Beiträge von SioMio

    Achso, wie sind die Konditionen des Darlehens?

    Zins, Tilgung, Zinsbindung, Restschuld bei Auslauf der Zinsbindung?

    Ggf ist das Geld der Sondertilgung woanders besser angelegt.

    Legst du zurzeit Geld zur Seite für kommende Instandhaltungen, die nicht von der WEG getragen werden?

    Schöne Renovierung. Und ich persönlich finde es top, wenn du eine Verwandte ein bisschen unterstützt.

    Aus renditesicht wäre dein Eigenkapital woanders besser angelegt. Du hast also Geld "geparkt", was nicht verzinst wird.

    Du hast da also Opportunitätskosten. Aber wie gesagt, du unterstützt ja wissenschaftlich deine Verwandte. Und du kannst es dir auch leisten, was ich anhand deiner anderen Angaben so rausgehen kann.

    Den genauen Wert kann nur ein Gutachter festlegen. Ist aber, wie andere schon geschrieben haben, nicht notwendig für deine eigene Vermögensbilanz.

    Bei so einer Wohnung würde ich den Ertragswert ansetzen, typische Anlageimmobilie.

    Das kann man selber ungefähr ausreichen.

    Man kann z.B. mit 5%-6% Rendite (=Faktor 16,66-20) von der Jahres-Nettokaltmiete rechnen. Da du ja durch zu geringe Nebenkosten subventionierst, muss man das mMn abziehen.

    D.h. 415 Euro pro Monat = 4980 Euro pro Jahr.

    = 83.000 - 100.000 Euro Wert der Immobilie.

    Abzüglich Restschuld bei der Bank und dann hast du den Wert für deine Vermögensbilanz.

    Der Wert der Immobilie erhöht sich dann um 1% jedes Jahr, bedingt durch die sehr moderate Mietstaffel, die du angesetzt hast.

    Interessante Einblicke, danke!


    Wegen des kleinen Hauses deiner Mutter.

    Kann ggf Sinn machen, eine Bauvoranfrage für eine Wohnraumerweiterung zu stellen.

    Wird die positiv beantwortet, kannst du das verkaufsfördernd einbringen.

    Man muss halt einen lokalen Architekten fragen, wieviel das kostet.

    Städtische Gebühren fallen bei sowas idR nicht allzu sehr ins Gewicht.


    Vor allem bei älteren Häusern wurde GRZ und GFZ nicht ausgereizt. Und meistens sind die älteren Häuser auf relativ großen Grundstücken gebaut.

    Manchmal kann man sogar aufteilen. Hinterlandbebauung z.B.

    Kleines 80qm Haus mit überschaubar ähm Garten und Neibaugrundstück für jemand anderes.


    Aber nur mal so aus dem Bauch geschossen ohne jetzt nähere Infos dazu zu haben.

    Darf ich mal noch ein paar Fragen in den Raum werfen?

    Wie viel Geld habt ihr in einem ETF?

    Ich habe im ACWI IMI eine 5stellige Einmalanlage getätigt und bespare diesen weiterhin monatlich. Mach ich damit etwas verkehrt?

    Wenn ja, kann es Sinn machen, so lange der Ge inn noch nicht so groß ist, diesen zu verkaufen und mich neu aufzustellen?

    Tachchen, hab jetzt gefühlt ca. ein Jahr keinen Kommentar abgegeben.

    Hab vor ein paar Jahren angefangen zu investieren. Zunächst mit starkem Gestaltungsdrang.

    Viel Risiko, dessen ich mir nicht bewusst war, ein bisschen Gewinn und stellenweise viel Verlust. Insgesamt +- Null.

    Dann habe ich dieses Forum gefunden und mich weiter mit dem Thema beschäftigt.

    Seit etlichen Monaten lege ich nur noch per Sparplan an und weißte was? In genau einen ETF, SPDR ACWI. Sträflich einfach, oder? Das kann doch nicht gut sein, oder?

    Den IMI hatte ich auch im Auge gehabt. Am Ende war es ein Bauchgefühl, warum ich den ACWI (ohne IMI) genommen habe. Der ist auch top.


    Ich werde den Sparplan 10 Jahre laufen lassen und dann einen neuen ETF besparen. Aber nicht, weil der o.g. ETF schlecht ist sondern wegen einer möglichen Entnahme. Habe noch ca. 30 Jahre bis zur Rente. Stand heute ;)


    Hiermit bedanke ich mich an alle aus dem Forum, die mir direkt oder indirekt geholfen haben, einen für mich passenden Weg zu finden.


