Beiträge von dachshund90

    Hallo Sternich,

    vielen Dank für deine gut verständlichen Erläuterungen. Ich habe meine Excel Rechnung nun erweitert. Für meine erste Auswertung gilt für mich mal das folgende Szenario:

    Startkosten ab 2026 monatl. für PKV mit 2 Kindern: 1280€; weiterhin angenommen: Eintritt mit 35J, Kinder (2J) fallen mit 20 J raus, ich sterbe mit 85, regulärer Renteneintritt mit 67, PKV und GKV steigt je 4% p.a.,

    Was hier erst mal festzuhalten wäre: Bis zur Rente mit 67 liegen die Beiträge für die PKV (Phase mit Kinder etwas teurer, Phase ohne Kinder deutlich günstiger) und die GKV fast genau auf einem Niveau (knapp 270k€)

    Danach werden die Unterschiede dann tatsächlich groß. Bei meiner ersten Eingabe mit der 1% Rente aus meinem Bescheid ergibt sich in der Rentenzeit eine Differenz von ca. 330k€ (860k€ vs. 520k€).

    Auffällig war für mich aber schon die Rente im Vergleich zu den Beiträgen.

    Der PKV Beitrag von heute 1284€ liegt bei der Steigerung kurz vor Renteneintritt bei 3914€ (ja, in der Rente wird es dann weniger, trotzdem kann dann was nicht passen, wenn du als Gutverdiener deine 1% annehmen willst und rund 4,5k€ Rente bekommst. Das liegt für die Realität zu nah beieinander, ein Faktor muss sich eigentlich anders entwickeln, damit das System irgendwie funktionieren kann, wenn auch schlecht. Da wir nicht wissen, was nicht funktioniert und was bis in ferner Zukunft zusammenbricht müsste man aus meiner Sicht für die Rechnung aber schon eine deutlich höhere Rente annehmen. Natürlich kann man die >4% plus des Rentenwertes jährlich aus den letzten Jahren nicht nehmen, aber nach etwas Recherche habe ich mal den 2% Wert aus dem Bescheid und für die Zeit der Rente eine jährl. Erhöhung von 2,3% angesetzt.

    Dann ergeben sich statt 340k€ Differenz "nur" noch gut 200k€. Die Rechnung mit der 6% Rendite hat sicher seine Berechtigung, möchte ich für mich so aber nicht ansetzen. Für meine Entscheidung möchte ich einfach wissen, wie viel ich in meinem Leben mehr ausgebe. Ich werde noch etwas mit Werten spielen (früherer Tod, frühere Rente etc.) und dann hoffentlich zu meiner Entscheidung kommen. Das ist sicherlich eine subjektive Entscheidung.

    Es ist eben schwer zu beziffern, wie viel einem die höheren Leistungen wert sind. Aber vom Gefühl ist man bei 400k€ bei einer Entscheidung pro GKV mit dem Wissen, sich auch mal eine Behandlung selbst zu bezahlen oder eine Zusatzversicherung für Dinge abzuschließen, die einem wichtig sind, die dann auch mal was kosten können und man trotzdem noch weit darunter ist. Bei <200k€ ist man natürlich schon geneigt, in Richtung PKV zu denken. Allein der materielle Ausgleich von Kieferorthopädenbehandlungen, vielen Brillen etc, die natürlich in einigen Jahrzehnten auch erheblich teurer sein werden (wäre auch mal interessant zu betrachten, aber da wird es immer theoretischer und mehr Glaskugel), zeigt da schon seinen Anteil, dazu kommen natürlich noch die "weichen" Faktoren zur Behandlung, Terminen, etc.

    Also weiterhin spannend...

    Wenn ich mit 80 statt 85 ablebe, wären es noch ca 130k€

    wie ist euer Gefühl zu den Zahlen?

    Sternich

    Könntest du mir bitte noch einmal bzgl. deiner Rechnung helfen. Ich kann deine Rechnung bzw. die im Ergebnis sehr hohen Unterschiede in der Rente so ganz nicht nachvollziehen.

    Was hast du hier angenommen?

    Wie hoch ist die monatliche Differenz bei deiner Rechnung zwischen PKV und GKV? Bzw. besser wie viel netto Unterschied hättest du in der Rente, wenn man die steuerlichen Aspekte mit einbezieht bzw. den hier dem Verlauf hinterlegten Rentenrechner nutzt.


    VG

    Hallo Sternich,

    Danke für deine Rechnung, die Zahlen sehen erst mal eindrucksvoll aus.

    Hast du die geringere Einkommensteuer aus dem Rechner aus Beitrag 27 auch irgendwie einfließen lassen? Ich denke dieser Posten würde den Unterschied nach der Rente noch etwas abmildern.


