Collinz
Wenn ich mir einen Andreas Beck anschaue, dann hat dieser einen sehr soliden wissenschaftlichen Hintergrund und weiß seine Strategie, die er in der Zwischenzeit auch in einen Fonds "gegossen" hat, zu begründen, nicht nur durch Erfahrungswerrte, sondern durch Bezug auf ein antizyklisches Vorgehen, aufgegliedert in verschiedene Regime, so dass er unterschiedliche Mengen an Cash und Aktien hält.
Ich kenne die Strategien von Dr. Andreas Beck und auch von Gerd Kommer sehr gut und habe darüber über einen Zeitraum von 3-4 Jahren Youtube Videos angeschaut. Es ist so, dass diese beiden Herren Vermögensverwalter sind und deren Strategie bei einem Portfolio im 2-3 stelligen Millionenbereich anwenden. Der Grund hierfür ist, dass man in diesen Größenordnungen nicht mit einem Klick den Branchen/Länder/Asset-ETF wechseln kann, wie es bei einem Vermögen von bis zu 500.000 EUR der Fall ist, weil es die an der Börse gehandelten Stückzahlen nicht hergeben würden. Ich kenne auch Millionäre, die aufgrund des größeren Betrages eine Buy & Hold Dividendenstrategie anwenden, auch hier ist kein spontaner Wechsel möglich.
Meine Strategie ist daher auf Vermögen bis 500.000 EUR beschränkt, wer es selbst im Depot anwenden möchte. Im Wikifolio spielt dies hingegen keine Rolle, da L&S dann die entsprechenden Stückzahlen bereitstellt.
Ich denke hier muss man bei den geschriebenen Meinungen trennen, je nach Vermögensstand. Bei einem Millionär ist es klar, dass diese Strategie nicht auf den vollen Betrag angewendet werden kann.
Bei dem Wikifolio ist mir übrigens noch ein steuerlicher Trick eingefallen.
Im echten Depot muss man Trading-Verkäufe versteuern, was aber im Wikifolio nicht der Fall ist, sondern hier bezahlt man nur Steuern, wenn man Anteile der Einlage aufs Girokonto abziehen möchte. Dafür allerdings dann 26,375% anstatt 18,40% Steuern.
Auch ich handel nach "Regimes" wie Dr. Andreas Beck, nur nach anderen Kriterien.