Beiträge von GrandmasterMUC

    Für einen Beitrag aus der Versicherungsblase erfreulich neutral geschrieben ...

    Worüber wohl noch wenig bekannt ist bzw. worüber ich persönlich noch nichts gelesen habe - zumindest nicht hier im Forum: Die diversen Möglichkeiten in der Auszahlungsphase und damit verbundene Vor- und Nachteile:

    Das Gesetz gibt für die Auszahlung wohl einen gewissen Rahmen vor. Innerhalb dieses Rahmens sind aber offenbar unterschiedliche Auszahlungsprofile möglich, z. B. eine konstante oder jährlich steigende Entnahme. Auch die separate Auszahlung laufender Erträge ist zulässig.

    Man muss einfach abwarten, bis die ersten Produkte sowie deren Regularien aufklappen.

    Vielleicht sollte man für solche Themen einen separaten Thread eröffnen - Für Menschen, die seriös Altersvorsorge mit dem AV-Depot betreiben möchten, ist das alles sicherlich nur unnötig kompliziert und der Sache nicht förderlich.

    Keiner kennt die Kurse und Gesetze in 10 Jahren, daher ist die Diskussion darüber meiner Ansicht nach auch eher verschwendete Zeit - Wer mit dieser Absicht ins AV-Depot investiert, benötigt eine fehlerfreie Glaskugel und sollte seine Rentenlücke bereits anderweitig geschlossen haben.

    Die Prognosen renommierte Analysten liegen ja immer noch deutlich über 100K in absehbarer Zeit. Habe auch nur ein bisschen Spielgeld drinnen, bin damit nur noch niedrig 3stellig im Plus ... aber ich denke man kann das schon noch eine Weile beobachten, wobei das Geld natürlich anderswo schon besser hätte arbeiten können ... Spieltrieb kostet halt ...

    [Off-Topic]

    michael_d  andiii_98

    Danke für die Downvotes. Ich bin auch gegen KI-Spam. Aber eine 13-seitige, englische All-Equity-Studie für die Mehrheit verständlich zu machen, ist Nutzwert, kein Spam. Zugegebenermaßen hätte ich eher einen Link zur Zusammenfassung posten sollen - der Post ist schon sehr dominant.

    Um im Sprech dieses Threads zu bleiben:
    Die 90-9-1-Regel der Forumsbeteiligung ist empirisch bewiesen. Unter den 90% werden sicherlich auch ein paar Leute dabei sein, die sich in dieser Hinsicht nicht selbst mit KI Tools helfen können und ggf. froh über eine Zusammenfassung sind.

    https://en.wikipedia.org/wiki/1%25_rule

    Fass mal bitte in ca. 100 Sätzen zusammen.

    Diese Veröffentlichung des Brandes Center fasst die wissenschaftliche Arbeit von Aizhan Anarkulova, Scott Cederburg und Michael O'Doherty („Beyond the Status Quo: A Critical Assessment of Lifecycle Investment Advice“) allgemeinverständlich zusammen. Die Autoren stellen eine der grundlegendsten Empfehlungen der Finanzwelt infrage: dass Anleger mit zunehmendem Alter schrittweise von Aktien in Anleihen umschichten sollten. Stattdessen argumentieren sie, dass eine lebenslange Aktienquote von 100 % (50 % Heimatmarkt, 50 % internationale Aktien) langfristig bessere und sogar sicherere Ergebnisse liefern kann.


    Kernaussage

    Die Autoren behaupten nicht einfach, dass Aktien höhere Renditen bringen – das ist bekannt. Ihre eigentliche These lautet:

    Zitat

    Über den gesamten Lebenszyklus betrachtet sind Anleihen oft riskanter als breit diversifizierte Aktienportfolios.

    Das widerspricht praktisch allen klassischen Empfehlungen.