    VG

    Hallo zusammen,

    finde die Diskussion sehr interessant, da die ursprüngliche Anfrage meiner aktuellen Situation ähnelt. Spiele schon länger mit dem Gedanken des Wechsels in die PKV, hab mich aber nie getraut. Bin mittlerweile 35 J, Angestelleter.

    Habe aktuell Angebote vorliegen, bei denen ich bei Wechsel zur PKV mit zwei Kindern momentan ungefähr auf dem GKV Niveau, ggf. ein wenig darüber wäre. Wenn ich nun bedenke, dass die Zeit zwischen Ausscheiden der Kinder und Eintritt in die Rente ggf. gar nicht so groß wäre (beide Kinder noch sehr klein), funktioniert das eigentlich gewünschte Prinzip "Investiere deine gegenüber der GKV in der Zeit vor der Rente gesparten Beiträge für die Zeit nach der Rente, um für einen Ausgleich zu sorgen" nicht bzw. nur sehr eingeschränkt.

    Wenn ich dann den ganzen bisherigen Verlauf richtig verstanden habe, werde ich also definitiv Mehrkosten für meine PKV gegenüber der GKV haben. Diese könnte ich mir ja grob ermitteln (ungefähre Mehrkosten in der Rente - ggf. gesparte Beiträge wenn Kinder groß und Rente noch nicht da) und damit spielen. Gerade wenn man bedenkt, dass gerade wieder einige Angestellten mit Abfindungen frühzeitig in die Rente geschickt werden, und man selbst auch plant, vielleicht nicht bis zum Ende durchzuziehen, treibt dies die Mehrkosten immer weiter?!

    Das wäre dann meine Entscheidungsgrundlage und die Frage ist dann: Sind mir diese Mehrkosten die Leistungen der PKV gegenüber der GKV wert? Richtig?


    Viele Grüße DH

    Moment, wenn eins der Kinder die Möglichkeit hat, später das Haus zu erben - selbst wenn sie dann 50 oder 60 Jahre sein sollten, wieso nicht vertraglich aufnehmen? Vorkaufsrecht o. ä.? Wer weiß, ob es deiner Schwester nicht mal zu viel mit dem Grundstück und den Treppen und und... wird? Oder sie zieht zu ihrem neuen Partner, was weiß ich, was es für Konstellationen gibt (Lebensalter auf Malle verbringen?!)

    Ok stimmt schon, nehme das Thema nochmal mit wenn es konkret wird.


    Ich denke ich werde nun das Gespräch suchen um den Verkauf durchzusprechen.

    Für den Anschluss stellt sich dann die Frage, ob es sinnvoller ist das Geld anzulegen oder einen Kredit mit 3,6% Zinsen zu tilgen?

    Viele Grüße

    Hallo zusammen,

    Vielen Dank für die schnellen Antworten, das hilft mir total!

    Scheinbar gibt es ja eine klare Tendenz.

    Warum du unbedingt für weniger als den Schätzwert verkaufen willst, verstehe ich nicht.

    Weil es meine Schwester ist, Blut ist dicker als Wasser. Wenn ich nicht anderweitig noch Geld bräuchte könnte sie es noch günstiger haben, da spielt aber wohl irgendwann das Finanzamt nicht mit (Schenkungssteuer etc) Wir sind doch eine Familie :)


    Woher kommt Deine aktuelle Annahme über den Wert des Hauses? Gibt es ein Gutachten?

    Da ich das Haus bei einer Bank abbezahlt habe und gute Beziehungen bestehen hat es sich ein Mitarbeiter der Immobilienabteilung vor Ort angeschaut und mir die Schätzung mitgeteilt.

    Ich sehe nicht so richtig, was hier dafür spricht, das Haus zu behalten, wenn Du selbst auch perspektivisch da nicht einziehen möchtest.

    Es ist eben ein schönes Häuschen in idyllischer Lage, ich habe zwei Kinder. Wer weiß wer da vielleicht irgendwann mal gerne wohnen möchte. Sorry, diesen Aspekt habe ich im Eingangspost nicht erwähnt.

    Hallo,

    Wir sind uns unschlüssig über die folgende Situation:

    Ist-Situation: kleines Haus (100qm) mit Grundstück (540qm) in sehr ländlicher Gegend ist an Schwester vermietet. Kaltmiete 400€. Übliche Miete laut Bank wäre 650€. Das heißt ich lasse die Schwester günstig in dem Haus wohnen, verzichte somit auf potentielle Mieteinnahmen. Im Gegenzug ist es natürlich von Vorteil nicht an Fremde zu vermieten, Haus wird in Ordnung gehalten, gutes Verhältnis.

