Beiträge von GrandmasterMUC

    Trotz allem und grundsätzlich sollte die Thematik "Rentenlücke" von Seiten des Staates deutlich sichtbarer, aggressiver und dauerhaft kommuniziert werden. Litfasssäulen, Plakate, TV Beiträge etc. Das ist seit Jahrzehnten nirgends richtig öffentlich präsent, lediglich in diversen Blasen wie FT etc.

    Nur auf diesem Wege könnten wohl auch diejenigen erreicht werden, die sich sonst aus welchen Gründen auch immer niemals damit beschäftigen würden.

    Bin seit knapp 15 Jahren zufriedener DKB Kunde (Giro Aktiv + Depot). Bis dato keine Probleme.

    Wero fehlt noch, wird wohl auch irgendwann kommen. Immer mal wieder liest man, dass die DKB sich aktiv für die Zukunft rüstet:

    https://www.springerprofessional.de/gewinn--und-ve…ern-lb/52147142

    https://www.fondsprofessionell.de/news/unternehm…angriff-248730/

    https://www.mobiflip.de/dkb-startet-20…unden-erwartet/

    https://finanz-szene.de/digital-bankin…h-von-dwp-bank/

    Gilt das für alle Riesterverträge?

    Etwas komplexes Thema, es gibt dazu nur wenige Quellen und eigentlich gar keine echten Erfahrungsberichte.

    Siehe Anhänge und Link.
    Das Gutachten am besten mal mit der entsprechenden Fragestellung nach steuerfreien Erträgen bei Altvertägen durch die KI Jagen.

    https://www.finanzamt.nrw.de/steuerinfos/pr…tallebens-sowie

    Ansonsten müsste bei den neuen AV-Verträgen ja genau aufgeschlüsselt werden, welche Bestandteile des AV-Vertrages woher stammen. Z.B. alter Kursgewinn aus Riester-Vertrag und neuer Kursgewinn aus AV-Vertrag.

    Genau das wird bzw. muss passieren.
    Um die Versteuerung der Erträge wirst du nicht herumkommen.

    Mit einer Ausnahme: Bei vor 2005 abgeschlossenen Altvertägen sind die Erträge bei förderschädlicher Kündigung steuerfrei.

    Warum willst du kündigen? Möchtest du nicht im neuen AV-Depot weitermachen?
    Hast du dir das steuerlich in der Entnahmephase schon durchgerechnet, was für dich besser wäre? Normales ETF-Depot oder AV-Depot-Mantel?

    Es wäre natürlich genial, wenn das aus dem Riestervertrag übertragene Guthaben plötzlich "neu und jungfräulich" wäre und keiner mehr wüsste, aus welchen Bestandteilen es sich zusammensetzt (Einzahlungen, Förderung, Erträge).

    Dein Gedanke ist nachvollziehbar, aber das wäre nun wirklich zu schön um wahr zu sein. Ich traue unserem Staat vieles zu, aber Steuern wird er sich sicherlich nicht entgehen lassen ;)

    Im Gesetzentwurf scheint noch nichts darüber zu stehen. Es wird vsl. irgendwelche Wartezeiten geben und das übertragene Guthaben wird eingeloggt, damit es in solchen Fällen separat behandelt werden kann.

    Das Forum wird Anfang 2027 sicherlich aus allen Nähten platzen, wenn es darum geht, alte Riester-Verträge ins neue AV-Depot zu "konvertieren" ...

    Es gibt viele unterschiedliche Anlageformen im Riester-Universum. Es wird also keine pauschale Empfehlung geben, sondern man wird immer den individuellen Einzellfall prüfen müssen.

    Eventuell wird es möglich sein, das bisherige Guthaben im Riestervertrag inkl. Zulagen und Erträge aufzulösen und das Geld im neuen AV-Depot neu zu investieren. Das halte ich 8-9 Jahre vor Renteneintritt evtl. für eine Kamikaze-Aktion, da man jegliche Sicherheiten / Beitragsgarantien etc. aus dem Riester-Vertrag verliert. Schlechte Börsenjahre vor der Rente könnten dann bösere Folgen nach sich ziehen als der Riester-Vertrag an sich.

    Einen einigermaßen gut gelaufenen Riester-Vertrag also einfach so zu killen, also das Geld zu liquidieren und ins AV-Depot zu übertragen, sollte daher sehr gut und je nach Einzelfall abgewogen werden.

    Eventuell ist es für manche doch besser, den Vertrag bestehen zu lassen und ggf. kurz vor Renteneintritt förderschädlich zu kündigen oder die 30% Auszahlung vorzunehmen.

