Beiträge von volcanosaucin

    Und noch einmal: wieso kann die Höhe des Basiszinses - eine völlige unabhängige Größe - die VAP reduzieren bzw. verhindern, wie es während der Null-/Negativzinsphase der Fall war?

    Der Basiszins entspricht dem Zins der Bundesanleihen mit 15 Jahren Restlaufzeit und entspricht damit dem erwarteten Zins am mittleren bis langen Ende.

    Auf diesen Zins beschränkt sich die Vorabpauschale. Es wird also so getan als hätte man diesen Zins verdient, gedeckelt auf die Wertentwicklung der Anteile.

    In einer langjährigen Nullzinsphase gibt es eben keine VAP weil der Basiszins auch Richtung 0 geht.

    Der so gesehen risikoarme Zins wird langfristig unter der Wertentwicklung des Aktienmarktes zurück bleiben. Davon gehen wir aus. Und damit wird langfristig immer nur ein kleiner Anteil der echten Wertentwicklung besteuert.

    Schlimmer wäre wenn die komplette Wertentwicklung besteuert würde.

    Also ich kann als einigermaßen rational agierender Anleger der Vorabpauschale nichts abgewinnen. Dass sich hier mancher offenbar sogar noch darüber freut kann ich nicht nachvollziehen...

    Das hat mit freuen nichts zu tun. Es wird nur heißer gekocht als gegessen. Klar bei hohem Depotvolumen und ohne anderweitiges Einkommen könnte es theoretisch zum Problem werden ~0,4% des Depotvolumens extra zu bezahlen aber wie realistisch ist das?

    Vielleicht ist mein Depot auch einfach noch zu klein um da ein größeres Problem zu sehen. Ich habe noch zwei Ausschütter von früher. Somit liegt immer etwas Geld auf dem Verrechnungskonto, sodass ich nie extra etwas einzahlen musste.

    Es nervt mich eigentlich nur der Papierkram dabei. Wenn ich später mal verkaufe muss ich Jahrzehnte lang gezahlte Steuern auf die Vorabpauschale nachhalten um die Abrechnungen kontrollieren zu können.

    Mit jedem Depotumzug wird alles komplizierter.

    Wie Du auf Deine Zahlen kommst kann ich weiterhin nicht nachvollziehen. Jedensfalls sehe ich es so: Pro 1.000€ Steuer auf Vorabpauschale die ich zahlen muss entgehen mir bspw. bei einem Restanlagezeitraum von 20 Jahren und einer durchschnittlichen realen Rendite von 4% rund 1.200€. Ist für mich viel Geld...

    Wenn du 1000€ Steuer auf die Vorabpauschale zahlen musst, dürften 1200€ für dich gerade nicht viel Geld sein. Man kann es sehen wie man will. Im Schnitt kommt es einer Erhöhung der TER auf die ETFs gleich. Jetzt zahlen wir dann eben doch wieder 0,50% jährlich. Ja das ist doof aber macht uns auch nicht arm.
    Zumal man sie ja auch nur zahlt wenn es entsprechende Gewinne zahlt. Also eine Art Erfolgsbeteiligung ans Finanzamt :D

    Ich sehe das nicht so kritisch. Wenn die Wahl des DAX ETFs falsch war, sollte man doch tatsächlich so schnell wie möglich unabhängig von steuerlichen Überlegungen da raus.

    Das zumindest wird hier auch immer wieder gesagt. Man würde doch auch keine Einzelaktien länger behalten die man nicht haben will nur weil beim Verkauf Steuern anfallen.

    Womöglich falle. In Zukunft Kursverluste an die ich sonst nicht gehabt hätte.

    Beim Umzug zur Baader Bank gab es zu jeder Position ein Dokument mit dem Einstandskurs jeder einzelnen Tranche. Ebenso mit den Beträgen zum fiktiven Verkauf Ende 2017. Ich bezweifele etwas, dass Scalable das bedenkt, allerdings habe ich ja die alten Dokumente auch noch.
    Alles was neu dazu kommt taucht unter Transaktionen auf. Ich hätte es zwar lieber gesammelt an einem Ort im Postfach aber sei es drum.

    Ich prüfe immer gerne die eingebuchten Daten. Da ich diese allerdings nicht habe werde ich dann beim Verkauf prüfen ob die Daten mit meinen Daten übereinstimmen. Die Einstandskursanzeige von Scalable reicht mir dafür nicht aus.

    Ich will auch nicht ausschließen, dass mir in meiner Buchhaltung ein Fehler unterlaufen ist. Da muss ich wohl mal genauer auf die Suche gehen.

    Natürlich habe ich geprüft, ob alle Anteile auch angekommen sind. Der Kurs ist doch irrelevant. Es ist ja kein steuerlich relevanter Vorgang. Relevant ist nur, das die Stückzahl stimmt.

    Dividenden sind nach ein paar Holprigkeiten auch alle angekommen.

    Naja nicht ganz. Ob die Einstandskurse korrekt übertragen wurden kann man m.E. momentan nicht so einfach nachprüfen (dafür gibt es keine Belege) und das ist natürlich früher oder später steuerlich relevant.

