Einzelne Komponenten im Portfolio machen deren jeweilige Volatilität sichtbar, was ein psychologisches Problem für Anleger mit niedriger Risikotoleranz darstellen kann. Ein Multi-Asset Produkt hingegen versteckt diese Volatilität (bzw. eigentlich eher den maximalen Drawdown) etwas. Wenn bspw. jemand ein 60/40 Portfolio aus 60% Aktien-ETF und 40% Tagesgeld oder kurzlaufenden Anleihen hält und im Crash panikartig Aktien verkauft, da er sieht wie sein Aktien-ETF in den Keller rauscht. Für den kann ein alternatives Multi-Asset Produkt mit gleichem Risikoprofil sinnvoller sein.
Spätestens seit 2022 ist die alte „Anleihen-Welt“ quasi vollkommen aufgelöst worden.
Die ganzen alten Statistiken beziehen sich auf eine Situation zwischen 1980 und 2022.
Daher halte ich auch ein Multi-Asset Produkt mit kurzlaufenden Anleihen für interessant. Wenn der zu erwartende Kommer Multi-Asset-ETF diese Lücke schliesst, ist das eine sinnvolle Alternative zu den Lifestrategy Produkten von Vanguard mit quasi einem Global Aggregate Bond auf der Anleihenseite. Insbesondere für die oben beschrieben Zielgruppe mit geringer Risikotoleranz wäre das aus meiner Sicht eine bessere Lösung. Ich kenne jedenfalls Menschen denen ich ein solches Produkt dann durchaus empfehlen würde. Und es ist diesen ja nicht verboten, daneben noch einen zusätzlichen Liquiditäts-Puffer bzw. Notgroschen zu halten.