    Achso, sollte ich unverhofft zu Geld kommen, würde ich auch Einlalanlagen vornehmen. Einfach auch in den o.g. ETF.


    Viel Erfolg bei deinen finanziellen Entscheidungen! :)

    Hallo TB92

    Vieles wurde hier richtigerweise gesagt und dir davon abgeraten.

    Es gibt Pauschalen, mit denen man rechnen kann, um abzuschätzen, was bei dir finanziell möglich ist.

    35 bis 40% vom Nettogehalt für die Abzahlung einer slebstgenutzten Immobilie sind da so ein Wert.

    Bei 40% vom Nettogehalt wären das 1000 Euro monatlich. Und das ergäbe ca. 200.000 Euro Darlehen.

    Macht je nach Wohnort eine ETW für dich.

    Kommt Familie dazu, könnte es eng werden.


    Viele haben es ja schon gesagt, die Banken haben Stellschrauben bekommen, so dass sie Darlehen nicht mehr so leicht vergeben können, wenn kein EK vorhanden ist.


    Keiner kennt dein Konsumverhalten. 13.000 Euro "aufm Konto" und ein Autokredit "auf Pump" deuten eher nicht darauf hin.

    Soll aber keine Kritik sein. Das Leben zu genießen soll bekanntlich auch nicht unwichtig sein.

    Sollte dir eine eigene Immobilie (=Lifestyle / Luxusgut) wichtig sein, fang an dafür zu sparen.


    Viele, die ich kenne, haben für ihre eigene Immobilie finanzielle Unterstützung von Eltern und Großeltern erhalten um in ihren 30er Jahren ein Haus kaufen zu können.

    Oder sie haben in den Niedrigzinsphasen finanziert und da gab es manchmal sogar 110% Finanzierungen und so.

    (Da hat sich aber wie gesagt der Wind gedreht.)


    Viel Erfolg :)

    Der Finanzprodukteverkäufer hat also ganze Arbeit geleistet! Schließlich verdient die Bank nichts, wenn die Eltern ihren Kindern Geld leihen oder schenken.

    Wenn ich das mal anmerken dürfte: Mit Zahlen hast Du es nicht so. Hier schreibst Du von 40000 tausend Euro (Das sind nach meiner Rechnung 40 Millionen), oben schreibst Du von 80000 tausend Euro (Das sind 80 Millionen).

    Immerhin: Wenn die Tochter das Geld von der Bank bekommt (und Zinsen an die Bank bezahlt), gibt es keinen Streit zwischen den Geschwistern. Aber Du mußt Dir Gedanken machen, wie Du das Geld anlegst, das Du Deiner Tochter als Darlehen geben wolltest. Es wird aktuell schwierig sein, für eine Zinsanlage 3,15% zu erwirtschaften.

    Mal abgesehen von deiner typisch kleinlichen Anmerkung bzgl. dem Fehler bei 40000 tausend=40 Mio. was wohl jeder verstanden hat, was Gerti1209 damit gemeint hat.


    Was genau hat der Finanzprodukteverkäufer gut gemacht?

    Der Vorschlag mit den geschenkten 40t Euro kam u.a. von mir und Gerti1209 fand das gut und hat das wahrscheinlich auch so dem Finanzierungsverkäufer vorgeschlagen.


    Die Lösung von Gerti1209 finde ich in die Praxis sehr gut.

    Die Tochter ist für das Rückzahlen des Darlehens zuständig. Finanzielles ist getrennt. Die Schenkung ist in der Praxis sehr einfach über die Bühne zu bekommen.

    Probleme wegen einer mögliche Bevorzugung der Tochter, weil sie ein günstiges Darelehen vom Vater erhält, sind damit ausgeschlossen.

    Familärer Frieden: für mein Daherhalten UNBEZAHLBAR.


    3,15% Zins ist auch gut. Nach 5 Jahren ist die Restschuld sowas von überschaubar. Da können die Zinsen auch auf z.B. 7% steigen und die Tochter bekommt das Darlehen ohne Hilfe vom Vater weiterhin gestemmt.

    Ja, Darlehen kosten Zinsen=Geld und an Achim, ja, Banken verdienen damit Geld.