    Nach ihren Berechnungen führt ein dauerhaftes Aktienportfolio zu:

    • höherem Vermögen zum Renteneintritt
    • höherem Einkommen im Ruhestand
    • geringerer Wahrscheinlichkeit, dass das Geld im Alter ausgeht
    • größerem vererbbaren Vermögen

    Sie fordern deshalb sogar, die bisherige Anlageberatung und regulatorische Vorgaben (z. B. Target-Date-Fonds) zu überdenken.


    Welches traditionelle Modell wird kritisiert?

    Seit Jahrzehnten lautet die Standardempfehlung:

    Zitat

    Je jünger man ist, desto mehr Aktien.

    Mit zunehmendem Alter immer mehr Anleihen.

    Diese Strategie findet sich praktisch überall:

    • Finanzberater
    • CFA-Lehrbücher
    • Target-Date-Fonds
    • große Rentenprogramme
    • Bestseller von Dave Ramsey, Tony Robbins oder Suze Orman.

    Gerade Target-Date-Fonds folgen einer sogenannten Glide Path:

    Mit jedem Lebensjahr sinkt die Aktienquote automatisch zugunsten von Anleihen.


    Warum ist das so wichtig?

    Target-Date-Fonds sind inzwischen riesig.

    Das Papier nennt Zahlen:

    • 2014: rund 875 Milliarden US-Dollar
    • Ende 2023: fast 3,5 Billionen US-Dollar

    Etwa 83 % aller amerikanischen Altersvorsorgesparer besitzen Anteile an solchen Fonds.

    Rund 60 % investieren ausschließlich über einen einzigen Target-Date-Fonds.

    Mit anderen Worten:

    Die klassische Aktien-Anleihen-Logik bestimmt inzwischen die Altersvorsorge von Millionen Menschen.


    Was schlagen die Autoren stattdessen vor?

    Ein extrem einfaches Portfolio:

    • 50 % Aktien des Heimatlandes
    • 50 % internationale Aktien

    Keine Anleihen.

    Keine schrittweise Umschichtung.

    Keine Altersanpassung.

    Dieses Portfolio soll vom Berufseinstieg bis zum Lebensende unverändert gehalten werden.


    Warum sollen internationale Aktien wichtiger sein als Anleihen?

    Das ist einer der spannendsten Punkte.

    Die Autoren argumentieren:

    Internationale Aktien erfüllen den Diversifikationseffekt besser als Staatsanleihen.

    Begründung:

    1. Währungsdiversifikation

    Besitzt man Aktien in Euro, Yen oder anderen Währungen, profitiert man unter Umständen sogar von Wechselkursbewegungen.

    Gerade bei hoher heimischer Inflation kann das schützen.


    2. Inflation

    Internationale Aktien zeigen langfristig nahezu keine systematische Beziehung zur heimischen Inflation.

    Anleihen dagegen leiden massiv unter Inflation.


    3. Langfristige Korrelation

    Die Forscher fanden:

    Wenn heimische Aktien über Jahrzehnte schlecht laufen,

    laufen heimische Anleihen überraschend häufig ebenfalls schlecht.

    Sie nennen sogar eine Zahl:

    Zitat

    Wenn Aktien über 30 Jahre real verlieren,

    liegt die Wahrscheinlichkeit bei ungefähr 65 %, dass auch Anleihen inflationsbereinigt enttäuschen.

    Damit verlieren Anleihen einen großen Teil ihres angeblichen Sicherheitsvorteils.


    Wie wurde die Studie durchgeführt?

    Die Studie unterscheidet sich stark von klassischen Monte-Carlo-Simulationen.

    Datengrundlage

    Die Forscher verwendeten:

    • reale Aktienrenditen
    • aus 38 entwickelten Ländern
    • teilweise zurück bis 1890

    Dadurch umfasst der Datensatz:

    • Weltkriege
    • Ölkrisen
    • Hyperinflationen
    • Depressionen
    • Börsencrashs
    • Inflationsphasen
    • Deflationsphasen

    und viele unterschiedliche Wirtschaftszyklen.