    Evtl Vorhaben: Schwester möchte das Haus gegebenfalls kaufen. Preisschätzung der Bank liegt bei 120.000-140.000€. Würde ihr das Haus so grob für 100.000€ verkaufen. Ihr Gesamtpaket mit Steuer, Notar, Zinsen und den ein oder anderen Euro für Investitionen liegt somit wohl nicht weit unter 200.000€ über eine längere Laufzeit.

    Ich verzichte also hier auf 20-30.000€ Kaufpreis.


    Jetzt ist für mich die Frage, welcher Verzicht eigentlich sinnvoller ist. Das Haus ist soweit in der Reihe. In den nächsten Jahren könnte man noch ein paar Fenster, Balkon und eine Fassade erneuern. Ansonsten ist der Großteil in den 90er neu gemacht, Heizung vor 10 Jahren.

    Wie geht man an so eine Rechnung dran?

    Über welche „Laufzeit“ rechnet man das?

    Wenn ich so überschlage, würde ich in 20 Jahren auf ca 60.000€ Miete verzichten. Das wäre deutlich mehr als auf 20.000€ Kaufpreis zu verzichten. Man weiß aber nicht wie viel ich in den 20 Jahren in das Haus stecken würde. Oder kann man das alles so nicht rechnen? Nach 20 Jahren hat man im Vermietungsfall ja weiterhin das Haus, bei Verkauf logischerweise nichts.

    Über Tipps zur Herangehensweise und Entscheidungsgrundlage würde ich mich sehr freuen.

    Wenn euch noch Infos fehlen gerne melden.


    Viele Grüße

    Hallo liebe Forumsmitglieder,

    in den letzten Wochen habe ich schon einiges gelesen und mich mit einem Wechsel in eine PKV beschäftigt. Grund ist im Wesentlichen die bessere Versorgung für mich und meine Tochter, da ich hinsichtlich GKV keine rosige Zukunft sehe und ich der Meinung bin, mit den aktuellen jährlichen Beiträgen etwas besseres bekommen zu können. Den Solidaritätsgedanken sollten wir außen vor lassen, hier geht es um mich und meine Familie.

    Trotzdem beschäftigen mich natürlich auch die Themen wie BU, Rente, Kinder etc. und somit die "Angst" vor hohen Beiträgen im Alter.

    Hier einmal die wichtigsten Daten zu mir:

    - 33 Jahre, verheiratet

    - freiwillig gesetzl. versichert

    - 1 Kind (1 Jahr), 1 weiteres in Planung

    - in den letzten 5 Jahren keine relevanten Erkrankungen

    zwei "Angebote" habe ich mittlerweile vorliegen:

    1. Signal Iduna: für mich: Tarif Exclusiv-Plus 0 + ESP-VA 43 140 + PVN (private Pflegepflichtversicherung); fürs Kind: Tarif Exclusiv-Plus 0 + PVN (private Pflegepflichtversicherung)

    Bonus: Gesundheitsbonus bei Leistungsfreiheit in Höhe von bis zu 900€; Verhaltensbonus bei gesundheitsbewusstem Verhalten in Höhe von bis zu 300€

    Kosten für mich: 792,29€; für das Kind: 151,46€ macht in Summe 943,75€

    2. Hallesche: für mich: Tarif NK.select XL Bonus + KT.43 + PVN + Auslandsreiseversicherung + Wechseloption innerhalb Tarifen; fürs Kind: Tarif NK.select XL Bonus + PVN + Auslandsreiseversicherung

    Bonus: monatl. Bonus von 100€ pro Versichertem; Bei Abrechnung eines Leistungsfalls bleibt der Bonus erhalten. Vom Erstattungsbeitrag werden dann bis zu 1200€ pro Kalenderjahr abgezogen. Für Kinder hälftig; Dazu Beitragsrückerstattung von bis zu 3 Monatsbeiträgen, wenn in einem Kalenderjahr keine Leistungen in Anspruch genommen werden.

    Kosten für mich: 751,94€; für das Kind: 269,88 macht in Summe 1021,82€

    Die Leistungen finde ich vergleichbar und sehr umfangreich, denke man ist in diesen Tarifen sehr gut abgesichert, oder sieht das jemand anders?

    Wie seht ihr das Bonussystem, ist das Lockmittel oder in der Praxis doch eine gute Sache?

    Ich denke bei 2 Kindern wären Beiträge und Leistungen noch gut vertretbar, bei 3 Kindern würde man in den Grenzbereich fallen, oder?

    Wie seht ihr die Situation, von welchen Punkten sollte ich die Entscheidung abhängig machen? Was sollte ich vorher wissen/klären?

    Gerne eine Einschätzung abgeben oder Fragen stellen.


    MFG

    Dachshund