Beiträge von volcanosaucin

    Die SPD plant die Abgabe auch für Privatversicherte. Es soll wohl aber einen Freibetrag für Kleinsparer geben wie auch immer der aussieht.

    Natürlich sind alle privaten Renten und andere teure Lobbyprodukte ausgenommen.

    Ok. Der Auftritt von Klüssendorf bei Lanz am 10.02. hat gezeigt, dass das ganze Thema noch deutlich tiefer in den Kinderschuhen steckt als ich dachte.

    Es gibt weder Pläne wen das konkret betrifft noch sind irgendwelche Zahlen oder eventuelle Freibeträge bekannt. Was mir nur wieder auffällt ist, dass meist von Mieten geredet wird und nicht von Kapitalerträgen. Ich werde wohl nie verstehen warum ständig alle Einnahmequellen unterschiedlich behandelt werden sollen. Wenn ich dann also meine Aktien verkaufe und in ein Eigenheim investiere bin ich fortan abgabenfrei was die gesparte Miete angeht.

    Oder sollte man dann doch lieber all in Gold/BTC gehen weil man auf deren Gewinne nicht einen müden Cent zahlt? :/

    Die SPD widert mich an!

    Ich kann deinen Frust gut verstehen. Leistungswille wird in diesem Land fast im Keim erstickt mittlerweile. Wir sollen doch bitte mehr arbeiten und das gefälligst für wenig Geld und bei hohen Abgaben.

    Am Ende kann ich mir kaum vorstellen, dass so etwas in der Art kommt. Damit das gerecht wäre, müssten Unternehmen ebenfalls einbezogen werden (Vonovia zahlt Sozialbeiträge auf ihre Mieteinnahmen) und Eigenheimbesitzer müssten auf ihre gesparten Mieten ebenfalls Abgaben zahlen. Die zahlen ja momentan noch nicht mal Steuern.

    Was ich mir vorstellen kann wäre die KESt. zu erhöhen auf 30-35% und im Gegenzug den Freibetrag ordentlich anzuheben (auf ~10.000€ regelmäßig inflationsangepasst). Müsste man sich ausrechnen was dabei rum kommt. So wären auf jeden Fall die meisten Kleinsparer von der Erhöhung ausgenommen. Alles andere wäre aber nicht managebar daher mache ich mir da momentan wenig Sorgen.

    Die Frage ist ja bei sowas auch immer. Wer zahlt diese Mehrkosten dann eigentlich tatsächlich. Es gibt ja sowas wie Verschiebungseffekte (Kapital geht ins Ausland) was man vielleicht jetzt nicht auf dem Schirm hat und dann die ganze Rechnung kippt.

    Bei der aktuellen Zahlungsmoral der Deutschen ist ein Verdienst der breiten Masse über der BBG völlig unrealistisch. Wir sind ja schon mit der Erhöhung des Mindestlohns aktuell überfordert.

    Wie soll ein Kellner über der BBG verdienen? Da müsste das Essen 4x so viel kosten wie derzeit. Das will natürlich niemand. Oder brauchen wir diese Berufsgruppe nicht?

    Klar kann jeder danach streben aber es kann eben auch nicht jeder den selben Job machen. Es ist aber immer leicht so etwas zu behaupten wenn man es sich in seiner eigenen Bubble gemütlich gemacht hat.

    Verluste durch den Kauf? Wie soll das denn passieren? Nur weil du günstiger kaufst, ist das doch kein Verlust oder verstehe ich dich auch nicht?

    Du hast jetzt kein Tech mehr dafür ganz vielen Banken ob das nun besser ist für dich kann dir niemand sagen.

    Risikobereitschaft und Verluste nicht aussitzen können passt übrigens nicht gut zusammen. Du solltest die überlegen ob es überhaupt sinnvoll ist in ETFs zu investieren. Du solltest 10-15 Jahre Zeit mitbringen.

    Ich bin überzeugter Mieter. Wir zahlen allerdings in Niedersachsen momentan deutlich weniger Miete als weiter südlich. Bei dem Wohnungsangebot würde ich eventuell schwach werden wenn alles passt.

    Allerdings würde ich das Ganze in der aktuellen Lage nicht ohne vernünftige Eigenkapital Decke angehen.

    Lieber etwas zur Miete suchen und das EK ansparen. Dauert doch bei euch nicht lang und ihr seid noch jung. Wer weiß was sich in der Zeit dann noch ergibt.

    Das Argument, dass man das Geld dem Vermieter in den Rachen wirft ist übrigens auch Murks. Dazu hat sogar mal Finanztip was gemacht. Wenn ihr wirklich weiter raus wollt, sollte sich dort auch ein günstiges Mietobjekt finden lassen. Eure Ansprüche an die neue Wohnung sind ja überschaubar.

    Wir sind jetzt mit fast 40 Jahren soweit, dass wir gar nicht mehr kaufen wollen. Der Wunsch war aber da. wir haben dann relativ schnell die Entscheidung getroffen das Geld lieber am Aktienmarkt anzulegen und abzuwarten. Bei einer guten Gelegenheit und guten Kursen würden wir dann eventuell zuschlagen. Die Gelegenheiten kamen mittlerweile öfter aber wir schlugen nie zu. Nun ist das Thema begraben auch wenn es aktuell (gute Kurse) sich wieder anbieten würde.

    Wir reden bei der VAP um Kosten im Bereich 0,x% (momentan) des Anlagebetrages. Selbst wenn man das mehrmals zahlen muss, sollte es kein Problem sein. Selbst bei einem Basiszinssatz von 10% reden wir von Steuern von 1,3%.

    In den allermeisten Jahren geht der Markt (deutlich) nach oben. Wenn ich für eine längere Aufwärtsphase (meinetwegen 10 Jahre lang) über die Jahre jedes Jahr 0,5% an Steuern gezahlt habe und ich muss dieses nun nochmal 10 Jahre lang tun weil die Aufwärtsphase nach einem 50% Crash wiederholt wird, habe ich am Ende 10 Jahre lang 1,0% gezahlt + TER von 0,2% die ich sowieso jedes Jahr zahlen muss.

    Man wird nie in Zahlungsprobleme kommen weil im folgenden Jahr wenn die VAP versteuert wird entsprechend Buchgewinne aufgelaufen sind die man versilbern könnte.

    Selbst wenn die später angerechnet VAP den Buchgewinn übersteigt und es in den Verlusttopf gebucht wird, was sehr unwahrscheinlich ist, kann dieses immer noch mit Gewinnen aus Risikoarmen Zündanlagen ausgeglichen werden, die man dann im Alter auch nach der Umschichtung noch haben sollte.

    Und klar wenn man irgendwann keine Kapitalanlagen mehr hat ist der Verlusttopf verloren aber dann hätte man ja auch eher andere Probleme.