdings noch anderweitig benötigt.

    So fürchterlich viel hast du da ja auch wieder nicht falsch gemacht. Du kannst diese drei ETF nun entweder einfach dauerhaft so behalten und um einen anderen ETF ergänzen. Oder, wenn dich dieser „Schönheitsfehler“ stört, verkaufst du zwei davon und zahlst eben die Steuern. Diese sind nach Berücksichtigung der Teilfreistellung ja nicht allzu hoch. Und diese Steuern musst du irgendwann eh zahlen, dir entgeht ja lediglich der Steuerstundungseffekt.

    Ggf. gehst du daher auch einfach zurück auf null und verkaufst alle und startest neu mit einem All-World ETF der sowohl Industrie als auch Schwellenländer beinhaltet. Und setzt anschließend auf genau diesen auch den Sparplan. So würde ich es machen.

    Hallo,

    lieber auf dem Tagesgeldkonto oder auf dem Sparbuch für die Rente sparen ?

    Danke

    Bis gerade eben war ich noch vollkommen sicher, für die Rente spart man am besten mit Aktien ETFs. Aber nach eingehender Recherche habe ich eine fundierte Expertenmeinung gefunden, die mich doch sehr ins Grübeln kommen lässt =O

    Sparbuch-Olaf

    Hey zusammen,

    ich bin ein Neuling im Finanzsegment und wollte sobald wie möglich anfangen Rücklagen in Form von Sparplänen in ETF zu bilden.

    Ich habe monatlich 1.500€ über, die ich auf verschiedene ETF verteilen wollte. Ich hätte die folgenden ETF bespart und wollte fragen, was ihr denkt:

    Hallo SamusAran , willkommen im Forum.

    Nachdem du bislang überwiegend Kritik geerntet hast, hier zunächst mal ein Lob :saint:

    Die Grundidee eines Vermögensaufbaus über einen ETF Sparplan ist sehr gut. Auch ist die Sparrate von 1500 EUR monatlich äusserst solide. Chapeau. Da können die meisten nur von träumen. Bis an die Stelle ist das alles top.

    Die erste Frage die ich mir nun stelle: man springt ja selten von einer Sparrate null auf eine in dieser Höhe. Wie hast du denn bislang dein Geld angelegt und wie hoch ist dieses ggf. angesparte Kapital?

    Was die ETFs angeht: du hast dir vermutlich stundenlang Gedanken über diese und deren Gewichtungen gemacht. Und nun bekommst du hier durchgängig den Ratschlag, das sei alles viel zu kompliziert, ganz wenige oder sogar ein einziger Welt-ETF würden reichen. Das klingt natürlich unlogisch für dich. Du denkst vermutlich, "Pah, ein einziger ETF? Das ist doch nur was für Anfänger. Die erfahrenen Profis machen das viel cleverer, und ich will es ja perfekt machen."

    Aber es ist tatsächlich so, Einfachheit ist King. Die meisten Anleger machen sich viel zu viele Gedanken über die einzelnen Bestandteile des Aktienteils im Portfolio. Und gleichzeitig zu wenige Gedanken über dessen Höhe im Gesamtportfolio. Der wichtigste Hebel ist nicht die inhaltliche Optimierung des Aktien-ETF-Portfolios, sondern die "Asset Allocation", die Gewichtung zwischen diesem Aktienteil und sicheren Anlagen. Der Aktienteil liefert dabei langfristig die Rendite. Du erntest einfach die "Equity Prämie", als Entlohnung für das allgemeine Marktrisiko das du eingehst. Der sichere Anteil sorgt dafür, dass du das Portfolio auch in Krisen durchhalten kannst. Nun kennen wir dein Alter nicht, aber in jungen Jahren kann und sollte die Aktienquote aber sehr hoch sein.

    Fazit: ein simples Portfolio aus einem einzigen weltweit diversifizierten Aktien-ETF wie einem SPDR MSCI ACWI IMI oder einem Vanguard (oder Xtrackers) FTSE-All-World und einem sinnvoll dosierten Sicherheitsbaustein, bspw. einem Tagesgeld oder sicheren Anleihen ist tatsächlich sinnvoller ;)