    Kein IID-Modell

    Normalerweise nehmen Simulationen an:

    Jeder Börsenmonat ist statistisch unabhängig.

    Die Autoren halten das für unrealistisch.

    Stattdessen verwenden sie einen sogenannten Block-Bootstrap.

    Das bedeutet:

    Sie ziehen nicht einzelne Monate zufällig,

    sondern ganze Zehnjahresblöcke.

    Dadurch bleiben erhalten:

    • Bärenmärkte
    • Haussephasen
    • Krisenserien
    • hohe Volatilität

    genau wie sie tatsächlich vorkamen.


    Monte-Carlo-Simulation

    Sie simulierten anschließend

    1 Million Ehepaare.

    Annahmen:

    • Arbeitsbeginn mit 25
    • Rente mit 65
    • Sparquote 10 %
    • unterschiedliche Einkommensverläufe
    • Entnahme im Ruhestand nach der bekannten 4-%-Regel.

    Welche Strategien wurden verglichen?

    Insgesamt acht Strategien:

    1. Target-Date-Fonds
    2. 60/40 (Aktien/Anleihen)
    3. 30/30/40 (Heimat-/Auslandsaktien/Anleihen)
    4. Altersregel „120 minus Alter“
    5. Altersregel mit internationalen Aktien
    6. 100 % Geldmarkt
    7. 100 % heimische Aktien
    8. 50 % heimische Aktien + 50 % internationale Aktien.

    Ergebnisse

    1. Höchstes Vermögen

    Die beiden reinen Aktienstrategien lieferten die höchsten Vermögen.

    Dabei war die Kombination

    50 % Heimat + 50 % international

    noch robuster als reine Heimataktien.


    2. Höchste Einkommensersatzquote

    Auch beim Einkommen im Ruhestand schnitten die beiden Aktienstrategien am besten ab.

    Das bedeutet:

    Man kann einen größeren Teil seines früheren Arbeitseinkommens weiter finanzieren.


    3. Niedrigste Pleitewahrscheinlichkeit

    Besonders überraschend:

    Die Wahrscheinlichkeit,

    im Ruhestand vollständig pleitezugehen,

    war am niedrigsten

    beim Portfolio

    50 % Heimataktien / 50 % internationale Aktien.

    Sie lag laut Autoren ungefähr bei 8 %.

    Ein klassischer Target-Date-Fonds hatte ungefähr die doppelte Wahrscheinlichkeit.

    Die höchste Pleitewahrscheinlichkeit zeigte sogar die vermeintlich sicherste Anlage:

    100 % Geldmarkt (Bills).


    Aber gibt es keinen Nachteil?

    Doch.

    Und die Autoren verschweigen ihn ausdrücklich nicht.

    Ein reines Aktienportfolio hat:

    • stärkere Kurseinbrüche
    • größere Schwankungen
    • längere Verlustphasen

    Gerade während des Ruhestands können diese psychologisch belastend sein.


    Warum funktioniert die Strategie trotzdem?

    Weil langfristig höhere Renditen wichtiger seien als kurzfristige Stabilität.

    Die Autoren argumentieren:

    Anleger brauchen ihr Geld oft noch 20 bis 35 Jahre nach Renteneintritt.

    In dieser Zeit muss das Vermögen weiter wachsen.

    Anleihen liefern dafür oft zu geringe reale Renditen.


    Die größte Gefahr

    Die Strategie funktioniert nur, wenn Anleger durchhalten.

    Wenn jemand

    • im Crash verkauft
    • auf Anleihen umschichtet
    • in Panik handelt,

    brechen die langfristigen Vorteile zusammen.

    Das betonen die Autoren mehrfach.


    Sind wirklich 100 % Aktien nötig?

    Interessanterweise relativieren die Autoren selbst ihre Aussage.

    Sie sagen sinngemäß:

    Wenn jemand weiß,

    dass er große Börsenverluste psychologisch nicht aushält,

    dann seien 80 % Aktien und 20 % Anleihen oder 90 % Aktien und 10 % Anleihen sinnvoller als ein späterer Panikverkauf.