    Bei mir ist es noch so, dass mein Kontostand vor und nach der Umstellung unter Einbeziehung aller bisher aufgelaufenen Zahlungen/Dividenden etc. nicht mit meiner privaten Buchhaltung übereinstimmt. Es geht um einen mittleren zweistelligen Betrag. Ich warte noch etwas ab, das ist für mich nicht kriegsentscheidend. Mir fehlen nach wie vor einige Dividendenbuchungen für die bei Baader schon ein Dokument da ist.

    Insgesamt finde ich den Depotübertrag nicht gelungen und sehr undurchsichtig. Meine anderen bisherigen Überträge (auch der zur Baader Bank) fanden deutlich geräuschloser statt.

    Der Basiszins für die Vorabpauschale 2026 die Anfang 2027 besteuert wird ist nun auch schon bekannt und beträgt 3,20%.

    Es entspricht dem ersten bekannten Zinssatz "aus der Zinsstruktur abgeleitete Renditen für Bundeswertpapiere mit jährl. Kuponzahlungen mit Restlaufzeit 15 Jahren".

    Wen das interessiert. Er ist immer Anfang des Jahres für das Folgejahr bekannt.

    Quelle: Bundesbank

    Da werden vermutlich deutlich mehr Ausschütter dann auch mit dem Thema Vorabpauschale belastet.

    Frohes Neues dir auch und danke für die Einblicke! Finde sowas immer spannend.

    Das zeigt auch wieder wie dynamisch sich die Lebensumstände auch finanziell ändern können. Du bist doch auf einem sehr guten Weg. Hast du den Aktienanteil in deiner erweiterten Sicht bis 2025 auch skaliert entsprechend den restlichen Jahren bis 63? Der wird sich ja hoffentlich auch gut entwickeln in der Zeit.

    Die Gefahr droht überall am Aktienmarkt. Wo die größte Gefahr droht, gibt es meist die größten Renditen. Den Optimisten gehört die Zukunft.

    Wenn du Branchenwetten etc. eingehst, erhöhst du nur unnötig das Risiko weiter als du musst.

    Überlege dir wie viel Risiko du eingehen möchtest und teile deine Investition in einen risikoarmen und risikobehafteten Teil ein. Mehr würde ich nicht tun. Je breite gestreut desto besser.

    Wenn dir das Risiko am Aktienmarkt zu groß ist solltest du direkt am 02.01. dein Engagement in Aktien reduzieren.

    BTC hat mir dieses Jahr auch die Rendite verhagelt. Das macht mir aber weniger Sorgen. Es kommen wieder bessere Zeiten.

    Du hast +5% gemacht. Das ist super und nicht weit weg von einer Investition in den MSCI World, obwohl es eher nicht so gut gelaufen ist und du ungünstig eingestiegen bist. Da wäre ich tiefenentspannt wenn das mal ein Jahr so ist ;)

    Wie es mit Krypto und KI weiter geht in 2026 dürfte spannend und weiterhin deutlich unklar bleiben. Ich wünsche gutes Gelingen.

    In der Tat, aufgrund eurer Reaktionen wird mir doch klar, dass ich da wohl vorschnell gehandelt habe und mich von dem Angebot habe blenden lassen.

    Ich habe nicht hinterfragt was denn wohl passiert wenn es mir doch nicht gefällt.

    Ich sehe nicht, warum das nicht rechtens wäre. Du hast bisher von Vorteilen aus einem alten Modell profitiert, das es gar nicht mehr gibt. Andere Banken sind da viel rigider und "zwingen" zur Akzeptanz von neuen AGB bzw. Bedingungen, auch wenn diese für einen nachteilig sind.

    Das kenne ich so z.B. auch von der DKB. Dort habe ich auch Monate lang nicht zugestimmt. Irgendwann musste ich dann gehen. Völlig richtig und nachvollziehbar. Aber man hat mich eindeutig vor die Wahl gestellt.

    Das Vorgehen an dieser Stelle finde ich dahingehend aber irreführend weil es nicht offensichtlich für mich war, dass die Bank das alte Angebot nicht mehr hat.

    volcanosaucin Einfach mal N26 und Bafin googeln. Vielleicht folgt dann dem gennanten "Aha-Effekt" ein bald ein "Byebye-Erlebnis" ...

    Z.B.: https://www.heise.de/news/Bafin-Gra…6-11115468.html

    Tatsächlich war ich mir dessen lange bewusst, hatte aber erstaunlich wenig Probleme mit N26 bisher. Allgemein wird mir langsam klar, dass die ganzen Neobanken doch ihre Tücken haben.

    Ich habe nochmal nachgefragt ob man mir denn wenigstens meine alte Karte noch aktivieren möchte, dann würde ich bleiben. An sich bin und war ich ja zufrieden mit dem kostenlosen Konto. 10€ für eine neue Karte würde ich aber nicht bezahlen, zumal meine jetzige mit Absicht gesperrt wurde um daran nochmals zu verdienen.