    Das ist so. In diesem Beispiel ist der Zins wirklich in Ordnung. Die Zinslast überschaubar.


    Die Vortiwele überwiegen die Nachteile meines Erachtens deutlich.

    Andere Lösungen hätten andere Nachteile, wie ich finde deutlich schlechtere Nachteile für alle Beteiligten.


    Gerti1209

    Danke fürs Feedback. Hast meiner Meinung nach alles richtig gemacht.

    Das Hamsterrad sollte Dir Sorgen machen. Ich hab weiß Gott genug Probleme im familären Bereich (bei 7jähriger Tochter bahnt sich eine seelische/psychische Erkrankung Bahn, die alles zu bestimmen scheint, ...), aber das ist kein Hamsterrad-Problem für mich.

    Hamsterrad ist für mich das Synonym für Sinnlosigkeit, bitte pass auf Dich auf. Vielleicht sollten wir hier eine Selbsthilfegruppe Midlife-Crisis bilden ^^ ... im Ernst, ich glaube ich suche mir da so ne Art Väterstammtisch in meiner Nähe.

    Spät aber doch... danke für deinen Hinweis!

    Wenn ich bald wieder ein bisschen Zeit für Sport habe, wird es sicherlich besser. Dann werde ich wieder zum Mensch (habe von Natur aus einen recht hohen Bewegungsdrang).


    Mit deiner Tochter tut mir aufrichtig Leid... besonders psychische Erkrankungen sind in der Gesellschaft leider immer noch verpönt und werden oftmals abgetan "stell dich mal nicht so an, früher mussten wir auch..."

    Ich finde es übrigens super, dass ihr als Eltern ein mögliches Problem im Auge habt. Eure Tochter wird es euch in der Zukunft danken.

    Eine Verwandte hatte z.B. seit Kindheit psychische Probleme. Damals hat sogar der zuständige Psychologe zu deren Eltern gesagt sie sollen bei ihrer Tochter mal "so richtig durchgreifen". (Kind gegen ihren Willen kalt abduschen, auch mit körperlicher Gewalt. Richtig schlimm.)

    Von daher ist es toll zu hören, dass ihr auf der Seite eurer Tochter seid und ihr die Unterstützung gebt, die sie benötigt.

    Von Herzen viel Kraft und Erfolg dafür!!!

    Bin auch 40, verheiratet, 2 Kinder.

    Zurzeit bahnt sich bei mir eine MidlifeCrisis an.

    Ich finde zurzeit mein Leben richtig sch...ße, absolut langweilig, der Weg ist (scheinbar) für die nächsten Jahre festgelegt, Hamsterrad etc.

    Hör mal in dich rein, bei dir ggf. auch?

    Das kann dazu führen, dass man meint irgendso einen Quatsch zu machen.


    Davon losgelöst, deine Vorgehensweise würde ich nicht ändern. Mindesttilgung bei den fantastisch günstigen Zinsen. Rest breit anlegen, damit wirst du mit hoher Wahrscheinlichkeit ein gutes Zinsdifferenzgeschäft machen. Wie Tomarcy dazu schon sagte. Das ist absolut Spießer-unlike, auch wenn es dir so vorkommt.


    Mein Tipp: weitermachen. Sich ggf ein (anderes oder weiteres) Hobby suchen.

    Viel Zeit mit den Kids verbringen. Kommt nie wieder.

    Im Anlagebereich darf es für mein Daherhalten ruhig langweilig sein.


    Gutes Gelingen und wenn du in einer Midlife-Crisis stecken solltest: viel Glück :thumbup:

    Danke dir :) Bei mir ist es so, dass 100€ von mir eingezahlt werden und 50€ vom Arbeitgeber

    Das kommt darauf an, wie lange die bAV laufen wird.

    Ich hatte mal für meine Frau die ZaHlen für einen VL-Vetrag durchgerechnet. Dabei ist mir Folgendes aufgefallen, was wohl auch für diene bAV relevant ist:

    Das "Hauptproblem", wenn man über einen langen Zeitraum investieren will, ist, dass sich eine höhere Rendite deutlich mehr auf den Gewinn auswirkt als ein einmaliger Zuschuss zu Beginn, dessen Gesamtbetrag dann aber jährlich deutlich geringer verzinst wird.