    Mit anderen Worten:

    Das optimale Portfolio ist dasjenige,

    das der Anleger auch in schweren Krisen tatsächlich durchhält.


    Warum genau 50/50 Heimat- und Auslandsaktien?

    Die Forscher erklären:

    Mathematisch wäre sogar ungefähr

    • 33 % Heimatmarkt
    • 67 % internationale Aktien

    noch etwas besser gewesen.

    Sie empfehlen dennoch 50/50,

    weil diese Aufteilung einfach zu verstehen und praktisch umzusetzen ist.


    Schlussfolgerung der Autoren

    Die Autoren kommen zu dem Ergebnis, dass die heute weit verbreitete Empfehlung, mit zunehmendem Alter systematisch von Aktien in Anleihen umzuschichten, auf Basis ihrer historischen Analysen nicht optimal ist. Sie plädieren stattdessen für ein dauerhaftes, breit diversifiziertes Aktienportfolio (50 % Heimatmarkt, 50 % internationale Aktien), das in ihren Simulationen höhere Vermögen, bessere Einkommensersatzquoten und eine geringere Wahrscheinlichkeit des Vermögensverzehrs im Ruhestand erzielte. Gleichzeitig betonen sie, dass diese Strategie mit deutlich stärkeren Kursschwankungen verbunden ist und nur für Anleger geeignet ist, die solche Phasen ohne Panikverkäufe durchstehen können.

    Einordnung

    Die Studie ist wissenschaftlich interessant und stellt etablierte Empfehlungen infrage. Sie beweist jedoch nicht, dass ein 100-%-Aktienportfolio künftig zwangsläufig überlegen sein wird. Ihre Ergebnisse beruhen auf historischen Daten und Simulationsannahmen (z. B. Sparquote, 4-%-Entnahmeregel, Verhalten der Anleger). Zudem richtet sich die Empfehlung an langfristig orientierte Investoren mit hoher Risikotoleranz – die Autoren selbst räumen ein, dass für viele Menschen ein kleiner Anleiheanteil sinnvoll sein kann, wenn er hilft, in Börsenkrisen investiert zu bleiben.

    Es gibt genug andere Kreditkarten bei denen solche Probleme nicht existieren.

    Warum nicht eine von denen?

    Bis dato ist doch noch gar nicht bekannt, ob überhaupt ein Problem existiert.

    Ich habe diese Karte auch, allerdings noch kein Auslandseinsatz. Die Aussage mit den 2 % Fremdwährungsgebühr wundert mich etwas. Nach meinem Kenntnisstand hatte die Barclays New Visa gerade den Vorteil, dass bei Kartenzahlungen in Fremdwährung keine Fremdwährungsgebühr anfällt. Und die Konditionen sollten sich bei der Übernahme durch Easybank eigentlich nicht verändert haben.

    Evtl. wird hier etwas verwechselt. Denkbar wäre z. B., dass die Währungsumrechnung über PayPal oder per Dynamic Currency Conversion (Abrechnung in Euro statt Landeswährung) erfolgt ist. Dabei entstehen oft schlechtere Wechselkurse, die fälschlicherweise der Kreditkarte zugeschrieben werden.

    Habe mir die App gerade mal aufs MacBook geladen.

    Es scheint zumindest am MacBook keine Möglichkeit zu geben, PDFs etc. zu importieren. Also muss alles manuell neu eingepflegt werden ... Evtl. übersehe ich das auch.

    Der Jahrespreis wäre zumindest im Vergleich zu Paqet oder getquin sehr attraktiv.

    Ich bleibe bei PP - langt für meine bescheidenen Positionen völlig.

    Die Broker machen ein gutes risikoloses Geschäft

    Es sei ihnen gegönnt.

    Ich finde den Artikel etwas drüber. Den letzten Absatz peinlich. Wohl ein beleidigter Kommentator.