    Wenn sie mich vorher auf diese Folgen aufmerksam gemacht hätten, hätten sie die Metallkarte gar nicht erst verschicken müssen. Nun wird sie direkt wieder zerstört.

    Ich stimme euch zu. Wahrscheinlich ist das schon so in Ordnung. Danke für die Erkenntnis! Ich erwarte aber ein anderes Vorgehen von meiner Bank. Zum Glück hat man da ja die Wahl.

    Eher der Vermieter bietet mir eine wöchentliche Treppenhausreinigung gegen Geld an. Ich nehme an. Jetzt möchte ich das nicht mehr muss aber dann nun statt einmal in der Woche jeden Tag selbst die Treppe reinigen wenn ich das kostenpflichtige Angebot nicht länger annehme.

    Mir geht es hier eher um das Verschleiern dieser Konsequenzen. Sicher hätte ich das wissen können wenn ich mir die Untiefen der Bedingungen angesehen hätte. Am Ende macht es jeder Anbieter wie er es für richtig hält. Ich möchte solche Praktiken aber nicht unterstützen. Andererseits bin ich sicher auch kein Kunde den man unbedingt halten muss.

    Hallo zusammen,

    ich hatte nun mal wieder einen Aha-Effekt mit einer Neobank. Ich bin ziemlich seit Beginn an Kunde bei N26 mit dem Standard-Konto (kostenlos).

    Vor einigen Wochen gab es ein Angebot für den Umstieg auf das Metal-Konto für 3 Monate zum reduzierten Preis. Ich wollte das Ganze mal testen und habe daraufhin abgeschlossen.

    Die Metallkarte habe ich dann auch innerhalb von wenigen Tagen im Briefkasten gehabt. Konto wurde erweitert, soweit alles gut.

    Nun wollte ich gestern das Premium-Modell wieder kündigen (eigentlich zum Ende des 3-Monats-Zeitraums) das ging aber nur direkt zu heute also einen Tag später.

    Jetzt habe ich eine Nachricht im Postfach, dass ich nun wieder auf dem Standard-Modell bin. Alle physischen Karten wurden deaktiviert und auch alle Unterkonten geschlossen. Da dieses wohl seit 2021 nicht mehr zum Angebot des Standard-Modells gehört.

    Ich habe nun 2 ungültige Karten Zuhause. Eine davon wurde mir ja gerade erst zugeschickt ...

    Ich kann mir jetzt nicht mal mehr eine neue Karte bestellen weil das gar nicht mehr zum kostenlosen Angebot gehört.

    Meine Frage. Ist es tatsächlich rechtens, dass ich nun keinen Zugriff mehr auf das alte Vertragsverhältnis habe und N26 mir jetzt nur noch das neue kostenlose Modell anbietet?

    Dazu gehört m.E. nach viel kriminelle Energie die Kunden mit dem Testzeitraum aus dem kostenlosen Modell zu locken und dann nicht wieder in das alte Modell zurück zu lassen.

    Ich nutze N26 bisher nur als Zweitkonto und überlege es nun einfach zu kündigen. Andererseits juckt esich auch in den Fingern das mal zu reklamieren falls möglich.

    Kannst du ausschließen, dass du jemals eine Überweisung vergessen hast und dadurch Mahngebühren zahlen musstest?

    Natürlich nicht aber Kontrolle ist mir wichtiger. Geht natürlich nicht bei jeder Zahlung. Aber wo ich kann versuche ich es. Das macht auch Kontoumzüge deutlich einfacher.

    ℹ️
    Es scheint als wäre Scalable jetzt auch aufgefallen, dass das mit den Verlusttöpfen bei vielen Kunden nicht geklappt hat, obwohl diese nach ihren eigenen Regeln hätten übertragen werden sollen.

    Bin mal gespannt, was zeitnah in diesem Fall bedeuten wird. 🤞🏼
    Verlustbescheinigung hatte ich sicherheitshalber trotzdem schon mal angefordert..

    Bei mir wurde heute der Verlusttopf Aktien übertragen (obwohl ich eine Verlustbescheinigung beantragt hatte). Es kam eine Bescheinigung von der Baader Bank die auch in der Scalable Mailbox zu finden ist.

    Jetzt fehlt mir nur noch eine Handvoll Dividendenzahlungen von denen ich nicht weiß wo sie stecken.

    Bzgl. unvorhersehbares Zinsänderungsrisiko eine Frage.

    Ich beobachte Zinsänderungen noch nicht so lange, aber mir scheint, dass alle Spatzen dieses Jahr jede Änderung /Senkung im voraus von den Dächern gepfiffen haben?

    Haben in den Jahren in denen die Zinsen von 0 auf 100 (sprichwörtlich nicht wortwörtlich gemeint) gestiegen sind die Spatzen nie im voraus gepfiffen, sodass man seine Anleihenetfs nicht rechtzeitig abstoßen konnte?

    Wenn die Spatzen pfeifen, ist es dafür schon längst zu spät bzw. die neue Zinserwartung steckt sofort im Kurs.