Szenario B: Niederländisches oder Skandinavisches Modell:
Dort gibt es oft:
- automatische Teilnahme (Opt-Out oder Pflicht)
- große kollektive Fonds
- sehr niedrige Kosten
- hohe Aktienquoten
- keine bzw geringe Vertriebskosten für Millionen Einzelverträge
Dann kann eine verpflichtende Zusatzvorsorge m.E. tatsächlich funktionieren.
Der entscheidend wäre für mich daher nicht die Pflicht an sich, sondern wer das Geld verwaltet und zu welchen Kosten.
Wenn ich seiner Zeit die Wahl gehabt hätte wäre mein Favorit klar Szenario B.
Danke für deine Einschätzung und eure Rückmeldungen!
Klar ist natürlich noch nichts, allerdings finde ich es schon komisch wie pauschal da wieder alles durcheinander geworfen wird.
Ich habe auch noch eine alte viel zu teure bAV. Abschluss war damals auch bei meinem alten GF der sich über geringere Sozialbeiträge freute und uns das auch noch gut verkauft hat. Ich hatte mich selbst noch nicht wirklich mit meiner Altersvorsorge beschäftigt. Inzwischen ist sie stillgelegt.
Ich könnte mir ein Modell wie von dir vorgeschlagen grundsätzlich vorstellen. Es muss aber sichergestellt sein, dass ähnlich wie beim AVD die Kosten gedeckelt sind.
Grundsätzlich ist mir aber nicht klar warum wir die bAV überhaupt benötigen. Ob ich aus meinem Netto spare und die gezahlten Steuern absetze oder der AG mir irgendwas bezuschusst und ich aus dem Brutto spare spielt doch keine Rolle.
Warum nicht einfach den möglichen Einzahlbetrag ins AVD erhöhen? Der AG kann sich gerne beteiligen. Er wird es sowieso nur in vorgeschriebener Höhe tun und diese Kosten wiederum auch absetzen. Oder warum nicht den AG-Anteil am GRV-Beitrag erhöhen wenn man gerne den AG beteiligen möchte.
Das Geld muss letztendlich von mir erwirtschaftet werden. Das erinnert mich an das Märchen, dass der AG die Hälfte der Sozialbeiträge für mich übernimmt. Natürlich tut er das aber das erhöht natürlich die Lohnkosten bezogen auf meine Person. Er wird sich überlegen ob er nicht lieber im Ausland jemanden beschäftigt.