    Die meisten werden hier ein bisschen Spielgeld aus Spaß an der Freude beigesteuert haben. Wer bei diesem Hype und der Überzeichnung ernsthaft geglaubt hat, 100% Zuteilung zu erhalten, ist etwas naiv. Und wer das Ganze dann auch noch über teure Broker praktiziert, lernt zumindest für die Zukunft aus diesem Fehler.

    Vielleicht sollte FT eine Pro-Version launchen, um dann solche komplexeren Ideen zugänglich zu machen. Zugang hat nur, wer ein paar Fragen korrekt beantworten kann. Ähnlich dem Kenntnisnachweis, bevor man beim Broker mit Derivaten etc. handeln darf ;)

    Ähnlich Absatz 10 im WpHG:
    Vor der Erbringung Verbreitung anderer Wertpapierdienstleistungen Schnapsideen als der Anlageberatung oder der Finanzportfolioverwaltung 1-ETF-KISS-Lösung hat ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen von den Kunden Finanztip Informationen einzuholen über Kenntnisse und Erfahrungen der Kunden Leser / Zuschauer in Bezug auf Geschäfte mit bestimmten Arten von Finanzinstrumenten oder Wertpapierdienstleistungen, soweit diese Informationen erforderlich sind, um die Angemessenheit der Finanzinstrumente oder Wertpapierdienstleistungen für die Kunden beurteilen zu können. Sind verbundene Dienstleistungen oder Produkte im Sinne des Absatzes 9 Gegenstand des Kundenauftrages, muss das Wertpapierdienstleistungsunternehmen beurteilen, ob das gesamte verbundene Geschäft für den Kunden angemessen ist. Gelangt ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen auf Grund der nach Satz 1 erhaltenen Informationen zu der Auffassung, dass das vom Kunden gewünschte Finanzinstrument oder die Wertpapierdienstleistung für den Kunden nicht angemessen ist, hat es den Kunden darauf hinzuweisen. Erlangt das Wertpapierdienstleistungsunternehmen nicht die erforderlichen Informationen, hat es den Kunden darüber zu informieren, dass eine Beurteilung der Angemessenheit im Sinne des Satzes 1 nicht möglich ist. Näheres zur Angemessenheit und zu den Pflichten, die im Zusammenhang mit der Beurteilung der Angemessenheit geltenden Pflichten regeln die Artikel 55 und 56 der Delegierten Verordnung (EU) 2017/565. Der Hinweis nach Satz 3 und die Information nach Satz 4 können in standardisierter Form erfolgen.

    Ich finde die Antwort der DKB nicht schlimm.

    Finde die Antwort grundsätzlich auch vollkommen in Ordnung. Hätte mir halt etwas mehr Enthusiasmus gewünscht, dafür dann gerne auch eine längere Antwortzeit, weil man sich intern nochmal abstimmt. Die Hälfte des Jahres ist bald erreicht, die Planungen laufen sicherlich schon auf Hochtouren - sicherlich gibt es bald weitere Infos und Updates.
    Mir wurde innerhalb 2 Std. auf das Kontaktformular geantwortet, das ist ja schon mal beachtlich ;) Bin schon sehr lange DKB Kunde und sehr zufrieden - mein Depot läuft dort und sehr wahrscheinlich später auch das neue AVD.

    Sind die Anbieter eigentlich verpflichtet, alte Riesterverträge anzunehmen oder liegt die Entscheidung beim Anbieter des AVD?