    Folgende Zahlen, gerechnet mit dem Zinsrechner hier:

    Sparplanrechner: Berrechne Deinen (ETF) Sparplan
    Berechne aus Startkapital, Sparraten, Anlagedauer und Zins bspw. das Endkapital Deines ETF-Sparplans. Oder ermittle die mtl. Sparrate für Dein Sparziel.
    www.finanztip.de


    Anlagedauer: 30 Jahre / monatliche Sparrate: 150 Euro / Zinssatz: 2% p.a.

    Endkapital: 73.811,23 Euro


    Anlagedauer: 30 Jahre / monatliche Sparrate: 150 Euro / Zinssatz: 3% p.a.

    Endkapital: 87.021,04 Euro


    Anlagedauer: 30 Jahre / monatliche Sparrate: 100 Euro / Zinssatz: 5% p.a.

    Endkapital: 81.869,78 Euro


    Anlagedauer: 30 Jahre / monatliche Sparrate: 100 Euro / Zinssatz: 6% p.a.

    Endkapital: 97.925,65 Euro


    Alle Zahlen ohne Berücksichtigung von möglichen Steuern (z.B. die aktuellen 25% KESt).


    Bei einer geringeren Anlagedauer, z.B. nur 10 Jahre bekommst du mit 50% AG Zuschuss mehr Geld raus. Da "haut" die geringere/höhere Rendite nicht so rein.


    Ws kommt also auf deine Situation an ;)


    Hoffe das hilft :)


    P.S.: Und es kommt natürlich auch darauf an, mit welchen jährlichen Durchschnittsrenditen man so rechnet.

    Die o.g. Annahmen 2%/3% (bAV) vs. 5%/6% (selber per weltweiten ETF anlegen) habe ich jetzt mal so vorgenommen. In Wirklichkeit kann es natürlich anders kommen.

    Hallo,

    Wie teuer ist die Wohnung?

    Wieviel Eigenkapital wollt ihr einbringen?

    Wie hoch ist die prognostizierte Miete? Gibt es da Garantien seitens des Verkäufers? Bei solchen speziellen Objekten ist das manchmal der Fall.

    Wie viel verdient ihr, wie hoch sind eure monatlichen Ausgaben? Sprich, könnt ihr mögliche Mietausfälle auch mal eine Zeit lang aus eigener Tasche überbrücken?

    Wie hoch ist die Tilgung bei den beiden angefragten Darlehen über 5 bzw 10 Jahre?


    Wurde bereits gesagt, 15 Jahre Zinsbindung würde ich auch mal anfragen.


    Ja, bei Anlageobjekten kann man die Zinsen bei der Steuer als Kosten geltend machen.

    Bringt einem aber nichts, wenn man zu wenig tilgt und dann nach Auslauf der Zinsbindung das Zinsänderungsrisiko ssehrbzw zu hoch ist.

    Kann man so sehen. Die Variante niedrige Rate und hohe Sondertilgung arbeitet aber halt eindeutig gegen die menschliche Natur. Insofern ist es vernünftig, nicht mit utopischer Disziplin zu planen, sondern die Rate zu erhöhen. Und bei SioMio sieht man sehr schön, wie so utopische Sondertilgung aussieht:

    5% sind 416€/Monat = Gesamtbelastung 966€. Ist das halbwegs realistisch, dann kann man auch gleich die 715€ Rate auf 15 Jahre Volltilger nehmen.

    Der Volltilger hat noch den Vorteil, dass er für Planungssicherheit sorgt. Es gibt keine Anschlussfinanzierung und die Rate bleibt die ganze Zeit gleich. Bei Gehaltserhöhungen kann zusätzlich verfügbares Geld in den Vermögensaufbau gehen, statt zu überlegen, ob jetzt eine Sondertilgung oder Investition die bessere Variante ist. Flexibilität ist schön und recht, aber hier finde ich sie weder nötig noch angebracht.

    Du bastelst dir das ein bisschen so zusammen, wie es in deine Argumentationskette am besten passt.

    Du rechnest direkt mit 5% Sondertilgung. Ich sprach von 3-5% Sondertilgung. Und das ja auch nicht zwangsweise jedes Jahr.

    Aber ich gebe offen zu. Mache ich ja auch so ;)


    Um es von meiner Seite aus abzuschließen. Natürlich kann man es so machen wie du und andere es vorschlagen. Das sind allesamt gute Hinweise und Tipps, wie ich finde.

