Dir ist schon klar, wie so ein Hebel funktioniert - wenn die Banken mal um 1/3 einbrechen ist alles weg?
Bitte verbreite keine Halbwahrheiten über die hier angesprochenen Hebelprodukte, das ist Unsinn. Dies wurde bereits ausführlich in diesem Thread diskutiert, an dem du ja auch teilgenommen hast (Beitrag 54 unmittelbar nach der "Liquidationsdiskussion"). Ein wenig Erkenntnisgewinn aus solchen Diskussionen wäre wünschenswert, wenn man schon überall seinen Senf dazu gibt.
Um das noch mal richtigzustellen: Das Investment bei gehebelten ETFs ist in der Regel nicht weg, wenn es zu starken Kursverlusten kommt, da es Sicherheitsmaßnahmen gibt und es sich bei den hier besprochenen Produkten um keine KO-Zertifikate handelt:
Chrizly Wenn du beispielsweise 50.000 Euro Eigenkapital in einen 2-fach-gehebelten ETF investierst, partizipierst du mit insgesamt 100.000 Euro an den Kursentwicklungen. Sollte der Kurs des zugrunde liegenden ungehebelten Index um 5 % sinken, verlierst du beim 2-fach-gehebelten ETF 10 % (also 2 x 5 %). Das wären 5.000 Euro (10 % von deinem Eigenkapital, den 50.000 Euro), die natürlich nur von deinem Eigenkapital abgezogen werden.
Am nächsten Tag beträgt dein Eigenkapital im 2-fach-gehebelten ETF nur noch 45.000 Euro. Der Hebel wird zurückgesetzt, und das Fremdkapital wird ebenfalls auf 45.000 Euro verringert. Dieses "Rebalancing" erfolgt automatisch durch den Emittenten. Somit partizipierst du am Tag 2 nur noch mit 90.000 Euro an den Kursentwicklungen.
Eine vollständige Liquidation deiner Position ist nur möglich, wenn der Kurs des ungehebelten ETFs um mindestens 50 % an einem Tag sinkt. Es gibt jedoch Sicherheitsmechanismen wie Circuit Breaker, die in solchen Fällen greifen. Du musst in keinem Fall Geld "nachschießen", um das Fremdkapital "aufzufüllen".