Moin, es wäre noch gut etwas zum Anlageziel und -horizont zu erfahren. Auch Infos zum Verhältnis dieser Positionen zu sonstigen Vermögen, Verhältnis zum Einkommen o.ä.
WENN das eher im Moment unbestimmt und eher langfristig ist (also kein Immobilienkauf, Veränderung der Lebenssituation usw., Notgroschen vorhanden usw.) und wenn Du Dich z.B. nicht übernimmst "weil es doch grad gut läuft" usw...., dann macht man mit "World" (FTSE oder MSCI, auch ACWI) nichts falsch. Kann man es besser als "nicht falsch" machen? Das weiss man eben nicht so genau. Machen ist da erstmal wichtiger als das genau zu beantworten.
Ich persönlich (berate nicht
), aber würde mich auf 1 und 2 konzentrieren. Vor allem auf 2. Basis ACWI (oder FTSE all world). Ich persönlich habe - trotz immer wieder geäusserter Bedenken*, aber eben auch Chancen - auch einen hohen S&P Anteil. Biontec und MS kann man stehenlassen, muss man aber nicht; MS ist sehr prominent in den Indicees und eine zu erwartene Ueberperformance von Biontec ist eine Wette (oder eben einfach eine Entscheidung dafür, weil man an das Unternehmen glaubt oder glauben will). WAHRSCHEINLICH gibt es auch andere Unternehmen in den Indicees, die ordentlich performen werden.
Ich persönlich bin von jeglichen Sektorwetten nicht überzeugt (überspitzt: wenn es einen ETF gibt ist es eh zu spät..), kann aber bei dem vernünftigen Anteil von 50,- sicher machen.
(Aber, ist das nicht langsam mal alles eingepreist? Da könnte man mal umschichten, wenn man einen ordentlich Gewinn schon realisiert hat. Im Moment ist es doch gut für solche Gedanken & Optionen & Actions: alles ist gut im plus, lass es "im May" doch mal 10% korrigieren, dann hast Du vorher einen ordentlichen Gewinn (Steuern?) realisiert und ein wenig Cash-Reserve für einen (igitt) ge-timten Wiedereinstieg liegen (eben nach der Korrektur; um beim Spruch zu bleiben "im September"). Das letzte ich natürlich rein spekulativ... manche warten schon Jahre an der Seitenlinie ;-). Was ich persönlich mehr probieren möchte ist, meinen Anteil an antizyklischer Investition zu verbessern; demnach würde man jetzt mal langsam die Cashreserve erhöhen und wenn es dann z.B. mal wieder 20% unter den ATHs ist, wieder reingehen. Führt hier aber zu weit, vermute ich.)
Den Union-Fonds würde ich auch schnell rausnehmen, der ist ja unfassbar teuer. Wenn Du auf den Sektor wetten möchtest (s.o.), dann geht das günstiger (deutlich sogar). Darf man das?: die Kollegen von dem Fluss der Finanzen (oder so
) haben einen "Wechselrechner", mit dem man berechnen kann, ob und wann sich ein Umtausch lohnt.
Ich bin mittlerweile (und bin das schon lange) davon überzeugt, dass die 1-ETF-Lösung wirklich die beste ist (nicht immer und überall; aber gerade, wenn ich mir aus Deinem Post überlege was und wie Du schreibst) Ich verstehe gut das Gefühl, was einen nach mehr suchen lässt, aber am Ende... wenn man "sich mal ganz ehrlich macht"... Dann ist diese Suche ein Hobby...
*) nur mal zu Bedenken und Warten: die Gegenargumente gegen eine hohe USA Gewichtung oder gar Uebergewichtung sind ja schon alt. Ich habe meine letzte Anpassung in meinem Depot vor ca. 2,5 Jahre vorgenommen. Davor hatte ich lange nachgedacht und recherchiert. Dann habe ich im Urlaub (sic) eines Abends mich gezwungen Fakten zu schaffen. Ich hätte sonst sicher noch Monate gewartet. Heute sind genau die Positionen (es war vor allem der S&P500 Anteil) unter den "Stars" in meinem Portfolio. Wenn ich mir die Charts anschaue ist sehr deutlich, was mich das Warten vorher "gekostet" hat und was ich "gespart" oder gewonnen habe, weil ich damals rein bin (und nicht noch Monate auf eine Korrektur oder den Weihnachtsmann gewartet habe). Nur eine Annekdote - aber für mich eine eindrückliche und eben direkt in meinem Depot sichtbare Bestätigung der üblichen Ratschläge