    Waldquelle ist in der guten Situation, dass ALLE hier vorgeschlagenen Lösungen nicht "auf Kante genäht" sind. Sie wird es in jedem Fall finanziell hinbekommen.


    Es geht nur eigentlich nur noch darum, was für ein Typ von Mensch sie ist.

    Zinssicherheit wichtig? Ja, dann 15% Volltilger und 715 Euro/Monat.

    Schnelles Abzahlen wichtig? Ja, dann auch diese Lösung.

    Finanzielle Flexibilität wichtig? Dann eher monatliche Grundbelastung gering halten.

    Ist sie ein disziplinierter Mensch? Wenn ja, dann zusätzlich mit Sondertilgungen arbeiten.

    Ja, aber ich würde hier nicht Selbstmord aus Angst vor dem Tod begehen.

    Naja, damit legst du mir Worte in den Mund, die ich nicht gesagt habe.

    Durch eine geringe monatliche Grundbelastung erhält man eine gute Flexibilität im Leben. Vor Allem wenn man jung ist, ist das sehr hilfreich.


    Beispiel: Waldquelle will dort nicht mehr wohnen sondern stattdessen vermieten. Dann ist es gut, wenn dier Cashflow positiv ist und dazu auch noch deutlich positiv.

    Trennung vom Freund wurde bereits genannt.


    Ja, in den ersten Jahren zahlt man relativ gesehen viel Zins an die Bank. Das ist aber auch bei einer monaltichen Rate von z.B. 715 Euro der Fall.


    Was da am meisten ausmacht: hohe Sondertilgung in den ersten Jahren, also da ein paar Jahre mehr auf die persönlichen Ausgaben achten.

    Wenn man in den ersten Jahren 550 Euro monatliche Grundbelastung hat und von den 100k z.B. 3-5% pro Jahr sondertilgt, dann macht das zinsmäßig viel aus.


    Aber dann komme ich auch wieder zu meinem Argument Flexibilität.

    Waldquelle und Freund fangen an sich um Familienplanung Gedanken zu machen. Um z.B. nicht nur ein paar Monate Elternzeit machen zu können sondern 2 Jahre für das Baby/Kind da zu sein, müssen viele von ihren Reserven leben.

    Ich kann nur von mir sprechen, aber 2 Jahre Elternzeit (oder zumindest Teilzeit) ist etwas, was durch Geld nicht wettgemacht werden kann.

    Besonders, wenn die Kids klein sind, finde ich persönlich geringe monatliche Belastungen sehr gut.


    Wie gesagt, ist meine Einstellung zum Leben. Das muss natürlich nicht zu Waldquelles Leben passen.

    … zumal man ja auch sagen muss: Die Ratenhöhe relativiert sich im Laufe der Jahre durch das (vermutlich) steigende Einkommen. Insofern: volle Zustimmung zu LebenimSueden.

    Mit steigendem Einkommen rechne ich bei sowas nicht.

    Im Laufe der Jahre steigen nämlich auch die Lebenserhaltungskosten.

    Oftmals "frisst" das das mögliche steigende Einkommen wieder direkt auf.

    Außerdem steigt mit zunehmenden Alter auch der Anspruch ans Leben.

    Wäre für mich kein Argument.

    Das "Problem" mit den 60t€ ist, dass es schwierig wird eine Finanzierung dafür zu finden. Die meisten Banken wollen nicht unter 100k. Da landet man dann im Zweifelsfall bei einem Bausparer und das will ja hier wohl niemand. Daher bin ich ganz klar für die das Volltilgerdarlehen. Und Finger weg von allem, was mit Bausparverträgen zu tun hat.

    Ggf. mit etwas niedrigerer Rate auf 15 Jahre. Oder sogar 20 Jahre und Sondertilgung vereinbaren und diese dann auch mal nutzen.

    Prinzipiell hast du da Recht, unter 100t nehmen viele Banken Zinsaufschläge.

    Man muss da halt im Einzelfall schauen: wieviel Zinsaufschlag wird verlangt für ein 15 oder 20 jähriges Darlehen.

    Ich kann die Argumentation durchaus verstehen, dass man die monatliche Rate besser höher ansetzen sollte, da viele Leute in der Praxis das Geld sonst einfach "verprassen".

    Da muss sich Waldquelle überlegen, was für ein Typ von Mensch sie ist.


    In der Konstellation "Freund zahlt Zuschuss" würde ich persönlich halt die monatliche Grundbelastung nicht zu hoch ansetzen.