    Ich habe heute Früh diese Frage mal an den DKB Kundenservice gesendet. Die Antwort der DKB kam zwar sehr schnell, allerdings wirkt sie auf mich ziemlich zurückhaltend. Während andere Anbieter bereits offensiv mit dem Übertrag werben (z.B. Finanzen.net Zero), hält sich die DKB noch bedeckt. Natürlich ist nachvollziehbar, dass die gesetzlichen Details noch nicht final feststehen. Als potenzieller Neukunde würde man sich wohl aber ein etwas positiveres Signal wünschen – etwa in die Richtung, dass man das Thema aktiv verfolgt und Übertragungen grundsätzlich ermöglichen möchte, sofern der Gesetzgeber dies zulässt.
    Wenn man als Direktbank hier zu lange wartet, haben alle Neukunden schon ihre Depots bei den Neos angelegt, weil die natürlich deutlich aktiver und aggressiver sämtliche Werbekanäle ausschöpfen. Aber vielleicht will man das ja gar nicht so offensiv vermarkten - wer weiß, bis dato habe ich von der DKB lediglich eine Umfrage erhalten mit ein paar Abfragen, u.a. ob man denn grundsätzlich am neuen AVD interessiert wäre etc.


    Guten Tag ...,

    vielen Dank für Ihre Nachricht.

    Das geplante Altersvorsorgedepot startet nach aktueller Gesetzeslage frühestens ab dem 01.01.2027, Details zur konkreten Ausgestaltung und auch zur Übertragbarkeit bestehender Riester- bzw. Rürup-Verträge stehen derzeit noch nicht final fest. Deshalb kann ich Ihnen aktuell leider nicht verbindlich zusagen, ob und in welcher Form Sie Ihren bestehenden Riestervertrag zur DKB übertragen können.

    Da sich gesetzliche Rahmenbedingungen und Produktkonzepte noch ändern können, informieren wir rechtzeitig, sobald es verbindliche Aussagen zu Überträgen von bestehenden Riester-Verträgen und zu den genauen Prozessen bei der DKB gibt. Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben möchten, können Sie sich zusätzlich für unseren Newsletter zum DKB-Börsenwissen anmelden, dort greifen wir neue Produkte und Entwicklungen regelmäßig auf.

    Ich bedanke mich für Ihr Verständnis und wünsche Ihnen einen schönen Tag.

    Ihr Feedback ist gefragt: Schenken Sie mir zwei Minuten Ihrer Zeit und bewerten Sie unseren Kontakt: Feedback.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr M. Karle
    Deutsche Kreditbank AG

    Bereich Privatkunden
    Internet: https://www.dkb.de/

    Moin zusammen,

    mir kam grad eine Frage in den Sinn: Meinen Riester möchte ich zum Start des AVD gern in ein solches übertragen. Sind die Anbieter eigentlich verpflichtet, alte Riesterverträge anzunehmen oder liegt die Entscheidung beim Anbieter des AVD? Nicht dass die Neos/Direktbanken ein gutes und günstiges AVD anbieten aber die Kosten/Aufwände für den Eingang der Übertragung scheuen.

    Dazu habe ich auch schon mal lose recherchiert. Man kann die Depotanbieter wohl grundsätzlich nicht zwingen, einen alten Riester zu übernehmen. Aber bei 16 Mio. Riesterverträgen wird die Jagd nach Neukunden hoffentlich groß sein und sich keiner verweigern.

    Finanzen.ner Zero hat schon mal eine To Do Liste erstellt - die scheinen also auf jeden Fall nicht abgeneigt zu sein ;)

    https://www.finanzen.net/ratgeber/news/…-02-06-2026-01/

    Heltanos

    Sorry und danke, soweit war ich noch nicht vorgedrungen. Wäre auch zu schön gewesen ...

    1) Alle verwertbaren Vermögensgegenstände sind vorbehaltlich des Satzes 2 als Vermögen zu berücksichtigen. Nicht zu berücksichtigen sind für die Altersvorsorge bestimmte Versicherungsverträge; zudem andere Formen der Altersvorsorge, wenn sie nach Bundesrecht ausdrücklich als Altersvorsorge gefördert werden ...

    https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_2/__12.html

    Allerdings sehe ich da Interpretationsspielraum für Hobbyjuristen. Der Vertrag an sich bzw. das AV-Depot als "andere Form der Altersvorsorge" ist ja per se ein gefördertes Produkt, nur nicht unbedingt jeder enthaltene Euro ;) Aber das führt jetzt zu weit.