    Abwarten, Tee trinken und dann ganz in Ruhe und nach professioneller Expertise - bspw. hier im Forum- handeln.

    Kurioserweise ist das Schonvermögen ganz wichtig für viele.

    So kurios ist das nicht. Ich beispielsweise habe lediglich einen mittleren Bildungsabschluss und lebe als Single in der teuersten Stadt dieses Landes. Weiterhin arbeite ich in einer recht fragilen Branche und in den aktuell weltpolitisch eher düsteren Zeiten geben unsere Kunden deutlich weniger für unsere Dienstleistungen aus. Auch genieße ich keinen Kündigungsschutz, da Betrieb unter 10 Mitarbeiter, es ist kein Erbe in Sicht und auch kein großer familiärer Background was Finanzen, Immobilien etc. angeht. Natürlich ist das in Teilen mein persönliches selbstverschuldetes Problem, aber es gibt sicherlich mehrere Menschen in ähnlichen und deutlich prekäreren Situationen.

    Sicherlich würde ich mich im Falle einer Kündigung schleunigst wieder nach einem neuen Job umsehen, notfalls auch völlig branchenfremd und unterbezahlt, Hauptsache sozialversichert und kostendeckend, aber es kann schneller als einem lieb ist passieren, länger in die Arbeitslosigkeit zu rutschen, das zeigen mir Fälle aus dem persönlichen Umfeld. Mit zunehmendem Alter steigt diese Wahrscheinlichkeit stark an.

    Es wäre schon äußerst ärgerlich (aber grundsätzlich richtig), mit Ende 50 / Anfang 60 seine ETF Altersvorsorge verbraten zu müssen, um dann bei Renteneintritt ohne zusätzlicher Rente und riesiger Rentenlücke dazustehen - was wiederum spätestens dann wieder zu Sozialleistungsbezug führen würde.

    Ich bin daher ernsthaft am überlegen, mein ETF Vermögen oder zumindest einen Teil davon in das neue AV Depot zu verschieben, um es zu schützen. Auch genau aus diesem Grund habe ich meinen alten Riestervertrag - der Gott sei Dank noch überdurchschnittlich gut läuft - noch nicht förderschädlich gekündigt, um das Geld ins ETF Depot zu schieben.

    Das würde ich natürlich nur machen, wenn die Kosten es zulassen, sprich möglichst deutlich unter 0,5% liegen - aber wie schon oft geschrieben, alles ungelegte Eier. Es würde auch einige Jahre dauern, bis das Geld komplett verschoben wäre auf Grund der Einzahlungsgrenzen.

    Saidi sagt im Video, dass eventuell nur Kapital basierend auf den 1.800 EUR Einzahlungen geschützt ist, aber nicht das Kapital aus den darüber hinaus freiwillig gezahlten Einzahlungen. Dann wäre eine Umschichtung natürlich sinnfrei, bis dato müsste sich der gesetzliche Schutz aber auf das gesamte Guthaben innerhalb eines zertifizierten Altersvorsorgevertrags erstrecken, unabhängig davon, ob jeder einzelne Euro mit einer Zulage bezuschusst wurde. Abwarten was final kommt ...

    Toll wäre es noch, wenn man Teile aus dem bestehenden ETF Depot direkt ins neue AV-Depot übertragen könnte, ohne Verkäufe auslösen zu müssen. Davon ist aber noch nirgends die Rede.

    Alles in allem hat man jetzt aber eine gute (zwar immer noch sehr spekulative) Informationsbasis, um individuell für sich persönlich schon mal rumrechnen zu können.

    Ich persönlich freue mich auf jeden Fall schon sehr, wenn ich meinen bis dato verhältnismäßig sehr gut gelaufenen Riestervertrag (knapp 6% Rendite) möglichst bald übertragen darf und dann etwas mehr Herr über den Verlauf und die spätere Verwendung sein darf.

    Der Typ ist zu 99,9% Fake. Dutzende KI Artikel pro Tag ... Aber inhaltlich dünne Massenartikel sind mittlerweile Standard im Netz. Bringt Klicks und somit diverse Erlöse.

    Gefährlich - nicht nur im Kontext der Finanzbildung. Man sollte schon genau sondieren, wo man sich im Netz aufschlaut.

    Hier bei Finanztip ist man zunächst mal an einem äußerst sicheren Ort und es freut mich für Rainer, dass er schon mal - auf welchem Umweg auch immer - hier gelandet ist.