    Der Zuschuss kann (leider) auch langfristi wegfallen.

    Und im Alter der Threaderstellerin würde ich halt das Leben genießen auch nicht vergessen.

    Ich empfehle das ganze auch mal anders zu rechnen:

    Du musst bei einer Wohnung Hausgeld bezahlen. Das Hausgeld deckt aber evtl nicht alles ab was du bisher an Nebenkosten in deiner Warmmiete inkludiert hast oder sogar mehr (Hausgeldabrechnung und NK Abrechnung nebeneinander legen!)

    Ich persönlich habe damals so gerechnet:

    Kreditrate + Hausgeld + eigene NK = monatliche Kosten ETW und diesen Betrag habe ich dann erst mit der Warmmiete verglichen bzw. für mich entschieden, ob ich mir die Wohnung leisten kann.

    Im Hausgeld sind Rücklagen für das Gemeinschaftseigentum enthalten aber keine Rücklage für dein Sondereigentum. Das musst du selbst zusätzlich ansparen.

    Genau richtig. Daher habe ich als monatliche Rate auch 550 Euro vorgeschlagen.

    Hausgeld und persönlich volle Rücklage für das Sondereigentum (=deine Wohnung) ist halt nicht in den NKs drin, wenn man die Bude besitzt. Das ist ein Unterschied zu einem Mieter.


    Waldquelle

    Mit qm meinte ich qm Wohnfläche deiner Wohnung, genau.


    Volltillger kann man machen ja. Ich wiederhole mich zwar, aber ich persönlich finde den Beleihungsauslauf i.H.v. ca. 60t Euro nach 10 Jahren sehr überschaubar vom Risiko der Restfinanzierung.

    Ich sehe keinen triftigen Grund, warum Waldquelle in 10 oder 13 Jahren komplett getilgt haben muss.

    Mit 30 Jahren hat man noch viel Zeit. Und das Leben zu genieße und tolle Sache zu erlebe sollte man schließlich auch nicht vergessen. Und das kostet (manchmal) halt auch ein paar Kröten.

    Just my to Cents...

    Um finanziell flexibel zu bleiben, würde ich übrig gebliebenes Geld monatlich zurücklegen als

    Rücklage

    ETF Anlage

    Sondertilgung des Darlehens.


    Überall ein paar "Töpfe" bilden.

    Achso, nur kurz zur Erklärung, warum ich 550 Euro pro Monat als Rate vorschlage.

    800 Euro warm = bleiben 250 Euro für Nebenkosten.

    Rücklage aufbauen. Das wäre dann deine zusätzliche Belastung im Vergleich zur jetzigen Miete.

    20 Euro pro qm pro Jahr würde ich für die ersten Jahre veranschlagen, umerstmal einen Grundbetrag aufzubauen, damit du nicht jeden kleinen Sch.ss bei der Bank anfragen musst.

    Später kann man auf 15 Euro pro qm pro Jahr reduzieren. Bzw. wenn ein bestimmter Betrag, der dir als ausreichend für die Rücklage erscheint, erreicht ist, aknnst du alles darüberhinaus auch einfach als Sondertilgung in das Darlehen einzahlen.

    Hallo,

    550 Euro monatlich = 6600 Euro p.a.

    Bei 3,6% Zinsen (aktuell bei dem beleihungsauslauf sicher möglich) bleiben bei 100k Darlehen noch 3% Anfangstilgung übrig.

    Das ist mMn vollkommen ausreichend.

    Sondertilgung i.H.v. 5% vereinbaren bzw machen das ja quasi alle Banken.

    Wenn Geld übrig ist, dann tilgst du halt zusätzlich.


    Bie einer 10jährigen Zinsbindung hättest du nur noch 60t Euo "aufm Deckel". Da können dann auch die Zinsen steigen und du kannst dennoch ohne Probleme anschlussfinanzieren.


    Hier deine Zahlen:

    Tilgungsrechner
    Die passende monatliche Rate berechnen
    www.sparkasse.de

    Den Sparkassenrechner verwende ich, weil ich den ganz praktisch/übersichtlich finde.

    Finanzieren würde ich über einen BauFi-berater, der nicht an eine bestimmte Bank gebunden ist sondern auf Finanzierungsplattformen zurückgreift und dir die passende/beste Finanzierung anbietet.