Zum Glück gibt es Krypto! Damit wird das alles besser. Ich bin gespannt, wie lang dieser Hype noch laufen wird.
Solange es Frauen auf diesem Planeten geben wird, die Wert auf Schmuck legen, wird Gold seinen Wert nicht verlieren - aber was kann man eigentlich mit so einem Bitcoin machen?
Ok, der Algorithmus stellt sicher, daß es nur eine endliche Zahl davon geben kann. Aber was mache ich mit einer solchen Zahlenreihe? Drucke ich sie mir aus und hänge sie mir an die Wand? Ohne Gläubige ist die Zahlenreihe nichts wert.
Ja, noch gibt es genügend Gläubige, der Wert der Zahlenreihe steigt. Aber kannst Du denn ganz sicher sein, daß nicht irgendwann mal ein Kind kommt und sagt: "Der Kaiser hat ja überhaupt nichts an!"
Erst mal: Krypto ≠ Bitcoin
Du sprichst da einen Punkt an, den viele anfangs so sehen – und ich verstehe, warum Bitcoin für Außenstehende erst einmal „nur wie eine Zahlenreihe“ wirkt. Aber genau hier liegt das Missverständnis: Bitcoin ist eben nicht „nur eine Zahlenreihe“, sondern ein globales, dezentrales Netzwerk, das auf der sichersten Recheninfrastruktur der Welt läuft – ohne zentrale Instanz, nicht manipulierbar, nicht zensierbar. Die Begrenzung auf 21 Millionen ist nur eine von mehreren fundamentalen Eigenschaften, die ihm seinen Wert verleihen.
Zum Thema Gold: Gold als Wertspeicher hat auch keinen inneren Wert im klassischen Sinne – es glänzt, es ist relativ selten, es wird kulturell geschätzt. Was ihm seinen dauerhaften Wert gibt, ist Vertrauen. Genau das gilt auch für Bitcoin. Der Unterschied: Bitcoin ist übertragbar, teilbar, verifizierbar – weltweit und innerhalb von Sekunden. Es ist digitales Eigentum – man kann es nicht einfach drucken oder kopieren.
Es geht somit nicht um Glauben im religiösen Sinne, sondern um Vertrauen in ein System, das seit über 15 Jahren ohne zentrale Kontrolle zuverlässig funktioniert. Und weil dieses System mit jeder Halving-Epoche und jeder geopolitischen Unsicherheit an Relevanz gewinnt, steigen eben nicht nur „die Gläubigen“, sondern auch das institutionelle Interesse.
Aktuell geht es uns aber noch zu gut. Spätestens aber dann, wenn auch zwei Einkommen irgendwann nicht mehr reichen werden, und zu diesem Punkt wird es zwangsläufig kommen, da unser FIAT-Geldsystem nun einmal darauf ausgelegt ist, kontinuierlich weiter zu inflationieren und am Ende zu scheitern (wie jedes FIAT-Geldsystem der Geschichte), wird es nur eine Antwort geben.